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  1. [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sach (Q2788)
  2. [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene H (Q2787)
  3. Es ist merkwürdig/ daß in allen [aq]72[/aq]. Sprachen (welche/ wie die Gelehrten ins gemein davor halten/ geschrieben werden) das [aq]A[/aq] den Anfang macht/ wovon Frantz [aq]Loredano[/aq] in seinen [aq]Bizzarien fol. 560[/aq]. dreyerley Ursachen giebt (Q2786)
  4. Die Lobgetichte werden nach der Personen Stand und Eigenschaft gerichtet/ darinn der Poet von dem Redner nicht viel unterschieden ist. Diesen sind entgegen gesetzt die Verfluchungs- und Verachtungsgedichte/ von welchen/ wie auch den geistlichen Lob- und D (Q2785)
  5. Diese Nennung haben die Reime darum erlanget/ weil den Männern eine starke und durchdringende Rede zukommt; den Weibern aber eine gelinde und subtiele anstehet. Nicht aber/ wie etliche gemeinet/ weil die Weiber eine Riebe mehr hätten/ als die Männer: [ (Q2784)
  6. [aq]§. IV[/aq]. Sonst ist bekannt/ daß bey den Hebraeern die Reime in drey Hauffen abgesondert werden. Denn [aq]I[/aq]. haben sie die einsylbige Reimung/ wie wir Deutschen die männlichen Reime/ als: Welt/ [G: [aq]Buxtorff. Thes. Gramm. Ebr. Tractat. de (Q2783)
  7. Etliche gelehrte Leute haben beobachtet/ daß die Ebræer mit den Deutschen [G: [aq]lib. 5. Op. p. 1024[/aq].] im Verse-machen ziemlich übereinkommen/ zu welchem Ende [aq]Clajus[/aq] geschrieben: [aq]Germani ut Hebraei carmina scribunt, observantes in fi (Q2782)
  8. [aq]§. XXIV[/aq]. Die beweisende Gleichnüsse sind fast wie die Exempel geartet/ und können auf eine Schlußrede gezogen werden. Ein hieher gehöriges Exempel ist in dem Eintritt von des Agrippae Fabel beygebracht/ und könte man unterschiedliche aus de (Q2781)
  9. [aq]Augustinus[/aq] vergleicht sie [die Gleichnisse, J.T.] mit einem hellen Glase: Denn wie durch selbiges alle Säffte und Blumen so viel herrlicher gläntzen/ also wird der Verstand durch die Gleichnüsse desto mehr beleuchtet und vergnüget. Es sind ab (Q2780)
  10. Die Hebräer haben in ihrer [aq]Cabala[/aq], welches eine Wissenschafft ist von den Geheimnissen/ so theils in eintzeln Buchstaben/ theils in gantzen Worten bestehet/ ([aq]Cabala est divinae revelationis ad salutiferam Dei & formarum separatum contemplati (Q2779)
  11. Andere aber haben kein bedencken/ dergleichen Gedichte [in Prosa, J.T.] unter die [S] [G: [aq]Masen. Palaestr. Eloq. Ligat. cap. I. p. 2[/aq].] Poetische Sachen zu rechnen/ weil der vornehmste Theil darvon/ als die Erfindung und der Inhalt/ Poetisch ist. (Q2778)
  12. Zuletzt hat der bekante [aq]Philosophus[/aq], der alle Wissenschafft durch der Fische Sprache/ das stillschweigen/ ergründen wollen/ dem Gezänck abzuhelffen/ eine neue Lehrart erfunden/ und alles in dunckele Sprichwörter verkleidet/ welches auch nach [ (Q2777)
  13. [aq]§. XVIII[/aq]. Daß aber zu diesen Zeiten die Poeterey in grosse Verachtung kommen/ rühret vornehmlich aus zweyerley Ursachen her/ die eine ist der Neid und Unverstand etlicher Leute/ welche der Poeterey geschwonre und abgesagte Feinde seyn; denn gl (Q2776)
  14. Die vortrefflichsten Gemüther können sich am allermeisten mit einer Platonischen Ergötzung in ihren Gedancken beruhigen und vergnügen. ¶ Das Hertz ist weit von dem was eine Feder schreibet/ ¶ [...] ¶ Singet mein hochgeneigter Hr. von Birken. ¶ Sin (Q2775)
  15. Sehen wir uns heutiges Tages in unser Hochdeutschen Sprach ein wenig um/ müssen wir uns [S] über ihrer Reinigkeit billich erfreuen/ und haben Ursach dieselbe in Ehren zu halten/ weil der lieblich-abfliessende Laut der Reime/ in den Ohren eine sonderbahr (Q2774)
  16. Und überdieß berichtet noch [aq]Alfricus[/aq] in [aq]Glossario Saxonico[/aq], daß die alten Sachsen in Engelland ([aq]Britannia[/aq]) ihren Priester [aq]DRY[/aq] genant haben. Dannenher so viel weniger zu zweiffeln/ daß dieses Wort aus der [aq]Celti[/ (Q2773)
