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- Poliander/ deme an zeitlicher Glückseeligkeit/ auser den leiblichen Namens-Erben/ nichts abgehet/ wird unsere Gesell-[S]schaft/ als eine wolverpflegte fruchtbare Tochter hinterlaßen/ welche durch ihre Schrifft-Kinder seine rühmlichste Gedächtniß auf (Q4981)
- wie dann insonderheit die Löbl. Altdorfische Universität/ und dero Theologisch- und Philosophische Facultäten/ so viel merklich- und wirkliche Denk-Zeichen der Ingolstätterischen Groß-Freygebigkeit nimmermehr vergeßen/ sondern durch ihre Schrifften/ (Q4980)
- Ich könte vor allen gedenken der ungefärbten Gottesfurcht; ohne derer Liecht die Klugheit blind/ die Beredtsamkeit ein Sirenen-Gesang/ die Weißheit Unwißenheit/ auch andere schön-gleißende Gemütes-Gaben verlarvte Laster sind/ und Bilder ohne Leben. (Q4979)
- das reife Urtheil des Verstandes/ der sich vergleichet einer Quelle vieler so ernstlich- als galanten Wißenschaften; daraus/ wie aus dem Musen-Brunnen Aganippe/ nicht nur die studirende Lehrlinge/ sondern auch berühmte Gottes- und Weißheit-Lehrer ihren (Q4978)
- Gegen Meinen hochgeehrten Herrn Schwagern könte ich/ aus vielen Bewegnißen zu dieser meiner Kühnheit/ billich hier an die Spitze stellen die nun über etlich-dreißig Jahre lang/ durch GOttes Gnade/ unter uns fortwärende Freundschaft/ welche/ auf ihre (Q4977)
- Nun fragt sichs/ Ob die Schau-Spiele/ wovon wir bißhero gehandelt/ heut zu Tage unter den Christen in wol angeordneten [aq]Republiquen[/aq] zu erdulten? Viele von denen Gelehrten antworten mit ja: indem nirgend in H. Schrifft gelesen wird/ daß dergleich (Q4976)
- Anbey aber hat unsere Comoedie mehrere Freiheit [aq](1) ratione Objecti seu Materiae[/aq]: dann sie nimmt nicht so wol poßierlich- und lächerliche/ als ergetzliche/ und (wie es billich seyn sollte!) offtmals wichtige/ gottsfürchtig- und lobwürdige Ged (Q4975)
- Es gehöret eine gar große Klugheit hierzu/ daß man der Sache nicht zuviel thue: ist also rahtsamer/ sich solcher Stachel-Schrifften zu enthalten/ und die edle Zeit auf Geistliche oder andere löbliche Gedichte anzuwenden/ dadurch man vielleicht nachdr (Q4974)
- Aber auf den heutigen neuen [aq]Medaillen[/aq], werden entweder [aq]suo Marte[/aq] erdichtete/ oder aus einem bekannten Po[aq]ë[/aq]ten entlehnte [aq]hemistichia[/aq], ganze Verse/ zuweiln wol gar [aq]disticha[/aq], oder auch [aq]dicta S. Scripturae[/aq] (Q4973)
- Darnach darf es auch [aq]Genios[/aq], Engel- und Menschen-Bilder führen/ als Weibs-Personen/ wann von Tugenden und Lastern gehandelt wird; oder aus der Mythologie/ z. B. den Ganymed/ der von einem Adler gen Himmel getragen wird; den Phaëthon vom Himmel (Q4972)
- Nach den [aq]Epigrammatibus[/aq] ist auch etwas weniges von den [aq]Anagrammatibus[/aq] zu gedenken. Diese sind schon den alten Ebraeern bekannt gewesen/ derer [aq]Cabbala[/aq] zum Theil in [aq]Anagrammatismo[/aq] bestehet. (Q4971)
- Die Namens-Tag-Glückwünsche/ kommen mit den Geburts-Tag-Glückwünschungen von der andern Gattung viel überein; denn es kan auch hier der Poët dem Himmel danken/ daß er diesen Tag so glücklich wiederkehren und von dem Patron erleben laßen. (Q4970)
- Bei dem andern Geburts-Gedichte/ da man einer erwachsenen Person an ihrem Geburts-Tage Glück wünschet/ danket der Po[aq]ët[/aq] dem Himmel/ daß er diesen Tag so glücklich habe wieder geboren; er redet die Morgenröhte oder die Sonne an/ und ermuntert (Q4969)
- Allerhand [aq]specialia[/aq] aber pfleget uns die Erfahrung mitzutheilen; z. B. Wer selbst in großer Sünden-Angst gestecket/ oder andern betrübten Gewißen öffters gerahten/ dem werden die Einfälle zu einem Buß-Lied viel beßer von statten gehen. (Q4968)
