Gründliche Anleitung zur Teutschen accuraten Reim- und Dicht-Kunst (Q128): Unterschied zwischen den Versionen

 
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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es hat Herr von Hofmannswaldau/ auch einen schönen [aq]locum[/aq] in der Vorrede über seine Gedichte/ welcher sich zu dieser ersten Zeit der Teutschen Poësie wol schicket: Die Teutsche Po[aq]ë[/aq]sie anreichende/ sagt er/ ist solche in Gesängen auch noch im Heidenthum sehr üblich gewesen/ massen denn die [S] [aq]Druiden[/aq], der sich auch die alten [aq]Gallier[/aq] und Britten gebraucht/ bei den Opfern/ uns sonst/ ihre Stimme hören lassen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es hat Herr von Hofmannswaldau/ auch einen schönen [aq]locum[/aq] in der Vorrede über seine Gedichte/ welcher sich zu dieser ersten Zeit der Teutschen Poësie wol schicket: Die Teutsche Po[aq]ë[/aq]sie anreichende/ sagt er/ ist solche in Gesängen auch noch im Heidenthum sehr üblich gewesen/ massen denn die [S] [aq]Druiden[/aq], der sich auch die alten [aq]Gallier[/aq] und Britten gebraucht/ bei den Opfern/ uns sonst/ ihre Stimme hören lassen / Fundstelle
Seite: (11-12) [48-49]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: wie auch der Vielgekörnte (Diederich von dem Werder) verschiedene T. Ubersetzungen und Gedichte/ sonderlich des [aq]Torquato Tasso[/aq] Gottfried oder Erlösetes Jerusalem/ herausgegeben / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: wie auch der Vielgekörnte (Diederich von dem Werder) verschiedene T. Ubersetzungen und Gedichte/ sonderlich des [aq]Torquato Tasso[/aq] Gottfried oder Erlösetes Jerusalem/ herausgegeben / Fundstelle
Seite: (43) [80]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Von den Teutschen Rähtseln und Wort-Grifflein ist zu lesen Herrn Harsdörfers Simson/ welcher dem Nathan und Jotham beigedrucket ist / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Von den Teutschen Rähtseln und Wort-Grifflein ist zu lesen Herrn Harsdörfers Simson/ welcher dem Nathan und Jotham beigedrucket ist / Fundstelle
Seite: (194) [231]
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Die sapphische Ode in der deutschen Dichtung des 17. Jahrhunderts. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Omeis, Magnus Daniel (Killy) / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Topik im Dienst poetischer Erfindung. Zum Verhältnis rhetorischer Konstanten und ihrer funktionsbedingten Auswahl oder Erweiterung (Omeis – Richter – Harsdörffer). / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Von der Sprachgesellschaft zur Universität. Die Rolle der Poetik in der 'Gründlichen Anleitung' des Magnus Daniel Omeis (1704). / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Literarische Phantasie. Theorie und Geschichte. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Literarische Diversität. Abweichungen, Lizenzen und Spielräume in der deutschen Poesie und Poetik der Barockzeit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. Dieser Mutter aller waarer Tugenden gleichwie Mein wehrtester Patron von Jugend auf [S] sich gewidmet/ und seine Gedanken/ Wort- und Werke/ nach GOtt/ dem höchsten Heil- und Angel-Stern/ gerichtet; eben so läßet Er sein Glaubens-Liecht unabläßig leuchten vor den Menschen durch gute Werke/ und mildeste Wolthätigkeit gegen allerhand arme/ verfolgte und nohtleidende; also daß/ was [aq]Valerius Maximus[/aq] von dem Agrigentinischen Gillias mit schönen Worten aufgezeichnet: * [[aq]L. IV. c. 8[/aq].] [aq]Subnectam Agrigentinum Gilliam, quem propemodum ipsius liberalitatis praecordia constat habuisse: erat opiobus excellens, sed multo etiam animo quam divitiis locupletior ; semperque in eroganda potius, quam in contrahenda pecunia occupatus: adeo ut domus ejus quasi quaedam[/aq] [S] [aq]munificentiae officina crederetur[/aq]; ebenmäßig von unserm Norischen Gillias kan gesaget werden/ Er trage selbst der Freygebigkeit ihr Herz in seinem Busen ; und ob er wol mit großem Reichtum von GOTT gesegnet/ so seye er doch am Gemüte als Glückes-Gütern viel reicher/ und iederzeit mehr darauf bedacht/ wie er das Geld unter die bedürftige austheile/ als eincaßire: so gar/ daß seine Behausung billich vor der Wolthätigkeit Werkstatt und Wohnplatz gehalten werde.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. Dieser Mutter aller waarer Tugenden gleichwie Mein wehrtester Patron von Jugend auf [S] sich gewidmet/ und seine Gedanken/ Wort- und Werke/ nach GOtt/ dem höchsten Heil- und Angel-Stern/ gerichtet; eben so läßet Er sein Glaubens-Liecht unabläßig leuchten vor den Menschen durch gute Werke/ und mildeste Wolthätigkeit gegen allerhand arme/ verfolgte und nohtleidende; also daß/ was [aq]Valerius Maximus[/aq] von dem Agrigentinischen Gillias mit schönen Worten aufgezeichnet: * [[aq]L. IV. c. 8[/aq].] [aq]Subnectam Agrigentinum Gilliam, quem propemodum ipsius liberalitatis praecordia constat habuisse: erat opiobus excellens, sed multo etiam animo quam divitiis locupletior ; semperque in eroganda potius, quam in contrahenda pecunia occupatus: adeo ut domus ejus quasi quaedam[/aq] [S] [aq]munificentiae officina crederetur[/aq]; ebenmäßig von unserm Norischen Gillias kan gesaget werden/ Er trage selbst der Freygebigkeit ihr Herz in seinem Busen ; und ob er wol mit großem Reichtum von GOTT gesegnet/ so seye er doch am Gemüte als Glückes-Gütern viel reicher/ und iederzeit mehr darauf bedacht/ wie er das Geld unter die bedürftige austheile/ als eincaßire: so gar/ daß seine Behausung billich vor der Wolthätigkeit Werkstatt und Wohnplatz gehalten werde. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. Dieser Mutter aller waarer Tugenden gleichwie Mein wehrtester Patron von Jugend auf [S] sich gewidmet/ und seine Gedanken/ Wort- und Werke/ nach GOtt/ dem höchsten Heil- und Angel-Stern/ gerichtet; eben so läßet Er sein Glaubens-Liecht unabläßig leuchten vor den Menschen durch gute Werke/ und mildeste Wolthätigkeit gegen allerhand arme/ verfolgte und nohtleidende; also daß/ was [aq]Valerius Maximus[/aq] von dem Agrigentinischen Gillias mit schönen Worten aufgezeichnet: * [[aq]L. IV. c. 8[/aq].] [aq]Subnectam Agrigentinum Gilliam, quem propemodum ipsius liberalitatis praecordia constat habuisse: erat opiobus excellens, sed multo etiam animo quam divitiis locupletior ; semperque in eroganda potius, quam in contrahenda pecunia occupatus: adeo ut domus ejus quasi quaedam[/aq] [S] [aq]munificentiae officina crederetur[/aq]; ebenmäßig von unserm Norischen Gillias kan gesaget werden/ Er trage selbst der Freygebigkeit ihr Herz in seinem Busen ; und ob er wol mit großem Reichtum von GOTT gesegnet/ so seye er doch am Gemüte als Glückes-Gütern viel reicher/ und iederzeit mehr darauf bedacht/ wie er das Geld unter die bedürftige austheile/ als eincaßire: so gar/ daß seine Behausung billich vor der Wolthätigkeit Werkstatt und Wohnplatz gehalten werde. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [14-16]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat Herr von Hofmannswaldau/ auch einen schönen [aq]locum[/aq] in der Vorrede über seine Gedichte/ welcher sich zu dieser ersten Zeit der Teutschen Poësie wol schicket: Die Teutsche Po[aq]ë[/aq]sie anreichende/ sagt er/ ist solche in Gesängen auch noch im Heidenthum sehr üblich gewesen/ massen denn die [S] [aq]Druiden[/aq], der sich auch die alten [aq]Gallier[/aq] und Britten gebraucht/ bei den Opfern/ uns sonst/ ihre Stimme hören lassen / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat Herr von Hofmannswaldau/ auch einen schönen [aq]locum[/aq] in der Vorrede über seine Gedichte/ welcher sich zu dieser ersten Zeit der Teutschen Poësie wol schicket: Die Teutsche Po[aq]ë[/aq]sie anreichende/ sagt er/ ist solche in Gesängen auch noch im Heidenthum sehr üblich gewesen/ massen denn die [S] [aq]Druiden[/aq], der sich auch die alten [aq]Gallier[/aq] und Britten gebraucht/ bei den Opfern/ uns sonst/ ihre Stimme hören lassen / Fundstelle
 
Seite: (11-12) [48-49]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten. / Fundstelle
 
Seite: (32-33) [69-70]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S]
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S] / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S] / Fundstelle
 
Seite: (45-47) [82-84]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bestehet auch dieser Orden [der Blumenorden, J.T.] noch von verschiedenen Herren Standes- und Adelichen Personen/ Fürstl. Geheimen- Hof- und [aq]Consistorial[/aq]-Rähten/ [aq]Theologiae, Jurium, Medicinae, Philosophiae Doctoribus[/aq] und [aq]Professoribus[/aq], auch in andern ansehnlichen Geistlich- und weltlichen Aemtern sich rühmlichst-verdienenden Mitgliedern: machet anbei/ durch des Himmels gnädigen Einfluß/ die Hoffnung/ und verspricht/ künftighin mehrere [S] seine Fleißes und Tugend-Proben an den Tag zu legen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bestehet auch dieser Orden [der Blumenorden, J.T.] noch von verschiedenen Herren Standes- und Adelichen Personen/ Fürstl. Geheimen- Hof- und [aq]Consistorial[/aq]-Rähten/ [aq]Theologiae, Jurium, Medicinae, Philosophiae Doctoribus[/aq] und [aq]Professoribus[/aq], auch in andern ansehnlichen Geistlich- und weltlichen Aemtern sich rühmlichst-verdienenden Mitgliedern: machet anbei/ durch des Himmels gnädigen Einfluß/ die Hoffnung/ und verspricht/ künftighin mehrere [S] seine Fleißes und Tugend-Proben an den Tag zu legen. / Fundstelle
 
Seite: (49-50) [86-87]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nach der Pegnesischen hat sich eine andere Gesellschaft in Teutschland hervor gethan A. 1660/ unter An- und Aufführung Herrn Joh. Risten/ [aq]Comitis Palat. Caesarei[/aq], und berühmten Predigers zu Wedel an der Elbe; derer Ordens-Zeichen war ein verguldter Schwan an einem Himmel-blauen Band abhangend/ davon sie/ wie auch von der [S] Gegend/ die Schwanen-Gesellschaft an der Elbe genannt worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nach der Pegnesischen hat sich eine andere Gesellschaft in Teutschland hervor gethan A. 1660/ unter An- und Aufführung Herrn Joh. Risten/ [aq]Comitis Palat. Caesarei[/aq], und berühmten Predigers zu Wedel an der Elbe; derer Ordens-Zeichen war ein verguldter Schwan an einem Himmel-blauen Band abhangend/ davon sie/ wie auch von der [S] Gegend/ die Schwanen-Gesellschaft an der Elbe genannt worden. / Fundstelle
 
Seite: (55-56) [92-93]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Nun kommt der Heiden Heiland etc[/aq]. ¶ Wir ziehen diese Beispiele an/ nicht zur Verachtung der alten geistreichen Kirchen-Lieder/ sondern weil sie unsrer Jugend vor andern bekannt sind; habens auch denen frommen [aq]auctoribus[/aq] derselben nicht vor übel/ weil man damals nur die Syllben abgezehlet/ und auf den eigentlichen Wort-Ton wenig acht gegeben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Nun kommt der Heiden Heiland etc[/aq]. ¶ Wir ziehen diese Beispiele an/ nicht zur Verachtung der alten geistreichen Kirchen-Lieder/ sondern weil sie unsrer Jugend vor andern bekannt sind; habens auch denen frommen [aq]auctoribus[/aq] derselben nicht vor übel/ weil man damals nur die Syllben abgezehlet/ und auf den eigentlichen Wort-Ton wenig acht gegeben. / Fundstelle
 
Seite: (61) [98]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es sind aber der Oden zweierlei/ Geistliche und Weltliche. Die Geistliche/ welche man GOtt zu Ehren verfaßet/ werden [aq]Hymni[/aq] oder Geistliche Lieder genennet; dergleichen bei uns Christen billich die meinsten seyn solten: und derer viele schöne von HH. Risten/ Röling/ Dachen/ Paul Gerhard/ und andern/ gemacht worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Es sind aber der Oden zweierlei/ Geistliche und Weltliche. Die Geistliche/ welche man GOtt zu Ehren verfaßet/ werden [aq]Hymni[/aq] oder Geistliche Lieder genennet; dergleichen bei uns Christen billich die meinsten seyn solten: und derer viele schöne von HH. Risten/ Röling/ Dachen/ Paul Gerhard/ und andern/ gemacht worden. / Fundstelle
 
Seite: (100) [137]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Aber auf den heutigen neuen [aq]Medaillen[/aq], werden entweder [aq]suo Marte[/aq] erdichtete/ oder aus einem bekannten Po[aq]ë[/aq]ten entlehnte [aq]hemistichia[/aq], ganze Verse/ zuweiln wol gar [aq]disticha[/aq], oder auch [aq]dicta S. Scripturae[/aq] ausgedrucket. Auf die vor dreien Jahren vorgegangene Päbstliche Wahl [aq]Clementis XI[/aq] hat ein fürtrefflicher Geist ein sehr schönes [aq]Numisma[/aq]angegeben/ da auf einer [S] Seite zu sehen die Bildniß Ihrer Päbstlichen Heiligkeit/ vormals Cardinaln [aq]Albani[/aq] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Aber auf den heutigen neuen [aq]Medaillen[/aq], werden entweder [aq]suo Marte[/aq] erdichtete/ oder aus einem bekannten Po[aq]ë[/aq]ten entlehnte [aq]hemistichia[/aq], ganze Verse/ zuweiln wol gar [aq]disticha[/aq], oder auch [aq]dicta S. Scripturae[/aq] ausgedrucket. Auf die vor dreien Jahren vorgegangene Päbstliche Wahl [aq]Clementis XI[/aq] hat ein fürtrefflicher Geist ein sehr schönes [aq]Numisma[/aq]angegeben/ da auf einer [S] Seite zu sehen die Bildniß Ihrer Päbstlichen Heiligkeit/ vormals Cardinaln [aq]Albani[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (208-209) [245-246]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen.
Eigenschaft / Autoritäten: Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen. / Fundstelle
 
Seite: (248-249) [285-286]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: als wann dort die Jünger Johannis den Heiland fragen: Bist du/ der da kommen soll? darf der Vers nicht so lauten: ¶ [aq]Bist du/ der da kommen soll[/aq]? ¶ sondern/ ¶ [aq]Bist du/ der kommen soll[/aq]? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: als wann dort die Jünger Johannis den Heiland fragen: Bist du/ der da kommen soll? darf der Vers nicht so lauten: ¶ [aq]Bist du/ der da kommen soll[/aq]? ¶ sondern/ ¶ [aq]Bist du/ der kommen soll[/aq]? / Fundstelle
 
