Der Deutsche Poët (Q104): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Inspiration
 
[aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist.
Eigenschaft / Inspiration: [aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: [aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist. / Fundstelle
 
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Version vom 2. Juni 2022, 05:49 Uhr

Keine Beschreibung vorhanden
Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Der Deutsche Poët
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1664
    0 Fundstellen
    Wittenberg
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [17-21]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [22-31]
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    Eine Fundstelle
    (16-32) [57-73]
    Eine Fundstelle
    (32-47) [73-88]
    Eine Fundstelle
    (65-107) [106-148]
    Eine Fundstelle
    (108-128) [149-169]
    Eine Fundstelle
    (129-135) [170-176]
    Eine Fundstelle
    (136-151) [177-192]
    Eine Fundstelle
    (151-164) [192-205]
    Eine Fundstelle
    (165-193) [206-234]
    Eine Fundstelle
    (194-203) [235-244]
    Eine Fundstelle
    (204-230) [245-271]
    Eine Fundstelle
    (230-236) [271-277]
    Eine Fundstelle
    (260-277) [301-318]
    Eine Fundstelle
    (278-282) [319-323]
    Eine Fundstelle
    (282-286) [323-327]
    Eine Fundstelle
    (286-303) [327-344]
    Eine Fundstelle
    (325-394) [366-435]
    Eine Fundstelle
    (395-457) [436-498]
    Eine Fundstelle
    (457-515) [498-556]
    Eine Fundstelle
    (515-539) [556-580]
    Eine Fundstelle
    (540-545) [581-586]
    Eine Fundstelle
    (545-548) [586-589]
    Eine Fundstelle
    (548-563) [589-604]
    Eine Fundstelle
    (563-580) [604-621]
    Eine Fundstelle
    (592-597) [633-638]
    Eine Fundstelle
    (597-613) [638-654]
    Eine Fundstelle
    (613-623) [654-664]
    Eine Fundstelle
    (623-631) [664-672]
    Eine Fundstelle
    (632-660) [673-701]
    Eine Fundstelle
    (673-676) [714-717]
    Eine Fundstelle
    (676-680) [717-721]
    Eine Fundstelle
    (680-686) [721-727]
    Eine Fundstelle
    (699-712) [740-753]
    Eine Fundstelle
    (712-735) [753-776]
    Eine Fundstelle
    (735-740) [776-781]
    Eine Fundstelle
    (740-744) [781-785]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [797-806]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]