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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Zu einer Poetologie der Liebe in Textbüchern der Hamburger Oper (1678–1738). Eine Fallstudie zu Heinrich Elmenhorst, Christian Friedrich Hunold und Barthold Feind. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Menantes. Ein Dichterleben zwischen Barock und Aufklärung. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Neumeister, Erdmann (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Hunold, Christian Friedrich (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Erdmann Neumeister (1671–1756). Wegbereiter der evangelischen Kirchenkantate. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Erdmann Neumeister 1671–1756. Biografisches Mosaik. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Conduite und Text. Paradigmen eines galanten Literaturmodells im Werk von Christian Friedrich Hunold (Menantes). / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Galanterie. Die Fabrikation einer natürlichen Ethik der höfischen Gesellschaft (1650–1710). / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Die Poetik Erdmann Neumeisters und ihre Beziehung zur barocken und galanten Dichtungslehre. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Christian Friedrich Hunold (Menantes). Sein Leben und seine Werke. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vorrede / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vorrede / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [11-84]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: I. N. G. Vorbereitung. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: I. N. G. Vorbereitung. / Fundstelle
Seite: (1-10) [87-96]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der Erste Theil Das Erste Capitul/ Von den Sylben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der Erste Theil Das Erste Capitul/ Von den Sylben. / Fundstelle
Seite: (11-22) [97-108]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das andere Capitul. Von denen [aq]Pedibus[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das andere Capitul. Von denen [aq]Pedibus[/aq]. / Fundstelle
Seite: (22-24) [108-110]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das dritte Cap. Von den Reimen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das dritte Cap. Von den Reimen. / Fundstelle
Seite: (24-41) [110-127]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das vierdte Cap. Von der [aq]Scansion[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das vierdte Cap. Von der [aq]Scansion[/aq]. / Fundstelle
Seite: (41-45) [127-131]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das fünffte Cap. Von der [aq]Construction[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das fünffte Cap. Von der [aq]Construction[/aq]. / Fundstelle
Seite: (45-54) [131-140]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das sechste Cap. Von den Versen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das sechste Cap. Von den Versen. / Fundstelle
Seite: (54-72) [140-158]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das siebende Cap. Vom [aq]Stylo Recitativo[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das siebende Cap. Vom [aq]Stylo Recitativo[/aq]. / Fundstelle
Seite: (72-75) [158-161]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das achte Cap. Von [aq]Generibus Carminum[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das achte Cap. Von [aq]Generibus Carminum[/aq]. / Fundstelle
Seite: (75-466) [161-552]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IX[/aq]. Cap. Vom [aq]Stylo[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IX[/aq]. Cap. Vom [aq]Stylo[/aq]. / Fundstelle
Seite: (467-507) [553-593]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das zehendte Cap. Von der [aq]Licentia Poetica[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das zehendte Cap. Von der [aq]Licentia Poetica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (507-510) [593-596]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der andere Theil. Vorerinnerung. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der andere Theil. Vorerinnerung. / Fundstelle
Seite: (511-512) [597-598]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das Erste Cap. Vom [aq]Periodo Poetica[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das Erste Cap. Vom [aq]Periodo Poetica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (512-525) [598-611]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Cap. Von der [aq]Chria Poetica[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Cap. Von der [aq]Chria Poetica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (525-536) [611-622]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Cap. Von der [aq]Oratione Poetica[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Cap. Von der [aq]Oratione Poetica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (536-540) [622-626]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Cap. Von der [aq]Invention[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Cap. Von der [aq]Invention[/aq]. / Fundstelle
Seite: (540-558) [626-644]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Cap. Von der [aq]Disposition[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Cap. Von der [aq]Disposition[/aq]. / Fundstelle
Seite: (558-600) [644-686]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Cap. Von der [aq]Elaboration[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Cap. Von der [aq]Elaboration[/aq]. / Fundstelle
Seite: (600-602) [686-688]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vollständiges Register [...] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vollständiges Register [...] / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [689-703]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Druck-Fehler. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Druck-Fehler. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [703-704]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Ob nun gleich die Poesie eine der edelsten Wissenschafften/ und man sie wegen der angebohrnen Hoheit und Vortreflichkeit des Geistes/ so sie durch denjenigen strahlen läst/ in dem sie rechtschaffen wohnet/ eine Göttliche Kunst nennet/ so wird sie dennoch von unwissenden Verächtern vor närrisch ausgescholten / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Ob nun gleich die Poesie eine der edelsten Wissenschafften/ und man sie wegen der angebohrnen Hoheit und Vortreflichkeit des Geistes/ so sie durch denjenigen strahlen läst/ in dem sie rechtschaffen wohnet/ eine Göttliche Kunst nennet/ so wird sie dennoch von unwissenden Verächtern vor närrisch ausgescholten / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wenn sie an sich ein Licht eines vortrefflichen Verstandes/ so kan man es zum Ruhm des Höchsten/ zu einer Zufriedenheit des Gemühts/ zur Erbauung des Nächsten und dergleichen/ so wol in einem duncklen Wald/ in einer einsamen Wiesen/ unter schattigten Bäumen auf dem Lande/ als in grossen Pallästen anzünden; Und wenn mir ein übel [aq]moralisir[/aq]ter und nicht Christlich-kluger Fürst/ nebst einem an Wissenschafft reichen/ an Glücks-Gütern aber Bettel-armen Poeten zu freyer Beurtheilung vorgestellet würde/ so könte die Billigkeit selber nichts anders sagen: Als daß jener an menschlicher/ dieser aber an Göttlicher Würde den Vorzug behalte. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wenn sie an sich ein Licht eines vortrefflichen Verstandes/ so kan man es zum Ruhm des Höchsten/ zu einer Zufriedenheit des Gemühts/ zur Erbauung des Nächsten und dergleichen/ so wol in einem duncklen Wald/ in einer einsamen Wiesen/ unter schattigten Bäumen auf dem Lande/ als in grossen Pallästen anzünden; Und wenn mir ein übel [aq]moralisir[/aq]ter und nicht Christlich-kluger Fürst/ nebst einem an Wissenschafft reichen/ an Glücks-Gütern aber Bettel-armen Poeten zu freyer Beurtheilung vorgestellet würde/ so könte die Billigkeit selber nichts anders sagen: Als daß jener an menschlicher/ dieser aber an Göttlicher Würde den Vorzug behalte. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [16]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Allein welchen vernünfftig Gelehrten ist unbekandt/ was der Herr von Lohenstein in seinen Trauer-Spielen/ noch mehr aber in seinen beyden Theilen des [aq]Arminius[/aq] erwiesen? Wir haben kein schöner Muster zur Nachfolge in der [aq]Poesie[/aq] als dieses Buch; und da es das beste/ so will es uns zur Ausübung dieser edlen Wissenschafft mit einer solchen Erinnerung aufmuntern/ daß nichts schwerer/ als ein Poet zu seyn. [aq]Theologi[/aq], grosse Sitten-Lehrer/ Natur-Kündiger und Staats Leute werden über diesen Vorzug desto weniger eyfersüchtig seyn/ weil sie insgesammt ihre [aq]Portraite[/aq] und alles dasjenige darinnen beysammen finden/ womit sich ein jeder besonders bey der Nachwelt Preiß-würdig erweisen kan. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Allein welchen vernünfftig Gelehrten ist unbekandt/ was der Herr von Lohenstein in seinen Trauer-Spielen/ noch mehr aber in seinen beyden Theilen des [aq]Arminius[/aq] erwiesen? Wir haben kein schöner Muster zur Nachfolge in der [aq]Poesie[/aq] als dieses Buch; und da es das beste/ so will es uns zur Ausübung dieser edlen Wissenschafft mit einer solchen Erinnerung aufmuntern/ daß nichts schwerer/ als ein Poet zu seyn. [aq]Theologi[/aq], grosse Sitten-Lehrer/ Natur-Kündiger und Staats Leute werden über diesen Vorzug desto weniger eyfersüchtig seyn/ weil sie insgesammt ihre [aq]Portraite[/aq] und alles dasjenige darinnen beysammen finden/ womit sich ein jeder besonders bey der Nachwelt Preiß-würdig erweisen kan. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [20]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]II[/aq]. Das wird mir niemand läugnen können/ daß die Poesie etwas Göttliches in sich begreiffe/ und hierinnen den Rang vor allen andern [aq]Disciplinen[/aq] habe. Ja/ wenn ich so reden darff/ so [aq]concentri[/aq]ret sich die verborgene Krafft und [aq]Quintessenz[/aq] einer Sprache in einem Verse oder [aq]Carmine[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]II[/aq]. Das wird mir niemand läugnen können/ daß die Poesie etwas Göttliches in sich begreiffe/ und hierinnen den Rang vor allen andern [aq]Disciplinen[/aq] habe. Ja/ wenn ich so reden darff/ so [aq]concentri[/aq]ret sich die verborgene Krafft und [aq]Quintessenz[/aq] einer Sprache in einem Verse oder [aq]Carmine[/aq]. / Fundstelle
Seite: (1) [87]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden.
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [27-29]
 
Eigenschaft / Inspiration
Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden.
 
Eigenschaft / Inspiration: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [27-29]
 
Eigenschaft / Inspiration
Wollen sie einwenden/ sie verlangen den Ruhm der Poeten nicht/ und wenn sie auch keine grosse/ würden dennoch ihre Regeln mittelmäßige Poeten gemacht haben/ die einen reinen Vers und dergleichen scheiben könten. So dienet ihnen zur Antwort: ¶ [aq]Mediocritus esse poetis[/aq], ¶ [aq]Non homines, non Di, non concessere columnae[/aq]. [S] ¶ Das ist: Wer auf die Höhe des Parnasses steigen will/ und von dem Himmel kaum halbe Kräffte darzu bekommen/ dem kan es/ [aq]sans Comparaison[/aq], nicht anders als jenem guten Bereiter gehen/ der auf den bekanten hohen Blockels- oder Hexen-Berg bey Wolfenbüttel wolte/ und deswegen einen Esel mitnahm/ um wo er nicht weiter gehen könte/ zu reiten. [...] ¶ Mittelmäßige Poeten lieben also weder der Himmel noch die Menschen/ und man muß/ es sey welche Art zu schreiben man sich erwählet/ einen hohen Geist sehen lassen.
 
Eigenschaft / Inspiration: Wollen sie einwenden/ sie verlangen den Ruhm der Poeten nicht/ und wenn sie auch keine grosse/ würden dennoch ihre Regeln mittelmäßige Poeten gemacht haben/ die einen reinen Vers und dergleichen scheiben könten. So dienet ihnen zur Antwort: ¶ [aq]Mediocritus esse poetis[/aq], ¶ [aq]Non homines, non Di, non concessere columnae[/aq]. [S] ¶ Das ist: Wer auf die Höhe des Parnasses steigen will/ und von dem Himmel kaum halbe Kräffte darzu bekommen/ dem kan es/ [aq]sans Comparaison[/aq], nicht anders als jenem guten Bereiter gehen/ der auf den bekanten hohen Blockels- oder Hexen-Berg bey Wolfenbüttel wolte/ und deswegen einen Esel mitnahm/ um wo er nicht weiter gehen könte/ zu reiten. [...] ¶ Mittelmäßige Poeten lieben also weder der Himmel noch die Menschen/ und man muß/ es sey welche Art zu schreiben man sich erwählet/ einen hohen Geist sehen lassen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Wollen sie einwenden/ sie verlangen den Ruhm der Poeten nicht/ und wenn sie auch keine grosse/ würden dennoch ihre Regeln mittelmäßige Poeten gemacht haben/ die einen reinen Vers und dergleichen scheiben könten. So dienet ihnen zur Antwort: ¶ [aq]Mediocritus esse poetis[/aq], ¶ [aq]Non homines, non Di, non concessere columnae[/aq]. [S] ¶ Das ist: Wer auf die Höhe des Parnasses steigen will/ und von dem Himmel kaum halbe Kräffte darzu bekommen/ dem kan es/ [aq]sans Comparaison[/aq], nicht anders als jenem guten Bereiter gehen/ der auf den bekanten hohen Blockels- oder Hexen-Berg bey Wolfenbüttel wolte/ und deswegen einen Esel mitnahm/ um wo er nicht weiter gehen könte/ zu reiten. [...] ¶ Mittelmäßige Poeten lieben also weder der Himmel noch die Menschen/ und man muß/ es sey welche Art zu schreiben man sich erwählet/ einen hohen Geist sehen lassen. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [51-52]
 
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Und wo ein schöner Einfluß des Himmels oder der Sterne keinen Poeten macht/ die Menschen thun es wol nicht. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Und wo ein schöner Einfluß des Himmels oder der Sterne keinen Poeten macht/ die Menschen thun es wol nicht. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [55]
 
Eigenschaft / Inspiration
[aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset.
