31. Januar 2025
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Wer nun den Namen und die Taht eines Poeten haben wil/ an dem erfodern dy Weltweisen dreyerley/ nemlich: die natürliche Zuneigung zur Dichterey/ die Unterweisung/ und die Ubung. Darüm sagt [aq]Cicero pro Archia: Si à summis hominibus eruditissimisque a (Q5653) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: (Q5425) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so (Q5423) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ oh (Q5411) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Und wo ein schöner Einfluß des Himmels oder der Sterne keinen Poeten macht/ die Menschen thun es wol nicht. (Q5384) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Wollen sie einwenden/ sie verlangen den Ruhm der Poeten nicht/ und wenn sie auch keine grosse/ würden dennoch ihre Regeln mittelmäßige Poeten gemacht haben/ die einen reinen Vers und dergleichen scheiben könten. So dienet ihnen zur Antwort: ¶ [aq]Med (Q5383) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Die Poesie in einem bunten Rock voller Blumen oder Sternen/ mit einem Lorbeer-Kranz bekrönet/ sitzend in tiefen Gedanken / und gleichsam in einem [aq]enthusiasmo[/aq] oder Verzuckung/ mit offnen und aufgeblasenen Brüsten/ um welche etliche [aq]Genii[/aq (Q4952) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Wann [aq]Horatius[/aq] singet [aq]Lib. I. Od. 3[/aq]: ¶ [aq]Nec quicquam Deus abscidit[/aq] ¶ [aq]prudens, Oceano dissociabili[/aq] ¶ [aq]terras, si tamen impia[/aq] ¶ [aq]non tangenda rates transiliunt vada[/aq]. ¶ Wie schicklich nennet er [aq]Deum[ (Q4951) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]Ingenium cui sit, cui mens divinior, atque os magna sonaturum, do nominis hujus (Poëtae) honorem; sagt Horatius[/aq]. (Q4950) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes EIne gute Erfindung ist die Seele des Gedichtes/ welches ohne jene ganz todt und leblos/ und nur ein eitles Geschwätz zu nennen ist. Die Alten haben sich/ um gewiße Regeln von der Poetischen Erfindung zu geben / wenig bekümmert; weil sie vermeynten/ di (Q4949) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes 2. Und ist allhier nicht vorbey zu gehen/ daß der weise Heyd ([aq]b[/aq]. [= Plato.]) die Tichter oder Poeten/ Söhne der Götter nennt. Dahin zielt der Poet ([aq]c[/aq]. [= Ovidius.]) ¶ [aq]Est Deus in nobis, sunt & commercia coeli[/aq], ¶ [aq]Sedibus (Q4224) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes 6. Daher sagt jener berühmte Poet ([aq]c[/aq]. [= Hr. [aq]Schottelius[/aq] in der ausführlichen Arbeit über die Teutsche Sprache [aq]Lib. IV. cap. 1. p. m. 300[/aq].] gar nachdencklich also: ein Poetischer Geist ist vor sich selbst von sinnreichen/ anm (Q4230) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]XXVI[/aq]. Die alten nenneten solches [aq]furorem poëticum[/aq], und solcher ist nichts anders/ als die [aq]affectuöse[/aq] Entzückung/ dadurch man zu artigen [aq]inventionibus[/aq] getrieben wird. Hat nun jemand diesen [aq]furorem[/aq] nicht verbe (Q3991) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]SECTIO V[/aq]. ¶ Von geistlichen Liedern. ¶ [aq]§. 1[/aq]. ¶ Geistliche Lieder gehören entweder zur Lehre oder Wiederlegung/ oder zur an- und Abmahnung/ oder auch zum Troste. Denn wie alle geistliche Texte zu einem unter diesen können gezogen we (Q6947) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes so soll sich doch ein Poet noch höher schwingen/ die gemeine Red-Art unter sich tretten/ und alles höher/ kühner/ verblümter und frölicher sezzen/ also/ daß seine Worte eine sonderbare Majestät mit sich führen/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch (Q3759) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Die aber aus einem andern Wesen etwas herfürgebracht haben/ haben Sie [griech.] genennet. Ovidius selber hat dafür gehalten/ daß der Poeten Einfälle von einem Göttlichen Getriebe und Einflusse herrühren/ wann Er gesungen: ¶ [aq]Est Deus in nobis, a (Q3758) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Es ruht ein Gott in uns, ein Gott, wenn der sich regt, ¶ wird warm und frisch der Sinn, und zu der Lust bewegt. ¶ Diß schilt man leichtlich nicht: Doch will ichs darmit halten, ¶ wenn, die mehrsylbig seyn, sich so mang ander schalten: ¶ Was Göttlich (Q3646) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Daß, weil der Himmel ihn zu solchem Amt' ernennet, ¶ sey ihm auch Stärk' und Kraft von oben zuerkennet. (Q3645) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Ein