Buch von der Deutschen Poeterey (Q82): Unterschied zwischen den Versionen

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Buch von der Deutschen Poeterey. In welchem alle ihre eigenschafft und zuegehör gründtlich erzehlet/ und mit exempeln außgeführet wird.
Eigenschaft / Instanz von
 
Eigenschaft / Instanz von: Werk / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Instanz von
 
Eigenschaft / Instanz von: Barockpoetik / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Publikationsjahr
 
1624
Zeitstempel+1624-00-00T00:00:00Z
Zeitzone+00:00
KalenderGregorianisch
Genauigkeit1 Jahr
Vor0
Nach0
Eigenschaft / Publikationsjahr: 1624 / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Publikationsort
 
Breslau
Eigenschaft / Publikationsort: Breslau / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Publikationsort
 
Brieg
Eigenschaft / Publikationsort: Brieg / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autor
 
Eigenschaft / Autor: Opitz, Martin / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / GND
 
Eigenschaft / GND: http://d-nb.info/gnd/4605507-1 / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Digitalisat
 
Eigenschaft / Digitalisat: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10857969-4 / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq] Horatius ad Pisones:[/aq] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq] Horatius ad Pisones:[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [3]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Denen Ehrenvesten/ Wolweisen/ Wolbenambten und Wolgelehrten HErren Bürgermeistern [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Denen Ehrenvesten/ Wolweisen/ Wolbenambten und Wolgelehrten HErren Bürgermeistern [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [4-8]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]DN. MARTINUM OPITIUM[/aq] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]DN. MARTINUM OPITIUM[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [9]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das 1. Kapitel. Vorrede / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das 1. Kapitel. Vorrede / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [10]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II.[/aq] Kapitel. Worzue die Poeterey/ und wann sie erfunden worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II.[/aq] Kapitel. Worzue die Poeterey/ und wann sie erfunden worden. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [10-13]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III.[/aq] Kapitel. Von etlichen fachen die den Poeten vorgeworffen werden; und derselben entschuldigung. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III.[/aq] Kapitel. Von etlichen fachen die den Poeten vorgeworffen werden; und derselben entschuldigung. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [13-20]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IIII.[/aq] Kapitel. Von der Deutschen Poeterey. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IIII.[/aq] Kapitel. Von der Deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [20-23]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V.[/aq] Kapitel. [S] Von der zuegehör der Deutschen Poesie/ [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V.[/aq] Kapitel. [S] Von der zuegehör der Deutschen Poesie/ [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [23-33]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI.[/aq] Kapitel. Von der zuebereitung und ziehr der worte / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI.[/aq] Kapitel. Von der zuebereitung und ziehr der worte / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [34-45]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VII.[/aq] Kapitel. Von den reimen/ ihren wörtern und arten der getichte. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VII.[/aq] Kapitel. Von den reimen/ ihren wörtern und arten der getichte. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [45-72]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VIII.[/aq] Kapitel. Beschluß dieses buches. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VIII.[/aq] Kapitel. Beschluß dieses buches. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [72-77]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Leser. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Leser. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [78-80]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber.