 
Eigenschaft / Inspiration: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Fundstelle
Seite: (475-476) [561-562]
 
Eigenschaft / Inspiration
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Inspiration: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Inspiration
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Inspiration: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]CCLVII[/aq]. Wie aber dieses meistentheils in Heidnischen Fabeln vorzukommen pfleget; so haben im Gegentheil andere einen Eckel daran/ und delectiren sich lieber an einer Christlichen oder Politischen Hi-[S]storie/ worinnen aber wenig oder gar nicht von solchen [aq]Machinis coelo delapsis[/aq] zu sehen ist. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]CCLVII[/aq]. Wie aber dieses meistentheils in Heidnischen Fabeln vorzukommen pfleget; so haben im Gegentheil andere einen Eckel daran/ und delectiren sich lieber an einer Christlichen oder Politischen Hi-[S]storie/ worinnen aber wenig oder gar nicht von solchen [aq]Machinis coelo delapsis[/aq] zu sehen ist. / Fundstelle
Seite: (395-396) [481-482]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
[aq]LXXX[/aq]. Sließlich soll ich diesem Capitul noch ein Paar nohtwendige [aq]Remarquen[/aq] beyfügen. Es fraget sich nehmlich: Ob man auch die Nahmen der Heydnischen Götter brauchen? ob man auch seinen Versen einen [aq]Commentarium[/aq] oder [aq]Notas[/aq] hinzusetzen darff? und wie man sich bey der Ubersetzung aus fremden Sprachen verhalten soll? ¶ [aq]LXXXI[/aq]. Es ist mehr als zu sehr zu beklagen/ daß sich manche nicht scheuen/ solche Dinge den Heydnischen Götzen anzudichten/ welche unmittelbahr von der Allmacht des wahren GOttes [aq]dependi[/aq]ren. Ja ich habe wohl eher Weynacht- und Oster-[aq]Carmina[/aq] gesehen/ welche mit Heydnischen Schlamme sind besudelt gewesen. ¶ [aq]LXXXII[/aq]. Man solte nicht wähnen/ daß sich die [griech.] eines Christen nicht weiter erstreckete. Woher kömmts? die Uhrsache ist leicht zu errahten. Denn da wird einem gleich Anfangs in der Schule die Pedanterey beygebracht/ daß alle Verse nach den alten Poeten schmecken müsten; und also werden [aq]per Consequens[/aq] die [aq]Deastri[/aq] nicht ausgeschlossen. ¶ [aq]LXXXIII[/aq]. Allein/ wie wir immer das [aq]Consilium[/aq] gegeben/ alle Mythologien und Heydnischen Fabeln in unserer Christlich-Teutschen Poesie auszumunstern; Also mögen um so vielmehr die Phantastischen Götter wegbleiben. ¶ [aq]LXXXIV[/aq]. Ich weiß wohl/ daß man dieses mit einer [aq]Prosopopoeia[/aq] zu entschuldigen pfleget. Doch [S] ich dächte/ man könte auch ohne dieses Zeug eine gute [aq]Invention[/aq], und eben so wohl andere [aq]Prosopopoeias[/aq] zu Wege bringen. ¶ [aq]LXXXV[/aq]. Und gesetzt/ es liesse sich alles entschuldigen/ daß nichts wider die Christliche Pietaet gesündiget würde/ so soll man doch lieber die Obscurität vermeiden. Denn der Zehendte wird die Fabel-Possen nicht verstehen/ ob man auch gleich alle [aq]Elegantias Poeticas[/aq] darinnen zusammen gestoppelt hat. ¶ [aq]LXXXVI[/aq] Jedoch will ich gar gern [aq]condescendi[/aq]ren/ und es geschehen lassen/ daß man sich derjenigen Nahmen bisweilen bediene/ welche auch unter den Ungelehrten nicht unbekandt sind. Z. E. Cupido/ Venus/ Saturnus/ Mars/ Phöbus/ Musen etc. Nur aber alles [aq]cum grano salis[/aq] und sparsam/ und wenn man eine sonderliche und schöne [aq]Invention[/aq] dadurch gewinnen kan. ¶ [aq]LXXXVII[/aq]. Also wenn ein Pedante den Narren an dergleichen Dingen gefressen hat/ so kan man leichtlich ihm zu Gefallen/ ein [aq]Carmen[/aq] mit solchen Heydnischen Alfantzereyen [aq]meubli[/aq]ren. Und gewiß/ wenn es ein Patron ist/ der unser [aq]Interesse[/aq] befördern soll/ so lehret uns die zuläßliche [aq]Politique[/aq], daß man sich allerdings nach seinem [aq]Humeur[/aq] richten müsse.
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]LXXX[/aq]. Sließlich soll ich diesem Capitul noch ein Paar nohtwendige [aq]Remarquen[/aq] beyfügen. Es fraget sich nehmlich: Ob man auch die Nahmen der Heydnischen Götter brauchen? ob man auch seinen Versen einen [aq]Commentarium[/aq] oder [aq]Notas[/aq] hinzusetzen darff? und wie man sich bey der Ubersetzung aus fremden Sprachen verhalten soll? ¶ [aq]LXXXI[/aq]. Es ist mehr als zu sehr zu beklagen/ daß sich manche nicht scheuen/ solche Dinge den Heydnischen Götzen anzudichten/ welche unmittelbahr von der Allmacht des wahren GOttes [aq]dependi[/aq]ren. Ja ich habe wohl eher Weynacht- und Oster-[aq]Carmina[/aq] gesehen/ welche mit Heydnischen Schlamme sind besudelt gewesen. ¶ [aq]LXXXII[/aq]. Man solte nicht wähnen/ daß sich die [griech.] eines Christen nicht weiter erstreckete. Woher kömmts? die Uhrsache ist leicht zu errahten. Denn da wird einem gleich Anfangs in der Schule die Pedanterey beygebracht/ daß alle Verse nach den alten Poeten schmecken müsten; und also werden [aq]per Consequens[/aq] die [aq]Deastri[/aq] nicht ausgeschlossen. ¶ [aq]LXXXIII[/aq]. Allein/ wie wir immer das [aq]Consilium[/aq] gegeben/ alle Mythologien und Heydnischen Fabeln in unserer Christlich-Teutschen Poesie auszumunstern; Also mögen um so vielmehr die Phantastischen Götter wegbleiben. ¶ [aq]LXXXIV[/aq]. Ich weiß wohl/ daß man dieses mit einer [aq]Prosopopoeia[/aq] zu entschuldigen pfleget. Doch [S] ich dächte/ man könte auch ohne dieses Zeug eine gute [aq]Invention[/aq], und eben so wohl andere [aq]Prosopopoeias[/aq] zu Wege bringen. ¶ [aq]LXXXV[/aq]. Und gesetzt/ es liesse sich alles entschuldigen/ daß nichts wider die Christliche Pietaet gesündiget würde/ so soll man doch lieber die Obscurität vermeiden. Denn der Zehendte wird die Fabel-Possen nicht verstehen/ ob man auch gleich alle [aq]Elegantias Poeticas[/aq] darinnen zusammen gestoppelt hat. ¶ [aq]LXXXVI[/aq] Jedoch will ich gar gern [aq]condescendi[/aq]ren/ und es geschehen lassen/ daß man sich derjenigen Nahmen bisweilen bediene/ welche auch unter den Ungelehrten nicht unbekandt sind. Z. E. Cupido/ Venus/ Saturnus/ Mars/ Phöbus/ Musen etc. Nur aber alles [aq]cum grano salis[/aq] und sparsam/ und wenn man eine sonderliche und schöne [aq]Invention[/aq] dadurch gewinnen kan. ¶ [aq]LXXXVII[/aq]. Also wenn ein Pedante den Narren an dergleichen Dingen gefressen hat/ so kan man leichtlich ihm zu Gefallen/ ein [aq]Carmen[/aq] mit solchen Heydnischen Alfantzereyen [aq]meubli[/aq]ren. Und gewiß/ wenn es ein Patron ist/ der unser [aq]Interesse[/aq] befördern soll/ so lehret uns die zuläßliche [aq]Politique[/aq], daß man sich allerdings nach seinem [aq]Humeur[/aq] richten müsse. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]LXXX[/aq]. Sließlich soll ich diesem Capitul noch ein Paar nohtwendige [aq]Remarquen[/aq] beyfügen. Es fraget sich nehmlich: Ob man auch die Nahmen der Heydnischen Götter brauchen? ob man auch seinen Versen einen [aq]Commentarium[/aq] oder [aq]Notas[/aq] hinzusetzen darff? und wie man sich bey der Ubersetzung aus fremden Sprachen verhalten soll? ¶ [aq]LXXXI[/aq]. Es ist mehr als zu sehr zu beklagen/ daß sich manche nicht scheuen/ solche Dinge den Heydnischen Götzen anzudichten/ welche unmittelbahr von der Allmacht des wahren GOttes [aq]dependi[/aq]ren. Ja ich habe wohl eher Weynacht- und Oster-[aq]Carmina[/aq] gesehen/ welche mit Heydnischen Schlamme sind besudelt gewesen. ¶ [aq]LXXXII[/aq]. Man solte nicht wähnen/ daß sich die [griech.] eines Christen nicht weiter erstreckete. Woher kömmts? die Uhrsache ist leicht zu errahten. Denn da wird einem gleich Anfangs in der Schule die Pedanterey beygebracht/ daß alle Verse nach den alten Poeten schmecken müsten; und also werden [aq]per Consequens[/aq] die [aq]Deastri[/aq] nicht ausgeschlossen. ¶ [aq]LXXXIII[/aq]. Allein/ wie wir immer das [aq]Consilium[/aq] gegeben/ alle Mythologien und Heydnischen Fabeln in unserer Christlich-Teutschen Poesie auszumunstern; Also mögen um so vielmehr die Phantastischen Götter wegbleiben. ¶ [aq]LXXXIV[/aq]. Ich weiß wohl/ daß man dieses mit einer [aq]Prosopopoeia[/aq] zu entschuldigen pfleget. Doch [S] ich dächte/ man könte auch ohne dieses Zeug eine gute [aq]Invention[/aq], und eben so wohl andere [aq]Prosopopoeias[/aq] zu Wege bringen. ¶ [aq]LXXXV[/aq]. Und gesetzt/ es liesse sich alles entschuldigen/ daß nichts wider die Christliche Pietaet gesündiget würde/ so soll man doch lieber die Obscurität vermeiden. Denn der Zehendte wird die Fabel-Possen nicht verstehen/ ob man auch gleich alle [aq]Elegantias Poeticas[/aq] darinnen zusammen gestoppelt hat. ¶ [aq]LXXXVI[/aq] Jedoch will ich gar gern [aq]condescendi[/aq]ren/ und es geschehen lassen/ daß man sich derjenigen Nahmen bisweilen bediene/ welche auch unter den Ungelehrten nicht unbekandt sind. Z. E. Cupido/ Venus/ Saturnus/ Mars/ Phöbus/ Musen etc. Nur aber alles [aq]cum grano salis[/aq] und sparsam/ und wenn man eine sonderliche und schöne [aq]Invention[/aq] dadurch gewinnen kan. ¶ [aq]LXXXVII[/aq]. Also wenn ein Pedante den Narren an dergleichen Dingen gefressen hat/ so kan man leichtlich ihm zu Gefallen/ ein [aq]Carmen[/aq] mit solchen Heydnischen Alfantzereyen [aq]meubli[/aq]ren. Und gewiß/ wenn es ein Patron ist/ der unser [aq]Interesse[/aq] befördern soll/ so lehret uns die zuläßliche [aq]Politique[/aq], daß man sich allerdings nach seinem [aq]Humeur[/aq] richten müsse. / Fundstelle
Seite: (502-503) [588-589)
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieser oder jener Land-Juncker/ anstatt sich auf die [aq]Physic[/aq], oder die Betrachtung der wunderbaren Arbeit GOttes an Wäldern/ Wiesen/ Teichen und Gärten zu legen/ legt sich auf die Mägde/ (mit Erlaubniß zu reden) und auf andere/ die er deswegen zu sich bittet/ und glaubt/ daß es besser sey/ in der Abwecheselung huren und Ehe-Brechen/ als heyrahten; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieser oder jener Land-Juncker/ anstatt sich auf die [aq]Physic[/aq], oder die Betrachtung der wunderbaren Arbeit GOttes an Wäldern/ Wiesen/ Teichen und Gärten zu legen/ legt sich auf die Mägde/ (mit Erlaubniß zu reden) und auf andere/ die er deswegen zu sich bittet/ und glaubt/ daß es besser sey/ in der Abwecheselung huren und Ehe-Brechen/ als heyrahten; / Fundstelle
Seite: (unpag.) [14]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [29-31]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn man denn/ welches sonder Zweifel/ vernehmen dürffte/ daß wenige solcher Ehre würdig: so kan sich ein Vernünfftiger selber zu Gemühte führen: wie man auch die Asche vortrefflicher Männer heilig halten müsse/ und der Ehre Ruhm-würdig Verstorbener was zum Nachtheil zu thun/ eben so wohl der Tugend zuwider lauffe/ als solche im Leben zu beschimpffen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn man denn/ welches sonder Zweifel/ vernehmen dürffte/ daß wenige solcher Ehre würdig: so kan sich ein Vernünfftiger selber zu Gemühte führen: wie man auch die Asche vortrefflicher Männer heilig halten müsse/ und der Ehre Ruhm-würdig Verstorbener was zum Nachtheil zu thun/ eben so wohl der Tugend zuwider lauffe/ als solche im Leben zu beschimpffen. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [36]
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: So wir noch ein Mittel haben/ uns einigermassen Gott gleich zu machen/ so muß es seyn/ sagt ein Weiser: Wohlthun/ und die Warheit sagen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: So wir noch ein Mittel haben/ uns einigermassen Gott gleich zu machen/ so muß es seyn/ sagt ein Weiser: Wohlthun/ und die Warheit sagen. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [44]
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichwol muß man solche Leute lieben: Es ist zwar nicht Christlich/ aber allzu menschlich/ von Leuten nicht gut zu reden/ denen wir von Natur wegen widriger Neigung des Hertzens nicht gewogen/ und die noch darzu unserm Ehrgeitz scheinen Abbruch zu thun. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichwol muß man solche Leute lieben: Es ist zwar nicht Christlich/ aber allzu menschlich/ von Leuten nicht gut zu reden/ denen wir von Natur wegen widriger Neigung des Hertzens nicht gewogen/ und die noch darzu unserm Ehrgeitz scheinen Abbruch zu thun. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [45]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: An den schönen Helden/ Liebes- und Freundschaffts-Briefen/ an den [aq]galant[/aq]en/ verliebten/ lustigen/ [aq]morali[/aq]schen und zur Zufriedenheit des Gemühts dienenden [aq]Arien[/aq] [S] und an den herrlichen [aq]Cantaten[/aq], geistlichen und andern Gedichten wird man alles mit besserer Anmuht lesen/ was zu ihrem Ruhm kan gesaget werden. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: An den schönen Helden/ Liebes- und Freundschaffts-Briefen/ an den [aq]galant[/aq]en/ verliebten/ lustigen/ [aq]morali[/aq]schen und zur Zufriedenheit des Gemühts dienenden [aq]Arien[/aq] [S] und an den herrlichen [aq]Cantaten[/aq], geistlichen und andern Gedichten wird man alles mit besserer Anmuht lesen/ was zu ihrem Ruhm kan gesaget werden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [69-70]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Allein einer ansehnlichen Menge durch allzu lustige/ natürliche/ und verblümte unreindliche Sachen gefallen wollen/ darüber ein Weiser nicht lange Raht hält/ ob es wenig Christlich/ ist das nicht tadelhafft zu nennen? Ich getraue mir zu behaupten/ daß wo nicht in allen/ doch in den allermeisten [aq]Opern[/aq] in Hamburg/ was wider den Wohlstand/ Ehrbarkeit/ und Christliche Sitten-Lehre mit untergeschlichen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Allein einer ansehnlichen Menge durch allzu lustige/ natürliche/ und verblümte unreindliche Sachen gefallen wollen/ darüber ein Weiser nicht lange Raht hält/ ob es wenig Christlich/ ist das nicht tadelhafft zu nennen? Ich getraue mir zu behaupten/ daß wo nicht in allen/ doch in den allermeisten [aq]Opern[/aq] in Hamburg/ was wider den Wohlstand/ Ehrbarkeit/ und Christliche Sitten-Lehre mit untergeschlichen. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [71]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn manche Priester Romanen nicht gar zu wohl wollen passiren lassen/ weil sie von der Liebe handeln/ was können sie nicht bey den [aq]Opern[/aq] sagen/ da die Liebe von lebendigen Personen/ oder durch verliebte und geschminckte [aq]Opern[/aq]-Printzessinnen/ so lebendig in die Augen fällt/ so lieblich in den Ohren klingt/ und so lebhafft in das Hertz geprägt wird? Ja/ da die Music/ die zu nichts anders als zur Wollust des Hertzens dienet/ darzu kömmt? / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn manche Priester Romanen nicht gar zu wohl wollen passiren lassen/ weil sie von der Liebe handeln/ was können sie nicht bey den [aq]Opern[/aq] sagen/ da die Liebe von lebendigen Personen/ oder durch verliebte und geschminckte [aq]Opern[/aq]-Printzessinnen/ so lebendig in die Augen fällt/ so lieblich in den Ohren klingt/ und so lebhafft in das Hertz geprägt wird? Ja/ da die Music/ die zu nichts anders als zur Wollust des Hertzens dienet/ darzu kömmt? / Fundstelle
Seite: (unpag.) [73]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [76-78]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich?
