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  1. 82 Die Sechslinge oder Sechs-Gebände/ in Latein Hexasticha, bei den Franzosen [aq]Sixains[/aq] genannt/ bestehen in Sechs Zeilen: und sind derer/ in der Dilherrischen Hand Postill über huntert/ im Oesterreichischen Ehren-Spiegel 28 aufzusuchen. Eines vo (Q3292)
  2. 80 Diese Art/ folget die Zweite mit vier Versen/ wird genannt ein Vierling oder Viergebände/ heist bei den Lateinern [aq]Tetrastichon[/aq], und bei den Franzosen [aq]Quadrain[/aq]. Im Geistlichen Weihrauch sind derer XII Dutzet/ in der Dilherrischen Char (Q3291)
  3. (Gibt GOtt Leben und Gesundheit (Q3290)
  4. Der Himmel verfüge/ daß ich mein heiliges Ziel erreiche/ und GOTT hiermit geehret/ auch der Nächste erbauet werde! (Q3289)
  5. der Himmel wird dort in der Ewigkeit mein Zeuge seyn/ bäst gemeint gewesen. Ich vermuhte/ gleichwie ich auch innigst wünsche/ daß ich meiner Seel. Liebsten Florinda bald in das Land der Heiligen nachfolgen werde. (Q3288)
  6. Nicht minder muß man hier viel LehrSprüche einmängen/ oder gar Spruch-reden/ wovon in der Psyche leztem Auftritte der III Handlung ein Beispiel zu sehen: dann Schauspiele [S] müßen lehrreich seyn/ und neben dem Belusten zum Nutzen dienen. (Q3287)
  7. Es scheinet aber auch nicht unschicklich/ wann man sie/ wie voruralters geschehen/ in allerlei Vers-Arten schreibet/ und zwar dieselben nach Beschaffenheit der Reden und Personen erwehlet: und solches ist in der zu Ende angehängten Psyche geschehen. (Q3286)
  8. Daß/ auf Christlichen Schaubühnen/ Heidnische Götzen nicht auftreten sollen/ ist droben im VI Cap. erinnert worden: und können/ an derer stat/ Göttliche Eigenschaften/ Tugenden und Laster/ auch Flüße/ Länder und Städte in Frauen Gestalt/ oder als (Q3285)
  9. Man pfleget auch/ wol zween oder drei Vorrednere/ nacheinander heraus zu stellen/ da gewönlich einer den andern von der Stelle jaget: diß thuen/ in [S] der Margenis/ eine Seule/ Mercurius und Cupido/ und in der Psyche/ die Irdische und Himlische Liebe. (Q3284)
  10. maßen/ da ja in Comödien von Tugenden/ und in Tragödien von Helden und Helden-Thaten gehandelt wird/ jene schicklicher TugendSpiele/ diese Helden-Spiele/ können genennt werden. Dieser letzern Gattung sind/ meine Margenis/ die vom Teutschen Frieden und (Q3283)
  11. Als aber nachmals fromme Regenten anlaß gegeben/ von ihren löblichen Thaten zu red-spielen/ die dann auf einen guten Beschluß hinaus gelauffen/ hat man solche Spiele Tragico-Comoedias oder TraurFreudenspiele genennet. (Q3282)
  12. 211 Einer Christlichen Feder stehet wol an/ daß sie einen frommen unsträfflichen Helden erwehle: um/ des allgemeinen Absehens aller Schriften eingedenk/ nicht allein damit den Lehrer zu belusten/ sondern auch ihm zu nutzen. Ists aber ja eine verkehrte P (Q3281)
  13. Doch darf man auch von Sonne/ Mond und Sternen/ von Wolken/ und von allen andern natürlichen Dingen/ auch von Städten und Vestungen/ von Sitten und Tugenden/ von der WeltEitelkeit/ vom Sterben/ von Höllischen Satyren und deren Betrug/ reden. Wann man v (Q3280)
  14. Weil diß Buch/ gleichwie billig Alles/ der Ehre des Himmels sich widmet/ als ist jede Art mit einem Gedichte Geistlichen inhalts bebeispielet worden. In meinen Gottes- und Todes Gedanken/ Lorbeerhainen und BirkenWäldern/ sowol auch im gedruckten Ostlän (Q3279)
  15. 202 Keinen größern Gast können wir bekommen/ als in unsere Herzen den Heil. Geist: der kan dann/ nicht nur am PfingstFest/ sondern alle Tage/ also bewillkommnet werden. ¶ Sih auf/ mein Herz! es kommt ein edler Gast. (Q3278)
  16. Man erwehnet/ weil er das Land beglücke/ so müße es ihm wieder beglücken: und wie man bisher um ihn gebetten/ also werde man hinfort für ihn den Himmel bitten. (Q3277)
  17. Man danket dem Himmel dafür/ und dem Orte/ der die Person hergesendet/ und erfreuet sich/ daß man den Tag erlebet. (Q3276)