neuer Schöpfer kan ¶ ein Dichter scheltohn seyn, doch anders nicht, als wann ¶ darunter eine Lust und sinnreich Gleichnüß stecket ¶ und solcher Larfen Schäm die Wahrheit künstlich decket. (Q3644) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Gott tuht kein Wunderwerk ¶ Durchaus. Dem gibt er Muht und bildet ihn zum Helden, ¶ dem schenkt er Stateswitz, und dem die Kraft zumelden, ¶ was niemand melden kan, als einer von Arpin: ¶ der wehrt der letzten Noht, ruft rückwärts, die schon ziehn (Q3643) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Umsonst ists, d[aß man schwitzt, Anm. i.O.] [S.i.O.] ¶ üm einen saubern Vers, wann nicht die Himmelsgüße ¶ sich senken auf die Brust, durch milde Sternenflüße.¶ Drüm ist ein Föbus nur den edlen Dichtern hold, ¶ und der schießt in ihr Herz se (Q3642) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes §. 5. Was etliche denen Poeten angedichtet/ als wenn ihre gantze Wissenschafft eine Unsinnigkeit sey/ daß hat <aq>Plato<aq>wiederlegt/ wann er spricht: <aq>Nullum posse esse Poetam sine afflatu divino<aq> und <aq>Ovidius<aq>: [S] ¶ <aq>Est Deus in nobi (Q181) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmin (Q3440) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes 136 Wer wol Poetisiren wil/ der lese erstlich ein gutes Latein- oder Teutsches Gedichte von selbiger Materie: ein Geist/ wird den andern anzünden. Diß thun ja ihrer viele: aber sie holen nicht nur das Feuer/ sondern sie pflegen auch das Holz zu stehlen/ (Q3212) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes II. Ein fleissiges Gemüht/ das keine Wissenschaft übergeht/ sondern in den Grieschen und Lateinischen Poeten/ alten Sitten und Gebräuchen/ Geschichten/ [aq]Physischen[/aq] und [aq]Mathematischen[/aq] Sachen nicht unerfahren. [aq]Accedat oportet ad vim (Q599) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fü (Q2842) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes da hingegen der Poet ausstreicht/ sich in die Höhe schwingt/ die gemeine Art zu reden unter sich trit/ und alles höher/ kühner/ verblümter und frölicher setzt/ daß was er vorbringt neu/ ungewohnt/ mit einer sonderbahren Majestät vermischt/ und mehr (Q517) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes So lange die Poësie mit GOtt zu schaffen hatte, blieb sie in ihrer natürlichen Freyheit; nachdem sie sich aber mit Menschen einließ, so muste sie auch von Menschen Gesetze annehmen. Denn GOtt verlanget nichts als das Hertz, darum klinget ihm auch alles (Q6850) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Ich habe schon oben gesagt, daß die Poësie ihren Ursprung von dem Lobe GOttes genommen; und mit diesem solte sie auch allezeit zu thun haben. Bey denen Hebräern findet man nichts als geistliche Gedichte, und die Heyden haben es ihnen eine Zeitlang nach (Q6849) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Das III. Capitel. Von dem Zustande der Poesie bey den Hebräern. § 1. DIe Hebräer sind unter allen Völckern die ersten gewesen, welche der Weißheit obgelegen; dannenhero findet man auch bey ihnen die ersten Lieder. Gesetzt, daß [aq]Marcus Meibomius[ (Q6847) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes §. 2. Die Natur hat sich am ersten hervor gethan, und hat sich vielerley Mittel darzu bedienet: der Andacht, der Ergötzung, der Liebe und der Danckbarkeit. §. 3. Die Andacht würckte die ersten Lieder in den Hebräern: und es ist vermuthlich, daß man (Q6846) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes §. I. ES ist mit der Poesie wie mit andern Künsten beschaffen. Ihr Haupt-Ursprung kömmt von GOtt: ihre Gestalt, nehmlich die Regeln und die Ordnung, nach welchen man sich sowohl in der Erfindung als in der Schreib-Art richten muß, von Menschen, und ve (Q6845) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Nun aber giebt man sich in die Poesie viele Mühe, mit Zehlung der Sylben, Zusammensetzung der Worte, und Zusammenreimung der Zeilen; und dennoch denckt man dabey offt sehr wenig auf die Verbesserung seines Verstandes und der Jugend, geschweige seines Nä (Q6844) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]III[/aq]. ¶ Was vor [aq]Disciplin[/aq]en helffen mir zu [aq]Probantibus[/aq] und [aq]AEtiologi[/aq]en: ¶ Keine ist so arm, daß sie uns auf bedürffenden Fall nicht mit einigen versorgen solte/ wenn man sich nur in acht nimmet, daß man das erfu (Q7306) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]§. 