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  1. 16. Gleiche Meinung hat es auch mit de- [S]nen Worten/ die mit der Christlichen Religion eingeführet worden/ und der Ankunfft nach aus einer andern Sprache herstamomen/ als: Sacrament/ Apostel/ Evangelium etc. Welche sonder grosse Aergerniß nicht geteut (Q1780)
  2. 8. Was wunder ist es dann/ wann unsre uhralte Majestätische Wort und Verstandreiche Teutsche Heldensprache/ von den allgemeinen Gesetzen deß wandelbaren Welt Wesens sich nicht befreyen mögen? Zumahlen sie von den meinsten und grössten Theil der Eurepe (Q1779)
  3. daß nun kein Land in der Welt ist/ da man durchgehends Lateinisch [S] zu reden pfleget/ und bleibet sie also der Gelehrten Muttersprache/ mit Verlauff der Zeit ist sie vor ihrem ersten Stammgrund ([aq]lingua osca[/aq]) fast gantz abgekommen/ daß sie noc (Q1778)
  4. 4. Die Heilige Sprache/ welche bey deß Ebers Nachkommen/ benebens der waaren Religion beharret/ hat sich in die Chaldäische/ Syrische/ Punische und Arabische Mund-Art (der Samaritanischen zu geschweigen) getheilet/ daraus nachgehender Zeit besondre Spra (Q1777)
  5. 3. Sind alle Land- und Haubt-Sprachen solchen Veränderungen unterworffen gewesen/ wie solte sich dann unsre Teutsche Sprache allein derselben haben entbrechen können; da sie zumahlen eine von den ältsten/ und ihren Anfang genommen mit den Inwohnern der (Q1776)
  6. 14. Wolte man den Hebreern ferner nach ahmen/ könte man die Anfangsbuchstaben/ wie sie die Endlettern zu den mehrern Zahlen gebrauchen also. (Q1775)
  7. 9. Lernen wir Hebraische/ Griechische und Lateinische Verse machen/ warum wollen wir es in dem Teutschen nit auch so weit bringen/ daß wir zum wenigsten von einem Gedicht urtheilen können. (Q1774)
  8. Boileau, Nicolas (Q1773)
  9. Hierbey möchten etliche vermelden/ daß der Heidnischen Götter und Poëtischen Fabeln keine Meldung beschehen/ [S] die zu den Gedichten nohtwendig scheinen. Hierauf ist zuwissen/ daß ich für verantwortlicher halte/ wann die Christen der Heidnischen G (Q1772)
  10. 11. Belangend den Inhalt/ ist solcher bereits etlicher massen vermeldet/ und betrifft ins gemein die Lieblichkeit des Feldlebens/ ohn desselben Beschwerniß/ die Ruhe deß Gemüts/ verantwortliche Liebshändel/ und sollen die Heydnischen Götzenbilder/ we (Q1771)
  11. ES ist vor unerdenklichen Jahren die Poeterey absonderlich zu des Bacchi Götzendienst gewidmet gewesen/ in dem die Heyden bey Verzehrung ihrer Opfergaben gesprungen und gesungen/ beedes aber ohne Beobachtung der steigenden und fallenden Sylben/ nicht zus (Q1770)
  12. 10. Der erdichten Personen sind I. Heydnische Götter/ als Apollo/ Cupido/ Venus/ Neptun/ welcher etliche in ihren Gedichten gebrauchen zur Vorstellung des Tags/ der Begierde/ der Liebe/ des Wassers/ etc. Hiervon sagt unser Rüstiger in dem Vorbericht sei (Q1769)
  13. 3. Weil aber die Heyden vieler Sachen Ursachen nicht erkundigen mögen/ haben sie solche ihren Göttern zugeschrieben/ und denselbigen für die Früchte der Erden/ der Bäume/ des Rebens/ und dergleichen Danckopfer gebracht/ dabey aber ihr Gebet/ und Lobg (Q1767)
