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  1. des Säl. Hrn. Harsdorffs Worte (Q2805)
  2. Aus dem um die Deutschen Geschichte Hochverdienten Goldasto führet gedachter [aq]Autor[/aq] gleichfals etliche alte Dichter an/ als nemlich den [aq]Willeranum, Rabanum Maurum, Otfridum Wisenburg[/aq], und was sehr denckwürdig ist/ eine Jungfrau [aq]RHOS (Q2804)
  3. Ein solcher Gesang ist von dem Hrn. Unverdrossenem dem Deutschen Palmbaum einverleibet/ wiewohl es nicht unter die gar Alten Deutschen Gedichte zu zehlen. Es handelt von dem Wendischen Könige [aq]Anthyro[/aq], und ist vor wenigen Jahren in einem Kloster/ (Q2803)
  4. Gleicher Gestalt erzehlet ein Engelländischer Geschichtschreiber [aq]Mattheus Parisius[/aq], daß die deutschen allbereit vor Christi Geburt ihre Geschichte in Reimen aufgezeichnet. Und [S] [aq]Tacitus[/aq], der vor anderthalb tausent Jahren gelebet/ bez (Q2802)
  5. [aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gant (Q2801)
  6. Nachgehends hat unter der Regierung des Käisers [aq]Valentis[/aq] um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. ein Gothischer Bischoff/ [aq]Gulphilas[/aq] oder [aq]Ulphi[/aq]-[G: [aq]Petr. Crinit. lib. 17. de Honesta disciplin[/aq].] [aq]las[/aq] genant/ seinen Leu (Q2800)
  7. Die dreyerley Arthen der Gedichte bey den Gastereyen/ [...] beschreibet [S] [aq]Clemens Alexandrin. lib. 2[/aq]. [...] (Q2799)
  8. Hierauf hat auch Syrach [aq]XXXII. 7. 8. 9[/aq]. sein Absehen gehabt/ als er geschrieben: Wie ein Rubin in feinem Golde leuchtet/ also zieret ein Gesang das Mahl/ wie ein Smaragd in schönem Golde stehet/ also zieren die Lieder beym guten Weine. (Q2798)
  9. [aq]Jacob Spigel. in Gunteri Ligurinum[/aq], leget die Zeit/ in der die Poeterey bey den Römern den Anfang genommen/ auf des [aq]Numae Pompilii[/aq] Regiment. [aq]Serò à Romanis fuit facultas Poetices recepta, annos post urbem conditam CCCC. Regnante N (Q2797)
  10. [aq]Amphion[/aq], der nebst seinem Bruder [aq]Zetho[/aq], zu des Atheniensischen Königs [aq]Cadmi[/aq] Zeiten/ den Griechen die Music gelehret/ wie [aq]Eusebius lib. 10. de praeparat. Evang[/aq]. davor hält, wird noch heute verwundert. Wo bleibet der G (Q2796)
  11. [G: [aq]Jacob. Masen. Palaest. eloquent. Ligat. lib. I. cap. I. p. 2[/aq].] (Q2795)
  12. Und dafern/ ich durch Gottes Gnade/ Leben und Gesundheit erhalte/ künftige Neujahr-messe/ des in meinem jüngsthin vor wenig Monaten/ heraus gelassenen Historischem Lustgarten gethanenem Versprechen nach/ wieder ein ander Tractätlein gewarten. Gott mit (Q2794)
  13. Hie wird [aq]1[/aq]. auf das zu Jehna ausgegangene Tractätlein [von Martin Kempe, J.T.] [aq]De statu Armeniae Ecclesiastico & Politico tam pristino quàm hodierno[/Aq] [...] gesehen. (Q2793)
  14. Demnach ich aber von solcher Werkstellung/ bald durch dieses/ bald jenes abgehalten/ und sonderlich/ weil ich auf der Reise an keinem beständigen Ohrte lange verharret/ auch bey meiner Heimkunft/ durch GOttes väterliche Vorsorge/ bald in hiesige Fürstl (Q2792)
  15. und meine/ wie bishero also auch forthin unverdrossene Dienstleistungen/ Euren Durchl. nach Gottes Willen/ in treuer Pflicht fernerweit darbiete. (Q2791)
  16. In dem nun/ Durchleuchtigste Fürsten und [S] Herren/ ich dieses bey mir auch erwege/ und darneben/ welcher gestalt nicht allein hiebevor unter dero weyland Durchleuchtigsten/ und in Gott seeligst-ruhenden Herrn Vaters etc. (Q2790)
  17. Alles hüllen sie ein/ und verwirren es auf mancherley weise in lauter schwere Poetische eigene Nahmen/ daß man sie billich neue [aq]Heracliten[/aq] (der vormahls den Zunahmen des Dunkelen geführt) nennen möchte. Und dieses ist eine Würkung der Ehrsuc (Q2789)
  18. [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sach (Q2788)
  19. [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene H (Q2787)
