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  1. <aq>3</aq>. Tröstet man die Hinterbliebenen. Die <aq>Fontes</aq>, daraus die Trost-Gründe zu nehmen, sind theils die Heilige Schrifft als ein unerschöpflicher Brunnen voller Geist und Krafft, niedergeschlagene Hertzen aufzurichten, theils die Vernunfft (Q6271)
  2. <aq>2</aq>. Billiget man das daher rührende Trauren und die Thränen, weil der Verlust kostbar; doch können sonderlich in <aq>Consideration</aq> gezogen werden ¶ [...] [S] [...] ¶ <aq>4</aq>) Die Gemahlin, mit welcher er eine vergnügte und gesegnete (Q6270)
  3. <aq>VII</aq>. ¶ Wie findet man <aq>Probantia ab honesto</aq> & <aq>turpi</aq>? ¶ Hier <aq>examiniren</aq> einige die <aq>Thesin</aq> nach den <aq>4</aq> Moralischen Regeln: ¶ <aq>1. Ama Deum. ¶ 2. Ama te ipsum. ¶ 3. Ama proximum. ¶ 4. Ama rempublica (Q6269)
  4. <aq>X</aq>. ¶ Was hat man dem siebenden und letzten Umstande <aq>QVANDO</aq>? in der <aq>Invention</aq> zu dancken? ¶ [...] Auf die im Calender vorfallende Feste, als Weynachten, Fasten, Marter-Woche, Ostern, Himmelfarth, <aq>Palmarum, Laetare, Jubilate (Q6268)
  5. <aq>VI</aq>. ¶ Was bekommen wir nach dem dritten Umstande <aq>UBI</aq>? vor <aq>Themata</aq>? ¶ Dieser Umstand giebt weitläufftige Gelegenheit [S] an die Hand: Denn ich betrachte die gantze sichtbahre Welt, Himmel und Erde, gantze Länder, Städte, Hä (Q6267)
  6. Will man aber in der Erfindung glücklich seyn, muß man sein Absehen richten auf <aq>Historiam Politicam, Ecclesiasticam, Literariam, Naturalem, Artificialem & Mixtam</aq>: Denn alle diese Stücke liegen einem <aq>accuraten</aq> Zeitungs-Leser vor Augen, (Q6266)
  7. XI. ¶ Wie kan man zu den übrigen Stücken gelangen/ darauf insgemein <aq>alludiret</aq> wird? ¶ Durch die <aq>Collectanea</aq>: Denn in denselben findet man <aq>colligiret Proverbia, Exempla, Testimonia, Inscriptiones, Emblemata &c</aq>. welches alles (Q6265)
  8. X. ¶ Wie mache ich es aber/ wenn ich auf Historien <aq>alludiren</aq> will? ¶ Siehe zu, ob deine vorhabende Materie mit einer wohl bekannten Historie aus der Bibel, <aq>Profan</aq>-Historie oder <aq>Mythologie</aq> kan erläutert werden; hast du sie gef (Q6264)
  9. Solche <aq>Realia</aq> sind entweder bekante <aq>Similia</aq> und <aq>Comparata</aq> von natürlichen und künstlichen Dingen hergenommen, oder bekante <aq>Exempla ex Historia Sacra & profana</aq> und der <aq>Mythologie</aq> (Q6263)
  10. Wiewohl sich ein Poet diesen offt schädlichen <aq>Affect</aq> [die Liebe, J.T.] nicht zu sehr aufopfern muß, damit er dadurch nicht unter die Zahl verliebter Narren gerathen möge; oder zu Dingen verleitet werde, wodurch GOtt erzürnet, das Gewissen ver (Q6262)
  11. Doch litte die so herrlich blühende Poesie, wie andere Wissenschafften, ihren Abfall unter den Creutz-Zügen; und wo sie nicht die so genanten Meister-Sänger noch in etwas unterstützet, wäre sie beynahe gar untergangen. (Q6261)
  12. Um welche Alterthümer wir nach und nach, theils [S] in dem grossen <aq>Interregno</aq>, theils gantz und gar in dem Dreyßig-Jährigen Kriege gekommen sind, da der muthwillige und in solchen Dingen unerfahrne Soldate vollends ruiniret, was noch hier und (Q6260)