  14. Es ist ein Tröpflein deß unergründlichen Meers/ ein Finklein der unendlichen Flamen/ und ein geringer Schatten eines Weltgrossen und Himmelhohen Liechtes. (Q1766)
  15. Wie nun alle/ so bißhero Bücher geschrieben keines Gewalts oder Befehls von andern benöhtiget gewesen; sondern aus eignen Wolmeinen/ dem Nechsten zu nutzen/ und ihre von GOTT ertheilte Gaben mitzutheilen vermeinet: also stehet annoch einem jeden frey z (Q1765)
  16. Nichts wird mit uns gebohren/ ob wir gleich von GOTT mit einer natürlichen Fähigkeit viel zuerlernen begabet sind/ und gleichsam von der Natur zu einer Sache mehr gewidmet scheinen als zu der andern. (Q1764)
  17. daß nach [aq]Scaligeri[/aq] Meinung/ zugleich mit der Natur eine zahlbare und mäßrichtige Krafft/ entstanden/ welche zu der Poeterey veranlasst/ und ligen gleichsam die Quel-[S]len derselben in der Natur verborgen/ welche die Kunst nach und nach mit Fl (Q1763)
  18. Die Beredesamkeit an ihr selber ist eine Gabe GOttes und der Natur/ welche durch beharrlichen Fleiß/ und obliegende Arbeit/ muß erhalten und behalten werden. (Q1762)
  19. Dieses aber/ ein Gedicht das Feuer und Geist hat/ zu Papier setzen/ muß von höherer Eingebung herflüssen/ man wolle gleich solches einem reinen und mässigerwärmten Gehirn oder andren Ursachen beymessen/ in welchen die Poëten [S] mit den Mahlern mein (Q1761)
  20. DAß zu der Poeterey absonderliche seltne Gaben der Natur/ und die Erkundigung fast aller Wissenschaften vonnöhten/ kan aus allen wolverfasten und leswürdigen Gedichten beglaubet werden. Die natürliche Fähigkeit solcher Kunst bestehet in einem darzu g (Q1760)
  21. 11. Was mit Raht und Verstand vorzunemen ist/ muß nohtwendig zu einer Kunst gezogen werden. Die Natur ist eine Meisterin/ den hurtigen Feuergeist anzubrennen/ die Kunst aber gleichsam das fette Oel/ durch welches solcher Geist weitstralend erhellet/ und (Q1759)
  22. 5. Etlichen ermangelt es an natürlicher Fähigkeit zu der Poeterey/ daß sie zwar die Wort kunstrichtig zu binden wissen/ aber gezwungen/ hart und mißlautend; ohne poetische Gedancken/ und sinnreiche Einfälle: daß man leichtlich sehen kan/ es sey kein (Q1758)
  23. DIe edle Poeterey gleichet einer reichlich geschmuckten Königin/ welcher Thron über alle andre Wissenschaften hinauf gesetzet ist/ (Q1757)
  24. 22. Was die Rede für eine herrliche Gnaden Gabe deß Gütigen GOTTES erkennen die jenigen am meinsten/ welche sie verlohren haben: Andre die solche mißbrauchen/ und GOTT nie dafür gedanket haben/ sind viehisch gesinnet und hassen alle Tugenden und Wiss (Q1756)
  25. Die ältste Poeterey bey den Heyden/ hat der Götter Lob- und Danklieder zu ihrem Inhalt gehabt/ wie sie auch bey dem Volk GOTTES benebens der Singkunst jederzeit erhalten/ gehandhabt/ und für ein Antheil der in dem verborgnen liegenden Weißheit gehalte (Q1755)
  26. Es kan auch diese Dicht- und Reimkunst niemand verächtlich für kommen/ als verächtlichen und verdächtigen Personen/ welche aus Neid oder Unbedacht hassen/ was sie nicht ergreiffen und gleichständig nachthun können. Ich will nicht sagen von dem Käis (Q1754)