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich? / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich? / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [79-80]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Leute von [aq]Meriten[/aq] bleiben in ihrem Falle groß/ bey fremder unrechtmäßiger Beschimpffung [aq]honnet[/aq], und werden auch im Staube nicht weniger hoch geschätzt/ als [aq]ruinir[/aq]te Tempel/ vor die [aq]religieuse[/aq] Personen eben die [aq]Veneration[/aq] haben/ als ob sie noch aufgerichtet stünden. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Leute von [aq]Meriten[/aq] bleiben in ihrem Falle groß/ bey fremder unrechtmäßiger Beschimpffung [aq]honnet[/aq], und werden auch im Staube nicht weniger hoch geschätzt/ als [aq]ruinir[/aq]te Tempel/ vor die [aq]religieuse[/aq] Personen eben die [aq]Veneration[/aq] haben/ als ob sie noch aufgerichtet stünden. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [83]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XXIV[/aq]. Zur Zeit der [aq]Reformation[/aq], wie alle Künste/ so wurde auch die [aq]Poesie reformi[/aq]ret. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XXIV[/aq]. Zur Zeit der [aq]Reformation[/aq], wie alle Künste/ so wurde auch die [aq]Poesie reformi[/aq]ret. / Fundstelle
Seite: (6) [92]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und wer weiß/ ob mancher Catholischer [aq]Pater[/aq] bey der Ohren-Beichte so viel Geheimnisse erfähret/ als der/ der einen Verliebten mit Verse trösten muß. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und wer weiß/ ob mancher Catholischer [aq]Pater[/aq] bey der Ohren-Beichte so viel Geheimnisse erfähret/ als der/ der einen Verliebten mit Verse trösten muß. / Fundstelle
Seite: (9) [95]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]X[/aq]. Allein wenn wir diese Leute genauer ansehen/ so sinds entweder [aq]Pedant[/aq]en oder faule [aq]Patres[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]X[/aq]. Allein wenn wir diese Leute genauer ansehen/ so sinds entweder [aq]Pedant[/aq]en oder faule [aq]Patres[/aq]. / Fundstelle
Seite: (46) [132]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XX[/aq]. In der andern Classe waren faule [aq]Patres[/aq], solche Würmer/ welche der Eigenschaft unserer Sprache nicht nachgedacht/ spndern immer bey der alten Leyer blieben sind/ und haben die wahre Losung behalten: Narr[aq]avere Patres, & nos Narravimus omnes[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XX[/aq]. In der andern Classe waren faule [aq]Patres[/aq], solche Würmer/ welche der Eigenschaft unserer Sprache nicht nachgedacht/ spndern immer bey der alten Leyer blieben sind/ und haben die wahre Losung behalten: Narr[aq]avere Patres, & nos Narravimus omnes[/aq]. / Fundstelle
Seite: (50) [136]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich erachte/ es soll uns auch an unserer Seeligkeit nichts schaden/ ob wirs wissen oder nicht. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich erachte/ es soll uns auch an unserer Seeligkeit nichts schaden/ ob wirs wissen oder nicht. / Fundstelle
Seite: (59) [145]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Aber eine [aq]Satyra[/aq], welche die Feindschafft der Laster/ die Liebe zur Tugend/ die Verachtung der Eitelkeit zum Zwecke hat/ kan ich nicht anders/ als gut preisen. Zumahl sie nichts anders thun/ als was die Priester auf der Cantzel an den verderbten Zeiten gegenwärtiger Welt straffen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Aber eine [aq]Satyra[/aq], welche die Feindschafft der Laster/ die Liebe zur Tugend/ die Verachtung der Eitelkeit zum Zwecke hat/ kan ich nicht anders/ als gut preisen. Zumahl sie nichts anders thun/ als was die Priester auf der Cantzel an den verderbten Zeiten gegenwärtiger Welt straffen. / Fundstelle
Seite: (256) [342]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XVI[/aq]. ¶ Von [aq]Oratorien[/aq]. ¶ [aq]CCXI[/aq]. ¶ Eine [aq]Oratoria[/aq] ist eine vortrefflich schöne Art/ und vornehmlich wird sie uns in geistlichen Sachen und Kirchen-Stücken [aq]contenti[/aq]ren. ¶ [aq]CCXII[/aq]. Sie ist aber kürtzlich also beschaffen/ daß ein Biblischer Text und [aq]Arien[/aq] unter einander gewechselt werden. Bisweilen thut man auch ein oder ein Paar Gesetze aus einem [aq]Choral[/aq]-Gesang darzu. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XVI[/aq]. ¶ Von [aq]Oratorien[/aq]. ¶ [aq]CCXI[/aq]. ¶ Eine [aq]Oratoria[/aq] ist eine vortrefflich schöne Art/ und vornehmlich wird sie uns in geistlichen Sachen und Kirchen-Stücken [aq]contenti[/aq]ren. ¶ [aq]CCXII[/aq]. Sie ist aber kürtzlich also beschaffen/ daß ein Biblischer Text und [aq]Arien[/aq] unter einander gewechselt werden. Bisweilen thut man auch ein oder ein Paar Gesetze aus einem [aq]Choral[/aq]-Gesang darzu. / Fundstelle
Seite: (275) [361]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCLII[/aq]. Und wer wolte wegen der Göttlichen Music/ die in der [aq]Opera[/aq] ihre Vortrefflichkeit am besten sehen läst/ nicht etwas Menschliches begehen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCLII[/aq]. Und wer wolte wegen der Göttlichen Music/ die in der [aq]Opera[/aq] ihre Vortrefflichkeit am besten sehen läst/ nicht etwas Menschliches begehen. / Fundstelle
Seite: (394) [480]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
[aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas. / Fundstelle
Seite: (396-397) [482-483]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCCI[/aq]. Denn das läst sehr läppisch/ wenn eine Person auftritt/ und behtet/ so zu sagen/ ihr Gebethgen her/ gehet so dann wieder ab: eine andere machts wieder so und fort/ bis ihrer endlich ein Paar zusammen kommen. Das machet die [aq]Spectatores[/aq] schrecklich verdrießlich. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]CCCI[/aq]. Denn das läst sehr läppisch/ wenn eine Person auftritt/ und behtet/ so zu sagen/ ihr Gebethgen her/ gehet so dann wieder ab: eine andere machts wieder so und fort/ bis ihrer endlich ein Paar zusammen kommen. Das machet die [aq]Spectatores[/aq] schrecklich verdrießlich. / Fundstelle
Seite: (404) [490]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XXXV[/aq]. Er wurde oben [aq]Stylus curiae[/aq] genennet/ doch andere wollen den [aq]Stylum curiae[/aq] lieber zu einer [aq]Specie[/aq] des Politischen [aq]Styli[/aq] machen. Jeder hat es nach seinem Gutdüncken. Inzwischen werden wir doch keine Todt-Sünde begangen haben/ daß wir ihn [aq]Synonymice tracti[/aq]ret. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XXXV[/aq]. Er wurde oben [aq]Stylus curiae[/aq] genennet/ doch andere wollen den [aq]Stylum curiae[/aq] lieber zu einer [aq]Specie[/aq] des Politischen [aq]Styli[/aq] machen. Jeder hat es nach seinem Gutdüncken. Inzwischen werden wir doch keine Todt-Sünde begangen haben/ daß wir ihn [aq]Synonymice tracti[/aq]ret. / Fundstelle
Seite: (473) [559]
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XL[/aq]. Sind es aber Göttliche Sachen/ so behält man lieber nach beständiger Gewohnheit das [aq]Pronomen[/aq] Du. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XL[/aq]. Sind es aber Göttliche Sachen/ so behält man lieber nach beständiger Gewohnheit das [aq]Pronomen[/aq] Du. / Fundstelle
Seite: (474) [560]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
[aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Fundstelle
Seite: (475-476) [561-562]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]LIII[/aq]. Die Warheit zu bekennen/ setze ich die Feder lieber in einer Geistlichen/ als andern Materie/ an/ und wenn ich meine geistlichen Oden gegen die Politischen zusammen rechnen wolte/ würden jener eine grössere Anzahl/ als dieser seyn. ¶ [aq]LV[/aq] Doch wer kan sich allemahl dem Triebe der freymüthigen Jugend entbrechen? Gnung hiervon/ daß man uns nicht vor Heuchler schelte! / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]LIII[/aq]. Die Warheit zu bekennen/ setze ich die Feder lieber in einer Geistlichen/ als andern Materie/ an/ und wenn ich meine geistlichen Oden gegen die Politischen zusammen rechnen wolte/ würden jener eine grössere Anzahl/ als dieser seyn. ¶ [aq]LV[/aq] Doch wer kan sich allemahl dem Triebe der freymüthigen Jugend entbrechen? Gnung hiervon/ daß man uns nicht vor Heuchler schelte! / Fundstelle
Seite: (496) [582]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XI[/aq]. Uber dis aber wird zu dem [aq]Anagrammate[/aq] das [aq]Artificium cabbalae[/aq] gezogen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XI[/aq]. Uber dis aber wird zu dem [aq]Anagrammate[/aq] das [aq]Artificium cabbalae[/aq] gezogen. / Fundstelle
Seite: (543) [629]
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabetum juxta ordinem literatum[/aq]. ¶ Oder [aq]Cabbala naturalissima[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabetum juxta ordinem literatum[/aq]. ¶ Oder [aq]Cabbala naturalissima[/aq]. / Fundstelle
Seite: (544) [630]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieses heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum naturale[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dieses heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum naturale[/aq]. / Fundstelle
Seite: (544) [630]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum vulgare[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum vulgare[/aq]. / Fundstelle
Seite: (544) [630]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum Trigonale[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum Trigonale[/aq]. / Fundstelle
Seite: (544) [630]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dis heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum Quadrangulare[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dis heisset [aq]Alphabethum Cabbalisticum Quadrangulare[/aq]. / Fundstelle
Seite: (545) [631]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (554) [640]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die dritte Sorte/ die von ein und andern Exempel sich verleiten lassen/ die Wissenschafft zu verachten/ erfüllet/ so zu sagen/ die gantze Welt. Ich allein/ der die Welt nur ein wenig gesehen/ habe über tausend wegen der schlimmen Lebens-Art einiger Priester/ von allen insgesammt/ von ihrem Amte/ von Anhörung Göttlichen Worts und denn so weiter von der Heil. Schrifft selber lästerlich reden hören/ daß bey ihren [aq]Atheisti[/aq]-[S]schen Urtheilen in eine betrübte Betrachtung gerahten; Wie leichte Gründe der bösen Menschlichen Natur dienen/ ihre verfluchte Würckung in einem unordentlichen Leben zu beschönen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die dritte Sorte/ die von ein und andern Exempel sich verleiten lassen/ die Wissenschafft zu verachten/ erfüllet/ so zu sagen/ die gantze Welt. Ich allein/ der die Welt nur ein wenig gesehen/ habe über tausend wegen der schlimmen Lebens-Art einiger Priester/ von allen insgesammt/ von ihrem Amte/ von Anhörung Göttlichen Worts und denn so weiter von der Heil. Schrifft selber lästerlich reden hören/ daß bey ihren [aq]Atheisti[/aq]-[S]schen Urtheilen in eine betrübte Betrachtung gerahten; Wie leichte Gründe der bösen Menschlichen Natur dienen/ ihre verfluchte Würckung in einem unordentlichen Leben zu beschönen. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [13-14]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn sie an sich ein Licht eines vortrefflichen Verstandes/ so kan man es zum Ruhm des Höchsten/ zu einer Zufriedenheit des Gemühts/ zur Erbauung des Nächsten und dergleichen/ so wol in einem duncklen Wald/ in einer einsamen Wiesen/ unter schattigten Bäumen auf dem Lande/ als in grossen Pallästen anzünden; Und wenn mir ein übel [aq]moralisir[/aq]ter und nicht Christlich-kluger Fürst/ nebst einem an Wissenschafft reichen/ an Glücks-Gütern aber Bettel-armen Poeten zu freyer Beurtheilung vorgestellet würde/ so könte die Billigkeit selber nichts anders sagen: Als daß jener an menschlicher/ dieser aber an Göttlicher Würde den Vorzug behalte. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wenn sie an sich ein Licht eines vortrefflichen Verstandes/ so kan man es zum Ruhm des Höchsten/ zu einer Zufriedenheit des Gemühts/ zur Erbauung des Nächsten und dergleichen/ so wol in einem duncklen Wald/ in einer einsamen Wiesen/ unter schattigten Bäumen auf dem Lande/ als in grossen Pallästen anzünden; Und wenn mir ein übel [aq]moralisir[/aq]ter und nicht Christlich-kluger Fürst/ nebst einem an Wissenschafft reichen/ an Glücks-Gütern aber Bettel-armen Poeten zu freyer Beurtheilung vorgestellet würde/ so könte die Billigkeit selber nichts anders sagen: Als daß jener an menschlicher/ dieser aber an Göttlicher Würde den Vorzug behalte. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [16]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die Keuschheit bleibt an sich eine vortreffliche Tugend/ ob sie gleich von allzuvielen Jungfern und Wittwen [aq]practice[/aq] nicht gerühmet wird; und wir sind desto weniger gesinnt/ der [aq]Poesie[/aq] einen [aq]Panegyricum[/aq] zu schreiben/ weil wir niemanden/ als ihr selber zu viel würden thun. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die Keuschheit bleibt an sich eine vortreffliche Tugend/ ob sie gleich von allzuvielen Jungfern und Wittwen [aq]practice[/aq] nicht gerühmet wird; und wir sind desto weniger gesinnt/ der [aq]Poesie[/aq] einen [aq]Panegyricum[/aq] zu schreiben/ weil wir niemanden/ als ihr selber zu viel würden thun. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [17]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [9]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [40]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Fundstelle
Seite: (50) [136]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Fundstelle
Seite: (223) [309]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Autoritäten: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [40]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ja der dem Himmel/ sein eigen/ und doch der [aq]galant[/aq]-gelehrten Welt/ wie ausser dem Hochgeschätzten Herrn E. N. dem Wunsche nach ist ¶ Dero [...] ¶ [aq]Menantes[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ja der dem Himmel/ sein eigen/ und doch der [aq]galant[/aq]-gelehrten Welt/ wie ausser dem Hochgeschätzten Herrn E. N. dem Wunsche nach ist ¶ Dero [...] ¶ [aq]Menantes[/aq]. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [84]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XXI[/aq]. Das weiß ohnedem schon ein jeder/ daß die Alten auch Teutsche Verse gemacht. Doch wer sie vor [aq]D[/aq]. Luthers Zeiten betrachtet/ derselbe mus lachen/ oder doch zum wenigsten das Maul rümpfen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XXI[/aq]. Das weiß ohnedem schon ein jeder/ daß die Alten auch Teutsche Verse gemacht. Doch wer sie vor [aq]D[/aq]. Luthers Zeiten betrachtet/ derselbe mus lachen/ oder doch zum wenigsten das Maul rümpfen. / Fundstelle
Seite: (5) [91]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Denn es will fast nicht möglich seyn/ [aq]stylum & acrimoniam Satyrarum[/aq] in gewisse Regeln und [aq]Praecepta[/aq] zu fassen. Zwar wer darinnen etwas [aq]tenti[/aq]ren will/ muß nohtwendig der Welt die verhaßte Wahrheit sagen/ und wird folglich den Teuffel/ und alle die sich getroffen finden/ auf dem Halse haben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Denn es will fast nicht möglich seyn/ [aq]stylum & acrimoniam Satyrarum[/aq] in gewisse Regeln und [aq]Praecepta[/aq] zu fassen. Zwar wer darinnen etwas [aq]tenti[/aq]ren will/ muß nohtwendig der Welt die verhaßte Wahrheit sagen/ und wird folglich den Teuffel/ und alle die sich getroffen finden/ auf dem Halse haben. / Fundstelle
Seite: (256) [342]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [27-29]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [76-78]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich?