  20. Es ist merkwürdig/ daß in allen [aq]72[/aq]. Sprachen (welche/ wie die Gelehrten ins gemein davor halten/ geschrieben werden) das [aq]A[/aq] den Anfang macht/ wovon Frantz [aq]Loredano[/aq] in seinen [aq]Bizzarien fol. 560[/aq]. dreyerley Ursachen giebt (Q2786)
  21. Die Lobgetichte werden nach der Personen Stand und Eigenschaft gerichtet/ darinn der Poet von dem Redner nicht viel unterschieden ist. Diesen sind entgegen gesetzt die Verfluchungs- und Verachtungsgedichte/ von welchen/ wie auch den geistlichen Lob- und D (Q2785)
  22. Diese Nennung haben die Reime darum erlanget/ weil den Männern eine starke und durchdringende Rede zukommt; den Weibern aber eine gelinde und subtiele anstehet. Nicht aber/ wie etliche gemeinet/ weil die Weiber eine Riebe mehr hätten/ als die Männer: [ (Q2784)
  23. [aq]§. IV[/aq]. Sonst ist bekannt/ daß bey den Hebraeern die Reime in drey Hauffen abgesondert werden. Denn [aq]I[/aq]. haben sie die einsylbige Reimung/ wie wir Deutschen die männlichen Reime/ als: Welt/ [G: [aq]Buxtorff. Thes. Gramm. Ebr. Tractat. de (Q2783)
  24. Etliche gelehrte Leute haben beobachtet/ daß die Ebræer mit den Deutschen [G: [aq]lib. 5. Op. p. 1024[/aq].] im Verse-machen ziemlich übereinkommen/ zu welchem Ende [aq]Clajus[/aq] geschrieben: [aq]Germani ut Hebraei carmina scribunt, observantes in fi (Q2782)
  25. [aq]§. XXIV[/aq]. Die beweisende Gleichnüsse sind fast wie die Exempel geartet/ und können auf eine Schlußrede gezogen werden. Ein hieher gehöriges Exempel ist in dem Eintritt von des Agrippae Fabel beygebracht/ und könte man unterschiedliche aus de (Q2781)
  26. [aq]Augustinus[/aq] vergleicht sie [die Gleichnisse, J.T.] mit einem hellen Glase: Denn wie durch selbiges alle Säffte und Blumen so viel herrlicher gläntzen/ also wird der Verstand durch die Gleichnüsse desto mehr beleuchtet und vergnüget. Es sind ab (Q2780)
  27. Die Hebräer haben in ihrer [aq]Cabala[/aq], welches eine Wissenschafft ist von den Geheimnissen/ so theils in eintzeln Buchstaben/ theils in gantzen Worten bestehet/ ([aq]Cabala est divinae revelationis ad salutiferam Dei & formarum separatum contemplati (Q2779)
  28. Andere aber haben kein bedencken/ dergleichen Gedichte [in Prosa, J.T.] unter die [S] [G: [aq]Masen. Palaestr. Eloq. Ligat. cap. I. p. 2[/aq].] Poetische Sachen zu rechnen/ weil der vornehmste Theil darvon/ als die Erfindung und der Inhalt/ Poetisch ist. (Q2778)
  29. Zuletzt hat der bekante [aq]Philosophus[/aq], der alle Wissenschafft durch der Fische Sprache/ das stillschweigen/ ergründen wollen/ dem Gezänck abzuhelffen/ eine neue Lehrart erfunden/ und alles in dunckele Sprichwörter verkleidet/ welches auch nach [ (Q2777)
  30. [aq]§. XVIII[/aq]. Daß aber zu diesen Zeiten die Poeterey in grosse Verachtung kommen/ rühret vornehmlich aus zweyerley Ursachen her/ die eine ist der Neid und Unverstand etlicher Leute/ welche der Poeterey geschwonre und abgesagte Feinde seyn; denn gl (Q2776)
  31. Die vortrefflichsten Gemüther können sich am allermeisten mit einer Platonischen Ergötzung in ihren Gedancken beruhigen und vergnügen. ¶ Das Hertz ist weit von dem was eine Feder schreibet/ ¶ [...] ¶ Singet mein hochgeneigter Hr. von Birken. ¶ Sin (Q2775)
  32. Sehen wir uns heutiges Tages in unser Hochdeutschen Sprach ein wenig um/ müssen wir uns [S] über ihrer Reinigkeit billich erfreuen/ und haben Ursach dieselbe in Ehren zu halten/ weil der lieblich-abfliessende Laut der Reime/ in den Ohren eine sonderbahr (Q2774)
  33. Und überdieß berichtet noch [aq]Alfricus[/aq] in [aq]Glossario Saxonico[/aq], daß die alten Sachsen in Engelland ([aq]Britannia[/aq]) ihren Priester [aq]DRY[/aq] genant haben. Dannenher so viel weniger zu zweiffeln/ daß dieses Wort aus der [aq]Celti[/ (Q2773)
  34. Die Druiden seind alte heidnische Priester bey den Deutschen gewesen/ die in natürlichen Dingen und der Sitten Lehre den Leuten Unterricht ertheilet. Wie aus des Caesaris Wor- [S] ten abzunehmen [aq]lib. b. de bell. Gall. Inprimis hoc volunt persuadere, (Q2772)