1[/aq]. ¶ DIe Poesie/ eine edle Gabe GOttes und galante Wissenschafft [aq]politer[/aq] Welt, ist zu allen Zeiten in grossen [aq]Estim[/aq] gewesen, so daß nicht nur die allerhöchsten Häupter Geistliches und Weltliches Standes, sondern auc (Q7305) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Ein Redner hat dieses [aq]Enthusiasmi[/aq], oder dieser Kunst sich aufzubringen so nöthig als ein Poet, und das Göttliche, das in der Poesie gefunden wird trifft man auch in guten Reden an. (Q1134) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Der Hr. Harsdörffer ist auch der Meynung/ wenn er an einem Orte spricht: Die [aq]Poesie[/aq] ist gleich einer keuschen Jnngfrauen/ die allem unreinen Wesen feind ist. Aber leyder! zu unserer Zeit wird sie als eine [aq]liederliche Dame[/aq] prostituiret/ (Q6145) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes (3.) Wer sich nun will mit unter die Zahl der [aq]Poeten[/aq] zählen/ der muß vor allen Dingen [aq]Capacität[/aq] haben/ beydes Göttliche/ als auch menschliche Dinge geschickt vorzustellen. (Q6144) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Einige sonst gantz galante [aq]Poëtische[/aq] Schrifften müssen auch der Jugend fast aus den Händen gespielet werden, weil sonst bey Erlernung der [aq]Poësie[/aq] bey einigen das Christenthum möchte verlernet werden, weil ihre [S] Seelen begieriger s (Q1070) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Daher hat der weise [aq]Plato[/aq] nicht unrecht gethan, wenn er die Poesie [griech.] genennet/ weil sie ja in ihren Umfange alle andere Künste und Wissenschafften beschliesset. Eben dieses will [aq]Marsilius Ficinus[/aq], wenn er an einem Orte schreibet (Q5764) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]§. 3[/aq]. ¶ Von geistlichen Gedichten. ¶ GEistliche Gedichte sind so wohl die Christlichen Kirchen-Gesänge, als alle diejenigen, so eine geistliche oder [aq]Theologi[/aq]sche Materie abhandeln: ¶ Wie solche auszuführen, wollen wir ietzo nicht b (Q5762) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Da teilen sich dy Verse/ Reime und Gedichte nûn bald inn Geistliche und Weltliche/ wy auch im Anfange diser Kunst angefüret ist. ¶ I. Dy Geistliche haben auf nichts/ als auf GOtt ihr Absehen/ wy sy denselben loben und preisen/ und ihm Dank sagen wollen (Q5652) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Nun aber da mit den besten Versen wenig Guht zu gewinnen ist/ müssen sie die [aq]Musae[/aq] daran genügen lassen daß inn den Kirchen und auf den Canzeln mit geistreichen Lidern GOtt gedinet wird. Die weltlichen [S] [aq]Carmina[/aq] dinen zu disen Zeite (Q5651) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Daher sind inn den alten Zeiten die [aq]Theologi[/aq] gemeiniglich Poëten gewesen/ und [aq]Cicero[/aq] der allerberedeste Römer bezeuget/ das kein barbarisches und wildes Volk den Namen eines Poëten verachtet/ sondern ihn allezeit hôch und heilig geha (Q5650) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes DIe Hochteutsche Vers-Reim- und Dicht-Kunst erfodert Sachchen und Wôrte. Die Sachchen sind entweder Geistlich oder Weltlich. Unter den Geistlichen bekanten ist das Lîd Mosis und Mirjam wol das älteste/ das sie gesungen/ als GOtt den Pharao mit den Egyp (Q5648) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes [aq]Urf[/aq]. [...][S][...] Jedennoch fliessen unterschiedliche schöne Nutzen auß dieser Kunst her. ¶ [aq]Mel[/aq]. So möchte ich doch wol welche hören. ¶ [aq]Urf[/aq]. Ich bin willig und bereit/ ihm solche zu eröffnen: Er mercke demnach wohl/ daß (Q968) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes [aq]Ursent[/aq]. […] Haben nicht die heiligste Männer ersterer Zeit ihre GOtt-ergebene Andachten in gewissen Liedern der spaten Nachwelt aufgesetzet hinterlassen. Wer solte demnach so verkleinerende Gedancken von der edlen [aq]Poësie[/aq] bey sich heg (Q967) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +417 Bytes So bleibt doch bey Redlichgesinnten in Betrachtung deß Nutzens ihr [aq]AEstim[/aq] ungekräncket/ denn dardurch ¶ Die Ehre GOttes außgebreitet/ (Q966) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geiste (Q5382) Datenobjekt geändert aktuell
- 13:5113:51, 31. Jan. 2025 Unterschied Versionen +418 Bytes [aq]II[/aq]. Das wird mir niemand läugnen können/ daß die Poesie etwas Göttliches in sich begreiffe/ und hierinnen den Rang vor allen andern [aq]Disciplinen[/aq] habe. Ja/ wenn ich so reden darff/ so [aq]concentri[/aq]ret sich die verborgene Krafft un (Q5381) Datenobjekt geändert aktuell