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [10-13]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: So ist auch ferner nichts närrischer/ als wann sie meinen/ die Poeterey bestehe bloß in jhr selber; die doch alle andere künste und wissenschafften in sich helt. Apuleius nennet den Homerus einen viel wissenden unnd aller dinge erfahrenen Menschen; Tertullianus von der Seele: einen Vater der freyen künste. Plato/ welcher im Tragedien schreiben so weit kommen/ das er auch andern kampff anbitten dörffen/ hat vermischet/ wie Proclus von jhm saget/ [griech.], die Pythagorische unnd Socratische eigenschafft/ hat die Geometrie vom Theodorus Cyreneus/ die wissenschafft des Gestirnes von den Egyptischen Priestern erlernet/ und ist aller dinge kündig gewesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: So ist auch ferner nichts närrischer/ als wann sie meinen/ die Poeterey bestehe bloß in jhr selber; die doch alle andere künste und wissenschafften in sich helt. Apuleius nennet den Homerus einen viel wissenden unnd aller dinge erfahrenen Menschen; Tertullianus von der Seele: einen Vater der freyen künste. Plato/ welcher im Tragedien schreiben so weit kommen/ das er auch andern kampff anbitten dörffen/ hat vermischet/ wie Proclus von jhm saget/ [griech.], die Pythagorische unnd Socratische eigenschafft/ hat die Geometrie vom Theodorus Cyreneus/ die wissenschafft des Gestirnes von den Egyptischen Priestern erlernet/ und ist aller dinge kündig gewesen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [14]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Die [aq]Vates[/aq] opfferten und betrachteten die Natur aller dinge / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Die [aq]Vates[/aq] opfferten und betrachteten die Natur aller dinge / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [21]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wir folgen dem/ an welches uns Gott und die natur leitet/ und auß dieser zueversicht hoffen wir/ es werde uns an vornemer leute gunst und liebe/ welche wir/ nebenst dem gemüte unserem Vaterlande zue dienen/ einig hierdurch suchen/ nicht mangeln. Den verächtern aber dieser göttlichen wissenschafft [Poesie, J.T.] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wir folgen dem/ an welches uns Gott und die natur leitet/ und auß dieser zueversicht hoffen wir/ es werde uns an vornemer leute gunst und liebe/ welche wir/ nebenst dem gemüte unserem Vaterlande zue dienen/ einig hierdurch suchen/ nicht mangeln. Den verächtern aber dieser göttlichen wissenschafft [Poesie, J.T.] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [77]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: und haben die Gelehrten/ was sie in den Poeten (welcher schrifften auß einem Göttlichen antriebe und von natur herkommen/ wie Plato hin und wieder hiervon redet) auffgemercket/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: und haben die Gelehrten/ was sie in den Poeten (welcher schrifften auß einem Göttlichen antriebe und von natur herkommen/ wie Plato hin und wieder hiervon redet) auffgemercket/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [10]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Er muß [griech.], von sinnreichen einfällen und erfindungen sein/ muß ein grosses unverzagtes gemüte haben/ muß hohe sachen bey sich erdencken können/ soll anders seine rede eine art kriegen/ und von der erden empor steigen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: Er muß [griech.], von sinnreichen einfällen und erfindungen sein/ muß ein grosses unverzagtes gemüte haben/ muß hohe sachen bey sich erdencken können/ soll anders seine rede eine art kriegen/ und von der erden empor steigen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [15]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Denn ein Poete kann nicht schreiben wenn er wil/ sondern wenn er kan/ und jhn die regung des Geistes welchen Ovidius unnd andere vom Himmel her zue kommen vermeinen/ treibet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: Denn ein Poete kann nicht schreiben wenn er wil/ sondern wenn er kan/ und jhn die regung des Geistes welchen Ovidius unnd andere vom Himmel her zue kommen vermeinen/ treibet. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [16]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Welches aber alsdenn vollkömlich geschehen kan/ wenn zue dem was hiebevor in diesem buche erzehlet ist worden/ die vornehmlich jhren fleiß werden anlegen/ welche von natur selber hierzue geartet sein/ unnd von sich sagen können was Ovidius: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo.