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  1. Ist die Reise in fremde Länder, in das Bad oder in die [aq]Campagne[/aq], muß auch hiervon in dem Wunsche gedacht werden, daß Ihn GOtt zu des Landes Besten und Aufnnahme gesund, vergnügt und mit vielen Ehren wieder zurück bringen möge. Sind es aber (Q7338)
  2. [aq]2[/aq]. GOtt hat mit seiner Gnade und Seegen über Sie gewaltet, Er hat heilsame [aq]Consilia[/aq] ertheilet, alle Hindernisse aus dem Wege geräumet, die schwere Amts-Last erleichtert und Ihnen dabey vieles Vergnügen geschencket, wofür ihm Danck (Q7337)
  3. Betrachtet man ¶ [aq]II[/aq]. Den Inhalt, ¶ So kömmet es auf folgende [aq]Momenta[/aq] an. ¶ [aq]1[/aq]. Ein solcher Stand ist ein von GOtt geheiligter, unentbehrlicher und nützlicher Stand. ¶ [aq]2[/aq]. GOtt hat ihn dazu vor andern ausersehen (Q7336)
  4. [aq]3)[/aq] Man füget den allgemeinen Nutzen und Seegen hinzu, so dem gantzen Lande und allen in selbigen befindlichen Ständen/ Städten etc. von einem so löblichen Regenten in allen Stücken überflüßig zuwachsen würden. ¶ [aq]4)[/aq] Man weyhet (Q7335)
  5. [aq]VIII[/aq]. ¶ Wie verhält man sich in den Gedichten/ da man zu Vermehrung des Hauses durch Kinder [aq]gratulir[/aq]en muß? ¶ Man siehet in diesen Gedichten zuförderst auf ¶ [aq]I[/aq]. Den [aq]Casum[/aq]. ¶ Dieser ist, wann GOtt den Ehestand (Q7334)
  6. [aq]6[/aq]. Der Wunsch muß sein Absehen richten auf die Person, Stand, Würde, [aq]Merit[/aq]en, Alter etc. Hat die mit einem [aq]Carmine[/aq] zu beehrende Person bereits ein sehr hohes Alter, darf man eben den Wunsch nicht auf [aq]Nestors[/aq] ode (Q7333)
  7. Siehet man aber von diesen dreyen Gedichten [Geburtstags-, Namenstags- und Neujahrsgedichten, J.T.] an ¶ [aq]2[/aq]. Den Inhalt, ¶ So läufft er auf folgende [aq]Momenta[/aq] hinaus. ¶ [aq]1[/aq]. Sie [aq]celebrir[/aq]en einen Tag, ¶ [aq]1)[/aq] (Q7332)
  8. [aq]5[/aq]. Unverschämte und ärgerliche Sau-Zoten in diese Gedichte einfliessen lassen, sonderlich in die sogenannten Braut-Suppen, stehet einem Christlichen Poeten nicht wohl an. Unterdessen aber ist nicht gleich verwehret, von den Vergnüglichkeiten (Q7331)
  9. Wiewohl, wann der Bräutigam selbst aus seiner [aq]Rana[/aq] eine [aq]Diana[/aq] machet, kan noch einiges Lob paßiren: denn dem muß sie doch alleine gefallen. Mancher macht zu seiner eigenen Verspottung aus einer lasterhafftigen [aq]Delila[/aq] od (Q7330)
  10. [aq]5[/aq]. Hänget man einen Wunsch an, daß sie lange eine vergnügte und geseegnete Ehe führen; auch jährlich die Früchte keuscher Liebe zu Vermehrung ihrer Freude erblicken möchten. […] ¶ [aq]6[/aq]. [...] Sind es Hohe Patronen und der [aq]C (Q7329)
  11. Und dann siehet man ¶ [aq]2[/aq]. Auf die [aq]Contenta[/aq] oder den Inhalt. ¶ Dieser bestehet meist darinnen, daß man ¶ [aq]1[/aq]. Den Ehestand, als einen GOtt-gefälligen, vergnügten und geseegneten Stand vorstellet […] ¶ [aq]3[/aq]. Zuwei (Q7328)
  12. Aber ihnen einen Trost von GOtt anzuwünschen, gehet in diesen und allen Fällen an. (Q7327)
