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  1. Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an s (Q3564)
  2. Der [aq]Cardinal Perron[/aq] hat gar weißlich geurtheilet/ wie in den [aq]Excerptis p. 193[/aq]. zu sehen/ daß die Sprachen den Ursprung von der Nothwendigkeit haben/ aber durch die [aq]affectation[/aq] verdorben werden/ welche mehrentheils in den [aq]m (Q3563)
  3. Es sagt der [aq]Cardinal Perronius[/aq] in seinen [aq]Excerptis[/aq] gar artig. (Q3562)
  4. [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. (Q3561)
  5. Zu solchem Ende kan man in der Teutschen Tichterey eben solche [aq]Excerpta[/aq] machen/ wie in der Lateinischen/ davon ich/ ob GOtt will/ in einem andern Buche mit mehrem handeln will. (Q3560)
  6. Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ (Q3559)
  7. Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. (Q3558)
  8. Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S (Q3557)
  9. Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [ (Q3556)
  10. So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. (Q3555)
  11. Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. (Q3554)
  12. Es ist aber gleich viel/ ob ich die [aq]Artem Lullianam[/aq] oder die zehn [aq]Praedicamenta[/aq] dazu gebrauche. Wovon ich ob ob GOtt will in einem Buche [aq]de arguta dictione[/aq] mit mehren handeln will. (Q3553)
  13. So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplic (Q3552)
  14. Dergleichen [aq]artificium[/aq] eignet ihm [aq]Kircherus[/aq] im Lateinischen zu/ gleich wie er auch einige Erfindungen hat einen der [aq]Music[/aq] unwissenden dahin zu bringen/ daß er etwas richtig in die [aq]Music[/aq] setzen solle. (Q3551)
  15. Diß muß insonderheit in acht genommen werden/ daß in allen Sprachen die [aq]Syntaxis[/aq] in [aq]Carmine[/aq] von der [aq]Syntaxi[/aq] in [aq]Prosa[/aq] verschieden sey/ wie dieses in Griechischer und Lateinischer Sprache bekant ist/ und solches in die (Q3550)
  16. Derselbige [aq]Melchior Goldastus[/aq] hat in seinem [aq]Tom. I. Rerum Alemannicarum[/aq] ein [aq]Glossarium[/aq] hinzugesetzt/ wie auch [aq]Marq. Freherus[/aq] in dem seinigen/ welcher auch ein vollständiges [aq]Lexicon Etymologium[/aq] der Teutschen Sp (Q3549)
  17. Es hat auch ferner ein Munch zu S. [S] Gallen [aq]Kero[/aq] genant/ [aq]Interpretationem vocabulorum barbaricorum[/aq], wie er die Teutsche Wörter nennet/ geschrieben/ so an eben demselben Ohrt bey [aq]Goldasto à p. 69. usque 92[/aq]. befindlich. (Q3548)
  18. Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], (Q3547)
  19. Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teuton (Q3546)
  20. [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis (Q3545)
  21. Welches vom Herrn [aq]Becchero[/aq] in seinem [aq]Charactere Universali[/aq], und nachgehends von [aq]Kirchero[/aq] in seiner [aq]Polygraphia[/aq], vorgestellet worden (Q3544)
  22. Diese des [aq]Caroli M. Grammâtica[/aq] ist wie [aq]Gesnerus[/aq] in seiner [aq]Bibliothecâ[/aq] erwehnet noch zu seiner Zeit verhanden gewesen. Sie ist aber dennoch nicht zur Vollkommenheit gebracht: denn es klaget nachgehends der [aq]Ottfridus[/aq] in (Q3543)
  23. Der [aq]Wallefridus Strabo de Vitâ Galli cap. 6[/aq]. nennet [aq]linguam Alemannicam barbaricam locutionem[/aq]. Derselbe hat [aq]de reb. Ecclesiast. c. 7[/aq]. diese Worte. [aq]Dicam secundum nostram barbariem, quae est Theodisca[/aq]. (Q3542)
  24. Nach ihrem [Sibylla Schwarz', J.T.] Tod sein ihre Verse von M. Samuel Gerlach zu Dantzig [aq]Anno 1650[/aq]. in [aq]4to[/Aq] heraußgegeben/ und mit des Herrn [aq]Pastorii[/aq] und Herrn [aq]Titii[/aq] auffrichtigen Lobsprüchen beehret. (Q3541)