  35. Imgleichen daß in dem gantzen Revier/ da ietzund das Lüneburger Land ist/ in der [S] blinden Heidenschafft solche Leute gewohnet/ biß der Franckische König [aq]Carolus[/aq], der hernach den Nahmen des Großen erworben/ die Sachsen-Länder eingenommen/ (Q2771)
  36. Die Barden waren bey den Celten/ (unter welchem Nahmen nach [aq]Lazii[/aq] aussage die Deutschen zu verstehen. [aq]Primaevi Tuiscones atque Galatae, qui posterius [aq]Alemanni[/aq] Germanive, Celtae Gallive nominati fuerunt. lib. I. p. 20[/aq].) Meisters (Q2770)
  37. Bey den Türcken soll noch heute zu Tage gebräuchlich seyn/ Jährlich an des [aq]Mahomets[/aq] GeburthsTage ihre Poeten auf geschehene Proben mit grossen Geschencken/ an Gold/ Kleider und Pferden zu begaben. [aq]Leo. Afer. lib. 3. c. 38. conf. Theatr. Tr (Q2769)
  38. Folgends wurden auch bey den Gastmahlen etliche Lieder von des Himmels Lauf und des gewaltigen Schöpffers Weißheit hervor gebracht/ von der ersten Arht hat [aq]Virgilius[/aq] ein Exempel/ da er in dem Banquete der Königin [aq]Dido[/aq], den singenden [ (Q2768)
  39. Uberdieß ist der Türcken [aq]Alkoran[/aq] oder Gesetz-Buch in lauter Arabischen Reimen verfaßt/ wiewohl sie nicht alle gleichförmig; denn bald ist der eine kurtz/ der andere aber zwey und mehrmahl so lang; Dannenher [aq]Scaliger Animadvers. in Chronol (Q2767)
  40. Lob- und Laster-Händel/ als: [...][S][...] [aq]Hymni[/aq] Geistliche Lobes-Lieder oder Getichte. (Q2766)
  41. Trauer-Händel, als: [...][S][...] [aq]Threni[/aq] Geistliche Klage-Lieder oder Getichte. (Q2765)
  42. [aq]k[/aq] Hebräischer Nahmen [S] Sylben. Als Sion und Sión/ Israel und Isráel/ Hérmon und Hermón/ besiehe Opitz Ps. [aq]3/ 129/ 52/ 133[/aq]. Doch soll man sich hüten/ damit es unserer Sprache nicht gar zu hart zu wider lauffe. (Q2764)
  43. Denn durch dieses/ nehmlich die ädle Dankbarkeit/ ([aq]i[/aq] [[aq]Gratitudo omnium virturum mater est; ex qua in Deos Religio in patriam charitas in parentes pietas, inter homines amicitia profluit Cael Rhodig. antiq. lect. lib. 5 cap. 3[/aq].]) als ein (Q2763)
  44. Wolte GOtt aber/ es würde iede Undankbarkeit also/ wie an diesem/ belohnet (Q2762)
  45. Aus dem andern/ wenn man nehmlich der empfangenen Gutthat vergisset/ fliesset das/ Gott und der gantzen ehrliebenden Welt verhassete Laster/ die abscheuliche Undankbarkeit her/ und wird dardurch das ädle Geschöpf/ der Mensch/ das Göttliche Ebenbild mit (Q2761)
  46. [aq]§. II[/aq]. Wie man sich in allen andern Sprachen höchstes Fleisses um die Rechtschreibung bemühet/ und die Schulknaben/ so oft sie darinnen irren/ bestraffet: also soll man auch in unser Muttersprache solches beobachten/ welche nach der Hebräisch (Q2760)
  47. Von wem aber haben die Griechen und Lateiner an-[S]fangs etwas erlernet? Traun von den [aq]Hebraeern[/aq] und [aq]Celten[/aq], als [G: [aq]Harsdorff. Disquis. 9. in specim. Philol. p. 184. seqq[/aq].] derer Gedichte eigentlich in Reimen bestehen; darauf w (Q2759)
  48. [aq]Julius Caesar[/aq] erinnert/ daß [G: [aq]Lib. VI. Comm. de bello Gallico. Lazius de Migrat. Gent. lib. 3. p. 64. conf. p. 17. & 747[/aq].] sie [die "Alten Deutschen", J. T.] zu seiner Zeit die Griechische Buchstaben gebrauchet/ welches auch gläublic (Q2758)
  49. DAß unsere geliebte Muttersprache/ derer Ursprung ins ge- [G: [aq]Wolffgang. Lazius. de Migrat. Gent. lib. I. p. 17[/aq].] mein von dem Babylonischen Thurmbau Babel hergeleitet wird/ eben so wohl als andere Sprachen/ die zahlbare gewißmäßige Kunst/ da (Q2757)
  50. Der Nahme [griech.], welcher noch biß auf heutigen Tag aus der Heydenschaft übergeblieben/ heisst eine Wendung: Denn die Heyden pflagen bey diesen Liedern einen Tantz üm der Götter Altäre zu halten. Erstlich kehrten sie sich von der rechten Seiten zu (Q2756)

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