  13. <aq>§. 6</aq>. ¶ Von der Poesie erster Zeit ist zu bedauren, daß wir nichts aufzuweisen haben, als was uns <aq>Tacitus</aq> davon meldet, wie sie nehmlich gewisse Lieder gehabt, wenn er <aq>de moribus Germanorum cap. 2</aq>. spricht: <aq>Celebrant carm (Q6259)
  14. 8. Lässet man, wie billig, von dem seeligen Zustande des Verstorbenen was einfliessen, [S] müssen die Heydnischen Fratzen und Fabelwerck von den Elisischen Feldern von <aq>Acheronte, Cerbero</aq>, von den <aq>Parcen</aq> und dergleichen Geschmeisse wegb (Q6258)
  15. <aq>XXV</aq>. ¶ Aber darff denn ein Christlicher Poet aus der <aq>Mythologie</aq> die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen in den Versen gebrauchen? ¶ Hierinnen fehlen einige in <aq>Excessu</aq>, einige in <aq>Defectu</aq>. Die in <aq>Excessu</ (Q6257)
  16. Denn Poeten haben ihren Nahmen von dem Griechischen Worte [griech.], ich mache, schaffe, erdencke, mithin sind sie gleichsam Schöpfer, welche aus nichts etwas machen, oder ersinnen, was nicht da ist. (Q6256)
  17. <aq>§. 15</aq>. ¶ Fraget man: Wo dieser <aq>Enthusiasmus</aq> eigent-[S]lich herrühre? so ist der meisten ihre Meynung, daß er entweder von GOtt, vom Satan oder andern natürlichen Ursachen seinen Ursprung nehme. Kein vernünfftiger Christ wird in Zwe (Q6255)
  18. <aq>§. 13</aq>. ¶ Das <aq>Naturell</aq> soll ein gewisser Göttlicher Einfluß in die Gemüther der Poeten seyn, Krafft welchen sie vortreffliche Einfälle hätten, und solche unvergleichliche Sachen unverhofft und ohne Mühe hervor brächten, welche si (Q6254)
  19. <aq>III</aq>. ¶ Was vor <aq>Disciplinen</aq> helffen mir zu <aq>Probantibus</aq> und <aq>AEtiologien</aq>: ¶ Keine ist so arm, daß sie uns auf bedürffenden Fall nicht mit einigen versorgen solte/ wenn man sich nur in acht nimmet, daß man das erfunden (Q6253)
  20. <aq>§. 1</aq>. ¶ DIe Poesie/ eine edle Gabe GOttes und <aq>galante</aq> Wissenschafft <aq>politer</aq> Welt, ist zu allen Zeiten in grossen <aq>Estim</aq> gewesen, so daß nicht nur die allerhöchsten Häupter Geistliches und Weltliches Standes, sondern (Q6252)
  21. [aq]II. Inscriptio[/aq]. ¶ Der Entwurff einer Grabschrifft. ¶ Wanderer! (Q6251)
  22. [aq]Inscriptio I[/aq]. ¶ Auf das zerstörete [aq]Jerusalem[/aq]. ¶ [aq]Jerusalem[/aq]! (Q6250)
  23. Meines theils will ich vor dißmahl dem geneigten Leser eine [aq]geistliche Comoedie communici[/aq]ren/ die da geschmiedet von dem [aq]Haman[/aq] mit der [aq]Adprobation[/aq] des Königes [aq]Artaxerxis[/aq], und würcklich solte blutig gespielet werden m (Q6249)
  24. Die vierdte [aq]Elaboration[/aq]. ¶ 1. ¶ Du höchster GOtt/ weil deine Macht (Q6248)
  25. Die dritte [aq]Elaboration[/aq]. ¶ 1. ¶ Siehe doch/ wie ich umgeben/ (Q6247)
  26. Noch eine andere [aq]Elaboraton ejusdem Materiae[/aq]. ¶ 1. ¶ JEsus meiner Seelen Licht (Q6246)
  27. 1. ¶ Wer nur den Höchsten läß’t [aq]regiren[/aq]/ (Q6245)