  13. [aq]4[/aq]. Vielweniger will es sich schicken, den guten ehrlichen Todt mit Schmäh-Worten so auszuhuntzen und auszufiltzen, als wann er als der ärgste Dieb und Mörder gehandelt, daß er uns diesen wohl-verdienten Mann, diese Tugend-belobte Frau, jenen (Q7326)
  14. Ingleichen wann der Verstorbene einige Jahr auf dem Krancken-Bette gelegen oder vor langwierigen Schmertzen selbst gewünschet, daß ihn GOtt bald auflösen möchte, wäre es ungereimt, wenn man von vielen Thränen und Hände-Ringen der Hinterlassenen red (Q7325)
  15. [aq]3[/aq]. Tröstet man die Hinterbliebenen. Die [aq]Fontes[/aq], daraus die Trost-Gründe zu nehmen, sind theils die Heilige Schrifft als ein unerschöpflicher Brunnen voller Geist und Krafft, niedergeschlagene Hertzen aufzurichten, theils die Vernunf (Q7324)
  16. [aq]2[/aq]. Billiget man das daher rührende Trauren und die Thränen, weil der Verlust kostbar; doch können sonderlich in [aq]Consideration[/aq] gezogen werden ¶ [...] [S] […] ¶ [aq]4)[/aq] Die Gemahlin, mit welcher er eine vergnügte und gesegn (Q7323)
  17. [aq]VII[/aq]. ¶ Wie findet man [aq]Probantia ab honesto & turpi[/aq]? ¶ Hier [aq]examinir[/aq]en einige die [aq]Thesin[/aq] nach den [aq]4[/aq] Moralischen Regeln: ¶ [aq]1. Ama Deum[/aq]. ¶ [aq]2. Ama te ipsum[/aq]. ¶ [aq]3. Ama proximum[/aq]. (Q7322)
  18. X. ¶ Was hat man dem siebenden und letzten Umstande [aq]QVANDO[/aq]? in der [aq]Invention[/aq] zu dancken? ¶ [...] Auf die im Calender vorfallende Feste, als Weynachten, Fasten, Marter-Woche, Ostern, Himmelfarth, [aq]Palmarum, Laetare, Jubilate, Ocu (Q7321)
  19. [aq]VI[/aq]. ¶ Was bekommen wir nach dem dritten Umstande [aq]UBI[/aq]? vor [aq]Themata[/aq]? ¶ Dieser Umstand giebt weitläufftige Gelegenheit [S] an die Hand: Denn ich betrachte die gantze sichtbahre Welt, Himmel und Erde, gantze Länder, Städte, H (Q7320)
  20. Will man aber in der Erfindung glücklich seyn, muß man sein Absehen richten auf [aq]Historiam Politicam, Ecclesiasticam, Literariam, Naturalem, Artificialem & Mixtam[/aq]: Denn alle diese Stücke liegen einem [aq]accurat[/aq]en Zeitungs-Leser vor Auge (Q7319)
  21. XI. ¶ Wie kan man zu den übrigen Stücken gelangen/ darauf insgemein [aq]alludir[/aq]et wird? ¶ Durch die [aq]Collectanea[/aq]: Denn in denselben findet man [aq]colligiret Proverbia, Exempla, Testimonia, Inscriptiones, Emblemata &c[/aq]. welches a (Q7318)
  22. X. ¶ Wie mache ich es aber/ wenn ich auf Historien [aq]alludir[/aq]en will? ¶ Siehe zu, ob deine vorhabende Materie mit einer wohl bekannten Historie aus der Bibel, [aq]Profan[/aq]-Historie oder [aq]Mythologie[/aq] kan erläutert werden; hast du sie (Q7317)
  23. Solche [aq]Realia[/aq] sind entweder bekante [aq]Similia[/aq] und [aq]Comparata[/aq] von natürlichen und künstlichen Dingen hergenommen, oder bekante [aq]Exempla ex Historia Sacra & profana[/aq] und der [aq]Mythologie[/aq] (Q7316)
  24. Wiewohl sich ein Poet diesen offt schädlichen [aq]Affect[/aq] [die Liebe, J.T.] nicht zu sehr aufopfern muß, damit er dadurch nicht unter die Zahl verliebter Narren gerathen möge; oder zu Dingen verleitet werde, wodurch GOtt erzürnet, das Gewissen v (Q7315)