[/aq] ¶ Es ist ein Geist in uns/ und was von uns geschrieben/ ¶ Gedacht wird und gesagt/ das wird durch jhn getrieben. ¶ Wo diese natürliche regung ist/ welche Plato einen Göttli-[S]chen furor nennet/ zum unterscheide des aberwitzes oder blödigkeit/ dürffen weder erfindung noch worte gesucht werden; unnd wie alles mit lust und anmutigkeit geschrieben wird/ so wird es auch nachmals von jederman mit dergleichen lust und anmutigkeit gelesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: Welches aber alsdenn vollkömlich geschehen kan/ wenn zue dem was hiebevor in diesem buche erzehlet ist worden/ die vornehmlich jhren fleiß werden anlegen/ welche von natur selber hierzue geartet sein/ unnd von sich sagen können was Ovidius: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo.[/aq] ¶ Es ist ein Geist in uns/ und was von uns geschrieben/ ¶ Gedacht wird und gesagt/ das wird durch jhn getrieben. ¶ Wo diese natürliche regung ist/ welche Plato einen Göttli-[S]chen furor nennet/ zum unterscheide des aberwitzes oder blödigkeit/ dürffen weder erfindung noch worte gesucht werden; unnd wie alles mit lust und anmutigkeit geschrieben wird/ so wird es auch nachmals von jederman mit dergleichen lust und anmutigkeit gelesen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [73-74]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Die nahmen der Heidnischen Götter betreffendt/ derer sich die stattlichsten Christlichen Poeten ohne verletzung jhrer religion jederzeit gebrauchet haben/ angesehen das hierunter gemeiniglich die Allmacht Gottes/ welcher die ersten menschen nach den sonderlichen wirckungen seiner unbegreifflichen Maiestet unterschiedene namen gegeben/ als das sie/ wie Maximus Tyrius meldet/ durch Minerven die vorsichtigkeit/ durch den Apollo die Sonne/ durch den Neptunus die Lufft welche die Erde unnd Meer durchstreichet; zuezeiten aber vorneme Leute/ die wie Cicero im andern buche von den Gesetzen saget/ umb jhres vordienstes willen in den Himmel beruffen sein/ zue zeiten was anders angedeutet wird/ ist allbereit hin und wieder so viel bericht darvon geschehen/ das es weiterer außführung hoffentlich nicht wird von nöthen sein.
Eigenschaft / Mythenkritik: Die nahmen der Heidnischen Götter betreffendt/ derer sich die stattlichsten Christlichen Poeten ohne verletzung jhrer religion jederzeit gebrauchet haben/ angesehen das hierunter gemeiniglich die Allmacht Gottes/ welcher die ersten menschen nach den sonderlichen wirckungen seiner unbegreifflichen Maiestet unterschiedene namen gegeben/ als das sie/ wie Maximus Tyrius meldet/ durch Minerven die vorsichtigkeit/ durch den Apollo die Sonne/ durch den Neptunus die Lufft welche die Erde unnd Meer durchstreichet; zuezeiten aber vorneme Leute/ die wie Cicero im andern buche von den Gesetzen saget/ umb jhres vordienstes willen in den Himmel beruffen sein/ zue zeiten was anders angedeutet wird/ ist allbereit hin und wieder so viel bericht darvon geschehen/ das es weiterer außführung hoffentlich nicht wird von nöthen sein. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: Die nahmen der Heidnischen Götter betreffendt/ derer sich die stattlichsten Christlichen Poeten ohne verletzung jhrer religion jederzeit gebrauchet haben/ angesehen das hierunter gemeiniglich die Allmacht Gottes/ welcher die ersten menschen nach den sonderlichen wirckungen seiner unbegreifflichen Maiestet unterschiedene namen gegeben/ als das sie/ wie Maximus Tyrius meldet/ durch Minerven die vorsichtigkeit/ durch den Apollo die Sonne/ durch den Neptunus die Lufft welche die Erde unnd Meer durchstreichet; zuezeiten aber vorneme Leute/ die wie Cicero im andern buche von den Gesetzen saget/ umb jhres vordienstes willen in den Himmel beruffen sein/ zue zeiten was anders angedeutet wird/ ist allbereit hin und wieder so viel bericht darvon geschehen/ das es weiterer außführung hoffentlich nicht wird von nöthen sein. