Der Deutsche Poët (Q104): Unterschied zwischen den Versionen

 
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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Fundstelle
Seite: (unpag.) [27]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein.
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Fundstelle
Seite: (43-44) [84-85]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Fundstelle
Seite: (44-45) [85-86]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Fundstelle
Seite: (55) [96]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Fundstelle
Seite: (667-668) [708-709]
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Kindermann, Balthasar (Killy) / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Komödientheorie. Texte und Kommentare vom Barock bis zur Gegenwart. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Fundstelle
 
Seite: (31-32) [72-73]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Fundstelle
 
Seite: (43-44) [84-85]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Fundstelle
 
Seite: (44-45) [85-86]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Fundstelle
 
Seite: (55) [96]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Fundstelle
 
Seite: (94) [135]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (244-245) [285-286]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Fundstelle
 
Seite: (667-668) [708-709]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (717-718) [758-759]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Fundstelle
 
Seite: (34) [75]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Fundstelle
 
Seite: (170-171) [211-212]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Fundstelle
 
Seite: (258) [299]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Fundstelle
 
Seite: (259) [300]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Fundstelle
 
Seite: (323-324) [364-365]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (362) [403]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (363) [404]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Fundstelle
 
Seite: (32) [73]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Fundstelle
 
Seite: (320) [361]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Fundstelle
 
Seite: (515-516) [556-557]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Fundstelle
 
Seite: (626-627) [667-668]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Fundstelle
 
Seite: (643) [684]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Fundstelle
 
Seite: (647-648) [688-689]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Fundstelle
 
Seite: (656) [697]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Fundstelle
 
Seite: (57-58) [98-99]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Fundstelle
 
Seite: (60-61) [101-102]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Fundstelle
 
Seite: (107) [148]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Fundstelle
 
Seite: (113-114) [154-155]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Fundstelle
 
Seite: (148) [189]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Fundstelle
 
Seite: (156) [197]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Fundstelle
 
Seite: (168) [209]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Fundstelle
 
Seite: (170-171) [211-212]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Fundstelle
 
Seite: (196) [237]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Fundstelle
 
Seite: (211) [252]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Fundstelle
 
Seite: (227) [268]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Fundstelle
 
Seite: (245-246) [286-287]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Fundstelle
 
Seite: (250) [291]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Fundstelle
 
Seite: (251) [292]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Fundstelle
 
Seite: (252-253) [293-294]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Fundstelle
 
Seite: (253) [294]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Fundstelle
 
Seite: (255-256) [296-297]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Fundstelle
 
Seite: (256) [297]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Fundstelle
 
Seite: (276) [317]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Fundstelle
 
Seite: (289-290) [330-331]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Fundstelle
 
Seite: (380) [421]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Fundstelle
 
Seite: (421) [462]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Fundstelle
 
Seite: (427-428) [468-469]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Fundstelle
 
Seite: (430-431) [471-472]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Fundstelle
 
Seite: (442) [483]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Fundstelle
 
Seite: (470) [511]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Fundstelle
 
Seite: (474) [515]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Fundstelle
 
Seite: (488-489) [529-530]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Fundstelle
 
Seite: (551-552) [592-593]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (592-593) [633-634]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Fundstelle
 
Seite: (598) [639]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Fundstelle
 
Seite: (652) [693]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Fundstelle
 
Seite: (681) [722]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Fundstelle
 
Seite: (715) [756]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Fundstelle
 
Seite: (722) [763]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Fundstelle
 
Seite: (237-239) [278-280]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Fundstelle
 
Seite: (313-314) [354-355]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Fundstelle
 
Seite: (320) [361]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Fundstelle
 
Seite: (226) [367]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Fundstelle
 
Seite: (374-375) [415-416]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (377) [418]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Fundstelle
 
Seite: (387) [428]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Fundstelle
 
Seite: (395) [436]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Fundstelle
 
Seite: (448-449) [489-490]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Fundstelle
 
Seite: (457-458) [498-499]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Fundstelle
 
Seite: (477) [518]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Fundstelle
 
Seite: (480-482) [521-523]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Fundstelle
 
Seite: (490) [531]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Fundstelle
 
Seite: (494) [535]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Fundstelle
 
Seite: (499-500) [540-541]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Fundstelle
 
Seite: (501-502) [542-543]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Fundstelle
 
Seite: (504-505) [545-546]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Fundstelle
 
Seite: (509-510) [550-551]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Fundstelle
 
Seite: (515-516) [556-557]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Fundstelle
 
Seite: (522) [563]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Fundstelle
 
Seite: (525-526) [566-567]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Fundstelle
 
Seite: (549) [590]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Fundstelle
 
Seite: (585-586) [626-627]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Fundstelle
 
Seite: (626-627) [667-668]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Fundstelle
 
Seite: (643) [684]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Fundstelle
 
Seite: (647-648) [688-689]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Fundstelle
 
Seite: (656) [697]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [27]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Fundstelle
 
Seite: (31-32) [72-73]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Fundstelle
 
Seite: (55) [96]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (244-245) [285-286]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Fundstelle
 
Seite: (669) [710]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (716-717) [757-758]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (717-718) [758-759]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq].
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (719) [760]

Aktuelle Version vom 18. Januar 2025, 15:13 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Der Deutsche Poët
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    Aussagen

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    1664
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    Wittenberg
    0 Fundstellen
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    (unpag.-unpag.) [17-21]
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    (unpag.-unpag.) [22-31]
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    (6-16) [47-57]
    Eine Fundstelle
    (16-32) [57-73]
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    (32-47) [73-88]
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    (65-107) [106-148]
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    (108-128) [149-169]
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    (129-135) [170-176]
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    (136-151) [177-192]
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    (151-164) [192-205]
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    (165-193) [206-234]
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    (194-203) [235-244]
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    (204-230) [245-271]
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    (230-236) [271-277]
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    (260-277) [301-318]
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    (278-282) [319-323]
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    (282-286) [323-327]
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    (286-303) [327-344]
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    (325-394) [366-435]
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    (457-515) [498-556]
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    (515-539) [556-580]
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    (540-545) [581-586]
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    (545-548) [586-589]
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    (548-563) [589-604]
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    (592-597) [633-638]
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    (623-631) [664-672]
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    (673-676) [714-717]
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    (680-686) [721-727]
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    (699-712) [740-753]
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    (712-735) [753-776]
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    (735-740) [776-781]
    Eine Fundstelle
    (740-744) [781-785]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [797-806]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [12]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein.
    Eine Fundstelle
    (43-44) [84-85]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    Eine Fundstelle
    (297) [338]
    Eine Fundstelle
    (712) [753]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
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