- Im übrigen können auch die [aq]disciplin[/aq]en und Wißenschaften zu einer ieglichen Materie die [aq]Generalia[/aq] beitragen/ und lehren/ wie eine iede Sache nach ihrem Grunde beschaffen sey. Z. B. Wann [S] ich ein Buß-Lied schreibe/ so kan mir die T (Q4967)
- Es sind aber der Oden zweierlei/ Geistliche und Weltliche. Die Geistliche/ welche man GOtt zu Ehren verfaßet/ werden [aq]Hymni[/aq] oder Geistliche Lieder genennet; dergleichen bei uns Christen billich die meinsten seyn solten: und derer viele schöne vo (Q4966)
- Wir suchen biß heut zu Tage eben so genaue nicht in unsern Oden oder Gesängen: dann wann die erste Strophe einer Ode in die Music gebracht ist/ so müßen die folgende Sätze eben solche Melodie annehmen/ sie schicke sich hierzu oder nicht; da bißweile (Q4965)
- Von den Oden/ oder Geist- und Weltlichen Liedern. ¶ Wann man mehrere Vierlinge/ Sechslinge/ Achtlinge und dergleichen/ in unterschiedlichen Strophen nacheinander setzet/ so werden Oden daraus/ d.i. Geistlich- und Weltliche Lieder. ¶ Ode [griech.] ist ei (Q4964)
- Die wolgemeinte Satzung- und Verordnungen/ worauf sich dieser Löbl. Orden freywillig verglichen/ bestehen meinstens darinnen: daß derselbe vor allen Dingen auf die Verehrung des Göttlichen Namens/ Vermehrung der Teutschen Treue/ und auf das Wachsthum u (Q4963)
- Es hat sich ferner dieser Blumen-Orden/ innerhalb etlich dreißig Jahren/ vom Anfang her gerechnet/ fast auf ein halbhundert vornehmer und gelehrter Mitglieder in Franken/ Schwaben/ Sachsen/ Pommern/ Preus-[S]sen/ Dennemark/ und andern Orten/ vermehret; s (Q4962)
- Dieses ist allhier von der Meister-Singer Ursprung zu merken. Wir wollen aber bald hernach ein mehrers von ihnen anführen; und hier noch gedenken der Lebens-Beschreibung des Cöllnischen Erzbischoffen [aq]Annonis[/aq], in alt-Teutschen Reimen; welche etw (Q4961)
- Dieses Großen Carls Sohn Ludwig der Fromme/ soll sich bemühet haben/ die ganze Heilige Schrifft/ per [aq]Poëtam quendam Saxonem[/aq], in Teutsche Verse zu bringen; welche Ubersetzung aber vermuhtlich nicht mehr vorhanden. Zu den Zeiten Keisers [aq]Loth (Q4960)
- Diese andere Zeit ist vom neundten Jahrhundert nach Christi heilwärtiger Geburt/ und zwar von Carl dem Großen selbst anzufangen (Q4959)
- Einige haben es nur allein bei den [aq]praeceptis Prosodicis[/aq] gelaßen/ und die bloße Reim- oder Vers-Kunst getrieben; auch ihre Prosodien mit allzu vielen nicht gar richtigen Reguln und Beispielen angehäufet/ ingleichen mit allerhand unnöhtigen Ne (Q4958)
- Von diesen und dergleichen mehreren sind zu besehen die schon belobte [aq]Caes. Ripae Iconologia[/aq], und [aq]Jac. Masenii Speculum Imaginum Capp. 19 & 20[/aq]. Absonderlich von Ausbildung- und Vorstellungen der heidnischen Götter und Göttinnen/ besieh (Q4957)
- Ein [aq]accurates Symbolum[/aq] stellet weder eines waarhaften noch erdichteten Menschen Gestalt für; ingleichen keines Heidnischen GOttes oder Göttin; und schicket sich der Hercules mit seiner [aq]clava[/aq], Jupiter mit seinem Donner-Keile/ Cupido mit (Q4956)
- Hieher gehören die [aq]Hymni[/aq] oder Lob-Gesänge/ so zu Ehren der Heidnischen Götter abgesungen werden: als des Opitzen Lobgesänge dem Bacchus und dem Kriegs-Gotte zu Ehren verfaßet; dergleichen zwar zu verfertigen einem Christen nicht wol anstehet (Q4955)
- Jedoch sind hiedurch nicht zu verstehen der heidnischen Götter und Göttinnen Namen/ welche/ so es ohne Abgötterei und Aberglauben geschiehet/ in einem Teutschen Gedicht/ iedoch mit Maas/ zu erdulten sind. Es müßen aber diese Götter-Namen/ und andere (Q4954)
- Im andern Theil dieses Werkes zeiget sich eine Teutsche Mythologie/ oder Lehre von den Poëtischen Fabeln/ welche ich iederzeit [S] zu Ende meiner [aq]Collegiorum Poëticorum[/aq] kürzlich tractiret; nicht zwar/ daß wir bloß hin der erdichteten heidnis (Q4953)