Seite: (65) [102]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: der Rein- und harte Diamant/ eines rechtschaffenen GOttes-Lehrers Bildniß / auf Herrn Reinharts [aq]Theol. seel[/aq]. Ableiben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: der Rein- und harte Diamant/ eines rechtschaffenen GOttes-Lehrers Bildniß / auf Herrn Reinharts [aq]Theol. seel[/aq]. Ableiben / Fundstelle
 
Seite: (140) [177]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also kan z. B. König David [aq]ex Loco Adjunctorum[/aq] genannt werden/ der braune/ Gott-geliebte/ tapfere/ groß glaubige/ süß spielende/ flüchtige/ herrschende/ siegreiche. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also kan z. B. König David [aq]ex Loco Adjunctorum[/aq] genannt werden/ der braune/ Gott-geliebte/ tapfere/ groß glaubige/ süß spielende/ flüchtige/ herrschende/ siegreiche. / Fundstelle
 
Seite: (148) [185]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Christ. Gryphii Po[aq]ë[/aq]t. Wälder [aq]p[/aq]. 663. 665. 674. 676. 677. 679. 682. 685, auf hoher Patronen und Gönnerinnen Namens-Lichter; [aq]p[/aq]. 698. 701, auf eines vornehmen Geistl. Namens-Fest. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Christ. Gryphii Po[aq]ë[/aq]t. Wälder [aq]p[/aq]. 663. 665. 674. 676. 677. 679. 682. 685, auf hoher Patronen und Gönnerinnen Namens-Lichter; [aq]p[/aq]. 698. 701, auf eines vornehmen Geistl. Namens-Fest. / Fundstelle
 
Seite: (157) [194]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Man vergleichet ihn [den Feldherrn] [aq]ex Loco Parium & Exemplorum[/aq] mit dem Josua/ Gideon/ Juda dem Maccabaeer/ mit dem Alexander/ Caesar/ und mehrern aus den Historien / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Man vergleichet ihn [den Feldherrn] [aq]ex Loco Parium & Exemplorum[/aq] mit dem Josua/ Gideon/ Juda dem Maccabaeer/ mit dem Alexander/ Caesar/ und mehrern aus den Historien / Fundstelle
 
Seite: (168) [205]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Da wird gesagt: Von GOTT komme Leben und Tod; GOttes Wille sey der beste; ein frommer Christ spreche mit Hiob: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats genommen v. Unser Glaube werde durch solche Betrübniße/ wie das Gold im Feuer/ probiret; und müßen denen / die GOtt lieben/ alle Dinge zum besten dienen. Wir seyen Menschen/ und müßen alle sterben: es wäre ja beßer den Port bald erreichen / als lang auf dem Meere wallen; beßer die Crone bald erhalten/ als lange streiten u. s. w. Die Seele ruhe in Abrahams Schos/ und der Leib in seiner Kammer/ biß auf den jungsten Tage/ da es heißen wird: Wiedersehen macht/ daß man das scheiden nicht acht. Man kan des Verstorbenen Seele/ oder einen Engel erzehlend einführen/ in was Freuden sie ietzt lebe. Man kan eine Trostschrifft stellen/ als wann sie der Seelige seinen be-[S]trübt-hinterlaßenen vom Himmel herab gesandt hätte.
Eigenschaft / Autoritäten: Da wird gesagt: Von GOTT komme Leben und Tod; GOttes Wille sey der beste; ein frommer Christ spreche mit Hiob: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats genommen v. Unser Glaube werde durch solche Betrübniße/ wie das Gold im Feuer/ probiret; und müßen denen / die GOtt lieben/ alle Dinge zum besten dienen. Wir seyen Menschen/ und müßen alle sterben: es wäre ja beßer den Port bald erreichen / als lang auf dem Meere wallen; beßer die Crone bald erhalten/ als lange streiten u. s. w. Die Seele ruhe in Abrahams Schos/ und der Leib in seiner Kammer/ biß auf den jungsten Tage/ da es heißen wird: Wiedersehen macht/ daß man das scheiden nicht acht. Man kan des Verstorbenen Seele/ oder einen Engel erzehlend einführen/ in was Freuden sie ietzt lebe. Man kan eine Trostschrifft stellen/ als wann sie der Seelige seinen be-[S]trübt-hinterlaßenen vom Himmel herab gesandt hätte. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Da wird gesagt: Von GOTT komme Leben und Tod; GOttes Wille sey der beste; ein frommer Christ spreche mit Hiob: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats genommen v. Unser Glaube werde durch solche Betrübniße/ wie das Gold im Feuer/ probiret; und müßen denen / die GOtt lieben/ alle Dinge zum besten dienen. Wir seyen Menschen/ und müßen alle sterben: es wäre ja beßer den Port bald erreichen / als lang auf dem Meere wallen; beßer die Crone bald erhalten/ als lange streiten u. s. w. Die Seele ruhe in Abrahams Schos/ und der Leib in seiner Kammer/ biß auf den jungsten Tage/ da es heißen wird: Wiedersehen macht/ daß man das scheiden nicht acht. Man kan des Verstorbenen Seele/ oder einen Engel erzehlend einführen/ in was Freuden sie ietzt lebe. Man kan eine Trostschrifft stellen/ als wann sie der Seelige seinen be-[S]trübt-hinterlaßenen vom Himmel herab gesandt hätte. / Fundstelle
 
Seite: (174-175) [211-212]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wie dann der Cardinal [aq]Perron[/aq], ein Franzos/ diese Ungedult an seinen Lands-Leuten vor andern tadelt; auch von sich bekennet/ daß er in seiner Jugend ihme vorgenommen ein [aq]Poëma Epicum[/aq] von der Kinder Jsraël Auszug aus Aegypten/ unter dem Titul [aq]la Mosaide[/aq], zu schreiben: aber er habe es der Weitleuftigkeit wegen bleiben laßen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Wie dann der Cardinal [aq]Perron[/aq], ein Franzos/ diese Ungedult an seinen Lands-Leuten vor andern tadelt; auch von sich bekennet/ daß er in seiner Jugend ihme vorgenommen ein [aq]Poëma Epicum[/aq] von der Kinder Jsraël Auszug aus Aegypten/ unter dem Titul [aq]la Mosaide[/aq], zu schreiben: aber er habe es der Weitleuftigkeit wegen bleiben laßen / Fundstelle
 
Seite: (215) [252]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: als [aq]P. Masenii[/aq] sein [aq]Mauritius Orientis Imperator[/aq] [...]; oder eine erdichtete Geschicht: als [aq]ejusdem Masenii Rusticus imperans[/aq], und [aq]Bacchi Schola eversa[/aq]: Herrn von Birken Psyche/ Margenis u.d. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: als [aq]P. Masenii[/aq] sein [aq]Mauritius Orientis Imperator[/aq] [...]; oder eine erdichtete Geschicht: als [aq]ejusdem Masenii Rusticus imperans[/aq], und [aq]Bacchi Schola eversa[/aq]: Herrn von Birken Psyche/ Margenis u.d. / Fundstelle
 
Seite: (237) [274]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Sonsten wann ich z. B. dem Erhenkten Judas/ unter dem Baum/ daran er sich erhänget/ eine Grabschrifft machen wolte/ so könnte sie/ [aq]ad imitationem[/aq] Herrn Kienens/ und zwar viel kürzer/ [aq]ex Loco Circumstantiarum & Consequentium[/aq], also verfaßet werden ¶ [aq]Wanders-Mann[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Sonsten wann ich z. B. dem Erhenkten Judas/ unter dem Baum/ daran er sich erhänget/ eine Grabschrifft machen wolte/ so könnte sie/ [aq]ad imitationem[/aq] Herrn Kienens/ und zwar viel kürzer/ [aq]ex Loco Circumstantiarum & Consequentium[/aq], also verfaßet werden ¶ [aq]Wanders-Mann[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (270) [307]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Noch eins: wann [aq]Jac. Masenius in Arte Nova Argutiarum p. m. 218. 219. de Apostolo Petro[/aq] also schreibet: ¶ [aq]Sta, quisquis in hac vita nunquam subsistis[/aq], ¶ [aq]viator[/aq]! ¶ [...][S][...] ¶ So könnte dieses ins Teutsche also versetzet werden: ¶ [aq]Steh still Wanderer[/aq]/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Noch eins: wann [aq]Jac. Masenius in Arte Nova Argutiarum p. m. 218. 219. de Apostolo Petro[/aq] also schreibet: ¶ [aq]Sta, quisquis in hac vita nunquam subsistis[/aq], ¶ [aq]viator[/aq]! ¶ [...][S][...] ¶ So könnte dieses ins Teutsche also versetzet werden: ¶ [aq]Steh still Wanderer[/aq]/ / Fundstelle
 
Seite: (271-272) [308-309]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen folgendes über den seeligsten Hintritt [aq]Tit[/aq]. Herrn Herrn Georg Ferdinand Pernauers/ Freyherrn von Perney u. von mir verfertiget/ und an deßen hinterlaßene Hochwolgebohrne Herren Söhne gehorsamst eingeschicket worden. ¶ Klag- und Trost-Schreiben. ¶ [aq]Es klopfet hier ein Brief von dienst-verbundnen Händen[/aq]/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen folgendes über den seeligsten Hintritt [aq]Tit[/aq]. Herrn Herrn Georg Ferdinand Pernauers/ Freyherrn von Perney u. von mir verfertiget/ und an deßen hinterlaßene Hochwolgebohrne Herren Söhne gehorsamst eingeschicket worden. ¶ Klag- und Trost-Schreiben. ¶ [aq]Es klopfet hier ein Brief von dienst-verbundnen Händen[/aq]/ / Fundstelle
 
Seite: (275) [312]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Dieses Herzog Ulrichs Sohn/ Przetislaus entführte nachmals Fräulein Jutten/ Keiser Ottens des Andern Tochter / aus dem Nonnen-Closter zu Regenspurg; wovon Herr von Hofmannswaldau in seinen Helden-Briefen am 25 und nachfolgenden Blättern zu lesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Dieses Herzog Ulrichs Sohn/ Przetislaus entführte nachmals Fräulein Jutten/ Keiser Ottens des Andern Tochter / aus dem Nonnen-Closter zu Regenspurg; wovon Herr von Hofmannswaldau in seinen Helden-Briefen am 25 und nachfolgenden Blättern zu lesen. / Fundstelle
 
Seite: (298) [335]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Aber auf den heutigen neuen [aq]Medaillen[/aq], werden entweder [aq]suo Marte[/aq] erdichtete/ oder aus einem bekannten Po[aq]ë[/aq]ten entlehnte [aq]hemistichia[/aq], ganze Verse/ zuweiln wol gar [aq]disticha[/aq], oder auch [aq]dicta S. Scripturae[/aq] ausgedrucket. Auf die vor dreien Jahren vorgegangene Päbstliche Wahl [aq]Clementis XI[/aq] hat ein fürtrefflicher Geist ein sehr schönes [aq]Numisma[/aq]angegeben/ da auf einer [S] Seite zu sehen die Bildniß Ihrer Päbstlichen Heiligkeit/ vormals Cardinaln [aq]Albani[/aq] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Aber auf den heutigen neuen [aq]Medaillen[/aq], werden entweder [aq]suo Marte[/aq] erdichtete/ oder aus einem bekannten Po[aq]ë[/aq]ten entlehnte [aq]hemistichia[/aq], ganze Verse/ zuweiln wol gar [aq]disticha[/aq], oder auch [aq]dicta S. Scripturae[/aq] ausgedrucket. Auf die vor dreien Jahren vorgegangene Päbstliche Wahl [aq]Clementis XI[/aq] hat ein fürtrefflicher Geist ein sehr schönes [aq]Numisma[/aq]angegeben/ da auf einer [S] Seite zu sehen die Bildniß Ihrer Päbstlichen Heiligkeit/ vormals Cardinaln [aq]Albani[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (208-209) [245-246]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen.
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen. / Fundstelle
 
Seite: (248-249) [285-286]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Es war dieser Herr Johans Freyher zu Schwarzenberg und hohen Landsberg/ Herrn Sigmund von Schwarzenberg etc. Sohn/ ein sehr fromm- und gelehrter [aq]Cavalier[/aq] [...]. Er hat/ nebst mehrern Schrifften [...] auch ein Buch/ Memorial der Tugend betitelt/ mit Figuren und T. Reimen durch und durch verfertiget: darinnen er erstlich handelt von den vornehmsten Historien des A. und N. Testaments/ hernach von einigen Griechischen/ Römischen/ und neuen Geschichten/ auch überall seine Lehren mit beigefüget; z.e. bei der Historie von Simson schreibet er: ¶ [aq]Merck Samson kam umb seinen Leib[/aq]/ ¶ [...][S] ¶ Vom reichen Mann Lucae XVI singet er also: ¶ [aq]Der reich Man/ Gottes hi vergaß[/aq]/ ¶ [...] ¶ Er hat ingleichen über den Tod seiner Gemahlin/ Fr. Kundigund/ gebohrnen Gräfin zu Rynegk/ die er innigst geliebet/ ein langes T. [aq]Carmen[/aq], genannt der Kummer-Trost/ geschrieben/ deßen Schluß ist: ¶ [aq]Mein sün und töchter nemet war[/aq]/
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es war dieser Herr Johans Freyher zu Schwarzenberg und hohen Landsberg/ Herrn Sigmund von Schwarzenberg etc. Sohn/ ein sehr fromm- und gelehrter [aq]Cavalier[/aq] [...]. Er hat/ nebst mehrern Schrifften [...] auch ein Buch/ Memorial der Tugend betitelt/ mit Figuren und T. Reimen durch und durch verfertiget: darinnen er erstlich handelt von den vornehmsten Historien des A. und N. Testaments/ hernach von einigen Griechischen/ Römischen/ und neuen Geschichten/ auch überall seine Lehren mit beigefüget; z.e. bei der Historie von Simson schreibet er: ¶ [aq]Merck Samson kam umb seinen Leib[/aq]/ ¶ [...][S] ¶ Vom reichen Mann Lucae XVI singet er also: ¶ [aq]Der reich Man/ Gottes hi vergaß[/aq]/ ¶ [...] ¶ Er hat ingleichen über den Tod seiner Gemahlin/ Fr. Kundigund/ gebohrnen Gräfin zu Rynegk/ die er innigst geliebet/ ein langes T. [aq]Carmen[/aq], genannt der Kummer-Trost/ geschrieben/ deßen Schluß ist: ¶ [aq]Mein sün und töchter nemet war[/aq]/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es war dieser Herr Johans Freyher zu Schwarzenberg und hohen Landsberg/ Herrn Sigmund von Schwarzenberg etc. Sohn/ ein sehr fromm- und gelehrter [aq]Cavalier[/aq] [...]. Er hat/ nebst mehrern Schrifften [...] auch ein Buch/ Memorial der Tugend betitelt/ mit Figuren und T. Reimen durch und durch verfertiget: darinnen er erstlich handelt von den vornehmsten Historien des A. und N. Testaments/ hernach von einigen Griechischen/ Römischen/ und neuen Geschichten/ auch überall seine Lehren mit beigefüget; z.e. bei der Historie von Simson schreibet er: ¶ [aq]Merck Samson kam umb seinen Leib[/aq]/ ¶ [...][S] ¶ Vom reichen Mann Lucae XVI singet er also: ¶ [aq]Der reich Man/ Gottes hi vergaß[/aq]/ ¶ [...] ¶ Er hat ingleichen über den Tod seiner Gemahlin/ Fr. Kundigund/ gebohrnen Gräfin zu Rynegk/ die er innigst geliebet/ ein langes T. [aq]Carmen[/aq], genannt der Kummer-Trost/ geschrieben/ deßen Schluß ist: ¶ [aq]Mein sün und töchter nemet war[/aq]/ / Fundstelle
 