  25. Diese [Sibylla Schwarz, J.T.] war traun ein Wunder ihrer Zeit/ dann sie hat von dem dreyzehenden Jahr ihres Alters [S] bis zum siebenzehnden/ worin sie seeligen Todes verblichen/ Verse geschrieben/ die vor solche zarte Jugend und zwar einer Frauenperson/ (Q3540)
  26. Hingegen sein gelehrte Leute die in Lateinischer Sprache die grösten Poeten sein/ und in Teutscher gantz [S] außarten/ nach des [aq]Ennii[/aq] art/ [aq]ingenio maximi, arte rudes[/aq], wie [aq]Jacob Balde[/aq] in seinen Teutschen [aq]Carminibus de vanit (Q3539)
  27. Ich muß zwar bekennen/ daß bißweilen auch bey den gemeinen ungelehrten Leuten ein Tichter-Geist sich erreget/ sich über deren Verstand erhebet/ und was ungemeines bey sich führet/ wie dann der jenige Baur [aq]Benedictus[/aq] gewesen/ dessen [aq]Jan. (Q3538)
  28. Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil (Q3537)
  29. Wir sein dem Sehl. Herrn [aq]Oleario[/aq] sehr verpflichtet/ (Q3536)
  30. Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] (Q3535)
  31. Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. (Q3534)
  32. Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. (Q3533)
  33. Daß wir in Teutschland ältere gehabt haben/ ist droben er-[S]wiesen/ und schrieb um [aq]Ludovico II[/aq]. Zeit der [aq]Ottfridus[/aq] seine Evangelia. (Q3532)
  34. Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]wür (Q3531)
  35. Der ware [aq]Autor[/aq] aber ist Melchior Pfintzing/ er solches dem [aq]Carolo V[/aq]. zugeschrieben im Jahr [aq]1517[/aq]. Er nennet sich I. Majestät Capellanen zu St. Alban bey Meintz und St. Seebald zu Nürnberg Probsten. (Q3530)
  36. Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse v (Q3529)
  37. Von diesem [aq]Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern kan ein mehres bey dem Herrn [aq]Thomasio[/aq] in einer absonderlichen [aq]Dissertation de Petro Dresdensi[/aq] gelesen werden. [aq]Matthias Flacius[/aq] gedencket in seinem [aq]Catalogo Test. Veritat (Q3528)
  38. Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gew (Q3527)
  39. [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kay (Q3526)
  40. Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschrei (Q3525)
  41. Wir haben dessen ein unvergleichliches Exempel an dem Hoch-[S]würdigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Ferdinand/ Bischoffen zu Münster/ dessen Hochfürstl. Gnade selbst die Feder zur Hand genommen und die unsterbliche Arbeit [aq]Monumentorum Paderbornensiu (Q3524)
  42. auch des [aq]St. Annonis[/aq], eines Cölnischen Ertz Bischoffen/ Teutsche Verse/ vor etwa [aq]600[/aq]. Jahren geschrieben/ die Herr Opitz noch kurtz vor seinem Tode mit Anmerckungen heraußgegeben. (Q3523)
  43. Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; (Q3522)
  44. Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas v (Q3521)
  45. Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertz (Q3520)
  46. [aq]Hottingerus[/aq] erwehnet am vorigem Ohrte einer andern die er vor sehr alt hält/ auß welcher ihm einzige [aq]fragmenta[/aq] zu handen kommen/ deren eins wir hieher setzen wollen aus der Historia von Joseph. ¶ Do der hunger sere/ ie mere und aber m (Q3519)
  47. [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß er (Q3518)
  48. Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertige (Q3517)
  49. Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ (Q3516)
  50. ["Herr [aq]Rudbeck[/aq] aus des [aq]Taubmanni[/aq] Vorrede in [aq]Culicem Virgilianum[/aq]" (291) [301], J.T.] Setzet so fort darauff: [aq]Verum enim vero nostra ipsorum sponte largiemur eis poëma multo antiquius seculorum nempe octo ex Ottfridi Evangeli (Q3515)

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