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Wie groß ist doch immer die vorsichtige Weißheit unsers GOttes in allen Geschöpffen/ durch die er unsern vorseyenden Wercken gleichsam/ wie getreue Lehrmeister ihrer anvertrauten Jugend/ eine geschickte Vorschrifft entgegen setzet/ durch deren offtermalige Erinnerung und Anschauen [S] die | Wie groß ist doch immer die vorsichtige Weißheit unsers GOttes in allen Geschöpffen/ durch die er unsern vorseyenden Wercken gleichsam/ wie getreue Lehrmeister ihrer anvertrauten Jugend/ eine geschickte Vorschrifft entgegen setzet/ durch deren offtermalige Erinnerung und Anschauen [S] die Copie je mehr und mehr sich ähnlicher stellen möchte. Gleicher gestalten gibt der unerforschliche Schöpffer einem jeden den wunderbaren Wechsel der Jahr-Zeiten als das Original hin/ welches er/ so viel die Möglichkeit gestattet/ aufs genaueste abzubilden trachten solle/ d.i. er wirfft uns durch die Traurige Winter-Lufft ein Joch an den Hals/ welches die überleyhe und außschweiffende Gedancken/ so zu reden in der Geburt erdrucken/ und zur ernstlichen Arbeit/ sonderheitlich junge/ dem Studieren gewidmete Leute von allen eitlen Extravagancen zu fleissigem meditiren bereden soll. Jedoch besitzt er auch die liebreiche Art eines Vatern in der höchsten Vollkommenheit/ der zwar seinen Kindern unterweilen frostige/ aber gleich wieder gütige Wort außtheilet/ und nachdem selbige einen kurtzen Zwang mit gedultigem Gehorsam überstanden/ einen Gang ins Grüne zu wagen/ nicht abschlägt. Ich meines Orts erkenne den guten Willen dieses getreuen Vaters/ warum er durch die beschwerliche Winter-Stunden mir in meiner warmen Stunden gleichsam einen Arrest vorgeleget/ daß ich nemlich meinen Fleiß desto emsiger beobachten möchte/ nunmehr aber den Kercker eröffnet/ und denen schwürigen Gedancken eine beliebliche Aufklärung ge-[S]stattet. | ||
| Eigenschaft / Element von | |||
| Eigenschaft / Element von: Unvorgreiffliche Gedancken von Von Teutschen Versen / Rang | |||