Seite: (30-31) [67-68]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten.
Eigenschaft / Exempelpolitik: Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Von A. 1516 bis 1567 hat ein ehrlicher Burger und Schuhmacher anfangs/ hernach Schulmeister/ zu Nürnberg/ Hannß Sachs/ etliche tausend Stücke/ d.i. geistlich- und weltliche T. Reim-Gedichte/ Comoedien/ Tragoedien/ und allerhand seltsame Spiele/ kurzweilige Gespräche/ wunderbare Geschicht- und Fabeln geschrieben/ und zum Druck nach und nach verfertiget; auch derer noch sehr viel ungedruckt hinterlaßen. Es finden sich darunter Sachen von guter Erfindung; und ist zu bewundern/ daß ein Handwerksmann/ der Lateinisch- und anderer Sprachen unkündig/ so [S] mancherlei Geist- und weltliche Gedichte/ in nicht gar ungeschickten Reimen/ selbiger Zeit nach/ zu Mark bringen können. Sein geistreiches Lied/ Warum betrübst du dich mein Herr etc. wird annoch von vielen frommen Seelen sehr wehrt gehalten. / Fundstelle
 
Seite: (32-33) [69-70]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Barthol. Regenbogen/ seines Handwerks ein Schmidt/ und Muscatblüt/ (derer Töne erst gedacht worden) waren zu ihrer Zeit benamte Dichter; und hat jener/ nebst andern/ zum Gedächtnis des Frauenlobs an die I. Maria im Zug-Tone ein Lied gestellet; dieser aber sehr viele hinterlaßen/ unter denen sind: Von der Schöpfung und Adams Fall zwey; das Geistliche Ackerwerk; die Geistliche Mühle; [...] von frommen Weibern / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Barthol. Regenbogen/ seines Handwerks ein Schmidt/ und Muscatblüt/ (derer Töne erst gedacht worden) waren zu ihrer Zeit benamte Dichter; und hat jener/ nebst andern/ zum Gedächtnis des Frauenlobs an die I. Maria im Zug-Tone ein Lied gestellet; dieser aber sehr viele hinterlaßen/ unter denen sind: Von der Schöpfung und Adams Fall zwey; das Geistliche Ackerwerk; die Geistliche Mühle; [...] von frommen Weibern / Fundstelle
 
Seite: (34) [71]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ingleichen gehöret hieher Bartholme Ringwaldt/ welcher unter andern auch ein [aq]scriptum de Plagio Ernesti & Alberti Ducum Saxoniae[/aq] hinterlaßen. Dieser war Pfarrherr in Langfeld/ und hat A. 1588 ein Buch von T. Reimen/ welches er die Lauter Warheit nennet/ ausgehen laßen; darinnen angezeiget wird/ wie sich ein weltlich- und geistlicher Kriegsmann in seinem Beruf verhalten soll [...]. Seine Lieder/ Kommt her zu mir/ spricht GOttes Sohn etc. Es ist gewißlich an der Zeit etc. und andere mehr/ werden noch in unsren Kirchen gesungen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ingleichen gehöret hieher Bartholme Ringwaldt/ welcher unter andern auch ein [aq]scriptum de Plagio Ernesti & Alberti Ducum Saxoniae[/aq] hinterlaßen. Dieser war Pfarrherr in Langfeld/ und hat A. 1588 ein Buch von T. Reimen/ welches er die Lauter Warheit nennet/ ausgehen laßen; darinnen angezeiget wird/ wie sich ein weltlich- und geistlicher Kriegsmann in seinem Beruf verhalten soll [...]. Seine Lieder/ Kommt her zu mir/ spricht GOttes Sohn etc. Es ist gewißlich an der Zeit etc. und andere mehr/ werden noch in unsren Kirchen gesungen. / Fundstelle
 
Seite: (35) [72]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: wie auch der Vielgekörnte (Diederich von dem Werder) verschiedene T. Ubersetzungen und Gedichte/ sonderlich des [aq]Torquato Tasso[/aq] Gottfried oder Erlösetes Jerusalem/ herausgegeben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: wie auch der Vielgekörnte (Diederich von dem Werder) verschiedene T. Ubersetzungen und Gedichte/ sonderlich des [aq]Torquato Tasso[/aq] Gottfried oder Erlösetes Jerusalem/ herausgegeben / Fundstelle
 
Seite: (43) [80]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: A. 1627 hat [aq]Jo. Valentin Andreae[/aq], der folgends hochbenamte [aq]Theologus[/aq] und [aq]Philologus[/aq], erstgedachten Herrn von Bartas Triumph des Glaubens in hochteutsche Verse übersetzet/ und [aq]Matth. Berneggero[/aq] überschrieben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: A. 1627 hat [aq]Jo. Valentin Andreae[/aq], der folgends hochbenamte [aq]Theologus[/aq] und [aq]Philologus[/aq], erstgedachten Herrn von Bartas Triumph des Glaubens in hochteutsche Verse übersetzet/ und [aq]Matth. Berneggero[/aq] überschrieben. / Fundstelle
 
Seite: (43) [80]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Rist/ Simon Dach und Röling/ sind wegen ihrer schönen geistlichen Lieder/ auch der erste etlicher andern Schrifften wegen/ billigst zu loben; unter denen doch die letztere [aq]scripta[/aq] die ersten weit übertreffen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Rist/ Simon Dach und Röling/ sind wegen ihrer schönen geistlichen Lieder/ auch der erste etlicher andern Schrifften wegen/ billigst zu loben; unter denen doch die letztere [aq]scripta[/aq] die ersten weit übertreffen. / Fundstelle
 
Seite: (44) [81]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S]
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des Ordens Sinnbild haben sie [die Mitglieder des Pegnesischen Blumenordens, J.T.] anfangs gesetzet die siebenfache Rohr-Pfeife Pans; damit anzudeuten/ daß/ gleichwie diese unterschiedliche Rohre in einer Pfeife vereiniget/ zu einen Ton zusammen-stimmen/ also auch diese Pegniz-Hirten mit ihren Liedern und Gedichten alle auf einen Zweck/ nemlich zu GOttes Ehre/ zur Tugend-Lehre/ und Teutscher Sprache und Dicht-Kunst Ausübung und Vermehrung/ abzielen sollen. Durch den Pan haben sie nicht so wol den alten Hirten-Götzen/ als den unsterblichen GOtt/ der alles in allem ist/ verstanden; und diesem Sinnbilde beigeschrieben: ¶ [aq]Melos conspirant singuli in unum[/aq]. ¶ Alle zu einem Ton einstimmende. ¶ Nach Strefons seeligsten Abschied wurde Floridan dieser Gesellschaft anderer [aq]Praeses[/aq] oder Fürseher; welcher/ etwan bei Erinnerung seines in dem Fruchtbringenden Palmen-Orden geführten Namens/ des Erwachsenen/ auch in Betrachtung/ daß es schicklich wäre/ wann diese von den Blumen benamte Gesellschaft auch eine Blume zum Sinnbild darstellete/ mit Genehmhaltung seiner wehrten Weid-Genoßen/ hierzu die Granadillo oder Passion-Blume ersonnen; derer man beischreiben kan: ¶ [aq]Divini scena doloris[/aq]. ¶ Das Leidens-Fürbild unsers Erzhirten. [S] ¶ Und dieses noch mehr/ weil auch der hochseelige Strefon die Paßion-Blume allen andern Blumen fürgezogen/ und folgende schöne Reim-Zeilen darüber verfertiget: ¶ [aq]Als einst/ in den Sommer-Stunden[/aq]/ ¶ [S] / Fundstelle
 
Seite: (45-47) [82-84]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum Beispiel/ der gewesene dritte Fürsteher/ Herr Martin Limburger/ ein Keiserl. gekrönter und scharfsinniger Po[aq]ë[/aq]t/ auch sehr beredter GOttes-Lehrer zu Krafftshof/ allwo er/ als Norischer Dädalus/ den von [S] vielen fremd- und einheimischen bewunderten Labyrinth und Musen-Wald angeleget/ bekam bei der Einnahme den Ordens-Namen Myrtillus/ und die blaue Kornblume/ mit dem Beiwort: ¶ Nach dem Himmel gefärbet! ¶ und deßen Erklärung: ¶ [aq]Es hat des Himmels-Farb mein Herz und meine Blum[/aq]. ¶ [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum Beispiel/ der gewesene dritte Fürsteher/ Herr Martin Limburger/ ein Keiserl. gekrönter und scharfsinniger Po[aq]ë[/aq]t/ auch sehr beredter GOttes-Lehrer zu Krafftshof/ allwo er/ als Norischer Dädalus/ den von [S] vielen fremd- und einheimischen bewunderten Labyrinth und Musen-Wald angeleget/ bekam bei der Einnahme den Ordens-Namen Myrtillus/ und die blaue Kornblume/ mit dem Beiwort: ¶ Nach dem Himmel gefärbet! ¶ und deßen Erklärung: ¶ [aq]Es hat des Himmels-Farb mein Herz und meine Blum[/aq]. ¶ [...] / Fundstelle
 
Seite: (48-49) [85-86]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Vid. Jos. Stegmanni Christognosiam T. I. sub tit. Christi Strenophori[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Vid. Jos. Stegmanni Christognosiam T. I. sub tit. Christi Strenophori[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (159) [196]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]D. Hildebrandi Tract. de Veterum Christianorum Arte bene moriendi, Ott. Aicheri Theatrum funebre, Masenii Speculum Imaginum & c[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]D. Hildebrandi Tract. de Veterum Christianorum Arte bene moriendi, Ott. Aicheri Theatrum funebre, Masenii Speculum Imaginum & c[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (175) [212]
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Von den Teutschen Rähtseln und Wort-Grifflein ist zu lesen Herrn Harsdörfers Simson/ welcher dem Nathan und Jotham beigedrucket ist / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Von den Teutschen Rähtseln und Wort-Grifflein ist zu lesen Herrn Harsdörfers Simson/ welcher dem Nathan und Jotham beigedrucket ist / Fundstelle
 
Seite: (194) [231]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: dergleichen Schrifften sind [aq]Callistrati Expositiones Statuarum, Philostrati liber Iconum; Ant. Verderii Imagines Deorum, Lugd. Batav. 1610. Caes. Ripae Iconologia, Romae f. 4t. 1603, cum amplificatione Jo. Zaratini, Venet. f. 4t. 1645[/aq]. u. a. m. ingleichen [aq]Masenii Speculum Imaginum veritatis occultae[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: dergleichen Schrifften sind [aq]Callistrati Expositiones Statuarum, Philostrati liber Iconum; Ant. Verderii Imagines Deorum, Lugd. Batav. 1610. Caes. Ripae Iconologia, Romae f. 4t. 1603, cum amplificatione Jo. Zaratini, Venet. f. 4t. 1645[/aq]. u. a. m. ingleichen [aq]Masenii Speculum Imaginum veritatis occultae[/aq]. / Fundstelle
 
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Aktuelle Version vom 18. Januar 2025, 18:14 Uhr

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Deutsch
Gründliche Anleitung zur Teutschen accuraten Reim- und Dicht-Kunst
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    Aussagen