  25. Doch litte die so herrlich blühende Poesie, wie andere Wissenschafften, ihren Abfall unter den Creutz-Zügen; und wo sie nicht die so genanten Meister-Sänger noch in etwas unterstützet, wäre sie beynahe gar untergangen. (Q7314)
  26. Um welche Alterthümer wir nach und nach, theils [S] in dem grossen [aq]Interregno[/aq], theils gantz und gar in dem Dreyßig-Jährigen Kriege gekommen sind, da der muthwillige und in solchen Dingen unerfahrne Soldate vollends ruiniret, was noch hier und (Q7313)
  27. [aq]§. 6[/aq]. ¶ Von der Poesie erster Zeit ist zu bedauren, daß wir nichts aufzuweisen haben, als was uns [aq]Tacitus[/aq] davon meldet, wie sie nehmlich gewisse Lieder gehabt, wenn er [aq]de moribus Germanorum cap[/aq]. [aq]2[/aq]. spricht: [aq] (Q7312)
  28. [aq]8[/aq]. Lässet man, wie billig, von dem seeligen Zustande des Verstorbenen was einfliessen, [S] müssen die Heydnischen Fratzen und Fabelwerck von den Elisischen Feldern von [aq]Acheronte[/aq], [aq]Cerbero[/aq], von den [aq]Parcen[/aq] und dergle (Q7311)
  29. [aq]XXV[/aq]. ¶ Aber darff denn ein Christlicher Poet aus der [aq]Mythologie[/aq] die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen in den Versen gebrauchen? ¶ Hierinnen fehlen einige in [aq]Excessu[/aq], einige in [aq]Defectu[/aq]. Die in [aq]Exc (Q7310)
  30. Denn Poeten haben ihren Nahmen von dem Griechischen Worte [griech.], ich mache, schaffe, erdencke, mithin sind sie gleichsam Schöpfer, welche aus nichts etwas machen, oder ersinnen, was nicht da ist. (Q7309)
  31. [aq]§. 15[/aq]. ¶ Fraget man: Wo dieser [aq]Enthusiasmus[/aq] eigent-[S]lich herrühre? so ist der meisten ihre Meynung, daß er entweder von GOtt, vom Satan oder andern natürlichen Ursachen seinen Ursprung nehme. Kein vernünfftiger Christ wird in Z (Q7308)
  32. [aq]§. 13[/aq]. ¶ Das [aq]Naturell[/aq] soll ein gewisser Göttlicher Einfluß in die Gemüther der Poeten seyn, Krafft welchen sie vortreffliche Einfälle hätten, und solche unvergleichliche Sachen unverhofft und ohne Mühe hervor brächten, welche (Q7307)
  33. [aq]III[/aq]. ¶ Was vor [aq]Disciplin[/aq]en helffen mir zu [aq]Probantibus[/aq] und [aq]AEtiologi[/aq]en: ¶ Keine ist so arm, daß sie uns auf bedürffenden Fall nicht mit einigen versorgen solte/ wenn man sich nur in acht nimmet, daß man das erfu (Q7306)
  34. [aq]§. 1[/aq]. ¶ DIe Poesie/ eine edle Gabe GOttes und galante Wissenschafft [aq]politer[/aq] Welt, ist zu allen Zeiten in grossen [aq]Estim[/aq] gewesen, so daß nicht nur die allerhöchsten Häupter Geistliches und Weltliches Standes, sondern auc (Q7305)
  35. bibl. Angaben (Q7304)
  36. ([aq]c[/aq]) Wenn nehmlich einer seinen Betrug so an spinnet/ daß er nicht offenbar wird. Als wie jener Tyrann/ da er sich gerne vor einen GOtt hätte angebetet gewust/ etlichen befahl ihn zu tödten und zu begraben/ diesen hatte er wieder andere entgege (Q7303)
  37. ([aq]a[/aq]) Wie der Salomo durch Uberreichung des Schwerdts erforschete/ welches die rechte Mutter were; (Q7302)