 
Eigenschaft / Autoritäten: Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich? / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Dieses heist recht Aergerniß geben; dieses aber ein Aergerniß aus seinem bösen Hertzen nehmen/ oder Gifft aus Rosen saugen/ wenn man aus wohl anständiger Beschreibung einer keuschen Liebe böse Flammen fängt. Die ehliche Liebe ist ja eine Tugend/ [S] und eine Tugend angenehm vorzustellen/ wird ja kein Laster seyn. Der Himmel befiehlt ja/ keusch zu lieben/ also wird er nicht davon zu schreiben verbiehten. Es ist vielmehr edel/ von einer keuschen Liebe schön zu schreiben/ noch edler/ dadurch einer geliebten Person das Hertz zu rühren/ daß sie uns wieder liebt/ denn wer den Ehestand so heilig schätzt/ der wird alle Mittel/ darzu [aq]honnetement[/aq] zu gelangen/ nicht verwerfflich halten. Eine angenehme/ bewegliche und scharffsinnige [aq]Poesie[/aq] von tugendhaffter Liebe/ ist wie ein Gesicht/ das die Natur vor andern schön gebildet: wer nun aus dessen zarten Zügen und Annehmlichkeiten verbotene Glut sauget/ über wen könte dieser klagen/ über den Himmel oder über sich? / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [79-80]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ich bin nicht ein so hoffärtiger Papst/ sondern bescheide mich selber/ daß viel [aq]defecte[/aq] können gezogen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ich bin nicht ein so hoffärtiger Papst/ sondern bescheide mich selber/ daß viel [aq]defecte[/aq] können gezogen werden. / Fundstelle
Seite: (76) [162]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas.
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCLXIV[/aq]. Ehe wir aber zu den [aq]Fontibus inventionis[/aq] kommen/ wolte ich kürtzlich noch gedencken/ ob man auch Biblische Geschichte in einer [aq]Opera[/aq] vorstellen dürffte? ¶ [aq]CCLXV[/aq]. Ich weiß/ daß solches von vielen/ als etwas [aq]profanes[/aq] ausgeschrien wird; gleichwol/ wann keine Umstände darzu kommen/ welche [aq]contra ana[/aq]-[S][aq]logiam fidei, bonos mores, &, quod maximum, contra gloriam & sanctificationem Nominis divini[/aq] lauffen/ sehe ich nicht/ warum man einer [aq]impietaet[/aq] sollte beschuldiget werden/ wenn man auch eine Biblische [aq]Opera[/aq] verfertigte. ¶ [aq]CCXLVI[/aq]. Es könte hiervon weitläufftig [aq]disseri[/aq]ret werden/ so aber hat uns Herr Elmenhorst/ weyl. Prediger zu Hamburg/ der Mühe überhoben/ welcher einen gantzen [aq]Tractat[/aq], den er [aq]Dramatologiam[/aq] nennet/ hiervon geschrieben. ¶ [aq]CCLXVII[/aq]. Näher also zur Sache zu kommen/ so nehme man nun entweder eine Heydnische Fabel [aq]ex Mythologicis[/aq], oder eine wahrhafftige Historie/ sie sey geistlich oder weltlich/ oder [aq]fing[/aq]ire selber etwas. / Fundstelle
Seite: (396-397) [482-483]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset.
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Fundstelle
Seite: (475-476) [561-562]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Fundstelle
Seite: (500) [586]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (554) [640]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Fundstelle
Seite: (109) [195]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Fundstelle
Seite: (113) [199]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Fundstelle
Seite: (116) [202]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Fundstelle
Seite: (248) [334]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Fundstelle
Seite: (276) [362]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Fundstelle
Seite: (278-279) [364-365]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Fundstelle
Seite: (279) [365]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Fundstelle
Seite: (281) [367]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Fundstelle
Seite: (400) [486]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (402) [488]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Fundstelle
Seite: (533) [619]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Fundstelle
Seite: (553) [639]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Weil dieses alles nicht wahr ist/ so kennet man hieraus die falsche Hoheit der Gedancken. ¶ Wenn ich von einem gewissen Frauenzimmer/ deren Mann gestorben/ sagen kan: Diese [aq]Dame[/aq] hat eine so warhafte Sittsamkeit/ und keusche Frömmigkeit in ihrem Hertzen/ daß man solche/ so wohl als man sie aus dem Gesichte siehet/ dennoch schöner aus der Aufführung erkennet/ und meidet alle verdächtige und freye Gesellschaft so streng/ daß man [S] sie mehr durch ihr edles Leben vor eine Wittwe halten muß/ als durch den Tod ihres Mannes. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Weil dieses alles nicht wahr ist/ so kennet man hieraus die falsche Hoheit der Gedancken. ¶ Wenn ich von einem gewissen Frauenzimmer/ deren Mann gestorben/ sagen kan: Diese [aq]Dame[/aq] hat eine so warhafte Sittsamkeit/ und keusche Frömmigkeit in ihrem Hertzen/ daß man solche/ so wohl als man sie aus dem Gesichte siehet/ dennoch schöner aus der Aufführung erkennet/ und meidet alle verdächtige und freye Gesellschaft so streng/ daß man [S] sie mehr durch ihr edles Leben vor eine Wittwe halten muß/ als durch den Tod ihres Mannes. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [58-59]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Was kanst du doch darzu/ daß du so schöne bist? / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Was kanst du doch darzu/ daß du so schöne bist? / Fundstelle
Seite: (unpag.) [60]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Stets ohne GOtt vergnügt? Schlecht kan ein Hertze lachen/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Stets ohne GOtt vergnügt? Schlecht kan ein Hertze lachen/ / Fundstelle
Seite: (unpag.) [61]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So mache/ Schöne dich denn deine Schönheit wehrt; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So mache/ Schöne dich denn deine Schönheit wehrt; / Fundstelle
Seite: (unpag.) [61]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wenn ein Frauenzimmer zween Liebsten hat/ so wählet sie ohnfehlbar diesen/ von welchem sie das meiste Vergnügen hoffet: nun scheinet der Him-[S]mel/ wenn er verbotnes Küssen ausser dem Ehestand so höchst mißbilliget/ ein eyfriger Neben-Buhler bey einer Schönen zu seyn/ welchen will sie nun befriedigen? in welches Armen will sie sich am glückseeligsten schätzen? Soll ein Mensch/ der noch darzu des Himmels feind/ dem Himmel vorgezogen werden? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wenn ein Frauenzimmer zween Liebsten hat/ so wählet sie ohnfehlbar diesen/ von welchem sie das meiste Vergnügen hoffet: nun scheinet der Him-[S]mel/ wenn er verbotnes Küssen ausser dem Ehestand so höchst mißbilliget/ ein eyfriger Neben-Buhler bey einer Schönen zu seyn/ welchen will sie nun befriedigen? in welches Armen will sie sich am glückseeligsten schätzen? Soll ein Mensch/ der noch darzu des Himmels feind/ dem Himmel vorgezogen werden? / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [61-62]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich meines Orts habe ihrer [der Opern, J.T.] zwey/ als [aq]Salomon[/aq] und [aq]Nebucadnezar[/aq] verfertiget / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich meines Orts habe ihrer [der Opern, J.T.] zwey/ als [aq]Salomon[/aq] und [aq]Nebucadnezar[/aq] verfertiget / Fundstelle
Seite: (unpag.) [70]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: sich auf dem [aq]Theatro[/aq] im Nacht-[aq]Habit[/aq] herüm arbeiten zu lassen/ einen [aq]Aman[/aq]ten in die Kammer nachzuziehen/ und tausend dergleichen Sachen/ die das [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer so schön natürlich macht/ will anitzo nicht berühren/ sondern zu meiner eigenen Schande anziehen/ wie in [aq]Salomon[/aq], einer geistlichen [aq]Opera[/aq] ausgeschweiffet/ indem mich nach dem [aq]Gousto[/aq] der Leute gerichtet: [aq]Aria[/aq]. Schöner Anblick solcher Wangen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: sich auf dem [aq]Theatro[/aq] im Nacht-[aq]Habit[/aq] herüm arbeiten zu lassen/ einen [aq]Aman[/aq]ten in die Kammer nachzuziehen/ und tausend dergleichen Sachen/ die das [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer so schön natürlich macht/ will anitzo nicht berühren/ sondern zu meiner eigenen Schande anziehen/ wie in [aq]Salomon[/aq], einer geistlichen [aq]Opera[/aq] ausgeschweiffet/ indem mich nach dem [aq]Gousto[/aq] der Leute gerichtet: [aq]Aria[/aq]. Schöner Anblick solcher Wangen/ / Fundstelle
Seite: (unpag.) [72]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: und wenn der Mund dort spricht: Ach wie schön ist es/ keusch zu seyn! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: und wenn der Mund dort spricht: Ach wie schön ist es/ keusch zu seyn! / Fundstelle
Seite: (unpag.) [74]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: die liebliche Geberden und Bewegungen des Leibes: Ach wie schön ist es! und was denn? keusch zu seyn? Ach hätte ich in der [aq]Opera[/aq] nicht von der Keuschheit singen hören/ so hätte meine keusche Gemühts Ruhe behalten! so habe einmahl einen Klugen seufftzen hören. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: die liebliche Geberden und Bewegungen des Leibes: Ach wie schön ist es! und was denn? keusch zu seyn? Ach hätte ich in der [aq]Opera[/aq] nicht von der Keuschheit singen hören/ so hätte meine keusche Gemühts Ruhe behalten! so habe einmahl einen Klugen seufftzen hören. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [75]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Glückseelig ist aber eine Person/ die in keiner [aq]Profession[/aq] lebet/ die sich so schwer bey den Menschen/ geschweige bey GOtt behaupten und verantworten läßt. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Glückseelig ist aber eine Person/ die in keiner [aq]Profession[/aq] lebet/ die sich so schwer bey den Menschen/ geschweige bey GOtt behaupten und verantworten läßt. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [75]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich weiß/ ein edler Geist kan sonder Scham und Sünden / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich weiß/ ein edler Geist kan sonder Scham und Sünden / Fundstelle
Seite: (unpag.) [84]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach Eva! dieses würckt dein schnöder Apfelbiß/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach Eva! dieses würckt dein schnöder Apfelbiß/ / Fundstelle
Seite: (19) [105]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Barmhertz'ger/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Barmhertz'ger/ / Fundstelle
Seite: (20) [106]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich will zu'm (zu dem) Tempel gehn/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich will zu'm (zu dem) Tempel gehn/ / Fundstelle
Seite: (21) [107]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Heiliger/ endigen/ bändigen/ etc. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Heiliger/ endigen/ bändigen/ etc. / Fundstelle
Seite: (23) [109]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daher hustete jener [aq]Poëta Lorberandus[/aq] schrecklich auf den Schlegel/ als er in seinem [aq]Carmine inaugurali[/aq], so er vor dem [aq]Comite Palatino[/aq] herbehten muste/ unter andern saubern Gemächte auch dieses Stoß-Gebethgen in aller Andacht mit vorbrachte: [S] ¶ Mein lieber Vater hier/ der gleichfalls auch Magister/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Daher hustete jener [aq]Poëta Lorberandus[/aq] schrecklich auf den Schlegel/ als er in seinem [aq]Carmine inaugurali[/aq], so er vor dem [aq]Comite Palatino[/aq] herbehten muste/ unter andern saubern Gemächte auch dieses Stoß-Gebethgen in aller Andacht mit vorbrachte: [S] ¶ Mein lieber Vater hier/ der gleichfalls auch Magister/ / Fundstelle
Seite: (28-29) [114-115]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich rede wohl zu viel. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich rede wohl zu viel. / Fundstelle
Seite: (30) [116]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wohl dem/ der seinen Willen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wohl dem/ der seinen Willen / Fundstelle
Seite: (34) [120]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in GOtt vergnügt/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in GOtt vergnügt/ / Fundstelle
Seite: (34) [120]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Laß alle Wetter krachen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Laß alle Wetter krachen. / Fundstelle
Seite: (35) [121]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in GOtt vergnügt. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in GOtt vergnügt. / Fundstelle
Seite: (35) [121]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich habe das Lied: Wer nur den lieben GOtt läßt walten etc. auff gleiche [aq]Melodie[/aq] übersetzet: [aq]Qui spem & fortem collocabit[/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich habe das Lied: Wer nur den lieben GOtt läßt walten etc. auff gleiche [aq]Melodie[/aq] übersetzet: [aq]Qui spem & fortem collocabit[/aq] / Fundstelle
Seite: (39) [125]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]2[/aq]. ¶ [aq]Quid juvat myrias curarum[/aq]? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]2[/aq]. ¶ [aq]Quid juvat myrias curarum[/aq]? / Fundstelle
Seite: (40) [126]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LI[/aq]. Weil dis: GOtt im Schoosse sitzen/ sich mit Glücke speisen/ u. s. f. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LI[/aq]. Weil dis: GOtt im Schoosse sitzen/ sich mit Glücke speisen/ u. s. f. / Fundstelle
Seite: (41) [127]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Soll sich Trost und Vergnügen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Soll sich Trost und Vergnügen / Fundstelle
Seite: (44) [130]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wer nach der Tugend strebt/ des Ruhm wird ewig seyn. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wer nach der Tugend strebt/ des Ruhm wird ewig seyn. / Fundstelle
Seite: (55) [141]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Immer an der Erden kleben/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Immer an der Erden kleben/ / Fundstelle
Seite: (55) [141]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun weichet die nichtige Liebe der Jugend. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun weichet die nichtige Liebe der Jugend. / Fundstelle
Seite: (55) [141]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Machet die Thore weit! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Machet die Thore weit! / Fundstelle
Seite: (58) [144]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Machet die Thore weit. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Machet die Thore weit. / Fundstelle
Seite: (58) [144]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in mir vergnügt/ frey von Verdruß und Sorgen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich bin in mir vergnügt/ frey von Verdruß und Sorgen. / Fundstelle
Seite: (59) [145]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun morgen will ich predigen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nun morgen will ich predigen/ / Fundstelle
Seite: (68) [154]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXXIV[/aq]. Wiewohl in kurtzen Versen wolte ich mich wegen dieser [aq]Cautelen[/aq] eben nicht groß bekümmern/ noch eine Tod-Sünde damit begehen. Z.E. Meine schöne / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXXIV[/aq]. Wiewohl in kurtzen Versen wolte ich mich wegen dieser [aq]Cautelen[/aq] eben nicht groß bekümmern/ noch eine Tod-Sünde damit begehen. Z.E. Meine schöne / Fundstelle
