Anfangs-Gründe zur Reinen Teutschen Poesie Itziger Zeit (Q140): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]VII[/aq]. ¶ Wie findet man [aq]Probantia ab honesto & turpi[/aq]? ¶ Hier [aq]examinir[/aq]en einige die [aq]Thesin[/aq] nach den [aq]4[/aq] Moralischen Regeln: ¶ [aq]1. Ama Deum[/aq]. ¶ [aq]2. Ama te ipsum[/aq]. ¶ [aq]3. Ama proximum[/aq]. ¶ [aq]4. Ama rempublicam[/aq]. ¶ Allein es ist leichter, wann ein Anfänger bey seiner [aq]Thesi[/aq] folgende Fragen anstellet: ¶ [aq]1[/aq]. Kömmt es mit den göttlichen Gesetzen überein oder nicht? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]VII[/aq]. ¶ Wie findet man [aq]Probantia ab honesto & turpi[/aq]? ¶ Hier [aq]examinir[/aq]en einige die [aq]Thesin[/aq] nach den [aq]4[/aq] Moralischen Regeln: ¶ [aq]1. Ama Deum[/aq]. ¶ [aq]2. Ama te ipsum[/aq]. ¶ [aq]3. Ama proximum[/aq]. ¶ [aq]4. Ama rempublicam[/aq]. ¶ Allein es ist leichter, wann ein Anfänger bey seiner [aq]Thesi[/aq] folgende Fragen anstellet: ¶ [aq]1[/aq]. Kömmt es mit den göttlichen Gesetzen überein oder nicht? / Fundstelle
 
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Version vom 23. Januar 2025, 14:24 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Anfangs-Gründe zur Reinen Teutschen Poesie Itziger Zeit
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    Aussagen

    0 Fundstellen
    1724
    0 Fundstellen
    Halle im Magdeb.
    0 Fundstellen
    Unbekannter Wert
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [17-36]
    Eine Fundstelle
    (27-40) [63-76]
    Eine Fundstelle
    (840-847) [892-899]
    Eine Fundstelle
    (847-853) [899-907]
    Eine Fundstelle
    (858-863) [912-917]
    Eine Fundstelle
    (897-906) [953-962]
    [aq]§. 15[/aq]. ¶ Fraget man: Wo dieser [aq]Enthusiasmus[/aq] eigent-[S]lich herrühre? so ist der meisten ihre Meynung, daß er entweder von GOtt, vom Satan oder andern natürlichen Ursachen seinen Ursprung nehme. Kein vernünfftiger Christ wird in Zweiffel ziehen, daß die Psalmen und Lieder der Propheten im Alten Testament und die andächtigen und erbaulichen Lieder des Neuen Bundes von GOttes Eingebung und Triebe herrühren. Ob aber auch die Prophezeyungen etlicher Poeten als des [aq]Lotichii[/aq] vom Untergange der Stadt Magdeburg; [aq]Nostradami[/aq] von den Begebenheiten unterschiedlicher Fürstlichen Häuser und Simon Dachs von der Königlichen Preußischen Crone hieher gehören, das hat der unvergleichliche [aq]Buddeus[/aq] in einer zu Halle gehaltenen [aq]Disputation[/aq] über die Frage: [aq]An naturali homines polleant vaticinandi facultate[/aq], gründlich gewiesen. ¶ [aq]§. 16[/aq]. ¶ Von des Teuffels Eingebung rühren ausser Zweiffel her alle geile Huren- und Sauff Lieder, wodurch man den unreinen Heydnischen Schand-Göttern [aq]Veneri[/aq] und [aq]Baccho[/aq] auf eine unverantwortliche Weise Opfer bringet; ingleichen alle gereimte Pasquille und Sau-Zoten in den Hochzeit-Gedichten; die [aq]Expressiones[/aq] mögen auch noch so gelehrt, sinnreich und unvergleichlich seyn, als sie wollen. In welche Classe man auch setzen möchte die [aq]Carmina Sybillina[/aq], von welchen letzteren gedachter [aq]Petitus[/aq] und [aq]Korthold[/aq] zu [aq]conferir[/aq]en sind.
    Eine Fundstelle
    (12-13) [48-49]
    [aq]XXV[/aq]. ¶ Aber darff denn ein Christlicher Poet aus der [aq]Mythologie[/aq] die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen in den Versen gebrauchen? ¶ Hierinnen fehlen einige in [aq]Excessu[/aq], einige in [aq]Defectu[/aq]. Die in [aq]Excessu[/aq] begehen darinnen Fehler, wenn sie der Sache zuviel thun und nichts vor schön halten, wo es nicht mit solchen Heydnischen Alfanzereyen angefüllet ist, daran Christlichgesinnte Gemüther billig einen Eckel haben. Aber die in [aq]Defectu[/aq] fehlen, welche gar nichts aus der [aq]Mythologie[/aq] leyden wollen, wozu sie bewogen werden durch die [aq]Dicta Exod. XXIII. 13. Zachar. XIII. 2. Hos. II. 16. 17[/aq]. Allein sie haben gar nicht nöthig, sich ohne Noth ein Gewissen zu machen, sonst hätte Salomo im Tempel keine Cherubinen, Löwen, Ochsen u. s. w. machen dürffen; Christus die eherne Schlange und der Heil. Geist den [aq]Jupiter[/aq] und [aq]Mercurius Actor. XIV 12. 13[/aq]. nicht [S] nennen dürffen; ja Paulus würde auf dem Schiffe nicht gefahren seyn, woran der [aq]Castor[/aq] und [aq]Pollux[/aq] gestanden. Denn die angeführten [aq]Dicta[/aq] verbiethen nicht die Anführung der Heydnischen Götter, sondern nur die Ehre der Anbethung, welche GOtt allein gebühret. [aq]Exod. XX. 4. 5[/aq]. Haben also [aq]Lipsius, Heinsius[/aq] und Opitz nicht wohl gethan, daß sie der [aq]Venus[/aq], dem [aq]Marti[/aq] und [aq]Baccho[/aq] Lob-Reden gemacht. Allein man kan selbe ohne Verletzung des Gewissens gebrauchen ¶ 1. Als [aq]Inventores[/aq] […] ¶ 2. Wenn man [aq]Allegori[/aq]en, [aq]Comparationes[/aq] und [aq]Allusiones[/aq] davon machet [...] [S] […] ¶ 3. Wenn man von solchen [aq]Inventiones[/aq] und [aq]Fictiones[/aq] nimmet und daher einführet ¶ Bey einem [aq]Theologo[/aq] die [aq]Eusebiam[/aq] und [aq]Uraniam[/aq].
    Eine Fundstelle
    (106-108) [144-146]