  17. Die Druiden seind alte heidnische Priester bey den Deutschen gewesen/ die in natürlichen Dingen und der Sitten Lehre den Leuten Unterricht ertheilet. Wie aus des Caesaris Wor- [S] ten abzunehmen [aq]lib. b. de bell. Gall. Inprimis hoc volunt persuadere, (Q2772)
  18. Imgleichen daß in dem gantzen Revier/ da ietzund das Lüneburger Land ist/ in der [S] blinden Heidenschafft solche Leute gewohnet/ biß der Franckische König [aq]Carolus[/aq], der hernach den Nahmen des Großen erworben/ die Sachsen-Länder eingenommen/ (Q2771)
  19. Die Barden waren bey den Celten/ (unter welchem Nahmen nach [aq]Lazii[/aq] aussage die Deutschen zu verstehen. [aq]Primaevi Tuiscones atque Galatae, qui posterius [aq]Alemanni[/aq] Germanive, Celtae Gallive nominati fuerunt. lib. I. p. 20[/aq].) Meisters (Q2770)
  20. Bey den Türcken soll noch heute zu Tage gebräuchlich seyn/ Jährlich an des [aq]Mahomets[/aq] GeburthsTage ihre Poeten auf geschehene Proben mit grossen Geschencken/ an Gold/ Kleider und Pferden zu begaben. [aq]Leo. Afer. lib. 3. c. 38. conf. Theatr. Tr (Q2769)
  21. Folgends wurden auch bey den Gastmahlen etliche Lieder von des Himmels Lauf und des gewaltigen Schöpffers Weißheit hervor gebracht/ von der ersten Arht hat [aq]Virgilius[/aq] ein Exempel/ da er in dem Banquete der Königin [aq]Dido[/aq], den singenden [ (Q2768)
  22. Uberdieß ist der Türcken [aq]Alkoran[/aq] oder Gesetz-Buch in lauter Arabischen Reimen verfaßt/ wiewohl sie nicht alle gleichförmig; denn bald ist der eine kurtz/ der andere aber zwey und mehrmahl so lang; Dannenher [aq]Scaliger Animadvers. in Chronol (Q2767)
  23. Lob- und Laster-Händel/ als: [...][S][...] [aq]Hymni[/aq] Geistliche Lobes-Lieder oder Getichte. (Q2766)
  24. Trauer-Händel, als: [...][S][...] [aq]Threni[/aq] Geistliche Klage-Lieder oder Getichte. (Q2765)
  25. [aq]k[/aq] Hebräischer Nahmen [S] Sylben. Als Sion und Sión/ Israel und Isráel/ Hérmon und Hermón/ besiehe Opitz Ps. [aq]3/ 129/ 52/ 133[/aq]. Doch soll man sich hüten/ damit es unserer Sprache nicht gar zu hart zu wider lauffe. (Q2764)
  26. Denn durch dieses/ nehmlich die ädle Dankbarkeit/ ([aq]i[/aq] [[aq]Gratitudo omnium virturum mater est; ex qua in Deos Religio in patriam charitas in parentes pietas, inter homines amicitia profluit Cael Rhodig. antiq. lect. lib. 5 cap. 3[/aq].]) als ein (Q2763)
  27. Wolte GOtt aber/ es würde iede Undankbarkeit also/ wie an diesem/ belohnet (Q2762)
  28. Aus dem andern/ wenn man nehmlich der empfangenen Gutthat vergisset/ fliesset das/ Gott und der gantzen ehrliebenden Welt verhassete Laster/ die abscheuliche Undankbarkeit her/ und wird dardurch das ädle Geschöpf/ der Mensch/ das Göttliche Ebenbild mit (Q2761)
  29. [aq]§. II[/aq]. Wie man sich in allen andern Sprachen höchstes Fleisses um die Rechtschreibung bemühet/ und die Schulknaben/ so oft sie darinnen irren/ bestraffet: also soll man auch in unser Muttersprache solches beobachten/ welche nach der Hebräisch (Q2760)
  30. Von wem aber haben die Griechen und Lateiner an-[S]fangs etwas erlernet? Traun von den [aq]Hebraeern[/aq] und [aq]Celten[/aq], als [G: [aq]Harsdorff. Disquis. 9. in specim. Philol. p. 184. seqq[/aq].] derer Gedichte eigentlich in Reimen bestehen; darauf w (Q2759)
  31. [aq]Julius Caesar[/aq] erinnert/ daß [G: [aq]Lib. VI. Comm. de bello Gallico. Lazius de Migrat. Gent. lib. 3. p. 64. conf. p. 17. & 747[/aq].] sie [die "Alten Deutschen", J. T.] zu seiner Zeit die Griechische Buchstaben gebrauchet/ welches auch gläublic (Q2758)
  32. DAß unsere geliebte Muttersprache/ derer Ursprung ins ge- [G: [aq]Wolffgang. Lazius. de Migrat. Gent. lib. I. p. 17[/aq].] mein von dem Babylonischen Thurmbau Babel hergeleitet wird/ eben so wohl als andere Sprachen/ die zahlbare gewißmäßige Kunst/ da (Q2757)