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [17]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die erfindung der dinge ist nichts anders als eine sinnreiche faßung aller sachen die wir uns einbilden können/ der Himlischen und jrrdischen/ die Leben haben und nicht haben/ welche ein Poete jhm zue beschreiben und herfür zue bringen vornimpt: / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die erfindung der dinge ist nichts anders als eine sinnreiche faßung aller sachen die wir uns einbilden können/ der Himlischen und jrrdischen/ die Leben haben und nicht haben/ welche ein Poete jhm zue beschreiben und herfür zue bringen vornimpt: / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [24]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nachmals haben die heiden jhre Götter angerufen/ das sie jhnen zue vollbringung des werckes beystehen wollen: denen wir Christen nicht allein folgen/ sondern auch an frömigkeit billich sollen uberlegen sein. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nachmals haben die heiden jhre Götter angerufen/ das sie jhnen zue vollbringung des werckes beystehen wollen: denen wir Christen nicht allein folgen/ sondern auch an frömigkeit billich sollen uberlegen sein. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [25]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hymni oder Lobgesänge waren vorzeiten/ die sie jhren Göttern vor dem altare zue singen pflagen/ und wir unserem GOtt singen sollen. Dergleichen ist der lobgesang den Heinsius unserem erlöser/ und der den ich auff die Christnacht geschrieben habe. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hymni oder Lobgesänge waren vorzeiten/ die sie jhren Göttern vor dem altare zue singen pflagen/ und wir unserem GOtt singen sollen. Dergleichen ist der lobgesang den Heinsius unserem erlöser/ und der den ich auff die Christnacht geschrieben habe. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [31]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [zu den Sylven, J.T.:] sie begreiffen auch allerley geistliche unnd weltliche getichte / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [zu den Sylven, J.T.:] sie begreiffen auch allerley geistliche unnd weltliche getichte / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [31]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann Juuenalis setzet inn einem orte [griech.], eben dieselben auß zue lachen/ die sich in jhren buhlereyen mit griechischen wörtern behelffen: in dem andern orte aber thut er es darumb/ das er die schändliche sünde/ daran Christen auch nicht gedencken sollen/ lateinisch auß zuesprechen abschew treget / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann Juuenalis setzet inn einem orte [griech.], eben dieselben auß zue lachen/ die sich in jhren buhlereyen mit griechischen wörtern behelffen: in dem andern orte aber thut er es darumb/ das er die schändliche sünde/ daran Christen auch nicht gedencken sollen/ lateinisch auß zuesprechen abschew treget / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [35]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann solches stehet eben so ubel als die reimen der lateini-[S]schen verse; deren exempel zwar bey den gutten Autoren wenig zue finden/ der Mönche bücher aber vor etzlich hundert Jahren alle voll sindt gewesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann solches stehet eben so ubel als die reimen der lateini-[S]schen verse; deren exempel zwar bey den gutten Autoren wenig zue finden/ der Mönche bücher aber vor etzlich hundert Jahren alle voll sindt gewesen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [54-55]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: durch beystandt Göttlicher hülffe alle mein heil zue versuchen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: durch beystandt Göttlicher hülffe alle mein heil zue versuchen / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [5]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Befehle sie hiermit in den schutz des Höchsten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Befehle sie hiermit in den schutz des Höchsten/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [8]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zoroaster/ welcher/ wie oben erwehnet/ alle seine gedancken Poetisch auffgesetzt/ soll zwantzig Jahr in höchster einsamkeit zuegebracht haben/ damit er in erforschung der dinge nicht geirret würde. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Zoroaster/ welcher/ wie oben erwehnet/ alle seine gedancken Poetisch auffgesetzt/ soll zwantzig Jahr in höchster einsamkeit zuegebracht haben/ damit er in erforschung der dinge nicht geirret würde. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [77]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Gott befohlen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Gott befohlen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [80]
Eigenschaft / Autoritäten
 
DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber.
Eigenschaft / Autoritäten: DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [10-13]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: So ist auch ferner nichts närrischer/ als wann sie meinen/ die Poeterey bestehe bloß in jhr selber; die doch alle andere künste und wissenschafften in sich helt. Apuleius nennet den Homerus einen viel wissenden unnd aller dinge erfahrenen Menschen; Tertullianus von der Seele: einen Vater der freyen künste. Plato/ welcher im Tragedien schreiben so weit kommen/ das er auch andern kampff anbitten dörffen/ hat vermischet/ wie Proclus von jhm saget/ [griech.], die Pythagorische unnd Socratische eigenschafft/ hat die Geometrie vom Theodorus Cyreneus/ die wissenschafft des Gestirnes von den Egyptischen Priestern erlernet/ und ist aller dinge kündig gewesen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: So ist auch ferner nichts närrischer/ als wann sie meinen/ die Poeterey bestehe bloß in jhr selber; die doch alle andere künste und wissenschafften in sich helt. Apuleius nennet den Homerus einen viel wissenden unnd aller dinge erfahrenen Menschen; Tertullianus von der Seele: einen Vater der freyen künste. Plato/ welcher im Tragedien schreiben so weit kommen/ das er auch andern kampff anbitten dörffen/ hat vermischet/ wie Proclus von jhm saget/ [griech.], die Pythagorische unnd Socratische eigenschafft/ hat die Geometrie vom Theodorus Cyreneus/ die wissenschafft des Gestirnes von den Egyptischen Priestern erlernet/ und ist aller dinge kündig gewesen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [14]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wir folgen dem/ an welches uns Gott und die natur leitet/ und auß dieser zueversicht hoffen wir/ es werde uns an vornemer leute gunst und liebe/ welche wir/ nebenst dem gemüte unserem Vaterlande zue dienen/ einig hierdurch suchen/ nicht mangeln. Den verächtern aber dieser göttlichen wissenschafft [Poesie, J.T.] / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Wir folgen dem/ an welches uns Gott und die natur leitet/ und auß dieser zueversicht hoffen wir/ es werde uns an vornemer leute gunst und liebe/ welche wir/ nebenst dem gemüte unserem Vaterlande zue dienen/ einig hierdurch suchen/ nicht mangeln. Den verächtern aber dieser göttlichen wissenschafft [Poesie, J.T.] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [77]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun sende uns Vater und Suhn den rechten Geist heraben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun sende uns Vater und Suhn den rechten Geist heraben/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [22]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Des schweren Krieges last den Deutschland jetzt empfindet/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Des schweren Krieges last den Deutschland jetzt empfindet/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [25]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Vos, o clarissima mundi[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Vos, o clarissima mundi[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [25]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Diß hab ich mir anjetzt zue schreiben fürgenommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Diß hab ich mir anjetzt zue schreiben fürgenommen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [25]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Aeneadum genetrix, hominum diuum`que voluptas[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Aeneadum genetrix, hominum diuum`que voluptas[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [26]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Grand Dieu, qui de ce Tout m’as fait voir la naissance[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Grand Dieu, qui de ce Tout m’as fait voir la naissance[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [26]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gott/ der du mich der welt geburt hast sehen lassen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gott/ der du mich der welt geburt hast sehen lassen/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [26]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Adore assis, comme le Grec ordonne[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Adore assis, comme le Grec ordonne[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [46]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum beten setze dich/ wie jener Grieche lehret/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum beten setze dich/ wie jener Grieche lehret/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [46]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als im 23 Psalme: ¶ Auff einer grünen Awen er mich weidet / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als im 23 Psalme: ¶ Auff einer grünen Awen er mich weidet / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [51]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als im 42. Psalme: ¶ Bey ihm wird heil gefunden/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als im 42. Psalme: ¶ Bey ihm wird heil gefunden/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [51]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Er hat rund umb sich her das wasser außgespreitet/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Er hat rund umb sich her das wasser außgespreitet/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [52]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Erhalt uns Herr bey deinem wort. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Erhalt uns Herr bey deinem wort. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [52]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Im fall du wilt Was Göttlich ist erlangen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Im fall du wilt Was Göttlich ist erlangen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [56]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Derselbe welcher diese nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Derselbe welcher diese nacht / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [61]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Du güldne Leyer/ meine ziehr / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Du güldne Leyer/ meine ziehr / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [65]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Trawerliedt uber das absterben Herren Adams von Bibran/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Trawerliedt uber das absterben Herren Adams von Bibran/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [70]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hymni oder Lobgesänge waren vorzeiten/ die sie jhren Göttern vor dem altare zue singen pflagen/ und wir unserem GOtt singen sollen. Dergleichen ist der lobgesang den Heinsius unserem erlöser/ und der den ich auff die Christnacht geschrieben habe. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hymni oder Lobgesänge waren vorzeiten/ die sie jhren Göttern vor dem altare zue singen pflagen/ und wir unserem GOtt singen sollen. Dergleichen ist der lobgesang den Heinsius unserem erlöser/ und der den ich auff die Christnacht geschrieben habe. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [31]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herren von Bartas Wochen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herren von Bartas Wochen / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [54]
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Didaktik der Barockpoetik. Die deutschsprachigen Poetiken von Opitz bis Gottsched als Lehrbücher der ‚Poeterey‘. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Martin Opitz und sein poetisches Regelsystem. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Literatur als Lebensformung. Martin Opitz und sein ‚Buch von der Deutschen Poeterey‘ (1624). / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Opitz, Martin (Killy) / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Der Reformator und Aufklärer Martin Opitz (1597–1639). Ein Humanist im Zeitalter der Krisis. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Dichter – Kulturpolitiker – Diplomat. Der ‚Vater der deutschen Dichtung‘ Martin Opitz. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Digressionen. Studien zum Verhältnis von Ordnung und Abweichung in Rhetorik und Poetik. Quintilian – Opitz – Gottsched – Friedrich Schlegel. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Martin Opitz und die Konstitution der Deutschen Poetik. Norm, Tradition und Kontinuität zwischen Aristarch und Buch von der Deutschen Poeterey. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Vetus Poesis – nova ratio carminum. Martin Opitz und der Beginn der ‚Deutschen Poeterey‘. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: ‚Verborgene Theologie‘. Enthusiasmus und Andacht bei Martin Opitz. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Bibliographische Angaben
 