Seite: (71) [157]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mein GOtt erhöre mich/ und seegne mein Studiren/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Mein GOtt erhöre mich/ und seegne mein Studiren/ / Fundstelle
Seite: (77) [163]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wo GOttes Seegen fehlt/ und wo sein Geist nicht ist/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wo GOttes Seegen fehlt/ und wo sein Geist nicht ist/ / Fundstelle
Seite: (78) [164]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Music und Poesie ergötzen unsern Muht. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Music und Poesie ergötzen unsern Muht. / Fundstelle
Seite: (79) [165]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Lisette[/aq] will durchaus ins Nonnen Closter gehn/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Lisette[/aq] will durchaus ins Nonnen Closter gehn/ / Fundstelle
Seite: (79) [165]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Schmeichler rühmt ein Weib/ sie sey ein Himmelreich. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Schmeichler rühmt ein Weib/ sie sey ein Himmelreich. / Fundstelle
Seite: (81) [167]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach ja/ Celinde setzt mich in die Zahl der Frommen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach ja/ Celinde setzt mich in die Zahl der Frommen/ / Fundstelle
Seite: (81) [167]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ihr Leute/ lasset mich doch nur in meiner Ruh. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ihr Leute/ lasset mich doch nur in meiner Ruh. / Fundstelle
Seite: (81) [167]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Schmauß in Ehrbarkeit ist eben nicht zu schelten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Schmauß in Ehrbarkeit ist eben nicht zu schelten. / Fundstelle
Seite: (82) [168]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Schinden und Wuchern ist Teuflische Kunst. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Schinden und Wuchern ist Teuflische Kunst. / Fundstelle
Seite: (85) [171]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die frohe Seele geht vom Himmel zu der Erden/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die frohe Seele geht vom Himmel zu der Erden/ / Fundstelle
Seite: (86) [172]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vom Himmel entstehen die Flammen der Liebe/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Vom Himmel entstehen die Flammen der Liebe/ / Fundstelle
Seite: (87) [173]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: HErr Bruder/ bist du denn gesund nach Dresden kommen? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: HErr Bruder/ bist du denn gesund nach Dresden kommen? / Fundstelle
Seite: (90) [176]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Nahmen einer gewissen hohen Persohn/ an eine noch Höhere. ¶ Eröffne dieses Blat/ das dir ein offnes Hertze/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Nahmen einer gewissen hohen Persohn/ an eine noch Höhere. ¶ Eröffne dieses Blat/ das dir ein offnes Hertze/ / Fundstelle
Seite: (92) [178]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Noch ein Paar dergleichen/ im Nahmen eines Frauenzimmers. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Noch ein Paar dergleichen/ im Nahmen eines Frauenzimmers. / Fundstelle
Seite: (95) [181]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: ERbrichst du diesen Brief/ so dencke/ daß mein Hertze / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: ERbrichst du diesen Brief/ so dencke/ daß mein Hertze / Fundstelle
Seite: (98) [184]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: MEin Engel! doch ich soll dir schwerlich also schreiben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: MEin Engel! doch ich soll dir schwerlich also schreiben. / Fundstelle
Seite: (101) [187]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cleander[/aq]. ¶ ERöffne hier mein Licht/ was meine Hand geschrieben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cleander[/aq]. ¶ ERöffne hier mein Licht/ was meine Hand geschrieben. / Fundstelle
Seite: (103) [189]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: MEin Engel/ bist du mir noch wie vorhin geneigt/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: MEin Engel/ bist du mir noch wie vorhin geneigt/ / Fundstelle
Seite: (107) [193]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Fundstelle
Seite: (109) [195]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Fundstelle
Seite: (113) [199]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Fundstelle
Seite: (116) [202]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sey doch vergnügt. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Sey doch vergnügt. / Fundstelle
Seite: (119) [205]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]I[/aq]. ¶ Erbarme dich/ du Schönheit dieser Welt/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]I[/aq]. ¶ Erbarme dich/ du Schönheit dieser Welt/ / Fundstelle
Seite: (119) [205]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]I[/aq]. ¶ Die falsche Chlorinde. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ O schnöder Gyps/ der an den Jungfern klebt/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]I[/aq]. ¶ Die falsche Chlorinde. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ O schnöder Gyps/ der an den Jungfern klebt/ / Fundstelle
Seite: (121) [207]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]IV[/aq]. ¶ Die falsche Welt. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Glücke steht auf schwachen Füssen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]IV[/aq]. ¶ Die falsche Welt. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Glücke steht auf schwachen Füssen. / Fundstelle
Seite: (125) [211]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: An [aq]Celien[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh sehe dich zum erstenmahle/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: An [aq]Celien[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh sehe dich zum erstenmahle/ / Fundstelle
Seite: (131) [217]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]IX[/aq]. ¶ Der Welt Uberdruß. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ [aq]ADieu[/aq], du schnöde Welt/ du Angst- und Marter-Hauß/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]IX[/aq]. ¶ Der Welt Uberdruß. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ [aq]ADieu[/aq], du schnöde Welt/ du Angst- und Marter-Hauß/ / Fundstelle
Seite: (132) [218]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XI[/aq]. ¶ Freyers Gedancken. ¶ [aq]1[/aq], ¶ WEg mit den abgeschmackten Possen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XI[/aq]. ¶ Freyers Gedancken. ¶ [aq]1[/aq], ¶ WEg mit den abgeschmackten Possen/ / Fundstelle
Seite: (133) [219]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XII[/aq]. ¶ Bey einer [aq]Magister-Promotion[/aq]. ¶ Im Thon: ¶ Ich armer Hauß-Knecht habe nun etc. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh [aq]Candidatus[/aq] habe nun / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XII[/aq]. ¶ Bey einer [aq]Magister-Promotion[/aq]. ¶ Im Thon: ¶ Ich armer Hauß-Knecht habe nun etc. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh [aq]Candidatus[/aq] habe nun / Fundstelle
Seite: (135) [221]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XIII[/aq]. ¶ [aq]Indifferent[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Ich bin so/ wie ich bin. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XIII[/aq]. ¶ [aq]Indifferent[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Ich bin so/ wie ich bin. / Fundstelle
Seite: (139) [225]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XIV[/aq]. ¶ Fast dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh will vergnügt und stille leben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XIV[/aq]. ¶ Fast dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh will vergnügt und stille leben. / Fundstelle
Seite: (140) [226]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVI[/aq]. ¶ Die Zufriedenheit. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Hertz/ weßwegen kränckst du dich/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVI[/aq]. ¶ Die Zufriedenheit. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Hertz/ weßwegen kränckst du dich/ / Fundstelle
Seite: (143) [229]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVII[/aq]. ¶ Trost-Gedancken über ungerechten Verdacht. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ HImmel/ ach! du kennst mein Hertze. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVII[/aq]. ¶ Trost-Gedancken über ungerechten Verdacht. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ HImmel/ ach! du kennst mein Hertze. / Fundstelle
Seite: 144) [230]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXV[/aq]. ¶ Auf einen vereckelten Traum. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErdammtes Bild! verfluchte Phantasey! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXV[/aq]. ¶ Auf einen vereckelten Traum. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErdammtes Bild! verfluchte Phantasey! / Fundstelle
Seite: (156) [242]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXVIII[/aq]. ¶ An Sie. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin KInd/ es schmeckt mir doch kein Kuß/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXVIII[/aq]. ¶ An Sie. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin KInd/ es schmeckt mir doch kein Kuß/ / Fundstelle
Seite: (161) [247]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXIX[/aq]. ¶ An [aq]Fontanetten[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ IHr eiteln Bücher/ fahret hin / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXIX[/aq]. ¶ An [aq]Fontanetten[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ IHr eiteln Bücher/ fahret hin / Fundstelle
Seite: (162) [248]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXI[/aq]. ¶ An [aq]Amoenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Mein Kind/ du bleibest mein. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXI[/aq]. ¶ An [aq]Amoenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Mein Kind/ du bleibest mein. / Fundstelle
Seite: (166) [252]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXII[/aq]. ¶ Die schöne/ doch arme/ aber dabey glückseelige/ und daher vergnügte [aq]Myliette[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh bin vergnügt im Unvergnügen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXII[/aq]. ¶ Die schöne/ doch arme/ aber dabey glückseelige/ und daher vergnügte [aq]Myliette[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh bin vergnügt im Unvergnügen. / Fundstelle
Seite: (167) [253]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXIV[/aq]. ¶ [aq]La Folie d'Espagne[/aq]. ¶ DU strenge [aq]Flavia[/aq], / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXIV[/aq]. ¶ [aq]La Folie d'Espagne[/aq]. ¶ DU strenge [aq]Flavia[/aq], / Fundstelle
Seite: (171) [257]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXV[/aq]. ¶ Das vergnügte Gemühte. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Ich bin in mir vergnügt. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXV[/aq]. ¶ Das vergnügte Gemühte. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh hab ein Wort geredt: Ich bin in mir vergnügt. / Fundstelle
Seite: (173) [259]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXVI[/aq]. ¶ Dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Hertze/ sprich dich doch zu frieden. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXVI[/aq]. ¶ Dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEin Hertze/ sprich dich doch zu frieden. / Fundstelle
Seite: (174) [260]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXVII[/aq]. ¶ [aq]Olorenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ERgötze dich/ befriedigtes Gemüthe/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XXXVII[/aq]. ¶ [aq]Olorenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ERgötze dich/ befriedigtes Gemüthe/ / Fundstelle
Seite: (175) [261]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XL[/aq]. ¶ [aq]Amoenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ SO muß nunmehr ein Thränen-Brunn im Hertzen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XL[/aq]. ¶ [aq]Amoenen[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ SO muß nunmehr ein Thränen-Brunn im Hertzen/ / Fundstelle
Seite: (180) [266]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh ja/ nur wie der Himmel will/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh ja/ nur wie der Himmel will/ / Fundstelle
Seite: (183) [269]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]L[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GEtrost mein Geist! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]L[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GEtrost mein Geist! / Fundstelle
Seite: (193) [279]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ WEnn zwey fest verknüpfte Hertzen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ WEnn zwey fest verknüpfte Hertzen / Fundstelle
Seite: (194) [280]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErsichre dich der ungefärbten Treu/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErsichre dich der ungefärbten Treu/ / Fundstelle
Seite: (195) [281]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIV[/aq]. ¶ WEr einmahl recht getreu zur Liebes-Fahne schwört/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIV[/aq]. ¶ WEr einmahl recht getreu zur Liebes-Fahne schwört/ / Fundstelle
Seite: (196) [282]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LV[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GEdult/ ihr Kümmerndten Gedancken! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LV[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GEdult/ ihr Kümmerndten Gedancken! / Fundstelle
Seite: (197) [283]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LVI[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ WIe glücklich ist ein solch Gemühte/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LVI[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ WIe glücklich ist ein solch Gemühte/ / Fundstelle
Seite: (198) [284]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LVIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ KOmm/ Einsamkeit/ mein Haupt-Vergnügen! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LVIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ KOmm/ Einsamkeit/ mein Haupt-Vergnügen! / Fundstelle
Seite: (201) [287]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIX[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ IHr stillen Lüffte/ helfft mir klagen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LIX[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ IHr stillen Lüffte/ helfft mir klagen. / Fundstelle
Seite: (202) [288]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LX[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh funckelt nur/ ihr hellen Sterne/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LX[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh funckelt nur/ ihr hellen Sterne/ / Fundstelle
Seite: (203) [289]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXI[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ LAß/ Hoffnung/ deinen Blick mir noch zum Labsal seyn/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXI[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ LAß/ Hoffnung/ deinen Blick mir noch zum Labsal seyn/ / Fundstelle