  27. 4. II. Haben diese Spiele ins gemein das Absehen/ zu nutzen und zu belustigen. Obwol zu Nachfolge der Ebreischen Poeterey alle Gedichte zu GOTTes Ehre billich gerichtet werden sollen/ so ist doch verantwortlich/ daß man sich des Nechsten Neigung nach beq (Q1753)
  28. Der Dichter aber führt eine gantz andere Art/ indem er gleichsam aus etwas nichts [S] bildet/ und eine Sache mit solchen natürlichen Farben ausmahlet/ und alle andere Wissenschaften und Künste zu seinen Diensten anzuwenden weiß. (Q1752)
  29. 11. Ein löblicher Poet schreibet allezeit solche Gedichte/ die zu GOttes Ehre zielen/ grosse Herren/ und gelehrte Leute belustigen/ die Unverständigen unterweisen/ der Verständigen Nachsinnen üben/ die Einfältigen lehren/ die Betrübten trösten/ und (Q1751)
  30. 9. Deß Poeten Absehen ist gerichtet auf den Nutzen/ und auf die Belustigung zugleich. Der Nutz sol andre und auch ihn selbst betreffen/ und niemals wider Gott/ noch durch Aergerniß wider den Nechsten gerichtet seyn. Was Ehr und Ruhm kan man doch aus une (Q1750)
  31. 2. Aus Betrachtung der Natur/ und Erforschung der Weltgeschöpffe/ entstehet deß höchsten Lobgesang (Q1749)
  32. Von der Poeterey Ursprung ist bey dem Kunstrichter Scaliger/ [aq]V[/aq]ossi und andern viel zu lesen. Kurtz davon zu reden/ so sind die Poeten vor alters zugleich Naturkündiger/ Sittenlehrer und Säitenspieler/ oder Musici gewesen. Mit Fortsetzung der fr (Q1748)
  33. Ja/ wann uns Teutsche keine andere Ursache zu unser Poeterey treiben solte/ so wären doch die geistlichen Lieder/ zu Erweckung hertzbrünstiger Andacht darzu gnugsam/ welche/ ohne kunstrichtigen Bericht/ nicht können verfasset werden. ¶ 10. Von alters (Q1747)
  34. Ordnung Register (Q1746)
  35. [aq]MANTISSA. MONOSTICHA TYPOS VETERIS TESTAMENTI, cum HISTORIIS EVANGELICIS[/aq] conferentia, Quibus accessit [aq]EMBLEMATUM SACRARUM. DECAS UNICA[/aq]. (Q1745)
  36. X. Geistliche Geschicht-Reden (Q1744)
  37. Der II. Theil. Bestehend In Poetischen Beschreibungen/ verblümten Reden und Kunstzierlichen Ausbildungen. (Q1743)
  38. Schluß des I. Theils. (Q1742)
  39. Die X. Betrachtung. Von den Bildereyen. (Q1741)
  40. Die IX. Betrachtung. Von den Reimgebänden. (Q1740)
  41. Die VIII. Betrachtung. Von der Reimung. (Q1739)
  42. Die VII. Betrachtung. Von der Rede Zierlichkeit. (Q1738)
  43. Die VI. Betrachtung. Von den Gleichnissen. (Q1737)
  44. V. Von der Nachahmung ([aq]de Imitatione[/aq].) (Q1736)
  45. [IV.] Von dem Inhalt der Rede. (Q1735)
  46. Die III. Betrachtung. Von den neuen Wörtern und unterschiednen Redarten. (Q1734)
  47. Die II. Betrachtung. Von den Frembden Wörtern in der Teutschen Sprache. (Q1733)
  48. Die I. Betrachtung. Von Veränderung der Sprachen. (Q1732)
  49. Vorrede Von der natürlichen Fähigkeit zu der Poeterey und Redkunst/ wie auch von dem Inhalt/ oder der Veranlassung zu diesem Werklein. (Q1731)
  50. Der Verleger. An den Günstigen Leser. (Q1730)

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