Eigenschaft / Bibliographische Angaben: bibl. Angaben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Element von
 
Eigenschaft / Element von: und haben die Gelehrten/ was sie in den Poeten (welcher schrifften auß einem Göttlichen antriebe und von natur herkommen/ wie Plato hin und wieder hiervon redet) auffgemercket/ / Rang
 
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Aktuelle Version vom 31. Januar 2025, 13:51 Uhr

Keine Beschreibung vorhanden
  • Buch von der Deutschen Poeterey. In welchem alle ihre eigenschafft und zuegehör gründtlich erzehlet/ und mit exempeln außgeführet wird.
Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Buch von der Deutschen Poeterey
Keine Beschreibung vorhanden
  • Buch von der Deutschen Poeterey. In welchem alle ihre eigenschafft und zuegehör gründtlich erzehlet/ und mit exempeln außgeführet wird.

Aussagen

0 Fundstellen
0 Fundstellen
1624
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Breslau
0 Fundstellen
Brieg
0 Fundstellen
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DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber.
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(unpag.-unpag.) [10-13]
Eine Fundstelle
(unpag.) [80]
DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie/ und unterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste und rawe [S] Welt gröber und ungeschlachter war/ als das sie hette die lehren von weißheit und himmlischen dingen recht fassen und verstehen können/ so haben weise Männer/ was sie zue erbawung der Gottesfurcht/ gutter sitten und wandels erfunden/ in reime und fabeln/ welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist/ verstecken und verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Volckern vor gewiß geglaubet habe/ es sey ein einiger und ewiger GOtt/ von dem alle dinge erschaffen worden und erhalten werden/ haben andere/ die ich hier nicht mag außschreiben/ genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein unbegreiffliches wesen unnd uber menschliche vernunfft ist/ haben sie vorgegeben/ die schönen Cörper uber uns/ Sonne/ Monde und Sternen/ item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne unnd Mitgesellen/ welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters/ den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen und menschlichen wissenschaft helt/ gewesen sein/ welcher/ wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget/ zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus/ wie Diogenes Laertius erwehnet/ von erschaffung der Welt/ dem lauffe der Sonnen und des Mondens/ und von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein: ¶ [griech.] ¶ Es war die zeit da erstlich in gemein ¶ Hier alle ding’ erschaffen worden sein. ¶ Neben diesem haben Eumolpus/ Museus/ Orpheus/ Homerus/ Hesiodus unnd andere/ als die ersten Väter der Weißheit/ wie sie Plato nennet/ und aller gutten ordnung/ die bäw-[S]rischen und fast viehischen Menschen zue einem höfflichern und bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten/ und die worte in gewisse reimen und maß verbunden/ so das sie weder zue weit außschritten/ noch zue wenig in sich hatten/ sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten/ und viel sachen vorbrachten/ welche einen schein sonderlicher propheceiungen und geheimnisse von sich gaben/ vermeineten die einfältigen leute/ es müste etwas göttliches in jhnen stecken/ und liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend unnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo ursache/ den Eratosthenes lügen zue heissen/ welcher/ wie viel unwissende leute heutiges auch thun/ gemeinet/ es begehre kein Poete durch unterrichtung/ sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen/ spricht er Strabo im ersten Buche/ haben die alten gesagt/ die Poeterey sey die erste Philosophie/ eine erzieherinn des lebens von jugend auff/ welche die art der sitten/ der bewegungen des gemütes und alles thuns und lassens lehre. Ja die unsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten/ das ein weiser alleine ein Poete sey. Und dieser ursachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie unterwiesen: nicht nur umb der blossen erlüstigung willen/ sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichen stimmet auch Strabo mit dem Lactantius und andern in diesem ein/ es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen/ und für weise leute gehalten worden/ ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: unnd hetten nachmals Cadmus/ Phevecydes/ und Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten/ aber die abmessung der wörter und [S] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach und nach etwas darvon enzogen/ und die rednerische weise/ gleichsam als von einem hohen Stande/ in die gemeine art und forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen/ das je älter ein Scribent ist/ je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget/ das so offte er des Herodotus seine Historien lese/ es jhn bedüncke/ als wehre es Homerus selber.
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