Seite: (205) [291]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErlaß mich nur/ du Unruh der Gedancken. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErlaß mich nur/ du Unruh der Gedancken. / Fundstelle
Seite: (205) [291]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh soll und will bey meinem Unvergnügen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXIII[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh soll und will bey meinem Unvergnügen / Fundstelle
Seite: (207) [293]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVI[/aq]. ¶ [aq]Anietten[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DEr Tag hat seinen Schmuck auf heute hingethan. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVI[/aq]. ¶ [aq]Anietten[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DEr Tag hat seinen Schmuck auf heute hingethan. / Fundstelle
Seite: (211) [297]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVII[/aq]. ¶ Auf eine gewisse Liebes-[aq]Affaire[/aq], da der Liebhaber zum Narren wurde. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErschmachte nur in deinen Ketten/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVII[/aq]. ¶ Auf eine gewisse Liebes-[aq]Affaire[/aq], da der Liebhaber zum Narren wurde. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ VErschmachte nur in deinen Ketten/ / Fundstelle
Seite: (212) [298]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVIII[/aq]. ¶ An die Durchl. [aq]Amomene[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DU kleine Welt von allem Himmels Ruhme/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXVIII[/aq]. ¶ An die Durchl. [aq]Amomene[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DU kleine Welt von allem Himmels Ruhme/ / Fundstelle
Seite: (214) [300]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mein Hertz/ wie wurde dir? / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mein Hertz/ wie wurde dir? / Fundstelle
Seite: (222) [308]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Fundstelle
Seite: (223) [309]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Glück zu/ ihr schönen Gallerien! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Glück zu/ ihr schönen Gallerien! / Fundstelle
Seite: (223) [309]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Absonderlich aber meine [aq]Opera Nebucadnezar pag. 176[/aq]. [S] der [aq]Theatrali[/aq]schen Gedichte/ als in dem ersten Aufftritt der dritten Handlung: ¶ [aq]Aria[/aq], ¶ Ach herber Anblick solcher Noth/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Absonderlich aber meine [aq]Opera Nebucadnezar pag. 176[/aq]. [S] der [aq]Theatrali[/aq]schen Gedichte/ als in dem ersten Aufftritt der dritten Handlung: ¶ [aq]Aria[/aq], ¶ Ach herber Anblick solcher Noth/ / Fundstelle
Seite: (225-226) [311-312]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq], ¶ Als [aq]Laura[/aq] erzürnet vom Spiegel lieff. ¶ [aq]NArcissus[/aq] liebet sich/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq], ¶ Als [aq]Laura[/aq] erzürnet vom Spiegel lieff. ¶ [aq]NArcissus[/aq] liebet sich/ / Fundstelle
Seite: (235) [321]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq] ¶ Auf das Hof-Leben. ¶ WAs ist der Hof? Ein stetes Fastnachts-Fest/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq] ¶ Auf das Hof-Leben. ¶ WAs ist der Hof? Ein stetes Fastnachts-Fest/ / Fundstelle
Seite: (237) [323]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal le Contraire[/aq] ¶ Was schmählst du auf den Hof/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal le Contraire[/aq] ¶ Was schmählst du auf den Hof/ / Fundstelle
Seite: (238) [324]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ Ein Kerl/ der keine Galle / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ Ein Kerl/ der keine Galle / Fundstelle
Seite: (238) [324]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ [aq]PHilberto[/aq] sah die schönste der Najaden / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ [aq]PHilberto[/aq] sah die schönste der Najaden / Fundstelle
Seite: (239) [325]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ Als [aq]Eusebie[/aq] wieder gesund wurde. ¶ ES stritten nächst um dich der Tod und die Natur. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Madrigal[/aq]. ¶ Als [aq]Eusebie[/aq] wieder gesund wurde. ¶ ES stritten nächst um dich der Tod und die Natur. / Fundstelle
Seite: (240) [326]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Sonnet[/aq]. ¶ UNd wärest du/ Nicot/ auch gleich kein Edelmann/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Sonnet[/aq]. ¶ UNd wärest du/ Nicot/ auch gleich kein Edelmann/ / Fundstelle
Seite: (242) [328]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Fundstelle
Seite: (248) [334]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Unter ein gewisses [aq]Contrefait[/aq]. ¶ ALs nächst dein [aq]Contrefait[/aq] beym Mahler fertig war/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Unter ein gewisses [aq]Contrefait[/aq]. ¶ ALs nächst dein [aq]Contrefait[/aq] beym Mahler fertig war/ / Fundstelle
Seite: (248) [334]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als der König in = = = = = in den Zeitungen fälschlich todt gesaget wurde. ¶ DEr Tod sprach: = = = = du must des Todes seyn. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Als der König in = = = = = in den Zeitungen fälschlich todt gesaget wurde. ¶ DEr Tod sprach: = = = = du must des Todes seyn. / Fundstelle
Seite: (249) [335]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: An die tugendhaffte und schöne [aq]Amaranthe[/aq]. ¶ ALs einst die Tugend sah/ wie schändlich in der Welt / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: An die tugendhaffte und schöne [aq]Amaranthe[/aq]. ¶ ALs einst die Tugend sah/ wie schändlich in der Welt / Fundstelle
Seite: (250) [336]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Rätzel. ¶ ES ist ein Wunder-Ding/ das auch GOtt selbst nicht hat/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Rätzel. ¶ ES ist ein Wunder-Ding/ das auch GOtt selbst nicht hat/ / Fundstelle
Seite: (251) [337]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ehre. ¶ [aq]4[/aq]. ¶ WEr glücklich leben will/ der muß sich mir verbinden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ehre. ¶ [aq]4[/aq]. ¶ WEr glücklich leben will/ der muß sich mir verbinden. / Fundstelle
Seite: (263) [349]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gelehrsamkeit. ¶ [aq]5[/aq]. ¶ MEin Schatz und Reichthum ist unmöglich zu ergründen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gelehrsamkeit. ¶ [aq]5[/aq]. ¶ MEin Schatz und Reichthum ist unmöglich zu ergründen. / Fundstelle
Seite: (263) [349]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Tugend. ¶ [aq]6[/aq]. ¶ WAs rühmet ihr euch viel? der Ruhm muß doch verschwinden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Tugend. ¶ [aq]6[/aq]. ¶ WAs rühmet ihr euch viel? der Ruhm muß doch verschwinden. / Fundstelle
Seite: (263) [349]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: GEld will aller Losung seyn. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: GEld will aller Losung seyn. / Fundstelle
Seite: (265) [351]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCIV[/aq]. Und folgende Figur soll ein Kreutz bedeuten: ¶ Des schweren Creutzes Last / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCIV[/aq]. Und folgende Figur soll ein Kreutz bedeuten: ¶ Des schweren Creutzes Last / Fundstelle
Seite: (268) [354]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hört an ein Nagel-neues [aq]Quodlibet[/aq], / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hört an ein Nagel-neues [aq]Quodlibet[/aq], / Fundstelle
Seite: (271) [357]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXVI[/aq]. Ich habe einen gantzen Jahr-Gang auf alle Sonn-Fest- und Apostel-Tage ausgearbeitet/ davon ein Paar Exempel die Sache erläutern mögen. ¶ [aq]Psalm XXXIV, 19[/aq]. ¶ Der HErr ist nahe bey denen/ die zerbrochenes Hertzens sind/ und hilfft denen/ die zuschlagen Gemüht haben. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GOTT/ dir ist meine Noht bekant. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXVI[/aq]. Ich habe einen gantzen Jahr-Gang auf alle Sonn-Fest- und Apostel-Tage ausgearbeitet/ davon ein Paar Exempel die Sache erläutern mögen. ¶ [aq]Psalm XXXIV, 19[/aq]. ¶ Der HErr ist nahe bey denen/ die zerbrochenes Hertzens sind/ und hilfft denen/ die zuschlagen Gemüht haben. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GOTT/ dir ist meine Noht bekant. / Fundstelle
Seite: (276) [362]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Fundstelle
Seite: (276) [362]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Psalm XXXIV, 6[/aq]. ¶ Welche ihn ansehen und anlauffen/ derer Angesicht wird nicht zu schanden. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ WOhlan/ das wird auch mir geschehen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Psalm XXXIV, 6[/aq]. ¶ Welche ihn ansehen und anlauffen/ derer Angesicht wird nicht zu schanden. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ WOhlan/ das wird auch mir geschehen. / Fundstelle
Seite: (277) [363]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. CXLV, 18, 19[/aq]. ¶ Der HErr ist nahe allen/ die ihn anruffen/ allen/ die ihn mit Ernst anruffen/ er thut/ was die Gottesfürchtigen begehren/ und höret ihr Schreyen/ und hilfft ihnen. ¶ [aq]Ps. LXXIII, 3, 5. XXXIX, 8, 10[/aq]. ¶ Ich muß sehen/ daß es denen Gottlosen so wohl gehet. Sie sind nicht im Unglück/ wie andere Leute/ und werden nicht wie andere Menschen geplaget. Nun/ HErr/ wes soll ich mich trösten? Ich will schweigen/ und meinen Mund nicht aufthun/ du wirsts wohl machen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh will schweigen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. CXLV, 18, 19[/aq]. ¶ Der HErr ist nahe allen/ die ihn anruffen/ allen/ die ihn mit Ernst anruffen/ er thut/ was die Gottesfürchtigen begehren/ und höret ihr Schreyen/ und hilfft ihnen. ¶ [aq]Ps. LXXIII, 3, 5. XXXIX, 8, 10[/aq]. ¶ Ich muß sehen/ daß es denen Gottlosen so wohl gehet. Sie sind nicht im Unglück/ wie andere Leute/ und werden nicht wie andere Menschen geplaget. Nun/ HErr/ wes soll ich mich trösten? Ich will schweigen/ und meinen Mund nicht aufthun/ du wirsts wohl machen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ICh will schweigen / Fundstelle
Seite: (277-278) [363-364]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Fundstelle
Seite: (278-279) [364-365]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Fundstelle
Seite: (279) [365]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]v. 4[/aq]. ¶ Ein tugendsam Weib ist eine edle Gabe/ und wird dem gegeben/ der GOtt fürchtet. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ HIer ist das gelobte Land/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]v. 4[/aq]. ¶ Ein tugendsam Weib ist eine edle Gabe/ und wird dem gegeben/ der GOtt fürchtet. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ HIer ist das gelobte Land/ / Fundstelle
Seite: (280) [366]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]v. 5[/aq]. ¶ Er sey reich oder arm/ so ists ihm ein Trost/ und macht ihn allezeit frölich. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ WOhl dir/ du hast es gut! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]v. 5[/aq]. ¶ Er sey reich oder arm/ so ists ihm ein Trost/ und macht ihn allezeit frölich. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ WOhl dir/ du hast es gut! / Fundstelle
Seite: (280) [366]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Fundstelle
Seite: (281) [367]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXVII[/aq]. Wir wollen auch ein klein [aq]Divertissement[/aq] mit einer Lateinischen machen/ die zu einer Huldigungs-Predigt gebraucht worden. ¶ [aq]Da pacem, Domine, in diebus nostris. Aria[/aq]. ¶ [aq]DEus, aperi Coelorum[/aq] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXVII[/aq]. Wir wollen auch ein klein [aq]Divertissement[/aq] mit einer Lateinischen machen/ die zu einer Huldigungs-Predigt gebraucht worden. ¶ [aq]Da pacem, Domine, in diebus nostris. Aria[/aq]. ¶ [aq]DEus, aperi Coelorum[/aq] / Fundstelle
Seite: (281) [367]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Quia non est alius, qui pugnet pro nobis, nisi tu, Deus noster[/aq]. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ DEus Dux fortissimus. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Quia non est alius, qui pugnet pro nobis, nisi tu, Deus noster[/aq]. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ DEus Dux fortissimus. / Fundstelle
Seite: (281-282) [367-368]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. LXXXV, 9--12[/aq]. ¶ [aq]Audiam, quid loquatur in me Dominus Deus, quod loquatur pacem plebi suae. Veruntamen prope timentes eum salus ejus, ut inhabibet gloria in terra nostra. Misericordia & veritas obvient sibi, justitia & pax osculentur se. Veritas de terra oriatur, & justitia de coelo prospiciat[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]O Terra felicissima[/aq], / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Ps. LXXXV, 9--12[/aq]. ¶ [aq]Audiam, quid loquatur in me Dominus Deus, quod loquatur pacem plebi suae. Veruntamen prope timentes eum salus ejus, ut inhabibet gloria in terra nostra. Misericordia & veritas obvient sibi, justitia & pax osculentur se. Veritas de terra oriatur, & justitia de coelo prospiciat[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]O Terra felicissima[/aq], / Fundstelle
Seite: (282) [368]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]2. Cor. VI, 2[/aq]. ¶ [aq]Tempore accepto exaudivi te, & in die salutis adjuvi te[/aq]. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]PLaude nunc Saxonia![/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]2. Cor. VI, 2[/aq]. ¶ [aq]Tempore accepto exaudivi te, & in die salutis adjuvi te[/aq]. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]PLaude nunc Saxonia![/aq] / Fundstelle
Seite: (282-283) [368-369]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Psalm XXI, 2, 3[/aq]. ¶ [aq]Domine, in virtute tua laetabitur Rex, & super salute tua exultat vehementer. Desiderium cordis ejus tribuisti ei, & petitionem labiorum ejus non denegasti ipsi. Sela[/aq]! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Psalm XXI, 2, 3[/aq]. ¶ [aq]Domine, in virtute tua laetabitur Rex, & super salute tua exultat vehementer. Desiderium cordis ejus tribuisti ei, & petitionem labiorum ejus non denegasti ipsi. Sela[/aq]! / Fundstelle
Seite: (283) [369]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]1[/aq]. ¶ [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ ISt es denn umsonst gethan/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]1[/aq]. ¶ [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ ISt es denn umsonst gethan/ / Fundstelle
Seite: (285) [371]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: E. N. ¶ [aq]2[/aq]. ¶ [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh JEsus weinet! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: E. N. ¶ [aq]2[/aq]. ¶ [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh JEsus weinet! / Fundstelle
Seite: (287) [373]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Turbabor[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]ME miserum! miseriarum[/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Turbabor[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]ME miserum! miseriarum[/aq] / Fundstelle
Seite: (290) [376]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh wohl dem/ der ein gut Gewissen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh wohl dem/ der ein gut Gewissen / Fundstelle
