Poetischer Trichter (Q90): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Mythenkritik
 
3. Weil aber die Heyden vieler Sachen Ursachen nicht erkundigen mögen/ haben sie solche ihren Göttern zugeschrieben/ und denselbigen für die Früchte der Erden/ der Bäume/ des Rebens/ und dergleichen Danckopfer gebracht/ dabey aber ihr Gebet/ und Lobgesang in gebundner Rede verrich- [S]tet; allermaßen ihnen auch gleichergestalt von den Oraculis, oder Götzen-Stimmen geweissaget worden.* [Hierinnen hat der böse Feind/ als Gottes Aff/ der Hebreer Gebrauch bey den Opfern nachahmen wollen.] ¶ 4. Wir Christen/ die wir den allmächtigen Gott/ nicht nur aus seinen Wercken/ sondern auch aus seinem Wort erkennen/ sollen uns der Heyden Fabelwerck enthalten: die sich auch nicht gescheuet/ ihren Göttern solche Laster anzudichten/ mit welchen die Dichter selbsten schändlichst beflecket gewesen. Doch kan man mit Bescheidenheit derer Fabel wol gebrauchen/ in welchen natürliche Ursachen bedeutet/ oder sondere Lehren verborgen sind. Daß aber auch in geistlichen Sachen/ welche durch das Liecht der verständigen Seele erleuchtet werden müssen/ ein Poetischer Geist zu erweisen/ ist unter andern zu ersehen in den Sontagsandachten/ bestehend in einem neulich heraus gegebenem Bild-Lieder-und Gesangbuch/ in dessen Vorrede viel hieher gehöriges zu lesen.
Eigenschaft / Mythenkritik: 3. Weil aber die Heyden vieler Sachen Ursachen nicht erkundigen mögen/ haben sie solche ihren Göttern zugeschrieben/ und denselbigen für die Früchte der Erden/ der Bäume/ des Rebens/ und dergleichen Danckopfer gebracht/ dabey aber ihr Gebet/ und Lobgesang in gebundner Rede verrich- [S]tet; allermaßen ihnen auch gleichergestalt von den Oraculis, oder Götzen-Stimmen geweissaget worden.* [Hierinnen hat der böse Feind/ als Gottes Aff/ der Hebreer Gebrauch bey den Opfern nachahmen wollen.] ¶ 4. Wir Christen/ die wir den allmächtigen Gott/ nicht nur aus seinen Wercken/ sondern auch aus seinem Wort erkennen/ sollen uns der Heyden Fabelwerck enthalten: die sich auch nicht gescheuet/ ihren Göttern solche Laster anzudichten/ mit welchen die Dichter selbsten schändlichst beflecket gewesen. Doch kan man mit Bescheidenheit derer Fabel wol gebrauchen/ in welchen natürliche Ursachen bedeutet/ oder sondere Lehren verborgen sind. Daß aber auch in geistlichen Sachen/ welche durch das Liecht der verständigen Seele erleuchtet werden müssen/ ein Poetischer Geist zu erweisen/ ist unter andern zu ersehen in den Sontagsandachten/ bestehend in einem neulich heraus gegebenem Bild-Lieder-und Gesangbuch/ in dessen Vorrede viel hieher gehöriges zu lesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: 3. Weil aber die Heyden vieler Sachen Ursachen nicht erkundigen mögen/ haben sie solche ihren Göttern zugeschrieben/ und denselbigen für die Früchte der Erden/ der Bäume/ des Rebens/ und dergleichen Danckopfer gebracht/ dabey aber ihr Gebet/ und Lobgesang in gebundner Rede verrich- [S]tet; allermaßen ihnen auch gleichergestalt von den Oraculis, oder Götzen-Stimmen geweissaget worden.* [Hierinnen hat der böse Feind/ als Gottes Aff/ der Hebreer Gebrauch bey den Opfern nachahmen wollen.] ¶ 4. Wir Christen/ die wir den allmächtigen Gott/ nicht nur aus seinen Wercken/ sondern auch aus seinem Wort erkennen/ sollen uns der Heyden Fabelwerck enthalten: die sich auch nicht gescheuet/ ihren Göttern solche Laster anzudichten/ mit welchen die Dichter selbsten schändlichst beflecket gewesen. Doch kan man mit Bescheidenheit derer Fabel wol gebrauchen/ in welchen natürliche Ursachen bedeutet/ oder sondere Lehren verborgen sind. Daß aber auch in geistlichen Sachen/ welche durch das Liecht der verständigen Seele erleuchtet werden müssen/ ein Poetischer Geist zu erweisen/ ist unter andern zu ersehen in den Sontagsandachten/ bestehend in einem neulich heraus gegebenem Bild-Lieder-und Gesangbuch/ in dessen Vorrede viel hieher gehöriges zu lesen. / Fundstelle
 
Seite: (I, 2-3) [I, 20-21]

Version vom 6. Mai 2022, 07:41 Uhr

Keine Beschreibung vorhanden
Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Poetischer Trichter
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1647
    0 Fundstellen
    Nürnberg
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.) [I, 4]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 17-18]
    Eine Fundstelle
    (I, 16-32) [I, 34-50]
    Eine Fundstelle
    (I, 51-74) [I, 69-88]
    Eine Fundstelle
    (I, 74-100) [I, 88-114]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 152-153]
    Eine Fundstelle
    (I, unpag.-unpag.) [I, 154-160]
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (II, unpag.) [II, 2]
    Eine Fundstelle
    (II, unpag.-unpag.) [II, 8-14]
    Eine Fundstelle
    (II, 1-14) [II, 15-28]
    Eine Fundstelle
    (II, 15-30) [II, 29-44]
    Eine Fundstelle
    (II, 49-69) [II, 63-83]
    Eine Fundstelle
    (II, 93-112) [II, 107-126]
    Eine Fundstelle
    (II, 184-186) [II, 198-200]
    Eine Fundstelle
    (II, 186-unpag.) [II, 200-208]
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.) [III, 2]
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.-unpag.) [III, 11-16]
    Eine Fundstelle
    (III, 1-8) [III, 33-40]
    Eine Fundstelle
    (III, 26-35) [III, 58-67]
    Eine Fundstelle
    (III, 35-54) [III, 67-86]
    Eine Fundstelle
    (III, 55-62) [III, 87-94]
    Eine Fundstelle
    (III, 62-72) [III, 94-104]
    Eine Fundstelle
    (III, 73-90) [III, 105-122]
    Eine Fundstelle
    (III, 90-100) [III, 122-132]
    Eine Fundstelle
    (III, 101-111) [III, 133-143]
    Eine Fundstelle
    (III, 111) [III, 143]
    Eine Fundstelle
    (III, 505-540) [III, 535-570]
    Eine Fundstelle
    (III, unpag.-unpag.) [III, 594-608]