Poetischer Trichter (Q90): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Mythenkritik
 
ES ist vor unerdenklichen Jahren die Poeterey absonderlich zu des Bacchi Götzendienst gewidmet gewesen/ in dem die Heyden bey Verzehrung ihrer Opfergaben gesprungen und gesungen/ beedes aber ohne Beobachtung der steigenden und fallenden Sylben/ nicht zusammen treffen wollen. Bey diesen Opfern haben sie sich mit Epheu und Wintergrün gekrönet/ einen Bock/ als welcher den Weinberg am meisten schadet/ aufgeopfert/ und sich als Waldmänner mit rauhen Fellen bedecket/ etc. daher dann die Tityri/ Satyri/ und Sileni (welches die Aeltesten und Hofmeister unter ihnen gewesen/) den Ursprung in den Gedichten genommen/ und weil sie ungescheut (unter dem Schein einer grossen Weiß-[S]heit/) bey dem Trunk die Laster hoher Personen zu schimpfen pflegten/ hat es dem gemeinen Mann so wolgefallen/ daß man sie zu mehrerer Belustigung auf den Schauplatz geführet/ und so wol traurige- als freudige Geschichte/ mit veränderten Personen vorstellen lassen/ wie hiervon andere *[[aq]Scaliger in Poetic. Causab. de Satyric. Poesi, Heinsius ad Satyram Horat.[/aq]] ümständig geschrieben.
Eigenschaft / Mythenkritik: ES ist vor unerdenklichen Jahren die Poeterey absonderlich zu des Bacchi Götzendienst gewidmet gewesen/ in dem die Heyden bey Verzehrung ihrer Opfergaben gesprungen und gesungen/ beedes aber ohne Beobachtung der steigenden und fallenden Sylben/ nicht zusammen treffen wollen. Bey diesen Opfern haben sie sich mit Epheu und Wintergrün gekrönet/ einen Bock/ als welcher den Weinberg am meisten schadet/ aufgeopfert/ und sich als Waldmänner mit rauhen Fellen bedecket/ etc. daher dann die Tityri/ Satyri/ und Sileni (welches die Aeltesten und Hofmeister unter ihnen gewesen/) den Ursprung in den Gedichten genommen/ und weil sie ungescheut (unter dem Schein einer grossen Weiß-[S]heit/) bey dem Trunk die Laster hoher Personen zu schimpfen pflegten/ hat es dem gemeinen Mann so wolgefallen/ daß man sie zu mehrerer Belustigung auf den Schauplatz geführet/ und so wol traurige- als freudige Geschichte/ mit veränderten Personen vorstellen lassen/ wie hiervon andere *[[aq]Scaliger in Poetic. Causab. de Satyric. Poesi, Heinsius ad Satyram Horat.[/aq]] ümständig geschrieben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: ES ist vor unerdenklichen Jahren die Poeterey absonderlich zu des Bacchi Götzendienst gewidmet gewesen/ in dem die Heyden bey Verzehrung ihrer Opfergaben gesprungen und gesungen/ beedes aber ohne Beobachtung der steigenden und fallenden Sylben/ nicht zusammen treffen wollen. Bey diesen Opfern haben sie sich mit Epheu und Wintergrün gekrönet/ einen Bock/ als welcher den Weinberg am meisten schadet/ aufgeopfert/ und sich als Waldmänner mit rauhen Fellen bedecket/ etc. daher dann die Tityri/ Satyri/ und Sileni (welches die Aeltesten und Hofmeister unter ihnen gewesen/) den Ursprung in den Gedichten genommen/ und weil sie ungescheut (unter dem Schein einer grossen Weiß-[S]heit/) bey dem Trunk die Laster hoher Personen zu schimpfen pflegten/ hat es dem gemeinen Mann so wolgefallen/ daß man sie zu mehrerer Belustigung auf den Schauplatz geführet/ und so wol traurige- als freudige Geschichte/ mit veränderten Personen vorstellen lassen/ wie hiervon andere *[[aq]Scaliger in Poetic. Causab. de Satyric. Poesi, Heinsius ad Satyram Horat.[/aq]] ümständig geschrieben. / Fundstelle
 
Seite: (II, 70-71) [II, 84-85]

Version vom 6. Mai 2022, 07:44 Uhr

Keine Beschreibung vorhanden
Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Poetischer Trichter
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1647
    0 Fundstellen
    Nürnberg
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.) [I, 4]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 17-18]
    Eine Fundstelle
    (I, 16-32) [I, 34-50]
    Eine Fundstelle
    (I, 51-74) [I, 69-88]
    Eine Fundstelle
    (I, 74-100) [I, 88-114]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 152-153]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 154-160]
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (II, unpag.) [II, 2]
    Eine Fundstelle
    (II, unpag.-unpag.) [II, 8-14]
    Eine Fundstelle
    (II, 1-14) [II, 15-28]
    Eine Fundstelle
    (II, 15-30) [II, 29-44]
    Eine Fundstelle
    (II, 49-69) [II, 63-83]
    Eine Fundstelle
    (II, 93-112) [II, 107-126]
    Eine Fundstelle
    (II, 184-186) [II, 198-200]
    Eine Fundstelle
    (II, 186-unpag.) [II, 200-208]
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.) [III, 2]
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.-unpag.) [III, 11-16]
    Eine Fundstelle
    (III, 1-8) [III, 33-40]
    Eine Fundstelle
    (III, 26-35) [III, 58-67]
    Eine Fundstelle
    (III, 35-54) [III, 67-86]
    Eine Fundstelle
    (III, 55-62) [III, 87-94]
    Eine Fundstelle
    (III, 62-72) [III, 94-104]
    Eine Fundstelle
    (III, 73-90) [III, 105-122]
    Eine Fundstelle
    (III, 90-100) [III, 122-132]
    Eine Fundstelle
    (III, 101-111) [III, 133-143]
    Eine Fundstelle
    (III, 111) [III, 143]
    Eine Fundstelle
    (III, 505-540) [III, 535-570]
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.-unpag.) [III, 594-608]