Seite: (293) [379]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh wohl dem/ der ein gut Gewissen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ ACh wohl dem/ der ein gut Gewissen / Fundstelle
Seite: (295) [381]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ VErdammter Neid! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ VErdammter Neid! / Fundstelle
Seite: (297) [383]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ IHr hellen Sterne des Glücks/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ IHr hellen Sterne des Glücks/ / Fundstelle
Seite: (298) [384]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ NIchts ist süsser/ als das Lieben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ NIchts ist süsser/ als das Lieben. / Fundstelle
Seite: (300) [386]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ JA ja/ ich weiche nicht. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ JA ja/ ich weiche nicht. / Fundstelle
Seite: (303) [389]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ GLück und [aq]Opinion[/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ GLück und [aq]Opinion[/aq] / Fundstelle
Seite: (307) [393]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ EIn jedes Ding an seinen Orth. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ EIn jedes Ding an seinen Orth. / Fundstelle
Seite: (311) [397]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ BIstu darzu gebohren/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ BIstu darzu gebohren/ / Fundstelle
Seite: (313) [399]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ SChister in der Welt! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ SChister in der Welt! / Fundstelle
Seite: (315) [401]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ MEin Glücke schläffst du noch? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ MEin Glücke schläffst du noch? / Fundstelle
Seite: (318) [404]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ GEliebter Platz der süssen Einsamkeit/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ GEliebter Platz der süssen Einsamkeit/ / Fundstelle
Seite: (321) [407]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ Ich bin nun so. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ Ich bin nun so. / Fundstelle
Seite: (323) [409]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ MEin Glücke lacht. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ MEin Glücke lacht. / Fundstelle
Seite: (327) [413]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ An ein [aq]Collegium Musicum[/aq]. ¶ UNvergnügt! so muß ich klagen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ An ein [aq]Collegium Musicum[/aq]. ¶ UNvergnügt! so muß ich klagen. / Fundstelle
Seite: (329) [415]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ SAnfftmuht/ Langmuht/ Freundlichkeit/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Cantata[/aq]. ¶ SAnfftmuht/ Langmuht/ Freundlichkeit/ / Fundstelle
Seite: (333) [419]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gestalt ich auf diesen Schlag ein Leichen-[aq]Carmen[/aq] gemacht/ als ein Hoch-Adliches Hauß über das Unglück zweyer Söhne zur See/ und Absterben einer Fräulein Braut/ auch den Todt einer verheyrahteten Tochter fast zu gleicher Zeit beweinen muste. Es hieß also: ¶ DAß GOtt erbarm! so stürmen alle Fluten / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gestalt ich auf diesen Schlag ein Leichen-[aq]Carmen[/aq] gemacht/ als ein Hoch-Adliches Hauß über das Unglück zweyer Söhne zur See/ und Absterben einer Fräulein Braut/ auch den Todt einer verheyrahteten Tochter fast zu gleicher Zeit beweinen muste. Es hieß also: ¶ DAß GOtt erbarm! so stürmen alle Fluten / Fundstelle
Seite: (335) [421]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXXXII. Ich habe einmahl in wenig Stunden dergleichen Genus auf eine Hochzeit nach Augsburg ausfertigen müssen. Weil nun die Zeit kurtz/ muste ich aus meinen vorhandenen Cantaten zusammen raffen/ was ich konte. Inzwischen mag es doch zu einem Exempel dienen/ und zwar der Titul hieß[/aq]: ¶ Die verliebte Nonne. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXXXII. Ich habe einmahl in wenig Stunden dergleichen Genus auf eine Hochzeit nach Augsburg ausfertigen müssen. Weil nun die Zeit kurtz/ muste ich aus meinen vorhandenen Cantaten zusammen raffen/ was ich konte. Inzwischen mag es doch zu einem Exempel dienen/ und zwar der Titul hieß[/aq]: ¶ Die verliebte Nonne. / Fundstelle
Seite: (338) [424]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und zwar Anfangs eine Ode/ darinnen auff [S] ein Durchl. Haupt gezielet wird/ welcher eine grosse Antwartschafft zu hoffen/ doch bey gegenwärtigen Kriege die Früchte des Friedens liebet. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DIe Krieges-Wetter mögen rasen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und zwar Anfangs eine Ode/ darinnen auff [S] ein Durchl. Haupt gezielet wird/ welcher eine grosse Antwartschafft zu hoffen/ doch bey gegenwärtigen Kriege die Früchte des Friedens liebet. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ DIe Krieges-Wetter mögen rasen. / Fundstelle
Seite: (348-349) [434-435]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die getreue Schäfferin ¶ [aq]DAPHNE[/aq], ¶ In einer ¶ [aq]PASTORELLE[/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die getreue Schäfferin ¶ [aq]DAPHNE[/aq], ¶ In einer ¶ [aq]PASTORELLE[/aq] / Fundstelle
Seite: (356) [442]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Fundstelle
Seite: (400) [486]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (402) [488]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Denn man nennet sie [die [aq]Opera[/aq], J. T.] entweder nach einer oder zweyen Haupt-Personen/ wie folgende [aq]Bellerophon[/aq], von dem vornehmsten im Spiele/ heisset; oder nach dem Haupt-Inhalte des Wercks/ also daß der [aq]Bellerophon[/aq] auch könte intituliret werden: Die vom Himmel geschützte (belohnte) Unschuld und Tugend. Bisweilen wird auch beydes zusamen gesetzet: Die vom Himmel geschüzte Unschuld und Tugend stellet vor [aq]Bellerophon[/aq] in einer [aq]Opera[/aq]. Unsere mag demnach heissen: ¶ [aq]BELLEROPHON[/aq] ¶ In einer ¶ [aq]OPERA[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Denn man nennet sie [die [aq]Opera[/aq], J. T.] entweder nach einer oder zweyen Haupt-Personen/ wie folgende [aq]Bellerophon[/aq], von dem vornehmsten im Spiele/ heisset; oder nach dem Haupt-Inhalte des Wercks/ also daß der [aq]Bellerophon[/aq] auch könte intituliret werden: Die vom Himmel geschützte (belohnte) Unschuld und Tugend. Bisweilen wird auch beydes zusamen gesetzet: Die vom Himmel geschüzte Unschuld und Tugend stellet vor [aq]Bellerophon[/aq] in einer [aq]Opera[/aq]. Unsere mag demnach heissen: ¶ [aq]BELLEROPHON[/aq] ¶ In einer ¶ [aq]OPERA[/aq]. / Fundstelle
Seite: (414) [500]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LII[/aq]. Hier werden etliche Früchte von meiner Andacht folgen. [S] ¶ Aus Psalm [aq]XXVII, 11--14[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh weise mir/ HErr/ deine Wege/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LII[/aq]. Hier werden etliche Früchte von meiner Andacht folgen. [S] ¶ Aus Psalm [aq]XXVII, 11--14[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh weise mir/ HErr/ deine Wege/ / Fundstelle
Seite: (476-477) [562-563]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Aus Psalm [aq]LXII, 6, 7, 8[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEine Seele bleibet stille. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Aus Psalm [aq]LXII, 6, 7, 8[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ MEine Seele bleibet stille. / Fundstelle
Seite: (478) [564]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Morgen-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ERmuntert euch/ erquickten Glieder! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Morgen-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ERmuntert euch/ erquickten Glieder! / Fundstelle
Seite: (480) [566]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Abend-Lied. ¶ [aq]1[/aq] ¶ GOTT Lob! der Tag ist nun beschlossen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Abend-Lied. ¶ [aq]1[/aq] ¶ GOTT Lob! der Tag ist nun beschlossen. / Fundstelle
Seite: (481) [567]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Tisch-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ NUn wir sind auch dismahl satt/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Tisch-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ NUn wir sind auch dismahl satt/ / Fundstelle
Seite: (484) [570]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Buß-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GErechter GOtt! was kan ich sagen? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Buß-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ GErechter GOtt! was kan ich sagen? / Fundstelle
Seite: (485) [571]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Abendmahls-Lied. ¶ LAß irrdische Geschäffte stehen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Abendmahls-Lied. ¶ LAß irrdische Geschäffte stehen/ / Fundstelle
Seite: (487) [573]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Sterbe-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh! daß nicht die letzte Stunde / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Sterbe-Lied. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh! daß nicht die letzte Stunde / Fundstelle
Seite: (490) [576]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh süsse Stunde brich doch an! / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ ACh süsse Stunde brich doch an! / Fundstelle
Seite: (491) [577]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Danck-Lied. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Danck-Lied. / Fundstelle
Seite: (493) [579]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Von der Vergnüglichkeit. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ [aq]COntentus mea vivam forte[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Von der Vergnüglichkeit. ¶ [aq]1[/aq]. ¶ [aq]COntentus mea vivam forte[/aq]. / Fundstelle
Seite: (494) [580]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXX[/aq]. Schwaben und Francken haben auch ihre besondere Grillen/ allermeist lassen sie das E. am Ende der Wörter weg. Z. E. Lieb/ Gnad/ Seuch/ Speiß/ etc. vor Liebe/ Gnade/ Seuche/ Speise etc. welches uns aber zu hart klinget. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]LXX[/aq]. Schwaben und Francken haben auch ihre besondere Grillen/ allermeist lassen sie das E. am Ende der Wörter weg. Z. E. Lieb/ Gnad/ Seuch/ Speiß/ etc. vor Liebe/ Gnade/ Seuche/ Speise etc. welches uns aber zu hart klinget. / Fundstelle
Seite: (499) [585]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Oratoria[/aq]: Ein unschuldiger Mensch/ welcher sich der wahren Tugend befleisset/ ist immer der Welt ein Dorn in Augen/ und wenn der Himmel nicht sein Trost wäre/ solte es je zuweilen schlimm um ihn stehen. [S] ¶ [aq]Poetica[/aq]: Tugend muß sich immer leiden/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Oratoria[/aq]: Ein unschuldiger Mensch/ welcher sich der wahren Tugend befleisset/ ist immer der Welt ein Dorn in Augen/ und wenn der Himmel nicht sein Trost wäre/ solte es je zuweilen schlimm um ihn stehen. [S] ¶ [aq]Poetica[/aq]: Tugend muß sich immer leiden/ / Fundstelle
Seite: (513-514) [599-600]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: LUst/ Ergötzen und Vergnügen / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: LUst/ Ergötzen und Vergnügen / Fundstelle
Seite: (518) [604]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVIIII[/aq]. Bey dieser: Ich will den Himmel lieben; sind die [aq]Rationes[/aq] zuerst gesetzt. ¶ Der Himmel weiß alle Vergnügung zu geben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVIIII[/aq]. Bey dieser: Ich will den Himmel lieben; sind die [aq]Rationes[/aq] zuerst gesetzt. ¶ Der Himmel weiß alle Vergnügung zu geben. / Fundstelle
Seite: (520) [606]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Leipzig ist ein [aq]galanter[/aq] Orth. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Leipzig ist ein [aq]galanter[/aq] Orth. / Fundstelle
Seite: (527) [613]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Die Poesie [aq]recommendi[/aq]ret einen tugendhafften Menschen überall. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Die Poesie [aq]recommendi[/aq]ret einen tugendhafften Menschen überall. / Fundstelle
Seite: (528) [614]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Es ist alles eitel. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Es ist alles eitel. / Fundstelle
Seite: (528) [614]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop. Ananias[/aq], ein Geistlicher schmälete auff eine gleichfalls geistliche Person/ der er nicht gar grün war/ daß sie eine [aq]Perruque[/aq] trug. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop. Ananias[/aq], ein Geistlicher schmälete auff eine gleichfalls geistliche Person/ der er nicht gar grün war/ daß sie eine [aq]Perruque[/aq] trug. / Fundstelle
Seite: (529) [615]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Fundstelle
Seite: (533) [619]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Testim. Pauli[/aq]: Die da reich werden wollen/ fallen in Stricke etc. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Testim. Pauli[/aq]: Die da reich werden wollen/ fallen in Stricke etc. / Fundstelle
Seite: (533) [619]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: In hohen Ehren. [aq]causa[/aq]: Je höher die Würde/ je grösser die Bürde/ je stärcker die Gefahr. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: In hohen Ehren. [aq]causa[/aq]: Je höher die Würde/ je grösser die Bürde/ je stärcker die Gefahr. / Fundstelle
Seite: (533) [619]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Propos[/aq]. Lieben mag ich nicht. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Propos[/aq]. Lieben mag ich nicht. / Fundstelle
Seite: (534) [620]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antecedens[/aq]: Du begehest dein Hochzeitfest. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antecedens[/aq]: Du begehest dein Hochzeitfest. / Fundstelle
Seite: (537) [623]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Da ich eine artige [aq]Meditation[/aq] anstellen könte/ mit wem sich das Frauenzimmer vereiniget hätte/ als: mit GOtt/ mit der Tugend/ mit einem Liebsten etc. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Da ich eine artige [aq]Meditation[/aq] anstellen könte/ mit wem sich das Frauenzimmer vereiniget hätte/ als: mit GOtt/ mit der Tugend/ mit einem Liebsten etc. / Fundstelle
Seite: (542) [628]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Tugend ist ein [aq]Genus[/aq]/ und hat unter sich die Keuschheit/ Mäßigkeit/ etc. Die Keuschheit ist eine [aq]Species[/aq], und gehöret in die Classe der Tugend. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Tugend ist ein [aq]Genus[/aq]/ und hat unter sich die Keuschheit/ Mäßigkeit/ etc. Die Keuschheit ist eine [aq]Species[/aq], und gehöret in die Classe der Tugend. / Fundstelle
Seite: (547) [633]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also ist der Vater [aq]causa efficiens[/aq], GOtt aber/ als Stiffter des Ehestandes/ [aq]causa principalis[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also ist der Vater [aq]causa efficiens[/aq], GOtt aber/ als Stiffter des Ehestandes/ [aq]causa principalis[/aq]. / Fundstelle