  33. Der Nahme [griech.], welcher noch biß auf heutigen Tag aus der Heydenschaft übergeblieben/ heisst eine Wendung: Denn die Heyden pflagen bey diesen Liedern einen Tantz üm der Götter Altäre zu halten. Erstlich kehrten sie sich von der rechten Seiten zu (Q2756)
  34. [aq]§. II. (a)[/aq] Die Lyrischen Getichte haben überall ihren Platz/ und sind anfangs zu der Götter Lob von den Heiden/ nachmahls zu Beschreibungen der Örther/ Thaten/ und Verrichtungen/ Erhebung der Künste und Tugenden/ und Vernichtung der Laster g (Q2755)
  35. Alle [aq]corpora fabulosa[/aq] und [aq]Historica[/aq], können mit Menschenbildern zu wege gebracht werden/ wie die Bilder der heydnischen Götter. (Q2754)
  36. Zu wünschen wäre es/ daß/ nach dem die Poeterey wieder unter die Christen kommen/ sie nach dem Beyspiel der Spartanischen [aq]Venus[/aq] überall erblicket würde. (Q2753)
  37. [aq]§. XI[/aq]. Aber wenn wier gleich alle [aq]Fabeln[/aq], so von Natürlichen [G: [aq]Masen. cap. 5[/aq].] Dingen und der SittenLehr handeln/ beyseit setzen und paßiren lassen/ so bleibet dennoch ein nicht geringer Scrupel und Zweiffel übrig/ ob man (Q2752)
  38. Wer hat nicht ehemals von dem [aq]Apollo[/aq] gehöret/ der wegen grosser Erfahrenheit in der Poesie/ bey den Heiden den Nahmen eines Gottes verdienet? (Q2751)
  39. WEil die Poeterey so wol weltliche als Göttliche Sachen in sich begreifft/ wie im Anfang des vorhergehenden [aq]3[/aq]. Cap angedeutet/ mag sie mit Recht und Ehren eine Aeltere [aq]Philosophia[/aq] genennet werden: wie sie denn auch der vornehme [aq]Plat (Q2750)
  40. [aq]XVI[/aq]. Aber lasset uns ein wenig weiter gehen/ und den vorigen Zustand der Poeterey mit dem heutigen in etwas genauer überlegen: Vorzeiten ward diese keusche Jungfrau in großen Ehren gehalten/ und von allerhand Stands-Personen bedienet. Da schäm (Q2749)
  41. Solcher Meinung nennet [aq]Posi-[/aq] [G: [aq]apud Laert. in Zenone.[/aq]] [aq]donius[/aq] die Poeterey/ eine auf etwas deutende Ertichtung/ welche die Nachahmung Göttlicher und Menschlicher Sachen in sich begreifft. (Q2748)
  42. [aq]§. XIII[/aq]. Der Gebrauch der Edlen Poeterey bestehet entweder in Geistlichen oder in Weltlichen Sachen. Anfänglich ist der wahre Gott damit geehret worden/ Als aber die Heyden ihnen nach ihrem eigenen Wahn gewisse Götzen erdacht/ welches [G: [aq] (Q2747)
  43. [aq]§. VIII[/aq]. Ins gemein wird davor gehalten/ daß die Hirten-Lieder die ältesten unter allen Gedichten seyn; Andere hergegen wollen erhärten/ daß von den Wintzern oder Weinhäckern die ersten Gedichte gesungen worden/ dahin sie denn die Sprüche (Q2746)
  44. [aq]§. VI[/aq]. Traun ohne die Kündigkeit vieler Wissenschafft/ kan iemand den Nahmen eines Poeten so unmüglich behaupten/ als ein Vogel ohne Flügel sich in die Lufft erheben; ¶ Es ist hie nicht genug die arme Rede zwingen/ ¶ [...][S][...][G: [aq]pa (Q2745)
  45. [aq]§. III[/aq]. Die Bild-Kunst eignet ihr ein Himmel-blaues Kleid zu/ damit man aus dem eußerlichen Zeichen ihre innerliche Eigenschafft beurtheilen könne. Keine Farbe stehet ihr besser an als diese/ weil sie ihrem ersten Ursprunge nach himmlisch ist/ (Q2744)
  46. WIe zeiget sich nun als auf einem öffentlichen SchauPlatze das keusche und liebseelige Jungfräulein/ die Poeterey/ allen denen/ die zu ihr ein Belieben tragen/ und an Sinnreichen Erfindungen die Augen des Gemüthes belustigen wollen. Der Nahme den sie f (Q2743)
  47. Drukkfehler [...] (Q2742)
  48. Anmerkungen über die Funfzehende und Letzte Tafel/ Von der Rechtschreibung Nohtwendigkeit. (Q2741)
  49. Anmerkungen über die Vierzehende Tafel/ Von der Orthographi Zierlichkeit. (Q2740)
  50. Anmerkungen über die Dreyzehende Tafel/ Von den [aq]Phrases[/aq] und eines Getichtes gantzer Rede. (Q2739)

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