  28. Vor dißmahl [aq]communicire[/aq] ich dem Leser meine einfältige Gedancken/ die ich bey dem Hintritt des Durchl. Erb-Printzens seel. [aq]Carol Christianns[/aq] von Ostfrießland zu meiner eigenen [S] [aq]meditation[/aq] aus höchster [aq]Compassion[/aq] (Q6244)
  29. Eine andere [aq]Elaboration[/aq]. ¶ [aq]Propositio[/aq]. Lügen soll ein Christe hassen/ fliehen und meiden. ¶ Gewißlich wer da will des HErren Nahmen führen/ (Q6243)
  30. Vor dißmahl lasse ich mir gefallen so wohl den glücklichen als den unglücklichen Zustand des [aq]Josephs[/aq] vorzustellen. Meines erachtens ist diese [aq]Historie[/aq] ohnedem anmuhtig [aq]in prosa[/aq] zulesen: wie vielmehr wird Sie denn [aq]in ligat (Q6242)
  31. Er will/ mein werther Freund/ nunmehro Hochzeit machen/ (Q6241)
  32. So man einer hohen Persohn [aq]gratuliren[/aq] wolte/ die da Anna hiesse/ könte man folgende Gedancken eröfnen. ¶ 1. ¶ Brich an du schöner Tag/ du Tag/ der Rosen streust/ (Q6240)
  33. So wiltu nun/ mein Freund! aus diesen Gräntzen weichen? (Q6239)
  34. 1. ¶ Was ist doch wol der Menschen Leben? (Q6238)
  35. Diß [aq]observirete[/aq] denn auch wol [aq]Jeremias[/aq], als er den Tod des Königs [aq]Josiae[/aq] wehmühtigst beklagete/ wie solches erhellet [aq]2. Paral[/aq]. [S] [aq]XXV. 25[/aq]. Und hiernach hat man sich zu richten/ daß man nemlich die ehret/ d (Q6237)
  36. So machet es der liebe [aq]David[/aq], als er den Tod seines andern Ichs/ des [aq]Jonathans[/aq], schmertzlich bedaurete/ wie zuersehen [aq]2. Sam. I. 26[/aq]. Daselbst stehen nachdrückliche Worte: Es ist mir Leyd um dich mein Bruder [aq]Jonathan &c[/aq] (Q6236)
  37. 20. Satz. Die Gedult überwindet alles. ¶ Sey nur frisch/ mein frommer Christ/ bistu gleich mit Angst umgeben/ (Q6235)
  38. 16. Satz. Wer hoch steiget/ fällt oft hoch. ¶ Es trifft der Donner hohe Eichen; (Q6234)
  39. 15. Satz. Die Gottesfurcht ist der beste Schatz. ¶ Mancher strebt nach hohen Schätzen/ (Q6233)
  40. 14. Satz. Die heilige Schrift muß man fleißig lesen. ¶ Ach liß in Gottes Wort so fort in deiner Jugend/ (Q6232)
  41. 13. Satz. Die Mäßigkeit bringet das Recht der Natur mit sich. ¶ Man soll die Mäßigkeit in allem wol ausüben/ (Q6231)
  42. 11. Satz. Gute Wercke müssen ohngezwungen seyn. ¶ Wer sich im guten üb’t/ geh’t fleißig in den Tempel/ (Q6230)
  43. 9. Satz. Ein Student soll beten. ¶ Wo jemand ist verpflicht’ vor Gottes Thron zu treten/ (Q6229)
  44. 8. Satz. Ein Christe soll sich nicht [aq]revangiren[/aq]. ¶ Der Höchste hat ja selbst die Obrigkeit gesetzet (Q6228)
  45. 7. Satz. Ein jedweder soll mit seinem Stande zufrieden seyn. ¶ Es mag mir in der Welt so bund und kraus auch gehen/ (Q6227)
  46. 2. Satz. Die Frömmigkeit soll man [aq]exerciren[/aq]. ¶ Obschon in dieser Welt ist lauter böses Leben/ (Q6226)
  47. 1. Satz. Die Laster muß man meiden. ¶ Gleichwie ein kluger Geist die falsche Freundschaft meidet/ (Q6225)
  48. Solche Zeilen wirstu nicht verachten/ (Q6224)
  49. Lebet liebster Vater lange/ und in lauter Glücke schwebet. (Q6223)
  50. GOtt ist meines Lebens Sonne/ (Q6222)

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