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    1704
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    Nürnberg
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    Altdorf
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    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [25-31]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [32-37]
    Eine Fundstelle
    (58-59) [95-96]
    Eine Fundstelle
    (59-66) [96-103]
    Eine Fundstelle
    (129) [166]
    Eine Fundstelle
    (368) [405]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-306) [406-711]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-382) [712-787]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [788]
    Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle Weißheit und [S] gute Wissenschafften von GOtt herkommen. Einige Christ-gelehrte stehen in dieser frommen Meinung/ als hätten schon die aller-älteste heilige Väter/ wann sie im grünen/ bei unschuldig-guter Muße sich erlustiret/ oder ihrem Feld- und Welt-Bau obgelegen/ Lob- und Dank-Lieder/ zur Ehre GOttes/ gedichtet und angestimmet. Zumaln aus heiliger Verwunderung und Erforschung der Natur und Welt-Geschöpfe/ die [aq]Hymni[/aq] oder Göttliche Lobgesänge entsproßen; gleichwie aus der Betrachtung des menschlichen Lebens und Wandels/ die Sitten- und Tugend-Lieder/ auch Straff- und Stichel-Gedichte/ in Gebrauch gekommen. Ingleichen seye es warscheinlich/ fügen sie hinzu/ daß noch vor der Sündflut in der Schule Henoch/ der ein göttliches Leben geführet/ der Höchste mit geistlichen Psalmen und Liedern wäre verehret worden. Ob Noah/ bald nach der Sündflut/ bei dem Opfer etwann auch einen Lob- und Dank-Gesang gen Himmel geschicket/ daran ist fast nicht zu zweifeln: gewißer aber dieses/ daß einige hundert Jahre hernach Hiob und Moses/ als geistig- und geistliche Dichter/ sich haben hervor gethan; und dieser absonderlich ein schönes Dank-Lied dem HErrn angestimmet/ nach dem triumfirenden Auszug der Kinder Israel durch das rohte Meer: * [2. B. Mos. XV.] worbei auch seine Schwester Mirjam das ihrige beigetragen/ und den Weibern am Reigen vorgesungen. Welcher Gestalt besagt-Israelisches Volk an der Gränze von Moab/ über einen Brunnen/ ein Lied wechselweiß gesungen/ hat eben deßelben Heer-[S]führer und Capellmeister Moses in seinem IV Buch ** [Cap. XXI. v. 17. 18.] angeführet. Nicht gar anderthalb-hundert Jahr hernach trat im Volke GOttes hervor die Richterin/ Prophetin und Poëtin Debora; welche samt dem Barac/ nachdem sie die Cananiter besieget/ GOtt mit einem herrlichen Triumph-Lied gedanket. ***[B. der Richter Cap. V.] Und glauben etliche/ daß diese Debora eine von den alten Sibyllen gewesen; welche auch Poëtinnen waren/ und ihre Weißagungen in Versen beschrieben. Bald darauf haben die Griechen ihren Amphion aufgestellet/ und von ihm erzehlet/ daß er durch seine liebliche Dicht- und Sing-Kunst die Steine zu den Mauren der Stadt Thebe versammlet; oder vielmehr/ durch seine geschickte Poësie und Wolredenheit/ die hart- und wilden Leute bezähmet habe/ Städte zu erbauen/ und friedlich beisammen zu wohnen. Diesem folgten ihre annoch-berühmte alte Po[aq]ë[/aq]ten/ Linus/ Orpheus/ Musaeus; wie auch in Italien die Carmenta/ Evanders Mutter/ welche aus Arcadien/ einer Griechischen Provinz/ die Poësie solle dahin gebracht haben. ¶ Um das Jahr der Welt 2890 schwange sich die Po[aq]ë[/aq]sie mit dem David auf den Könglichen Thron; von welchem Mann und Dichter nach dem Herzen GOttes/ die Po[aq]ë[/aq]tische Fabel von dem Apollo und seinen Musen auf dem Parnassus-Berg/ nach etlicher fromm-gelehrter Meinung/ soll herstammen. David nemlich hatte um sich viel Hof-Musicanten/ den Assaph/ Ethan/ Heman/ Jedithun/ und andere/ mit denen er heilige Sängereien [S] angeordnet/ und er selbst auf der Harpfe gespielet. Also hat der Satan/ GOttes Affe/ zu Delphis Pythische Gesang-Spiele angestellet/ und dem Apollo die Leyer/ auch seinen Musen verschiedene Instrumenten in die Hand gegeben. David hat den Riesen Goliath/ und der Sohn Davids den höllischen Python erwürget: dergleichen Thaten werden auch dem Apollo angedichtet. Zu Jerusalem waren zween heilige Berge/ Sion und Morijah/ auf derer jenem David residirte; diesen beeden Bergen wurde der zwei-gespitzte Parnaßus nachgebildet. In Jerusalem war das Jüdische Sanhedrim; also auch zu Delphis der hohe Griechen-Raht der Amphictyonen. Aus dem Berg Sion entsprang der Brunn Siloah/ daraus ein blind-gebohrner sich sehend gewaschen/ und anderseits die Brunnen Gihon/ Rogel und mehrere; welche durch die Dichter in die Kunst-Brunnen am Parnaßus und Helicon verwandelt worden/ als daraus man sich Kunstsehend und gelehrt trinken könne. Diese geistliche Erklärung lassen wir in ihrem Wehrt: und wißen freilich/ daß die Heiden/ weil sie vieler Sachen und Künste Ursachen nicht erkennen können noch mögen/ selbige ihren Göttern zugeschrieben; dahero auch die Erfindung der Dicht-Kunst (wie schon gemeldet worden) dem Apollo zugeeignet/ weil er durch das Delphische Orakel/ von uralten Zeiten her/ in gebundener Rede geantwortet/ und andere dergleichen [aq]Oracula[/aq] oder Götzen-Stimmen Versweiße geweissaget. ¶ Nach Davids und seines Sohnes Salomo (welcher über tausend Lieder gedichtet/ * [1 B. der König. IV. 32.] von denen [S] das so genannte Hohe Lied noch vorhanden ist) weisester Regierung/ ließ sich in Griechenland hören Homerus/ der Fürst selbiger Poësie/ und Vater der Mythischen/ das ist/ der allerältesten Philosophie;
    Eine Fundstelle
    (1-5) [38-42]
    Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [aq]fastis[/aq] und Jahr-Büchern vorgesetzet waren: also haben bei den alten Teutschen ihre Priester/ die Barden und Witdoden/ sich der alten Geschichten und Helden-Thaten ihres Volkes fleissig angenommen/ und derer Andenken durch Lieder fortgepflanzet/ auch damit ihren Gott gepriesen. Dann was die Materie dieser ihrer Lieder anlanget/ so schreibet vorbemeldter [aq]Tacitus: Celebrant carminibus antiquis Tuistonem deum terra editum, & filium Mannum, originem[/aq] [S][aq]gentis conditoremque. Tuistonem[/aq], sagt er/ oder wie [aq]Conringius[/aq] und andere lesen/ [aq]Tuisconem sive Teutonem[/aq]; daher auch der Nahme Teutisch oder Teutsch kommet/ und seinen Sohn [aq]Mannum[/aq]; dadurch sie etwann den ersten Menschen Adam verstanden/ und daher noch das Wort Mann und Mensch bei uns verblieben; auch der Lateiner [aq]Mas[/aq], und der Aegyptier [aq]Man[/aq] und [aq]Men[/aq] fast gleiches Lautes sind. Etlichen meynen/ sie hätten durch den alten [aq]Mannum[/aq] den Noah verstanden; indem sie aus Vermischung der Historien von Adam und Noah/ welche vielleicht durch die Fabeln/ als es zu geschehen pfleget/ sehr verdunkelt worden/ [aq]ex traditione majorum[/aq] vernommen/ daß das ganze menschliche Geschlecht ersäufet worden/ und nur ein Mann/ sammt seinen dreien Söhnen/ übergelieben; welche hernach die Erde unter sich ausgetheilet.
    Eine Fundstelle
    (7-8) [44-45]
    Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle Weißheit und [S] gute Wissenschafften von GOtt herkommen. Einige Christ-gelehrte stehen in dieser frommen Meinung/ als hätten schon die aller-älteste heilige Väter/ wann sie im grünen/ bei unschuldig-guter Muße sich erlustiret/ oder ihrem Feld- und Welt-Bau obgelegen/ Lob- und Dank-Lieder/ zur Ehre GOttes/ gedichtet und angestimmet. Zumaln aus heiliger Verwunderung und Erforschung der Natur und Welt-Geschöpfe/ die [aq]Hymni[/aq] oder Göttliche Lobgesänge entsproßen; gleichwie aus der Betrachtung des menschlichen Lebens und Wandels/ die Sitten- und Tugend-Lieder/ auch Straff- und Stichel-Gedichte/ in Gebrauch gekommen. Ingleichen seye es warscheinlich/ fügen sie hinzu/ daß noch vor der Sündflut in der Schule Henoch/ der ein göttliches Leben geführet/ der Höchste mit geistlichen Psalmen und Liedern wäre verehret worden. Ob Noah/ bald nach der Sündflut/ bei dem Opfer etwann auch einen Lob- und Dank-Gesang gen Himmel geschicket/ daran ist fast nicht zu zweifeln: gewißer aber dieses/ daß einige hundert Jahre hernach Hiob und Moses/ als geistig- und geistliche Dichter/ sich haben hervor gethan; und dieser absonderlich ein schönes Dank-Lied dem HErrn angestimmet/ nach dem triumfirenden Auszug der Kinder Israel durch das rohte Meer: * [2. B. Mos. XV.] worbei auch seine Schwester Mirjam das ihrige beigetragen/ und den Weibern am Reigen vorgesungen. Welcher Gestalt besagt-Israelisches Volk an der Gränze von Moab/ über einen Brunnen/ ein Lied wechselweiß gesungen/ hat eben deßelben Heer-[S]führer und Capellmeister Moses in seinem IV Buch ** [Cap. XXI. v. 17. 18.] angeführet. Nicht gar anderthalb-hundert Jahr hernach trat im Volke GOttes hervor die Richterin/ Prophetin und Poëtin Debora; welche samt dem Barac/ nachdem sie die Cananiter besieget/ GOtt mit einem herrlichen Triumph-Lied gedanket. ***[B. der Richter Cap. V.] Und glauben etliche/ daß diese Debora eine von den alten Sibyllen gewesen; welche auch Poëtinnen waren/ und ihre Weißagungen in Versen beschrieben. Bald darauf haben die Griechen ihren Amphion aufgestellet/ und von ihm erzehlet/ daß er durch seine liebliche Dicht- und Sing-Kunst die Steine zu den Mauren der Stadt Thebe versammlet; oder vielmehr/ durch seine geschickte Poësie und Wolredenheit/ die hart- und wilden Leute bezähmet habe/ Städte zu erbauen/ und friedlich beisammen zu wohnen. Diesem folgten ihre annoch-berühmte alte Po[aq]ë[/aq]ten/ Linus/ Orpheus/ Musaeus; wie auch in Italien die Carmenta/ Evanders Mutter/ welche aus Arcadien/ einer Griechischen Provinz/ die Poësie solle dahin gebracht haben. ¶ Um das Jahr der Welt 2890 schwange sich die Po[aq]ë[/aq]sie mit dem David auf den Könglichen Thron; von welchem Mann und Dichter nach dem Herzen GOttes/ die Po[aq]ë[/aq]tische Fabel von dem Apollo und seinen Musen auf dem Parnassus-Berg/ nach etlicher fromm-gelehrter Meinung/ soll herstammen. David nemlich hatte um sich viel Hof-Musicanten/ den Assaph/ Ethan/ Heman/ Jedithun/ und andere/ mit denen er heilige Sängereien [S] angeordnet/ und er selbst auf der Harpfe gespielet. Also hat der Satan/ GOttes Affe/ zu Delphis Pythische Gesang-Spiele angestellet/ und dem Apollo die Leyer/ auch seinen Musen verschiedene Instrumenten in die Hand gegeben. David hat den Riesen Goliath/ und der Sohn Davids den höllischen Python erwürget: dergleichen Thaten werden auch dem Apollo angedichtet. Zu Jerusalem waren zween heilige Berge/ Sion und Morijah/ auf derer jenem David residirte; diesen beeden Bergen wurde der zwei-gespitzte Parnaßus nachgebildet. In Jerusalem war das Jüdische Sanhedrim; also auch zu Delphis der hohe Griechen-Raht der Amphictyonen. Aus dem Berg Sion entsprang der Brunn Siloah/ daraus ein blind-gebohrner sich sehend gewaschen/ und anderseits die Brunnen Gihon/ Rogel und mehrere; welche durch die Dichter in die Kunst-Brunnen am Parnaßus und Helicon verwandelt worden/ als daraus man sich Kunstsehend und gelehrt trinken könne. Diese geistliche Erklärung lassen wir in ihrem Wehrt: und wißen freilich/ daß die Heiden/ weil sie vieler Sachen und Künste Ursachen nicht erkennen können noch mögen/ selbige ihren Göttern zugeschrieben; dahero auch die Erfindung der Dicht-Kunst (wie schon gemeldet worden) dem Apollo zugeeignet/ weil er durch das Delphische Orakel/ von uralten Zeiten her/ in gebundener Rede geantwortet/ und andere dergleichen [aq]Oracula[/aq] oder Götzen-Stimmen Versweiße geweissaget. ¶ Nach Davids und seines Sohnes Salomo (welcher über tausend Lieder gedichtet/ * [1 B. der König. IV. 32.] von denen [S] das so genannte Hohe Lied noch vorhanden ist) weisester Regierung/ ließ sich in Griechenland hören Homerus/ der Fürst selbiger Poësie/ und Vater der Mythischen/ das ist/ der allerältesten Philosophie;
    Eine Fundstelle
    (1-5) [38-42]
    Dieses Großen Carls Sohn Ludwig der Fromme/ soll sich bemühet haben/ die ganze Heilige Schrifft/ per [aq]Poëtam quendam Saxonem[/aq], in Teutsche Verse zu bringen; welche Ubersetzung aber vermuhtlich nicht mehr vorhanden. Zu den Zeiten Keisers [aq]Lotharii I[/aq] und Ludwigs des II hat Ottfried/ ein Mönch des Closters Weißenburg/ gelebet/ welcher die Evangelien in T. Versen heraus gegeben/ und [aq]Luitberto[/aq] dem Erz-Bischoffen zu Mainz überschrieben. Dieses Werk (so genannt wird Ottfried Evangelien-Buch) hat [aq]B. Rhenanus[/aq] zu erst gefunden; wie er in seinen [aq]Rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Die Verse/ davon Herr Hofmann einige anführet/ sind noch sehr rauh und unverständlich/ doch von zimlich-gutem Geist. Es ist von diesem Evangelien-Buch ein [aq]MStum[/aq] in der höchstschätzbaren Keiserlichen [aq]Bibliothec[/aq] zu [S] Wien/ und vom [aq]Lambecio Lib. II Comment. de Biblioth. Vindobon. Cap. V. p. 415. seqq[/aq]. weitläuftig [aq]recommendiret[/aq] ; welches auch dem ienigen/ daraus [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] den [aq]Otfridum[/aq] zu Basel drucken lassen/ weit vorgezogen wird. GOtt gebe/ daß wir das herrliche Werk bald sehen mögen/ so der hochverdiente Herr [aq]D[/aq]. Schilter zu Straßburg A. 1698, [aq]nî fallor[/aq], in einem sonderbaren [aq]edito specimine[/aq] heraus zu geben versprochen/ unter folgendem Titul: [aq]Volumen Evangeliorum Otfridi, Monachi Weissenburgensis, in quinque libros distinctum, ante annum Christi 876 conscriptum. Nunc infinitis locis emendatius editum, interpretatione Latina, variis lectionibus notisque illustratum a Joanne Schiltero[/aq]. Im zehenden Jahr-hundert/ unter der Regierung der Keiser Otten I und II, sind die Meister-Singer schon entsprungen; derer Lieder [aq]Reineccius[/aq] in seiner [aq]Oration de Historiae dignitate[/aq], nach den alten Helden-Liedern stellet. [aq]M. Cyriacus[/aq] Spangenberger in seinem Buch/ so er von der edlen und hochberühmten Kunst der Musica/ und deren Ankunft/ Lob/ Nutz und Wirkung/ wie auch von Aufkommen der Meister-Singer/ zu Ehren der löbl. und ehrsamen Gesellschaft der Meister-Singer zu Straßburg/ im Jahr 1598 verfertiget/ schreibet unter andern/ daß die Meister-Singer für Keiser Otten A. 691 auf dem Reichs-Tag zu Wormbs von dem Geistlichen Stande seyn verklagt worden/ als wann sie verschiedene Lieder zu dieses Standes Verkleinerung erdichtet/ und unter die Leute gebracht hätten. Es [S] hätte sie aber Keiser unschuldig befunden/ und sie vielmehr [aq]privilegi[/aq]ret