  18. 200 Der gewön- und sehnlichste Abschied ist/ wann wir diese Welt segnen. Da erzehlet man/ wie man auf [S] Erden gekränkt gelebet/ Unrecht erlitten/ vom Neid verfolgt/ von der Bosheit geplagt worden: das nun alles aufhören werde. Man danket Gott/ den Ob (Q3275)
  19. Man wünschet ihme/ das [S] SchutzGeleite der himmlischen Leibwacht/ und sonst gute Gefärtschaft/ auch insonderheit/ daß er/ wie Herkules/ Gott und die Tugend zu Führern haben möge. ¶ 198 Der schmerzlichste Abschied mag zweifelsfrei gewesen seyn/ als (Q3274)
  20. 194 Wer ist/ der uns zu mehrerm Dank verbindet/ als der große GOtt/ unser Vatter und Erlöser? Was hülfe uns aber die Erschaff- und Erhaltung/ wann wir nicht von Sünden erlöst und also zum Ewigen Leben erkauft wären. So folget dann hiermit ein zu GOt (Q3273)
  21. Endlich/ weil man bei sich kein Vermögen/ solche Wolthaten abzudienen/ findet/ so stel-[S]let man GOtt/ den Höchsten Allvergelter/ zum ZahlBürgen/ wünschet lang-gesundes Leben und allen Wolstand/ und opfert seine Feder der Fama/ in des Wolthäters Lob (Q3272)
  22. Man bekennet/ daß man/ durch des Wolthäters Gnaden Mänge/ Dank-mangelhaft worden/ und bei Reichtum arm sei. Man vergleicht ihn andern/ die vor ihm gewesen/ ja dem großen Gott selber: dessen Eigenschaft ist/ immer und jederman geben/ und nichts dafür (Q3271)
  23. 192 Hat jemals ein Held dergleichen SiegZuruff verdienet/ so ist es unser HErr und Heiland/ der Mensch-Gott JEsus Christus: als welcher den grösten Feind/ Gottes und der Menschen/ den höllischen Erzmörder/ und seine Helfer/ den Tod und die Hölle/ gesc (Q3270)
  24. Man danket ihme folgends/ daß er um das Vatterland sich so wolverdient ge-[S]macht/ welches nun ihme/ nächst GOtt/ sein Heil schuldig; und saget/ wie er/ dessen Sohn/ forthin billig dessen Vatter heiße/ als dessen Erhalter. (Q3269)
  25. Man vergleicht ihn mit andren/ die vordessen gelebt und ihre Nation errettet: sonderlich mit Abraham/ Josua/ Gideon/ Simson/ David und andren Bekandten des Volks Israel/ und mit andren Helden aus den Welt-Historien. (Q3268)
  26. Ists ein Werk/ daß von GottesWort und zu dessen Ehre redet/ so saget man/ wie daß Gott dieses Buch in sein Buch des Lebens schreiben/ und den/ der ihn damit beehret/ wieder ehren werde. Dergleichen EhrenZuruff/ ist nachfolgendes Gedichte. ¶ Was ist das (Q3267)
  27. Man wünschet hierauf/ da seine Tugend-Arbeit ihm Ehre gebohren/ und nun der Ehre Frucht wiederum die Arbeit seyn werde/ daß GOtt/ zu ertragung dieser Last/ ihm Leibs- und SeelenKräfte verleihen wolle/ damit er wol heben und tragen könne/ was ihn erhob (Q3266)
  28. Man kan erwehnen/ wie zwar hauptsächlich GOtt allein die Ehre gebühre: aber auch denen/ die auf Erden an Gottes stat andern Menschen vorstehen/ und GOtt in tugendlichen Eigenschaften nachahmen. Billig werden solche geehret/ als Gefäße der Gaben Gottes (Q3265)
  29. Also kan man/ gegen einer Lucretia und Catharina oder Reinhild/ von ihrer Keuschheit/ gegen einen Joseph von seinem Ehrwachstum reden/ und aus Gabriel Gar-Lieb/ aus Simeon in Mose/ aus Daniel in Adel/ aus Gustavus Augustus/ machen. Wer den Namen über all (Q3264)
  30. Man kan vom Binden und Anbinden sagen/ das Glück der Person durch einen Wunsch an die Hand Gottes binden/ und sich verbunden bezeugen. (Q3263)
  31. Man vorsaget/ entweder aus der Zahl des Jahrs/ und durch einen die JahrZahl haltenden Spruch/ oder aus der GestirneZusammenblick und Einflüßen/ oder aus wolgesinnter Mutmaßung/ viel Gutes/ und stellet sich an/ als wann man aus Profetischem Geist weissa (Q3262)
  32. Im NeuJahrswunsch/ danket man dem Himmel/ daß der die Person/ deren man glükwünschet/ bei Gesundheit und Wolstand erhalten/ und sie das Neue Jahr wolerleben lassen. (Q3261)