- Die Poesie in einem bunten Rock voller Blumen oder Sternen/ mit einem Lorbeer-Kranz bekrönet/ sitzend in tiefen Gedanken / und gleichsam in einem [aq]enthusiasmo[/aq] oder Verzuckung/ mit offnen und aufgeblasenen Brüsten/ um welche etliche [aq]Genii[/aq (Q4952)
- Wann [aq]Horatius[/aq] singet [aq]Lib. I. Od. 3[/aq]: ¶ [aq]Nec quicquam Deus abscidit[/aq] ¶ [aq]prudens, Oceano dissociabili[/aq] ¶ [aq]terras, si tamen impia[/aq] ¶ [aq]non tangenda rates transiliunt vada[/aq]. ¶ Wie schicklich nennet er [aq]Deum[ (Q4951)
- [aq]Ingenium cui sit, cui mens divinior, atque os magna sonaturum, do nominis hujus (Poëtae) honorem; sagt Horatius[/aq]. (Q4950)
- EIne gute Erfindung ist die Seele des Gedichtes/ welches ohne jene ganz todt und leblos/ und nur ein eitles Geschwätz zu nennen ist. Die Alten haben sich/ um gewiße Regeln von der Poetischen Erfindung zu geben / wenig bekümmert; weil sie vermeynten/ di (Q4949)
- und hier nicht übergehen/ was [aq]Lambecius[/aq] [S] [aq]Lib. II Comment. de Bibl. Vindob. p. 772[/aq] meldet/ daß in diesem Keiserl. Bücher-Schatz vorhanden sey eine alte [aq]membrana[/aq], darauf die Sonntags- und Fest-Episteln/ samt andern [aq]fragm (Q4948)
- Im zwölften Jahr-hundert nach unsers Seeligmachers Geburt/ unter der Regierung [aq]Friderici Barbarossae[/aq], ist die damalige T. Poesie zu sonderbarem Ansehen erhoben/ und nicht nur eine Ritterliche/ sondern Fürstlich- und Königliche Ubung worden. (Q4947)
- [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat in seinen [aq]Rebus Germanicis[/aq] ein alt-Teutsches Gesang/ welches zu Freisingen in einem Closter gefunden/ und/ wie er schreibt/ soll gemacht seyn worden im 485sten Jahr nach Christi Geburt/ als nemlich die Franken zu dem (Q4946)
- Gleichwie nun bei den Ebreern die Hohenpriester/ bei den Babyloniern und Persen die [aq]Magi[/aq] oder Weisen/ bei den Aegyptiern und Griechen die [aq]Hierophantae[/aq], bei den Indianern die Brachmanen/ und bei den Römern die [aq]Pontifices[/aq], den [a (Q4945)
- Sind also unserer uralten Vorfahrer ihre Priester/ Po[aq]ë[/aq]ten und Musicanten gewesen/ welche bei ihren Opfern/ und sonsten/ ihre Stimme hören laßen/ und an statt der Chronologie und Geschichtschreibung/ verschiedene [aq]carmina[/aq] und Gesänge v (Q4944)
- Wir wollen aber bei der alten Ebreer/ Griechen und Lateiner Po[aq]ëterei[/aq] uns nicht aufhalten; sondern nur noch dieses melden/ daß auch von vielen andern alt-bekannten und barbarischen Völkern/ als den Aegyptiern/ Thraciern/ Celten u.a.m. die Po[aq (Q4943)
- Viele der Heiden haben derer Erfindung dem Apollo/ die Aegyptier dem Osiris/ die Thracier dem Orpheus zugeschrieben. Andere haben denen Musen die Pallas vorgesetzet/ und gedichtet/ daß diese aus des Jupiters Gehirne gebohren worden: anzudeuten/ daß alle (Q4942)
- Die Druck-Fehler/ (Q4941)
- Zugabe von einigen Ehr- Lehr- und Leich-Gedichten. (Q4940)
- Teutsche Mythologie (Q4939)
- Druck-Fehler. (Q4938)
- Register/ die vornehmsten Sachen/ so in dieser Anweisung zur Teutschen Po[aq]ë[/aq]sie enthalten/ anzeigend. (Q4937)
- Ferner folget/ dem Alphabet nach ein Register vieler T. gleichlautender Wörter/ derer Recht-Schreibung wol zu beobachten. (Q4936)
- Von der Teutschen Recht-Schreibung/ wie darüber sich der Löbl. Pegnesische Blumen-Orden verglichen. (Q4935)
- Das VII Capitel Von der Teutschen Stein-Schreib-Art und scharf-sinnigen Obschrifften. (Q4934)
- Das VI Capitel Von der Ausbild- oder Bilder-Kunst/ ([aq]Iconologia[/aq].) (Q4933)
- Das V Capitel Von einigen großen und weitleuftigen Gedichten/ dergleichen sind Die Helden-Gedichte und [aq]Romans[/aq]. (Q4932)