Seite: (548) [634]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die [aq]Forma[/aq] eines [aq]Theologi[/aq] ist [aq]Oratio, Meditatio, Tentatio &c[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die [aq]Forma[/aq] eines [aq]Theologi[/aq] ist [aq]Oratio, Meditatio, Tentatio &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (550) [636]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]cur[/aq]? damit er GOtt vor seine Güte dancke/ und sich mit den Seinigen in zuläßlicher Lust darüber ergötze. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]cur[/aq]? damit er GOtt vor seine Güte dancke/ und sich mit den Seinigen in zuläßlicher Lust darüber ergötze. / Fundstelle
Seite: (552) [638]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen/ da ein Carmen auff das [aq]Symbolum[/aq] einer Durchl. Person/ was GOtt im Himmel will/ das geschehe; verfertiget werden solte/ so muste sich auff den ersten Anblick der Jambische POeten-Kasten zu rechte rücken. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen/ da ein Carmen auff das [aq]Symbolum[/aq] einer Durchl. Person/ was GOtt im Himmel will/ das geschehe; verfertiget werden solte/ so muste sich auff den ersten Anblick der Jambische POeten-Kasten zu rechte rücken. / Fundstelle
Seite: (555) [641]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Celinde/ ich mag dich nicht mehr lieben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Prop[/aq]. Celinde/ ich mag dich nicht mehr lieben. / Fundstelle
Seite: (558) [644]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antec[/aq]. Sein froher Gebuhrts-Tag ist erschienen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antec[/aq]. Sein froher Gebuhrts-Tag ist erschienen. / Fundstelle
Seite: (562) [648]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antecedens[/aq]. Itzo regieret der annehmlichste Monat des Jahres/ nehmlich der May. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Antecedens[/aq]. Itzo regieret der annehmlichste Monat des Jahres/ nehmlich der May. / Fundstelle
Seite: (564) [650]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wurde ein Leichen-Carmen gemacht/ auff ein Gottseeliges Frauenzimmer/ welches von Kindheit an wenig gesun-[S]de Tage gehabt/ und ward damit auf das Lied: Meinen JEsum laß ich nicht etc. gezielet/ mit welchem sie sich sonderlich zu trösten wuste. ¶ [aq]Thesis[/aq]. Johann Georg/ der Erste/ führte zum [aq]Symbolo[/aq]: Meinen JEsum laß ich nicht. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wurde ein Leichen-Carmen gemacht/ auff ein Gottseeliges Frauenzimmer/ welches von Kindheit an wenig gesun-[S]de Tage gehabt/ und ward damit auf das Lied: Meinen JEsum laß ich nicht etc. gezielet/ mit welchem sie sich sonderlich zu trösten wuste. ¶ [aq]Thesis[/aq]. Johann Georg/ der Erste/ führte zum [aq]Symbolo[/aq]: Meinen JEsum laß ich nicht. / Fundstelle
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist eine [aq]Oratio Poetica[/aq] oder [aq]Panegyricus[/aq] von einem Leib-Hunde eines grossen Herrn. [...] ¶ [aq]Exordium[/aq] bis dahin: Was man in Versen schreibt etc. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist eine [aq]Oratio Poetica[/aq] oder [aq]Panegyricus[/aq] von einem Leib-Hunde eines grossen Herrn. [...] ¶ [aq]Exordium[/aq] bis dahin: Was man in Versen schreibt etc. / Fundstelle
Seite: (567) [653]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: DEr edlen [aq]Poesie[/aq] muß man sich offt erbarmen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: DEr edlen [aq]Poesie[/aq] muß man sich offt erbarmen/ / Fundstelle
Seite: (569) [655]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: SOll nun der freye Reim sich zu den Eltern kehren; / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: SOll nun der freye Reim sich zu den Eltern kehren; / Fundstelle
Seite: (574) [660]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: HIernächst so darff ich wol den Nahmen nicht verschweigen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: HIernächst so darff ich wol den Nahmen nicht verschweigen. / Fundstelle
Seite: (576) [662]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: SOll nun die Feder mehr den Lebenslauff beschreiben/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: SOll nun die Feder mehr den Lebenslauff beschreiben/ / Fundstelle
Seite: (577) [663]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: AUch unveränderlich verbliebst du im Habite. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: AUch unveränderlich verbliebst du im Habite. / Fundstelle
Seite: (582) [668]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: ISt die Vergnügsamkeit ein Schatz von allen Schätzen; / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: ISt die Vergnügsamkeit ein Schatz von allen Schätzen; / Fundstelle
Seite: (586) [672]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: DIe rare Sparsamkeit ist dir auch erb- und eigen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: DIe rare Sparsamkeit ist dir auch erb- und eigen. / Fundstelle
Seite: (587) [673]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: WIe aber nie kein Bildso schön gemahlt gewesen/ / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: WIe aber nie kein Bildso schön gemahlt gewesen/ / Fundstelle
Seite: (591) [677]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: DOch etwas mangelt dir/ das fällt mir itzund ein. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: DOch etwas mangelt dir/ das fällt mir itzund ein. / Fundstelle
Seite: (593) [679]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: DArgegen fällt mir bey die curiöse Frage: / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: DArgegen fällt mir bey die curiöse Frage: / Fundstelle
Seite: (594) [680]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: ALlein/ wie wird es nun in Zukunfft mit dir werden? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: ALlein/ wie wird es nun in Zukunfft mit dir werden? / Fundstelle
Seite: (596) [682]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die dritte Sorte/ die von ein und andern Exempel sich verleiten lassen/ die Wissenschafft zu verachten/ erfüllet/ so zu sagen/ die gantze Welt. Ich allein/ der die Welt nur ein wenig gesehen/ habe über tausend wegen der schlimmen Lebens-Art einiger Priester/ von allen insgesammt/ von ihrem Amte/ von Anhörung Göttlichen Worts und denn so weiter von der Heil. Schrifft selber lästerlich reden hören/ daß bey ihren [aq]Atheisti[/aq]-[S]schen Urtheilen in eine betrübte Betrachtung gerahten; Wie leichte Gründe der bösen Menschlichen Natur dienen/ ihre verfluchte Würckung in einem unordentlichen Leben zu beschönen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die dritte Sorte/ die von ein und andern Exempel sich verleiten lassen/ die Wissenschafft zu verachten/ erfüllet/ so zu sagen/ die gantze Welt. Ich allein/ der die Welt nur ein wenig gesehen/ habe über tausend wegen der schlimmen Lebens-Art einiger Priester/ von allen insgesammt/ von ihrem Amte/ von Anhörung Göttlichen Worts und denn so weiter von der Heil. Schrifft selber lästerlich reden hören/ daß bey ihren [aq]Atheisti[/aq]-[S]schen Urtheilen in eine betrübte Betrachtung gerahten; Wie leichte Gründe der bösen Menschlichen Natur dienen/ ihre verfluchte Würckung in einem unordentlichen Leben zu beschönen. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [13-14]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wenn sich wenige [aq]Philosophi[/aq] zu Poeten/ so schicken sich alle rechtschaffene Poeten hauptsächlich [aq]Philosophi[/aq] zu seyn/ wegen ihres vor andern vor Natur empfangenen durchdringenden und zur Er-[S]kentniß verborgener Warheit fähigen Geistes. Denn diese Göttliche Wissenschafft hat/ ich weiß nicht was geheimes und verborgenes in sich/ welches allen nicht gegeben noch offen stehet/ sondern nur dem ¶ [aq]Ingenium cui fit, cui mens divinior[/aq]. ¶ der einen gleichen Verstand/ und ein erleuchtetes Gemüht hat. Sind nicht meine sondern des [aq]Flacci[/aq] Worte; wie auch [aq]Plato[/aq] an vielen Orten nicht undeutlich lehret/ ob er gleich den Mißbrauch verwirfft. ¶ Will einer vielleicht einwenden/ die Weißheit in der [aq]Poesie[/aq] habe nicht das Absehen/ noch die Wirckung in Erbauung der Menschen/ als die andere eigentlich genannte [aq]Philosophie[/aq]; dem antworte: bey manchen Poeten vielleicht beydes nicht/ und bey manchen auch mehr; oder in Lesung der [aq]Poesie[/aq] hat die darinnen begriffene Weißheit offt mehr heilsame Wirckung bey manchen Leuten/ als die andere [aq]Scholastische Philosophie[/aq]. Des vortrefflichen alten und jungen Herrn Grüphien geistliche Lieder und Gedichte/ wie auch des Hrn. Hofmanns-Waldau seine/ etc. nebst dieser beyden und des Herrn von Lohensteins höchst-schätzbaren Sit-[S]ten-Lehre. Ja des Herrn Ober-Hof-Predigers Neumeisters an dem Reichs-Gräflichen Promnitzischen Hofe/ Geist-reich bewegende geistliche [aq]Cantaten[/aq], anderer itzo nicht zu erwehnen/ könten zu einiger Behauptung meiner Meinung angezogen werden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [27-29]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Der blosse Nahmen eines geistlichen Buchs ist mancher ihrem Gewissen zuwider/ daß es keines Anblicks gewürdiget wird: alleine in Roman/ darinnen manchmahl die schärffsten Sitten-Lehre enthalten/ wird nicht mit solchem Eckel durchblättert/ weil er [S] bey Bestraffungen ihrer Laster auch etwas in sich führet/ das ihrer Neigung in billigen Stücken schmeichelt. Ein geistlich Buch fliehet ein wollüstig Frauenzimmer wie die Schlange den Beschwehrer/ weil sie vorher weiß/ was vor unangenehme Dinge sie daraus zu gewarten; einen Roman aber nicht/ weil sie nicht weiß/ was sie aus solchen zu erlernen; und wer sieht endlich/ der sich noch so sehr vor dem Sterben fürchtet/ die Gräber nicht mit einigen Nachdencken an/ wenn er durch einen Lust-reichen Gang unvermuhtet auf einen Gottes-Acker geleitet wird. (*[In [aq]Menantes[/aq] Satyrischen Roman/ der Spatzier-Gang auf den Gottes-Acker.]) Ein Poetisch Buch wird vor angenehm und gefällig geschätzt/ und wegen seines Ergetzens geliebet; der Tugend wegen aber selten aufgeschlagen/ bey derer man hernach mit mehrer Verwunderung/ gleichsam wie vor einer Rarität stille stehet/ wenn man sie so schön darinnen findet: Ja ich habe ein Frauenzimmer/ das vor hundert Reichsthaler nicht den Spruch: Huren und Ehebrecherinnen wird GOtt richten/ hätte aufgeschlagen/ mit Begierde ein Straff-Gedicht solcher Geilheit durchlesen gesehen. Warum? sie wuste/ wie die Schrifft solche Laster tadel-[S]te; hier trieb sie die Neugierigkeit an/ umb zu wissen/ was der Poete davon sagen würde; und unter von mir gemerckten peinlichen Seufftzern fing sie hierauf an: Es sind schöne Gedancken. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [29-31]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es gibt so Kluge unter sie/ [der [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer, J.T.] daß wenn sie so schön leben/ als schön (manchmahl auch garstig) sie zu [aq]raisonni[/aq]ren wissen/ so würde lauter Lob-Reden vor sie verfertigen. Gleichwol will aus Christlicher Hoffnung/ es werde eine vielleicht einen Anfang darzu machen/ mich im Voraus darauff befleißigen/ und ihnen zu Liebe annoch gantz kurtz den Grund ihrer Fehler untersuchen/ damit/ wenn selbiger gehoben/ ein edler Leben folgen könne. ¶ Alles [aq]Opern[/aq]-Frauenzimmer ist von Natur von einem wollüstigen [aq]Temperament[/aq]: denn daher kömmt es/ daß sie zur Music [aq]inclini[/aq]ren/ freundlich/ höflich und leutseelig sind. Wenn man denn solche Frauenzimmer jung in die [aq]Opern[/aq] thut/ so wird ihre [aq]Passion[/aq] zur Wollust vermehret/ die Neigung ihres Hertzens befriediget/ und ihnen Lebens-Unterhalt dabey geschafft. Was ist vermögender/ einen in übler Lebens-Art zu er-[S]halten/ als Vergnügen und Interesse? Vielmahls habe dergleichen Personen/ wenn ihnen ein Priester oder sonst jemand das Hertz gerührt/ über ihre Sünde weinen gesehen. Wollüstige Personen sind leicht zu bewegen/ und also lassen sie zuweilen eine Reue und Neigung zu einem edlen Leben blicken; allein wo ist das Beharren/ da auf der andern Seiten das Interesse? Wodurch ernehren sie sich/ wie sie gewohnet? Die Tugend dürffte endlich siegen/ wenn die Wollust durch einen anständigen/ und das Interesse durch einen solchen Liebsten contentirt würde/ der sie ausser denen Opern honneter halten könte; und solches wünsche als ein guter Freund von Grund der Seelen. Was aber die Männer anbelangt/ solches müssen zu einer friedseeligen Ehe eine gute [aq]Opinion[/aq], und wenn sie ja nicht viel gutes glauben können/ in [aq]Regard[/aq] der künftigen Auffuhrung die Christliche [aq]Maxime[/aq] aus dem [aq]Corpore juris canon[/aq]. vor Augen haben: ¶ [aq]Meretricem in uxorem ducere, est bonum opus facere[/aq]. ¶ Und legen endlich Ubelgesinnte meine wohlmeinende Gedancken hierüber als eine [S] Verläumdung aus/ was saget denn die Schrifft darzu: Sirach [aq]cap. 9[/aq]. Fleuch die Bulerin/ daß du nicht in ihre Stricke fallest. Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihrem Reitzen. Also will lieber mit dem Himmel ein Verläumder/ als mit den Menschen ein Schmeichler seyn. ¶ Viele schöne Regeln hat nun der Herr [aq]Autor[/aq] in diesem Wercke von den [aq]Opern[/aq] entworffen; allein ob und wie man mit eben dem tugendhafften Gemühte aus/ wie in die [aq]Opern[/aq] gehen/ und die Stimme des Frauenzimmers hören/ ohne die [aq]Sirenen Charmes[/aq] in das Hertz dringen lassen könne/ hat er mir/ ich weiß nicht/ ob einem mehr Erfahrnen / oder sonst warum/ auszuführen übergeben/ so auch nächst GOtt in einem andern Tractat mit aller bescheidenen Höflichkeit geschehen soll. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [76-78]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XX[/aq]. In der andern Classe waren faule [aq]Patres[/aq], solche Würmer/ welche der Eigenschaft unserer Sprache nicht nachgedacht/ spndern immer bey der alten Leyer blieben sind/ und haben die wahre Losung behalten: Narr[aq]avere Patres, & nos Narravimus omnes[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XX[/aq]. In der andern Classe waren faule [aq]Patres[/aq], solche Würmer/ welche der Eigenschaft unserer Sprache nicht nachgedacht/ spndern immer bey der alten Leyer blieben sind/ und haben die wahre Losung behalten: Narr[aq]avere Patres, & nos Narravimus omnes[/aq]. / Fundstelle
Seite: (50) [136]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVI[/aq]. ¶ Von [aq]Oratorien[/aq]. ¶ [aq]CCXI[/aq]. ¶ Eine [aq]Oratoria[/aq] ist eine vortrefflich schöne Art/ und vornehmlich wird sie uns in geistlichen Sachen und Kirchen-Stücken [aq]contenti[/aq]ren. ¶ [aq]CCXII[/aq]. Sie ist aber kürtzlich also beschaffen/ daß ein Biblischer Text und [aq]Arien[/aq] unter einander gewechselt werden. Bisweilen thut man auch ein oder ein Paar Gesetze aus einem [aq]Choral[/aq]-Gesang darzu. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XVI[/aq]. ¶ Von [aq]Oratorien[/aq]. ¶ [aq]CCXI[/aq]. ¶ Eine [aq]Oratoria[/aq] ist eine vortrefflich schöne Art/ und vornehmlich wird sie uns in geistlichen Sachen und Kirchen-Stücken [aq]contenti[/aq]ren. ¶ [aq]CCXII[/aq]. Sie ist aber kürtzlich also beschaffen/ daß ein Biblischer Text und [aq]Arien[/aq] unter einander gewechselt werden. Bisweilen thut man auch ein oder ein Paar Gesetze aus einem [aq]Choral[/aq]-Gesang darzu. / Fundstelle
Seite: (275) [361]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Fundstelle
Seite: (475-476) [561-562]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Fundstelle
Seite: (500) [586]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (554) [640]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [26-27]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 

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