  33. Geistliche Lobgedichte sind nützlicher/ wann sie können gesungen werden: wie dann hier/ zum Beispiel/ folget/ ein [S] ¶ Lobgesang GOttes des Himlischen Vatters. (Q3260)
  34. Einem Hohen kan man rühmlich zulegen/ daß er/ nicht allein die Göttliche Schrift/ sondern auch das WeltBuch die Historien/ daraus die (nicht-Machiavellische) StaatsKunst erlernend/ und das schöne Buch der Natur/ ämsig gelesen und durchblättert. (Q3259)
  35. 181 Nach diesem preiset man ihren Wandel im Weg der Tugenden/ und vörderst die Königin unter denselben/ die Gottesfurcht/ (welche den Erd-Göttern voraus wol anstehet/ weil sie Gottes Ebenbilder und Statthaltere auf Erden sind) durch deren antrieb sie G (Q3258)
  36. 180 An den Personen/ (welche/ je höher sie sind/ je bäßer ihnen das Lob anstehet/ als welches fürnemlich Gott und frommen ErdGöttern gebühret) wird erstlich gepriesen ihre Ankunft/ Ort und Zeit der Geburt/ die Familien und löbliche VorEltern. (Q3257)
  37. Man kan aber nicht allein Lob- sondern auch Scheltreden: maßen jenes Isaac und Jacob/ dieses Ismael und Esau verdienen. (Q3256)
  38. Die Thaten/ sind eine Historie/ als das Opfer Isaacs/ Josefs Keuschheit/ Davids Goliath-Sieg. (Q3255)
  39. 175 Diß ist ein Begräbnis-Lied/ und folget hiernächst das LeichLobLied/ welches die Christliche Andacht/ unsrem verstorben- und begrabenen Heiland/ zur Nachbeehrung widmet. ¶ Fliest/ ihr Threnen/ fliest und schießet/ (Q3254)
  40. Man kan auch den Verstorbenen/ oder einen Engel/ redend einführen/ wie er beschreibet/ in was Freuden er jezt lebe. Man kan eine Trostschrift machen/ als wann sie der neue Seelige selbst/ seinen betrübten Ehegatten zu trösten/ von Himmel herab gesendet (Q3253)
  41. 173 Zu kräftigem Trost wird gedeyen/ wann man ihm selber/ oder andern Leich-betrübten/ vorstellet: wir GOtt diß Kleinod zu sich genommen/ bei dem es nun aufs allerbäste verwahrt sei; wie es nach Gottes Willen ergangen/ deme man nicht widerstreben mü (Q3252)
  42. Man klaget über das leidige Gesetze der Sterblichkeit und Irdischen [S] Vergänglichkeit: wodurch alles/ was uns labet/ vergehen muß/ und uns wieder genommen wird/ gleichwie es uns auch von GOtt/ nicht geschenket/ sondern nur geliehen worden. Man beneid (Q3251)
  43. Mit denselben haben eine große Verwandschaft/ die KlagLieder oder [aq]Threni[/aq]: also benamet/ weil sie gleichsam mit Threnen geschrieben werden. Es wird damit der Untergang/ nicht allein großer Leu-[S]te/ sondern auch der Städte und Länder beschrie (Q3250)
  44. Sonsten wird deren sonderbare Zierde darinn gesuchet/ wann ein [aq]Hemistichion[/aq] oder halb Vers aus einem bekannten Redner oder Poeten/ oder ein kurzer Spruch aus heiliger Schrift/ darzu genommen wird. Dergleichen hat das Zweite SchäferGedicht des Zw (Q3249)
  45. Doch werden [aq]Genij[/aq], Knaben oder Engel mit Tauben- und Muckenflügeln (gute und böse) zugelassen/ etwan auch wol Frauenbilder/ wann man Tugenden und Laster will vorstellig machen. (Q3248)
  46. 162 Alle Dinge und Thaten/ die sich bilden lassen/ sind die Materie von dieser schönen Kunst. Gott selbst/ und sein Sohn unser Heiland/ haben auf Erden/ mit den Profeten und Aposteln durch Gleichniße und Sinnbilder geredet: wie an des Jonas Kürbis zu s (Q3247)
  47. 159 Es ist zu beklagen/ daß bei Christlichen Hochzeiten/ meist nur von Uppigkeit geredet wird/ und der HochzeitGedichte absehen ist/ allein Braut und Bräutigam/ samt den Gästen/ mit (oft-schandbaren) ScherzReden zu ergetzen. Es ist ja der Ehestand ein (Q3246)
  48. und daß sie endlich/ mit hinterlassung ihres gleichen lieben Leibs-Erben/ miteinander zu Gott in die süße Ewigkeit sanft und seelig abfahren mögen (Q3245)
  49. Man spricht den Himmel um einen schönen Tag an/ wandert mit den Gedanken ins Hochzeitshaus (Q3244)
  50. von Stiftung des Ehestands im Paradeis (Q3243)

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