    Eine Fundstelle
    (15-17) [52-54]
    Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen.
    Eine Fundstelle
    (248-249) [285-286]
    Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle Weißheit und [S] gute Wissenschafften von GOtt herkommen. Einige Christ-gelehrte stehen in dieser frommen Meinung/ als hätten schon die aller-älteste heilige Väter/ wann sie im grünen/ bei unschuldig-guter Muße sich erlustiret/ oder ihrem Feld- und Welt-Bau obgelegen/ Lob- und Dank-Lieder/ zur Ehre GOttes/ gedichtet und angestimmet. Zumaln aus heiliger Verwunderung und Erforschung der Natur und Welt-Geschöpfe/ die [aq]Hymni[/aq] oder Göttliche Lobgesänge entsproßen; gleichwie aus der Betrachtung des menschlichen Lebens und Wandels/ die Sitten- und Tugend-Lieder/ auch Straff- und Stichel-Gedichte/ in Gebrauch gekommen. Ingleichen seye es warscheinlich/ fügen sie hinzu/ daß noch vor der Sündflut in der Schule Henoch/ der ein göttliches Leben geführet/ der Höchste mit geistlichen Psalmen und Liedern wäre verehret worden. Ob Noah/ bald nach der Sündflut/ bei dem Opfer etwann auch einen Lob- und Dank-Gesang gen Himmel geschicket/ daran ist fast nicht zu zweifeln: gewißer aber dieses/ daß einige hundert Jahre hernach Hiob und Moses/ als geistig- und geistliche Dichter/ sich haben hervor gethan; und dieser absonderlich ein schönes Dank-Lied dem HErrn angestimmet/ nach dem triumfirenden Auszug der Kinder Israel durch das rohte Meer: * [2. B. Mos. XV.] worbei auch seine Schwester Mirjam das ihrige beigetragen/ und den Weibern am Reigen vorgesungen. Welcher Gestalt besagt-Israelisches Volk an der Gränze von Moab/ über einen Brunnen/ ein Lied wechselweiß gesungen/ hat eben deßelben Heer-[S]führer und Capellmeister Moses in seinem IV Buch ** [Cap. XXI. v. 17. 18.] angeführet. Nicht gar anderthalb-hundert Jahr hernach trat im Volke GOttes hervor die Richterin/ Prophetin und Poëtin Debora; welche samt dem Barac/ nachdem sie die Cananiter besieget/ GOtt mit einem herrlichen Triumph-Lied gedanket. ***[B. der Richter Cap. V.] Und glauben etliche/ daß diese Debora eine von den alten Sibyllen gewesen; welche auch Poëtinnen waren/ und ihre Weißagungen in Versen beschrieben. Bald darauf haben die Griechen ihren Amphion aufgestellet/ und von ihm erzehlet/ daß er durch seine liebliche Dicht- und Sing-Kunst die Steine zu den Mauren der Stadt Thebe versammlet; oder vielmehr/ durch seine geschickte Poësie und Wolredenheit/ die hart- und wilden Leute bezähmet habe/ Städte zu erbauen/ und friedlich beisammen zu wohnen. Diesem folgten ihre annoch-berühmte alte Po[aq]ë[/aq]ten/ Linus/ Orpheus/ Musaeus; wie auch in Italien die Carmenta/ Evanders Mutter/ welche aus Arcadien/ einer Griechischen Provinz/ die Poësie solle dahin gebracht haben. ¶ Um das Jahr der Welt 2890 schwange sich die Po[aq]ë[/aq]sie mit dem David auf den Könglichen Thron; von welchem Mann und Dichter nach dem Herzen GOttes/ die Po[aq]ë[/aq]tische Fabel von dem Apollo und seinen Musen auf dem Parnassus-Berg/ nach etlicher fromm-gelehrter Meinung/ soll herstammen. David nemlich hatte um sich viel Hof-Musicanten/ den Assaph/ Ethan/ Heman/ Jedithun/ und andere/ mit denen er heilige Sängereien [S] angeordnet/ und er selbst auf der Harpfe gespielet. Also hat der Satan/ GOttes Affe/ zu Delphis Pythische Gesang-Spiele angestellet/ und dem Apollo die Leyer/ auch seinen Musen verschiedene Instrumenten in die Hand gegeben. David hat den Riesen Goliath/ und der Sohn Davids den höllischen Python erwürget: dergleichen Thaten werden auch dem Apollo angedichtet. Zu Jerusalem waren zween heilige Berge/ Sion und Morijah/ auf derer jenem David residirte; diesen beeden Bergen wurde der zwei-gespitzte Parnaßus nachgebildet. In Jerusalem war das Jüdische Sanhedrim; also auch zu Delphis der hohe Griechen-Raht der Amphictyonen. Aus dem Berg Sion entsprang der Brunn Siloah/ daraus ein blind-gebohrner sich sehend gewaschen/ und anderseits die Brunnen Gihon/ Rogel und mehrere; welche durch die Dichter in die Kunst-Brunnen am Parnaßus und Helicon verwandelt worden/ als daraus man sich Kunstsehend und gelehrt trinken könne. Diese geistliche Erklärung lassen wir in ihrem Wehrt: und wißen freilich/ daß die Heiden/ weil sie vieler Sachen und Künste Ursachen nicht erkennen können noch mögen/ selbige ihren Göttern zugeschrieben; dahero auch die Erfindung der Dicht-Kunst (wie schon gemeldet worden) dem Apollo zugeeignet/ weil er durch das Delphische Orakel/ von uralten Zeiten her/ in gebundener Rede geantwortet/ und andere dergleichen [aq]Oracula[/aq] oder Götzen-Stimmen Versweiße geweissaget. ¶ Nach Davids und seines Sohnes Salomo (welcher über tausend Lieder gedichtet/ * [1 B. der König. IV. 32.] von denen [S] das so genannte Hohe Lied noch vorhanden ist) weisester Regierung/ ließ sich in Griechenland hören Homerus/ der Fürst selbiger Poësie/ und Vater der Mythischen/ das ist/ der allerältesten Philosophie;
    Eine Fundstelle
    (1-5) [38-42]
    Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [aq]fastis[/aq] und Jahr-Büchern vorgesetzet waren: also haben bei den alten Teutschen ihre Priester/ die Barden und Witdoden/ sich der alten Geschichten und Helden-Thaten ihres Volkes fleissig angenommen/ und derer Andenken durch Lieder fortgepflanzet/ auch damit ihren Gott gepriesen. Dann was die Materie dieser ihrer Lieder anlanget/ so schreibet vorbemeldter [aq]Tacitus: Celebrant carminibus antiquis Tuistonem deum terra editum, & filium Mannum, originem[/aq] [S][aq]gentis conditoremque. Tuistonem[/aq], sagt er/ oder wie [aq]Conringius[/aq] und andere lesen/ [aq]Tuisconem sive Teutonem[/aq]; daher auch der Nahme Teutisch oder Teutsch kommet/ und seinen Sohn [aq]Mannum[/aq]; dadurch sie etwann den ersten Menschen Adam verstanden/ und daher noch das Wort Mann und Mensch bei uns verblieben; auch der Lateiner [aq]Mas[/aq], und der Aegyptier [aq]Man[/aq] und [aq]Men[/aq] fast gleiches Lautes sind. Etlichen meynen/ sie hätten durch den alten [aq]Mannum[/aq] den Noah verstanden; indem sie aus Vermischung der Historien von Adam und Noah/ welche vielleicht durch die Fabeln/ als es zu geschehen pfleget/ sehr verdunkelt worden/ [aq]ex traditione majorum[/aq] vernommen/ daß das ganze menschliche Geschlecht ersäufet worden/ und nur ein Mann/ sammt seinen dreien Söhnen/ übergelieben; welche hernach die Erde unter sich ausgetheilet.
    Eine Fundstelle
    (7-8) [44-45]
    und hier nicht übergehen/ was [aq]Lambecius[/aq] [S] [aq]Lib. II Comment. de Bibl. Vindob. p. 772[/aq] meldet/ daß in diesem Keiserl. Bücher-Schatz vorhanden sey eine alte [aq]membrana[/aq], darauf die Sonntags- und Fest-Episteln/ samt andern [aq]fragmentis[/aq] A. und N. Testaments/ in alt-Teutschen Reimen meistentheils zu lesen/ um das Jahr Christi 1210 verfertiget/ derer Titul und Anfang also lautet: ¶ [aq]Hye hebt sich der Epistler an[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]Eod. lib. II p. 959[/aq] gedenket wolermeldter [aq]Lambecius[/aq] einer [aq]Historiae Sacrae Vet. Testamenti in Germanicam linguam rhythmice translatae[/aq], derer Anfang: ¶ [aq]Christ Herre über alle Krafft[/aq]/ ¶ [...] ¶ Sonsten hat auch [aq]Hottingerus[/aq] in seinem [aq]Bibliothecario quadripartito p. 148. 149[/aq] einige [aq]fragmenta[/aq] einer Biblischen Ubersetzung des Alten Testamentes in T. Reimen/ herausgegeben/ und sehr beklaget/ daß das ganze Werk verlohren gegangen. Allein daß selbiges annoch in der fürtrefflichen Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq] anzutreffen/ bezeuget [aq]b. Avunculus meus, D. Jo. Saubertus[/aq], in seiner [aq]Palaestra Theologico-Philologica[/aq] [S] [aq]p. 193, 194[/aq], da er schreibet: [...]. Ferner sind [aq]eadem in Palaestra[/aq] folgende T. Verse [aq]excerpi[/aq]ret/ welche den 26 Versicul [aq]Exod. IIX[/aq] sollen ausdrucken: ¶ [aq]Sie sprachen/ des mag nicht geschehen[/aq]/ ¶ [...] ¶ Es nennet [aq]Saubertus[/aq] diese Ubersetzung [aq]vetustissimam Versionem Bibl. Germanicam, ante plus quam quingentos annos conscriptam[/aq]. Der [aq]Auctor[/aq] soll gewesen seyn Rudolf von Hohen-Ems/ welcher diese Ubersetzung aus Befehl König Conrads/ [aq]Friderici II[/aq] Sohnes/ um das Jahr Christi 1250 soll vorgenommen haben. Ja/ es gedenket auch des dritten Exemplars einer in alt-Teutsche Reimen Biblischen Ubersetzung Herr [aq]Conringius, in Epist. Gratulatoria Natalis duode[/aq]-[S][aq]nonagesimi ad Ducem Augustum Lüneb. gloriosiss. mem. p. 59[/aq] schreibend: [aq]Inter ducentas sane sex & viginti sive universae Scripturae sive V. Testamenti, Novi item Testamenti separatas septuaginta sex editiones, quas tua manu, Principum decus, in augustam bibliothecam, thesaurum illum librarium incomparabilem, retulisti, comprehenditur etiam MSta Bibliorum translatio vernacula perantiqua, proso sermone bis, & ter verso; quas inter & illa est, cujus specimen in Theologicae Blibliothecae volumine pronuper exhibuit meritis in rem omnem sacram profanamq; celeberrimus Hottingerus[/aq]. ¶ Im Anfang des [aq]XIVten seculi[/aq], nemlich A. 1303 hat Hugo von Trimberg sein weitleuftiges Werk von Teutschen Reimen zu Ende gebracht/ so der Renner genennet wird/ darinnen er die Laster selbiger Zeiten des Geistlich- und weltlichen Standes entdecket/ und zur Gottseeligkeit/ Erbarkeit und andern Tugenden gute Vermahnung giebt. Von diesem Renner stehen auch zwei alte [aq]MSt[/aq]a in der Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq], aus denen man ersehen kan/ wie sehr das Werk im gedruckten verändert worden; und soll auch eines auf Papier/ in der Pauliner-[aq]Bibliothec[/aq] zu Leipzig/ anzutreffen seyn. Zu der Zeit des Hugo von Trimberg lebte Freydank/ der ein Buch verfertiget/ so er die Lajen-Bibel nennet/ worinnen er die fürnehmsten Geschichte des A. und N. Testaments in Teutsche Reimen gebracht. Es werden in der mehr belobten Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha unterschiedliche geschriebene seiner Gedichte [S] vorgezeiget/ mit der Uberschrifft/ Freigedank. Und schreibet obangezogener Spangenberg: Man hielte damals auf keinen Spruch nichts/ den nicht Herr Freidank gedichtet. A. 1317 starb Heinrich von Frauenlob/ welcher der H. Schrifft [aq]Doctor[/aq] zu Mainz gewesen/ und solchen Zunamen daher bekommen/ weil er zu Lob des weiblichen Geschlechts sehr viel Lieder gedichtet/ insonderheit etliche von der H. Jungfrauen Maria/ die man unserer Frauen Lied geheißen; und ist er/ am Andreas Tag gedachten Jahres/ von etlichen fürnehmen Matronen aus seinem Hause biß in den Domm zu seiner Grabstette getragen/ auch diese von ihnen mit Wein begoßen worden. ¶ Vielleicht in diesem oder folgendem Jahrhundert mag geschrieben seyn worden das alte T. Reimen-Buch [aq]de Infantia Christi[/aq]; welches auch in Griechisch- und Arabischer Sprache zu finden: massen [aq]Lambecius Lib. VII Comment. de Biblioth. Vindob. p. 270[/aq]. 271 meldet/ daß ein Griechisches [aq]MStum[/aq] in der Keiserl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Wien anzutreffen/ deßen [aq]auctor Thomas Israëlita[/aq] genennet wird; und soll ein gleiches [aq]MStum[/aq] in der Königl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Paris verwahret werden. Des [aq]Golii[/aq] Arabisches [aq]MStum[/aq] hat vor 6 Jahren/ nemlich A. 1697, [aq]Henr. Sike, cum versione Latina & Notis f. 8[/aq]. zu Utrecht im Druck herausgegeben/ unter dem Titul: [aq]Evangelium Infantiae, vel Liber Apocryphus de Infantia Servatoris[/aq]. In der Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha aber wird vorgezeigt eine Teutsche [aq]Version[/aq] auf Pergamen/ unter dem Titul: Hie hebt sich an unsers Herrn [S] Kindheit und sein Leben. Es kommen darinnen unterschiedliche Mährlein vor. Unter andern/ ¶ [aq]Daz Jesus ainem Kind sein Krüglein wieder ganz macht[/aq]. ¶ [aq]An einem Tag daz kint Jesus[/aq]. ¶ [...] ¶ Etliche nennen dieses Buch [aq]Evangelium quintum[/aq], oder [aq]Evangelium Pueritiae[/aq], und halten solches in sonderem Wehrt. Es urtheilet aber [aq]Lambecius[/aq] sehr wol davon/ wann er schreibet: [aq]Sive sub Thomae Israëlitae nomine, sive sub nomine S. Matthaei Apostoli, sive sub quocunque alio specioso titutlo Liber de Infantia Christi se venditet, certo tamen constat, eum, tanquam fabulosum & supposititium, omnique autoritate & fide carentem, a sancta Ecclesia Catholica jam olim merito improbatum & rejectum esse[/aq]. Hierauf führet [aq]Lambecius[/aq] die gemeine Meynung der Kirchen-Vätter an/ daß Christus vor dem ersten Zeichen zu Cana in Galilaea kein Zeichen oder Wun-[S]der gethan; und beweiset solches aus dem [aq]Epiphanio, Chrysostomo[/aq] und [aq]Baronio[/aq]. Ein gleiches [aq]judicium[/aq] hat schon zu seiner Zeit Lutherus hierüber gefället im [aq]VII[/aq] Haubt-Stuck der Tischreden/ vom HErrn Christo/ [aq]p.m. 93[/aq]: Viel Fabeln sind von vielen erdichtet/ was JEsus in seiner Kindheit und Jugend gethan habe/ wie zu sehen ist im Buch mit dem Titul/ de [aq]Infantia Salvatoris[/aq], oder [aq]de Vita Jesu[/aq]. Weil aber in demselben Buch viel lächerlich närrisch Ding stehet/ hat es nie kein Ansehen gehabt bei den Christen. ¶ Zu Ende des vierzehenden/ und Anfang des fünfzehenden [aq]Seculi[/aq], regierte eine Reimsucht von Teutschen und Lateinischen Reimen untermischet/ dieser Art/ als das noch bekannte Weihnacht-Lied ist/ [aq]In dulci jubilo[/aq], nun singet und seyd fro! Von deßen [aq]auctore, Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern/ ein mehrers kan gefunden werden [aq]in Disputatione Acad. Jac. Thomasii de Petro Dresdensi[/aq], so zu Leipzig A. 1678 gehalten worden. Im funfzehenden Jahr-hundert lebte unter andern Sebastian Brand/ ein berühmter Rechts-gelehrter und Keiserlicher Raht/ welcher ein Lateinisch-poëtisches Büchlein/ [aq]de Moribus & facetiis mensae, sive Thesmophagiam[/aq], in T. Reimen übersetzet. Der Beschluß des Werklein lautet also: ¶ [aq]Ob nun wer ander sytt und wise[/aq]/ ¶ [...][S][...]