  38. Als: Wenn in einer Tragödie der vornehmste Irrthum ohne Schuld des/ der darein verwickelt wird/ sich zu trägt/ als wie bey der Verkauffung des Josephs geschehen/ so entstehet daher ein Mitleiden und Bejammerung bey dem Zuschauer. Damit demnach solche Ge (Q7301)
  39. Als etwan einem Wollüstigen setzt man einen alten Philosophum entgegen; einem boßhafftigen Staatsmann einen gottsfürchtigen Biedermann; einem andern frommen Menschen einen Gottlosen/ dessen Anschlägen es fast gar gelingen muß. etc. (Q7300)
  40. ([aq]a[/aq]) Als: jener Bauer sagte: sein [aq]Advocate[/aq] wehre klüger als der Richter; als er nun deswegen vor Gericht gefodert wird/ so gestehet ers zwar/ zieht aber daß [aq]Crucifix[/aq] hervor und spricht: Er meinte diesen Advocaten. Darüber d (Q7299)
  41. Also war jenem Pabste geweissaget worden/ er solte zu Jerusalem sterben/ welches er von der Stadt Jerusalem verstund/ es war aber eine so benahmte Capelle/ da ihn die Kranckheit überfiel und er starb. (Q7298)
  42. ([aq]a[/aq]) Als: Zopirus schnitte sich die Nase und Ohren ab und gab zu Babylon vor/ es wehre vom [aq]Cyro[/aq] geschehen. ¶ ([aq]b[/aq]) Die Phariseer und Hohen-Priester gaben vor/ die Außätzigen wehren rein worden/ weil sie Moses Gesetz in acht ge (Q7297)
  43. So machten die Canniter mit ihren Feinden Friede/ daß üm und üm von ihren Mauren/ weil sie zu hoch were/ solte ein Stein genommen werden; welches diese auch zu gaben. Der Feind aber/ nachdem er die Stadt inne hatte/ grub unten einen Stein rauß/ daß a (Q7296)
  44. Die Tragung eines Dolches/ die aus Aberglauben geschieht/ vor eine Anzeigung eines mördlichen Gemüthes hält; (Q7295)
  45. ([aq]a[/aq]) Als wenn einer Petrum vor Johannem entweder angiebt oder ansiehet; (Q7294)
  46. Es ist in sonderheit berühmt des [aq]Grotii Christus patiens[/aq]. Welche Tragödie weil sie nach Art der alten beschrieben worden ist/ wil ich dieselbe kürtzlich durchlauffen. ¶ Die Materie dieser Tragödie ist das Leiden Christi/ welches in folgende (Q7293)
  47. [aq]§. 8[/aq]. So sey demnach der [aq]Affect[/aq]/ den wir alhier erregen wollen/ die Freude über der Vorsorge Gottes/ so Er frommen Fremdlingen erweiset. ¶ Die Fabel selbst aber wollen wir erstlich als eine [aq]Fabulam simplicem[/aq] vortragen/ un (Q7292)
  48. [aq]§. 6[/aq]. Diese Umstände nun/ (so wohl die in der Historie selbst ausgedrückte/ als die aus Poetischer Freyheit ersonnene) nebst ihren Eigenschafften; oder deutlicher zu reden/ die Eigenschafften aller dieser Umstände fein auszuschmücken und ma (Q7291)
  49. [aq]IV[/aq]. In dem Umstande [aq]UBI[/aq] ist alleine des Landes/ als des [aq]loci communis[/aq] Erwehnung geschehen/ ich kan aber wohl dabey einen [aq]locum specialem[/aq] ausdrücken und denselben erdichten. Als etwan/ daß Reguel in einem schön (Q7290)
  50. [aq]III[/aq]. Der Umstand: [aq]QUANDO[/aq]. Dabey steht mir nun frey zuerdichten [aq]I[/aq]. Es sey im Frühling geschehen/ insonderheit im Mäy. [aq]2[/aq]. Es sey eben den Tag geschehen/ da Er aus Egypten geflohen; oder was mir sonst zuerdichten (Q7289)

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