    Eine Fundstelle
    (21-28) [58-65]
    Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. Dieser Mutter aller waarer Tugenden gleichwie Mein wehrtester Patron von Jugend auf [S] sich gewidmet/ und seine Gedanken/ Wort- und Werke/ nach GOtt/ dem höchsten Heil- und Angel-Stern/ gerichtet; eben so läßet Er sein Glaubens-Liecht unabläßig leuchten vor den Menschen durch gute Werke/ und mildeste Wolthätigkeit gegen allerhand arme/ verfolgte und nohtleidende; also daß/ was [aq]Valerius Maximus[/aq] von dem Agrigentinischen Gillias mit schönen Worten aufgezeichnet: * [[aq]L. IV. c. 8[/aq].] [aq]Subnectam Agrigentinum Gilliam, quem propemodum ipsius liberalitatis praecordia constat habuisse: erat opiobus excellens, sed multo etiam animo quam divitiis locupletior ; semperque in eroganda potius, quam in contrahenda pecunia occupatus: adeo ut domus ejus quasi quaedam[/aq] [S] [aq]munificentiae officina crederetur[/aq]; ebenmäßig von unserm Norischen Gillias kan gesaget werden/ Er trage selbst der Freygebigkeit ihr Herz in seinem Busen ; und ob er wol mit großem Reichtum von GOTT gesegnet/ so seye er doch am Gemüte als Glückes-Gütern viel reicher/ und iederzeit mehr darauf bedacht/ wie er das Geld unter die bedürftige austheile/ als eincaßire: so gar/ daß seine Behausung billich vor der Wolthätigkeit Werkstatt und Wohnplatz gehalten werde.
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [14-16]
    Eine Fundstelle
    (45-47) [82-84]
    Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. Dieser Mutter aller waarer Tugenden gleichwie Mein wehrtester Patron von Jugend auf [S] sich gewidmet/ und seine Gedanken/ Wort- und Werke/ nach GOtt/ dem höchsten Heil- und Angel-Stern/ gerichtet; eben so läßet Er sein Glaubens-Liecht unabläßig leuchten vor den Menschen durch gute Werke/ und mildeste Wolthätigkeit gegen allerhand arme/ verfolgte und nohtleidende; also daß/ was [aq]Valerius Maximus[/aq] von dem Agrigentinischen Gillias mit schönen Worten aufgezeichnet: * [[aq]L. IV. c. 8[/aq].] [aq]Subnectam Agrigentinum Gilliam, quem propemodum ipsius liberalitatis praecordia constat habuisse: erat opiobus excellens, sed multo etiam animo quam divitiis locupletior ; semperque in eroganda potius, quam in contrahenda pecunia occupatus: adeo ut domus ejus quasi quaedam[/aq] [S] [aq]munificentiae officina crederetur[/aq]; ebenmäßig von unserm Norischen Gillias kan gesaget werden/ Er trage selbst der Freygebigkeit ihr Herz in seinem Busen ; und ob er wol mit großem Reichtum von GOTT gesegnet/ so seye er doch am Gemüte als Glückes-Gütern viel reicher/ und iederzeit mehr darauf bedacht/ wie er das Geld unter die bedürftige austheile/ als eincaßire: so gar/ daß seine Behausung billich vor der Wolthätigkeit Werkstatt und Wohnplatz gehalten werde.
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [14-16]
    Eine Fundstelle
    (45-47) [82-84]
    Eine Fundstelle
    (168-169) [205-206]
    Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle Weißheit und [S] gute Wissenschafften von GOtt herkommen. Einige Christ-gelehrte stehen in dieser frommen Meinung/ als hätten schon die aller-älteste heilige Väter/ wann sie im grünen/ bei unschuldig-guter Muße sich erlustiret/ oder ihrem Feld- und Welt-Bau obgelegen/ Lob- und Dank-Lieder/ zur Ehre GOttes/ gedichtet und angestimmet. Zumaln aus heiliger Verwunderung und Erforschung der Natur und Welt-Geschöpfe/ die [aq]Hymni[/aq] oder Göttliche Lobgesänge entsproßen; gleichwie aus der Betrachtung des menschlichen Lebens und Wandels/ die Sitten- und Tugend-Lieder/ auch Straff- und Stichel-Gedichte/ in Gebrauch gekommen. Ingleichen seye es warscheinlich/ fügen sie hinzu/ daß noch vor der Sündflut in der Schule Henoch/ der ein göttliches Leben geführet/ der Höchste mit geistlichen Psalmen und Liedern wäre verehret worden. Ob Noah/ bald nach der Sündflut/ bei dem Opfer etwann auch einen Lob- und Dank-Gesang gen Himmel geschicket/ daran ist fast nicht zu zweifeln: gewißer aber dieses/ daß einige hundert Jahre hernach Hiob und Moses/ als geistig- und geistliche Dichter/ sich haben hervor gethan; und dieser absonderlich ein schönes Dank-Lied dem HErrn angestimmet/ nach dem triumfirenden Auszug der Kinder Israel durch das rohte Meer: * [2. B. Mos. XV.] worbei auch seine Schwester Mirjam das ihrige beigetragen/ und den Weibern am Reigen vorgesungen. Welcher Gestalt besagt-Israelisches Volk an der Gränze von Moab/ über einen Brunnen/ ein Lied wechselweiß gesungen/ hat eben deßelben Heer-[S]führer und Capellmeister Moses in seinem IV Buch ** [Cap. XXI. v. 17. 18.] angeführet. Nicht gar anderthalb-hundert Jahr hernach trat im Volke GOttes hervor die Richterin/ Prophetin und Poëtin Debora; welche samt dem Barac/ nachdem sie die Cananiter besieget/ GOtt mit einem herrlichen Triumph-Lied gedanket. ***[B. der Richter Cap. V.] Und glauben etliche/ daß diese Debora eine von den alten Sibyllen gewesen; welche auch Poëtinnen waren/ und ihre Weißagungen in Versen beschrieben. Bald darauf haben die Griechen ihren Amphion aufgestellet/ und von ihm erzehlet/ daß er durch seine liebliche Dicht- und Sing-Kunst die Steine zu den Mauren der Stadt Thebe versammlet; oder vielmehr/ durch seine geschickte Poësie und Wolredenheit/ die hart- und wilden Leute bezähmet habe/ Städte zu erbauen/ und friedlich beisammen zu wohnen. Diesem folgten ihre annoch-berühmte alte Po[aq]ë[/aq]ten/ Linus/ Orpheus/ Musaeus; wie auch in Italien die Carmenta/ Evanders Mutter/ welche aus Arcadien/ einer Griechischen Provinz/ die Poësie solle dahin gebracht haben. ¶ Um das Jahr der Welt 2890 schwange sich die Po[aq]ë[/aq]sie mit dem David auf den Könglichen Thron; von welchem Mann und Dichter nach dem Herzen GOttes/ die Po[aq]ë[/aq]tische Fabel von dem Apollo und seinen Musen auf dem Parnassus-Berg/ nach etlicher fromm-gelehrter Meinung/ soll herstammen. David nemlich hatte um sich viel Hof-Musicanten/ den Assaph/ Ethan/ Heman/ Jedithun/ und andere/ mit denen er heilige Sängereien [S] angeordnet/ und er selbst auf der Harpfe gespielet. Also hat der Satan/ GOttes Affe/ zu Delphis Pythische Gesang-Spiele angestellet/ und dem Apollo die Leyer/ auch seinen Musen verschiedene Instrumenten in die Hand gegeben. David hat den Riesen Goliath/ und der Sohn Davids den höllischen Python erwürget: dergleichen Thaten werden auch dem Apollo angedichtet. Zu Jerusalem waren zween heilige Berge/ Sion und Morijah/ auf derer jenem David residirte; diesen beeden Bergen wurde der zwei-gespitzte Parnaßus nachgebildet. In Jerusalem war das Jüdische Sanhedrim; also auch zu Delphis der hohe Griechen-Raht der Amphictyonen. Aus dem Berg Sion entsprang der Brunn Siloah/ daraus ein blind-gebohrner sich sehend gewaschen/ und anderseits die Brunnen Gihon/ Rogel und mehrere; welche durch die Dichter in die Kunst-Brunnen am Parnaßus und Helicon verwandelt worden/ als daraus man sich Kunstsehend und gelehrt trinken könne. Diese geistliche Erklärung lassen wir in ihrem Wehrt: und wißen freilich/ daß die Heiden/ weil sie vieler Sachen und Künste Ursachen nicht erkennen können noch mögen/ selbige ihren Göttern zugeschrieben; dahero auch die Erfindung der Dicht-Kunst (wie schon gemeldet worden) dem Apollo zugeeignet/ weil er durch das Delphische Orakel/ von uralten Zeiten her/ in gebundener Rede geantwortet/ und andere dergleichen [aq]Oracula[/aq] oder Götzen-Stimmen Versweiße geweissaget. ¶ Nach Davids und seines Sohnes Salomo (welcher über tausend Lieder gedichtet/ * [1 B. der König. IV. 32.] von denen [S] das so genannte Hohe Lied noch vorhanden ist) weisester Regierung/ ließ sich in Griechenland hören Homerus/ der Fürst selbiger Poësie/ und Vater der Mythischen/ das ist/ der allerältesten Philosophie;
    Eine Fundstelle
    (1-5) [38-42]
    Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [aq]fastis[/aq] und Jahr-Büchern vorgesetzet waren: also haben bei den alten Teutschen ihre Priester/ die Barden und Witdoden/ sich der alten Geschichten und Helden-Thaten ihres Volkes fleissig angenommen/ und derer Andenken durch Lieder fortgepflanzet/ auch damit ihren Gott gepriesen. Dann was die Materie dieser ihrer Lieder anlanget/ so schreibet vorbemeldter [aq]Tacitus: Celebrant carminibus antiquis Tuistonem deum terra editum, & filium Mannum, originem[/aq] [S][aq]gentis conditoremque. Tuistonem[/aq], sagt er/ oder wie [aq]Conringius[/aq] und andere lesen/ [aq]Tuisconem sive Teutonem[/aq]; daher auch der Nahme Teutisch oder Teutsch kommet/ und seinen Sohn [aq]Mannum[/aq]; dadurch sie etwann den ersten Menschen Adam verstanden/ und daher noch das Wort Mann und Mensch bei uns verblieben; auch der Lateiner [aq]Mas[/aq], und der Aegyptier [aq]Man[/aq] und [aq]Men[/aq] fast gleiches Lautes sind. Etlichen meynen/ sie hätten durch den alten [aq]Mannum[/aq] den Noah verstanden; indem sie aus Vermischung der Historien von Adam und Noah/ welche vielleicht durch die Fabeln/ als es zu geschehen pfleget/ sehr verdunkelt worden/ [aq]ex traditione majorum[/aq] vernommen/ daß das ganze menschliche Geschlecht ersäufet worden/ und nur ein Mann/ sammt seinen dreien Söhnen/ übergelieben; welche hernach die Erde unter sich ausgetheilet.
    Eine Fundstelle
    (7-8) [44-45]
    und hier nicht übergehen/ was [aq]Lambecius[/aq] [S] [aq]Lib. II Comment. de Bibl. Vindob. p. 772[/aq] meldet/ daß in diesem Keiserl. Bücher-Schatz vorhanden sey eine alte [aq]membrana[/aq], darauf die Sonntags- und Fest-Episteln/ samt andern [aq]fragmentis[/aq] A. und N. Testaments/ in alt-Teutschen Reimen meistentheils zu lesen/ um das Jahr Christi 1210 verfertiget/ derer Titul und Anfang also lautet: ¶ [aq]Hye hebt sich der Epistler an[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]Eod. lib. II p. 959[/aq] gedenket wolermeldter [aq]Lambecius[/aq] einer [aq]Historiae Sacrae Vet. Testamenti in Germanicam linguam rhythmice translatae[/aq], derer Anfang: ¶ [aq]Christ Herre über alle Krafft[/aq]/ ¶ [...] ¶ Sonsten hat auch [aq]Hottingerus[/aq] in seinem [aq]Bibliothecario quadripartito p. 148. 149[/aq] einige [aq]fragmenta[/aq] einer Biblischen Ubersetzung des Alten Testamentes in T. Reimen/ herausgegeben/ und sehr beklaget/ daß das ganze Werk verlohren gegangen. Allein daß selbiges annoch in der fürtrefflichen Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq] anzutreffen/ bezeuget [aq]b. Avunculus meus, D. Jo. Saubertus[/aq], in seiner [aq]Palaestra Theologico-Philologica[/aq] [S] [aq]p. 193, 194[/aq], da er schreibet: [...]. Ferner sind [aq]eadem in Palaestra[/aq] folgende T. Verse [aq]excerpi[/aq]ret/ welche den 26 Versicul [aq]Exod. IIX[/aq] sollen ausdrucken: ¶ [aq]Sie sprachen/ des mag nicht geschehen[/aq]/ ¶ [...] ¶ Es nennet [aq]Saubertus[/aq] diese Ubersetzung [aq]vetustissimam Versionem Bibl. Germanicam, ante plus quam quingentos annos conscriptam[/aq]. Der [aq]Auctor[/aq] soll gewesen seyn Rudolf von Hohen-Ems/ welcher diese Ubersetzung aus Befehl König Conrads/ [aq]Friderici II[/aq] Sohnes/ um das Jahr Christi 1250 soll vorgenommen haben. Ja/ es gedenket auch des dritten Exemplars einer in alt-Teutsche Reimen Biblischen Ubersetzung Herr [aq]Conringius, in Epist. Gratulatoria Natalis duode[/aq]-[S][aq]nonagesimi ad Ducem Augustum Lüneb. gloriosiss. mem. p. 59[/aq] schreibend: [aq]Inter ducentas sane sex & viginti sive universae Scripturae sive V. Testamenti, Novi item Testamenti separatas septuaginta sex editiones, quas tua manu, Principum decus, in augustam bibliothecam, thesaurum illum librarium incomparabilem, retulisti, comprehenditur etiam MSta Bibliorum translatio vernacula perantiqua, proso sermone bis, & ter verso; quas inter & illa est, cujus specimen in Theologicae Blibliothecae volumine pronuper exhibuit meritis in rem omnem sacram profanamq; celeberrimus Hottingerus[/aq]. ¶ Im Anfang des [aq]XIVten seculi[/aq], nemlich A. 1303 hat Hugo von Trimberg sein weitleuftiges Werk von Teutschen Reimen zu Ende gebracht/ so der Renner genennet wird/ darinnen er die Laster selbiger Zeiten des Geistlich- und weltlichen Standes entdecket/ und zur Gottseeligkeit/ Erbarkeit und andern Tugenden gute Vermahnung giebt. Von diesem Renner stehen auch zwei alte [aq]MSt[/aq]a in der Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq], aus denen man ersehen kan/ wie sehr das Werk im gedruckten verändert worden; und soll auch eines auf Papier/ in der Pauliner-[aq]Bibliothec[/aq] zu Leipzig/ anzutreffen seyn. Zu der Zeit des Hugo von Trimberg lebte Freydank/ der ein Buch verfertiget/ so er die Lajen-Bibel nennet/ worinnen er die fürnehmsten Geschichte des A. und N. Testaments in Teutsche Reimen gebracht. Es werden in der mehr belobten Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha unterschiedliche geschriebene seiner Gedichte [S] vorgezeiget/ mit der Uberschrifft/ Freigedank. Und schreibet obangezogener Spangenberg: Man hielte damals auf keinen Spruch nichts/ den nicht Herr Freidank gedichtet. A. 1317 starb Heinrich von Frauenlob/ welcher der H. Schrifft [aq]Doctor[/aq] zu Mainz gewesen/ und solchen Zunamen daher bekommen/ weil er zu Lob des weiblichen Geschlechts sehr viel Lieder gedichtet/ insonderheit etliche von der H. Jungfrauen Maria/ die man unserer Frauen Lied geheißen; und ist er/ am Andreas Tag gedachten Jahres/ von etlichen fürnehmen Matronen aus seinem Hause biß in den Domm zu seiner Grabstette getragen/ auch diese von ihnen mit Wein begoßen worden. ¶ Vielleicht in diesem oder folgendem Jahrhundert mag geschrieben seyn worden das alte T. Reimen-Buch [aq]de Infantia Christi[/aq]; welches auch in Griechisch- und Arabischer Sprache zu finden: massen [aq]Lambecius Lib. VII Comment. de Biblioth. Vindob. p. 270[/aq]. 271 meldet/ daß ein Griechisches [aq]MStum[/aq] in der Keiserl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Wien anzutreffen/ deßen [aq]auctor Thomas Israëlita[/aq] genennet wird; und soll ein gleiches [aq]MStum[/aq] in der Königl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Paris verwahret werden. Des [aq]Golii[/aq] Arabisches [aq]MStum[/aq] hat vor 6 Jahren/ nemlich A. 1697, [aq]Henr. Sike, cum versione Latina & Notis f. 8[/aq]. zu Utrecht im Druck herausgegeben/ unter dem Titul: [aq]Evangelium Infantiae, vel Liber Apocryphus de Infantia Servatoris[/aq]. In der Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha aber wird vorgezeigt eine Teutsche [aq]Version[/aq] auf Pergamen/ unter dem Titul: Hie hebt sich an unsers Herrn [S] Kindheit und sein Leben. Es kommen darinnen unterschiedliche Mährlein vor. Unter andern/ ¶ [aq]Daz Jesus ainem Kind sein Krüglein wieder ganz macht[/aq]. ¶ [aq]An einem Tag daz kint Jesus[/aq]. ¶ [...] ¶ Etliche nennen dieses Buch [aq]Evangelium quintum[/aq], oder [aq]Evangelium Pueritiae[/aq], und halten solches in sonderem Wehrt. Es urtheilet aber [aq]Lambecius[/aq] sehr wol davon/ wann er schreibet: [aq]Sive sub Thomae Israëlitae nomine, sive sub nomine S. Matthaei Apostoli, sive sub quocunque alio specioso titutlo Liber de Infantia Christi se venditet, certo tamen constat, eum, tanquam fabulosum & supposititium, omnique autoritate & fide carentem, a sancta Ecclesia Catholica jam olim merito improbatum & rejectum esse[/aq]. Hierauf führet [aq]Lambecius[/aq] die gemeine Meynung der Kirchen-Vätter an/ daß Christus vor dem ersten Zeichen zu Cana in Galilaea kein Zeichen oder Wun-[S]der gethan; und beweiset solches aus dem [aq]Epiphanio, Chrysostomo[/aq] und [aq]Baronio[/aq]. Ein gleiches [aq]judicium[/aq] hat schon zu seiner Zeit Lutherus hierüber gefället im [aq]VII[/aq] Haubt-Stuck der Tischreden/ vom HErrn Christo/ [aq]p.m. 93[/aq]: Viel Fabeln sind von vielen erdichtet/ was JEsus in seiner Kindheit und Jugend gethan habe/ wie zu sehen ist im Buch mit dem Titul/ de [aq]Infantia Salvatoris[/aq], oder [aq]de Vita Jesu[/aq]. Weil aber in demselben Buch viel lächerlich närrisch Ding stehet/ hat es nie kein Ansehen gehabt bei den Christen. ¶ Zu Ende des vierzehenden/ und Anfang des fünfzehenden [aq]Seculi[/aq], regierte eine Reimsucht von Teutschen und Lateinischen Reimen untermischet/ dieser Art/ als das noch bekannte Weihnacht-Lied ist/ [aq]In dulci jubilo[/aq], nun singet und seyd fro! Von deßen [aq]auctore, Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern/ ein mehrers kan gefunden werden [aq]in Disputatione Acad. Jac. Thomasii de Petro Dresdensi[/aq], so zu Leipzig A. 1678 gehalten worden. Im funfzehenden Jahr-hundert lebte unter andern Sebastian Brand/ ein berühmter Rechts-gelehrter und Keiserlicher Raht/ welcher ein Lateinisch-poëtisches Büchlein/ [aq]de Moribus & facetiis mensae, sive Thesmophagiam[/aq], in T. Reimen übersetzet. Der Beschluß des Werklein lautet also: ¶ [aq]Ob nun wer ander sytt und wise[/aq]/ ¶ [...][S][...]
    Eine Fundstelle
    (21-28) [58-65]
    Dieses Großen Carls Sohn Ludwig der Fromme/ soll sich bemühet haben/ die ganze Heilige Schrifft/ per [aq]Poëtam quendam Saxonem[/aq], in Teutsche Verse zu bringen; welche Ubersetzung aber vermuhtlich nicht mehr vorhanden. Zu den Zeiten Keisers [aq]Lotharii I[/aq] und Ludwigs des II hat Ottfried/ ein Mönch des Closters Weißenburg/ gelebet/ welcher die Evangelien in T. Versen heraus gegeben/ und [aq]Luitberto[/aq] dem Erz-Bischoffen zu Mainz überschrieben. Dieses Werk (so genannt wird Ottfried Evangelien-Buch) hat [aq]B. Rhenanus[/aq] zu erst gefunden; wie er in seinen [aq]Rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Die Verse/ davon Herr Hofmann einige anführet/ sind noch sehr rauh und unverständlich/ doch von zimlich-gutem Geist. Es ist von diesem Evangelien-Buch ein [aq]MStum[/aq] in der höchstschätzbaren Keiserlichen [aq]Bibliothec[/aq] zu [S] Wien/ und vom [aq]Lambecio Lib. II Comment. de Biblioth. Vindobon. Cap. V. p. 415. seqq[/aq]. weitläuftig [aq]recommendiret[/aq] ; welches auch dem ienigen/ daraus [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] den [aq]Otfridum[/aq] zu Basel drucken lassen/ weit vorgezogen wird. GOtt gebe/ daß wir das herrliche Werk bald sehen mögen/ so der hochverdiente Herr [aq]D[/aq]. Schilter zu Straßburg A. 1698, [aq]nî fallor[/aq], in einem sonderbaren [aq]edito specimine[/aq] heraus zu geben versprochen/ unter folgendem Titul: [aq]Volumen Evangeliorum Otfridi, Monachi Weissenburgensis, in quinque libros distinctum, ante annum Christi 876 conscriptum. Nunc infinitis locis emendatius editum, interpretatione Latina, variis lectionibus notisque illustratum a Joanne Schiltero[/aq]. Im zehenden Jahr-hundert/ unter der Regierung der Keiser Otten I und II, sind die Meister-Singer schon entsprungen; derer Lieder [aq]Reineccius[/aq] in seiner [aq]Oration de Historiae dignitate[/aq], nach den alten Helden-Liedern stellet. [aq]M. Cyriacus[/aq] Spangenberger in seinem Buch/ so er von der edlen und hochberühmten Kunst der Musica/ und deren Ankunft/ Lob/ Nutz und Wirkung/ wie auch von Aufkommen der Meister-Singer/ zu Ehren der löbl. und ehrsamen Gesellschaft der Meister-Singer zu Straßburg/ im Jahr 1598 verfertiget/ schreibet unter andern/ daß die Meister-Singer für Keiser Otten A. 691 auf dem Reichs-Tag zu Wormbs von dem Geistlichen Stande seyn verklagt worden/ als wann sie verschiedene Lieder zu dieses Standes Verkleinerung erdichtet/ und unter die Leute gebracht hätten. Es [S] hätte sie aber Keiser unschuldig befunden/ und sie vielmehr [aq]privilegi[/aq]ret
    Eine Fundstelle
    (15-17) [52-54]
    Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen.
    Eine Fundstelle
    (248-249) [285-286]
    Eine Fundstelle
    (60) [97]
    Eine Fundstelle
    (61) [98]
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    (61) [98]
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    (212) [249]
    Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle Weißheit und [S] gute Wissenschafften von GOtt herkommen. Einige Christ-gelehrte stehen in dieser frommen Meinung/ als hätten schon die aller-älteste heilige Väter/ wann sie im grünen/ bei unschuldig-guter Muße sich erlustiret/ oder ihrem Feld- und Welt-Bau obgelegen/ Lob- und Dank-Lieder/ zur Ehre GOttes/ gedichtet und angestimmet. Zumaln aus heiliger Verwunderung und Erforschung der Natur und Welt-Geschöpfe/ die [aq]Hymni[/aq] oder Göttliche Lobgesänge entsproßen; gleichwie aus der Betrachtung des menschlichen Lebens und Wandels/ die Sitten- und Tugend-Lieder/ auch Straff- und Stichel-Gedichte/ in Gebrauch gekommen. Ingleichen seye es warscheinlich/ fügen sie hinzu/ daß noch vor der Sündflut in der Schule Henoch/ der ein göttliches Leben geführet/ der Höchste mit geistlichen Psalmen und Liedern wäre verehret worden. Ob Noah/ bald nach der Sündflut/ bei dem Opfer etwann auch einen Lob- und Dank-Gesang gen Himmel geschicket/ daran ist fast nicht zu zweifeln: gewißer aber dieses/ daß einige hundert Jahre hernach Hiob und Moses/ als geistig- und geistliche Dichter/ sich haben hervor gethan; und dieser absonderlich ein schönes Dank-Lied dem HErrn angestimmet/ nach dem triumfirenden Auszug der Kinder Israel durch das rohte Meer: * [2. B. Mos. XV.] worbei auch seine Schwester Mirjam das ihrige beigetragen/ und den Weibern am Reigen vorgesungen. Welcher Gestalt besagt-Israelisches Volk an der Gränze von Moab/ über einen Brunnen/ ein Lied wechselweiß gesungen/ hat eben deßelben Heer-[S]führer und Capellmeister Moses in seinem IV Buch ** [Cap. XXI. v. 17. 18.] angeführet. Nicht gar anderthalb-hundert Jahr hernach trat im Volke GOttes hervor die Richterin/ Prophetin und Poëtin Debora; welche samt dem Barac/ nachdem sie die Cananiter besieget/ GOtt mit einem herrlichen Triumph-Lied gedanket. ***[B. der Richter Cap. V.] Und glauben etliche/ daß diese Debora eine von den alten Sibyllen gewesen; welche auch Poëtinnen waren/ und ihre Weißagungen in Versen beschrieben. Bald darauf haben die Griechen ihren Amphion aufgestellet/ und von ihm erzehlet/ daß er durch seine liebliche Dicht- und Sing-Kunst die Steine zu den Mauren der Stadt Thebe versammlet; oder vielmehr/ durch seine geschickte Poësie und Wolredenheit/ die hart- und wilden Leute bezähmet habe/ Städte zu erbauen/ und friedlich beisammen zu wohnen. Diesem folgten ihre annoch-berühmte alte Po[aq]ë[/aq]ten/ Linus/ Orpheus/ Musaeus; wie auch in Italien die Carmenta/ Evanders Mutter/ welche aus Arcadien/ einer Griechischen Provinz/ die Poësie solle dahin gebracht haben. ¶ Um das Jahr der Welt 2890 schwange sich die Po[aq]ë[/aq]sie mit dem David auf den Könglichen Thron; von welchem Mann und Dichter nach dem Herzen GOttes/ die Po[aq]ë[/aq]tische Fabel von dem Apollo und seinen Musen auf dem Parnassus-Berg/ nach etlicher fromm-gelehrter Meinung/ soll herstammen. David nemlich hatte um sich viel Hof-Musicanten/ den Assaph/ Ethan/ Heman/ Jedithun/ und andere/ mit denen er heilige Sängereien [S] angeordnet/ und er selbst auf der Harpfe gespielet. Also hat der Satan/ GOttes Affe/ zu Delphis Pythische Gesang-Spiele angestellet/ und dem Apollo die Leyer/ auch seinen Musen verschiedene Instrumenten in die Hand gegeben. David hat den Riesen Goliath/ und der Sohn Davids den höllischen Python erwürget: dergleichen Thaten werden auch dem Apollo angedichtet. Zu Jerusalem waren zween heilige Berge/ Sion und Morijah/ auf derer jenem David residirte; diesen beeden Bergen wurde der zwei-gespitzte Parnaßus nachgebildet. In Jerusalem war das Jüdische Sanhedrim; also auch zu Delphis der hohe Griechen-Raht der Amphictyonen. Aus dem Berg Sion entsprang der Brunn Siloah/ daraus ein blind-gebohrner sich sehend gewaschen/ und anderseits die Brunnen Gihon/ Rogel und mehrere; welche durch die Dichter in die Kunst-Brunnen am Parnaßus und Helicon verwandelt worden/ als daraus man sich Kunstsehend und gelehrt trinken könne. Diese geistliche Erklärung lassen wir in ihrem Wehrt: und wißen freilich/ daß die Heiden/ weil sie vieler Sachen und Künste Ursachen nicht erkennen können noch mögen/ selbige ihren Göttern zugeschrieben; dahero auch die Erfindung der Dicht-Kunst (wie schon gemeldet worden) dem Apollo zugeeignet/ weil er durch das Delphische Orakel/ von uralten Zeiten her/ in gebundener Rede geantwortet/ und andere dergleichen [aq]Oracula[/aq] oder Götzen-Stimmen Versweiße geweissaget. ¶ Nach Davids und seines Sohnes Salomo (welcher über tausend Lieder gedichtet/ * [1 B. der König. IV. 32.] von denen [S] das so genannte Hohe Lied noch vorhanden ist) weisester Regierung/ ließ sich in Griechenland hören Homerus/ der Fürst selbiger Poësie/ und Vater der Mythischen/ das ist/ der allerältesten Philosophie;
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    (1-5) [38-42]
    Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [aq]fastis[/aq] und Jahr-Büchern vorgesetzet waren: also haben bei den alten Teutschen ihre Priester/ die Barden und Witdoden/ sich der alten Geschichten und Helden-Thaten ihres Volkes fleissig angenommen/ und derer Andenken durch Lieder fortgepflanzet/ auch damit ihren Gott gepriesen. Dann was die Materie dieser ihrer Lieder anlanget/ so schreibet vorbemeldter [aq]Tacitus: Celebrant carminibus antiquis Tuistonem deum terra editum, & filium Mannum, originem[/aq] [S][aq]gentis conditoremque. Tuistonem[/aq], sagt er/ oder wie [aq]Conringius[/aq] und andere lesen/ [aq]Tuisconem sive Teutonem[/aq]; daher auch der Nahme Teutisch oder Teutsch kommet/ und seinen Sohn [aq]Mannum[/aq]; dadurch sie etwann den ersten Menschen Adam verstanden/ und daher noch das Wort Mann und Mensch bei uns verblieben; auch der Lateiner [aq]Mas[/aq], und der Aegyptier [aq]Man[/aq] und [aq]Men[/aq] fast gleiches Lautes sind. Etlichen meynen/ sie hätten durch den alten [aq]Mannum[/aq] den Noah verstanden; indem sie aus Vermischung der Historien von Adam und Noah/ welche vielleicht durch die Fabeln/ als es zu geschehen pfleget/ sehr verdunkelt worden/ [aq]ex traditione majorum[/aq] vernommen/ daß das ganze menschliche Geschlecht ersäufet worden/ und nur ein Mann/ sammt seinen dreien Söhnen/ übergelieben; welche hernach die Erde unter sich ausgetheilet.
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    (7-8) [44-45]
    und hier nicht übergehen/ was [aq]Lambecius[/aq] [S] [aq]Lib. II Comment. de Bibl. Vindob. p. 772[/aq] meldet/ daß in diesem Keiserl. Bücher-Schatz vorhanden sey eine alte [aq]membrana[/aq], darauf die Sonntags- und Fest-Episteln/ samt andern [aq]fragmentis[/aq] A. und N. Testaments/ in alt-Teutschen Reimen meistentheils zu lesen/ um das Jahr Christi 1210 verfertiget/ derer Titul und Anfang also lautet: ¶ [aq]Hye hebt sich der Epistler an[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]Eod. lib. II p. 959[/aq] gedenket wolermeldter [aq]Lambecius[/aq] einer [aq]Historiae Sacrae Vet. Testamenti in Germanicam linguam rhythmice translatae[/aq], derer Anfang: ¶ [aq]Christ Herre über alle Krafft[/aq]/ ¶ [...] ¶ Sonsten hat auch [aq]Hottingerus[/aq] in seinem [aq]Bibliothecario quadripartito p. 148. 149[/aq] einige [aq]fragmenta[/aq] einer Biblischen Ubersetzung des Alten Testamentes in T. Reimen/ herausgegeben/ und sehr beklaget/ daß das ganze Werk verlohren gegangen. Allein daß selbiges annoch in der fürtrefflichen Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq] anzutreffen/ bezeuget [aq]b. Avunculus meus, D. Jo. Saubertus[/aq], in seiner [aq]Palaestra Theologico-Philologica[/aq] [S] [aq]p. 193, 194[/aq], da er schreibet: [...]. Ferner sind [aq]eadem in Palaestra[/aq] folgende T. Verse [aq]excerpi[/aq]ret/ welche den 26 Versicul [aq]Exod. IIX[/aq] sollen ausdrucken: ¶ [aq]Sie sprachen/ des mag nicht geschehen[/aq]/ ¶ [...] ¶ Es nennet [aq]Saubertus[/aq] diese Ubersetzung [aq]vetustissimam Versionem Bibl. Germanicam, ante plus quam quingentos annos conscriptam[/aq]. Der [aq]Auctor[/aq] soll gewesen seyn Rudolf von Hohen-Ems/ welcher diese Ubersetzung aus Befehl König Conrads/ [aq]Friderici II[/aq] Sohnes/ um das Jahr Christi 1250 soll vorgenommen haben. Ja/ es gedenket auch des dritten Exemplars einer in alt-Teutsche Reimen Biblischen Ubersetzung Herr [aq]Conringius, in Epist. Gratulatoria Natalis duode[/aq]-[S][aq]nonagesimi ad Ducem Augustum Lüneb. gloriosiss. mem. p. 59[/aq] schreibend: [aq]Inter ducentas sane sex & viginti sive universae Scripturae sive V. Testamenti, Novi item Testamenti separatas septuaginta sex editiones, quas tua manu, Principum decus, in augustam bibliothecam, thesaurum illum librarium incomparabilem, retulisti, comprehenditur etiam MSta Bibliorum translatio vernacula perantiqua, proso sermone bis, & ter verso; quas inter & illa est, cujus specimen in Theologicae Blibliothecae volumine pronuper exhibuit meritis in rem omnem sacram profanamq; celeberrimus Hottingerus[/aq]. ¶ Im Anfang des [aq]XIVten seculi[/aq], nemlich A. 1303 hat Hugo von Trimberg sein weitleuftiges Werk von Teutschen Reimen zu Ende gebracht/ so der Renner genennet wird/ darinnen er die Laster selbiger Zeiten des Geistlich- und weltlichen Standes entdecket/ und zur Gottseeligkeit/ Erbarkeit und andern Tugenden gute Vermahnung giebt. Von diesem Renner stehen auch zwei alte [aq]MSt[/aq]a in der Wolfenbüttelischen [aq]Bibliothec[/aq], aus denen man ersehen kan/ wie sehr das Werk im gedruckten verändert worden; und soll auch eines auf Papier/ in der Pauliner-[aq]Bibliothec[/aq] zu Leipzig/ anzutreffen seyn. Zu der Zeit des Hugo von Trimberg lebte Freydank/ der ein Buch verfertiget/ so er die Lajen-Bibel nennet/ worinnen er die fürnehmsten Geschichte des A. und N. Testaments in Teutsche Reimen gebracht. Es werden in der mehr belobten Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha unterschiedliche geschriebene seiner Gedichte [S] vorgezeiget/ mit der Uberschrifft/ Freigedank. Und schreibet obangezogener Spangenberg: Man hielte damals auf keinen Spruch nichts/ den nicht Herr Freidank gedichtet. A. 1317 starb Heinrich von Frauenlob/ welcher der H. Schrifft [aq]Doctor[/aq] zu Mainz gewesen/ und solchen Zunamen daher bekommen/ weil er zu Lob des weiblichen Geschlechts sehr viel Lieder gedichtet/ insonderheit etliche von der H. Jungfrauen Maria/ die man unserer Frauen Lied geheißen; und ist er/ am Andreas Tag gedachten Jahres/ von etlichen fürnehmen Matronen aus seinem Hause biß in den Domm zu seiner Grabstette getragen/ auch diese von ihnen mit Wein begoßen worden. ¶ Vielleicht in diesem oder folgendem Jahrhundert mag geschrieben seyn worden das alte T. Reimen-Buch [aq]de Infantia Christi[/aq]; welches auch in Griechisch- und Arabischer Sprache zu finden: massen [aq]Lambecius Lib. VII Comment. de Biblioth. Vindob. p. 270[/aq]. 271 meldet/ daß ein Griechisches [aq]MStum[/aq] in der Keiserl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Wien anzutreffen/ deßen [aq]auctor Thomas Israëlita[/aq] genennet wird; und soll ein gleiches [aq]MStum[/aq] in der Königl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Paris verwahret werden. Des [aq]Golii[/aq] Arabisches [aq]MStum[/aq] hat vor 6 Jahren/ nemlich A. 1697, [aq]Henr. Sike, cum versione Latina & Notis f. 8[/aq]. zu Utrecht im Druck herausgegeben/ unter dem Titul: [aq]Evangelium Infantiae, vel Liber Apocryphus de Infantia Servatoris[/aq]. In der Hochfürstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha aber wird vorgezeigt eine Teutsche [aq]Version[/aq] auf Pergamen/ unter dem Titul: Hie hebt sich an unsers Herrn [S] Kindheit und sein Leben. Es kommen darinnen unterschiedliche Mährlein vor. Unter andern/ ¶ [aq]Daz Jesus ainem Kind sein Krüglein wieder ganz macht[/aq]. ¶ [aq]An einem Tag daz kint Jesus[/aq]. ¶ [...] ¶ Etliche nennen dieses Buch [aq]Evangelium quintum[/aq], oder [aq]Evangelium Pueritiae[/aq], und halten solches in sonderem Wehrt. Es urtheilet aber [aq]Lambecius[/aq] sehr wol davon/ wann er schreibet: [aq]Sive sub Thomae Israëlitae nomine, sive sub nomine S. Matthaei Apostoli, sive sub quocunque alio specioso titutlo Liber de Infantia Christi se venditet, certo tamen constat, eum, tanquam fabulosum & supposititium, omnique autoritate & fide carentem, a sancta Ecclesia Catholica jam olim merito improbatum & rejectum esse[/aq]. Hierauf führet [aq]Lambecius[/aq] die gemeine Meynung der Kirchen-Vätter an/ daß Christus vor dem ersten Zeichen zu Cana in Galilaea kein Zeichen oder Wun-[S]der gethan; und beweiset solches aus dem [aq]Epiphanio, Chrysostomo[/aq] und [aq]Baronio[/aq]. Ein gleiches [aq]judicium[/aq] hat schon zu seiner Zeit Lutherus hierüber gefället im [aq]VII[/aq] Haubt-Stuck der Tischreden/ vom HErrn Christo/ [aq]p.m. 93[/aq]: Viel Fabeln sind von vielen erdichtet/ was JEsus in seiner Kindheit und Jugend gethan habe/ wie zu sehen ist im Buch mit dem Titul/ de [aq]Infantia Salvatoris[/aq], oder [aq]de Vita Jesu[/aq]. Weil aber in demselben Buch viel lächerlich närrisch Ding stehet/ hat es nie kein Ansehen gehabt bei den Christen. ¶ Zu Ende des vierzehenden/ und Anfang des fünfzehenden [aq]Seculi[/aq], regierte eine Reimsucht von Teutschen und Lateinischen Reimen untermischet/ dieser Art/ als das noch bekannte Weihnacht-Lied ist/ [aq]In dulci jubilo[/aq], nun singet und seyd fro! Von deßen [aq]auctore, Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern/ ein mehrers kan gefunden werden [aq]in Disputatione Acad. Jac. Thomasii de Petro Dresdensi[/aq], so zu Leipzig A. 1678 gehalten worden. Im funfzehenden Jahr-hundert lebte unter andern Sebastian Brand/ ein berühmter Rechts-gelehrter und Keiserlicher Raht/ welcher ein Lateinisch-poëtisches Büchlein/ [aq]de Moribus & facetiis mensae, sive Thesmophagiam[/aq], in T. Reimen übersetzet. Der Beschluß des Werklein lautet also: ¶ [aq]Ob nun wer ander sytt und wise[/aq]/ ¶ [...][S][...]
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    (21-28) [58-65]
    Dieses Großen Carls Sohn Ludwig der Fromme/ soll sich bemühet haben/ die ganze Heilige Schrifft/ per [aq]Poëtam quendam Saxonem[/aq], in Teutsche Verse zu bringen; welche Ubersetzung aber vermuhtlich nicht mehr vorhanden. Zu den Zeiten Keisers [aq]Lotharii I[/aq] und Ludwigs des II hat Ottfried/ ein Mönch des Closters Weißenburg/ gelebet/ welcher die Evangelien in T. Versen heraus gegeben/ und [aq]Luitberto[/aq] dem Erz-Bischoffen zu Mainz überschrieben. Dieses Werk (so genannt wird Ottfried Evangelien-Buch) hat [aq]B. Rhenanus[/aq] zu erst gefunden; wie er in seinen [aq]Rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Die Verse/ davon Herr Hofmann einige anführet/ sind noch sehr rauh und unverständlich/ doch von zimlich-gutem Geist. Es ist von diesem Evangelien-Buch ein [aq]MStum[/aq] in der höchstschätzbaren Keiserlichen [aq]Bibliothec[/aq] zu [S] Wien/ und vom [aq]Lambecio Lib. II Comment. de Biblioth. Vindobon. Cap. V. p. 415. seqq[/aq]. weitläuftig [aq]recommendiret[/aq] ; welches auch dem ienigen/ daraus [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] den [aq]Otfridum[/aq] zu Basel drucken lassen/ weit vorgezogen wird. GOtt gebe/ daß wir das herrliche Werk bald sehen mögen/ so der hochverdiente Herr [aq]D[/aq]. Schilter zu Straßburg A. 1698, [aq]nî fallor[/aq], in einem sonderbaren [aq]edito specimine[/aq] heraus zu geben versprochen/ unter folgendem Titul: [aq]Volumen Evangeliorum Otfridi, Monachi Weissenburgensis, in quinque libros distinctum, ante annum Christi 876 conscriptum. Nunc infinitis locis emendatius editum, interpretatione Latina, variis lectionibus notisque illustratum a Joanne Schiltero[/aq]. Im zehenden Jahr-hundert/ unter der Regierung der Keiser Otten I und II, sind die Meister-Singer schon entsprungen; derer Lieder [aq]Reineccius[/aq] in seiner [aq]Oration de Historiae dignitate[/aq], nach den alten Helden-Liedern stellet. [aq]M. Cyriacus[/aq] Spangenberger in seinem Buch/ so er von der edlen und hochberühmten Kunst der Musica/ und deren Ankunft/ Lob/ Nutz und Wirkung/ wie auch von Aufkommen der Meister-Singer/ zu Ehren der löbl. und ehrsamen Gesellschaft der Meister-Singer zu Straßburg/ im Jahr 1598 verfertiget/ schreibet unter andern/ daß die Meister-Singer für Keiser Otten A. 691 auf dem Reichs-Tag zu Wormbs von dem Geistlichen Stande seyn verklagt worden/ als wann sie verschiedene Lieder zu dieses Standes Verkleinerung erdichtet/ und unter die Leute gebracht hätten. Es [S] hätte sie aber Keiser unschuldig befunden/ und sie vielmehr [aq]privilegi[/aq]ret
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    (15-17) [52-54]
    Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleichen Ergetzlichkeiten schlecht hin verboten; ja es werden von [aq]Luthero[/aq] und andern die Bücher Job/ Judith und Tobiae vor schöne Comoedien gehalten. Die jenige Schau-Spiele sind freilich nicht zu billigen/ die GOtt verunehren/ und den Leser und Zuschauer ärgern; aus welchen manche Matronen und Jungfrauen/ die schamhaft und züchtig in das Spiel-Haus gegangen/ geil und frech wieder herausgehen. Und solches geschicht gemeiniglich heut zu Tage bei uns/ durch die gemeine Comoedianten und ihre schändliche Nach-Spiele; daher dann die Leute/ so von solchen liederlich- und ärgerlichen Schau-Spielen Beruf [S] machen / und um das Geld den Leuten die Laster durch die Augen in das Herz spielen/ in alten und neuen Zeiten/ denen Taschen-Spielern/ Gaucklern/ Seil-Tanzern und andern verächtlichen Personen gleich geachtet worden. Aber Schau-Spiele vernünftig schreiben und spielen/ die Jugend damit zu üben/ auch zu feinen Sitten und beherzter Redfertigkeit anzugewöhnen/ solches ist nicht unlöblich noch sträflich; und schreibet der gelehrte [aq]Erasmus[/aq] an einem Ort/ Es wäre gut/ wann man alle: Biblische Historien zu Schau-Spielen machte/ und die Jugend sich darinnen öffentlich üben liesse; maßen solches offt mehr als eine übereilte Predigt verfangen und nutzen würde. Jedoch will ich dieser Frage wegen iederman bei seiner Meynung gerne laßen / und darüber mit niemand einigen Streit anfangen.
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    (248-249) [285-286]
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    (45-47) [82-84]
    Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [aq]fastis[/aq] und Jahr-Büchern vorgesetzet waren: also haben bei den alten Teutschen ihre Priester/ die Barden und Witdoden/ sich der alten Geschichten und Helden-Thaten ihres Volkes fleissig angenommen/ und derer Andenken durch Lieder fortgepflanzet/ auch damit ihren Gott gepriesen. Dann was die Materie dieser ihrer Lieder anlanget/ so schreibet vorbemeldter [aq]Tacitus: Celebrant carminibus antiquis Tuistonem deum terra editum, & filium Mannum, originem[/aq] [S][aq]gentis conditoremque. Tuistonem[/aq], sagt er/ oder wie [aq]Conringius[/aq] und andere lesen/ [aq]Tuisconem sive Teutonem[/aq]; daher auch der Nahme Teutisch oder Teutsch kommet/ und seinen Sohn [aq]Mannum[/aq]; dadurch sie etwann den ersten Menschen Adam verstanden/ und daher noch das Wort Mann und Mensch bei uns verblieben; auch der Lateiner [aq]Mas[/aq], und der Aegyptier [aq]Man[/aq] und [aq]Men[/aq] fast gleiches Lautes sind. Etlichen meynen/ sie hätten durch den alten [aq]Mannum[/aq] den Noah verstanden; indem sie aus Vermischung der Historien von Adam und Noah/ welche vielleicht durch die Fabeln/ als es zu geschehen pfleget/ sehr verdunkelt worden/ [aq]ex traditione majorum[/aq] vernommen/ daß das ganze menschliche Geschlecht ersäufet worden/ und nur ein Mann/ sammt seinen dreien Söhnen/ übergelieben; welche hernach die Erde unter sich ausgetheilet.
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    (7-8) [44-45]