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  1. Denn es ist [aq]Anno 1380[/aq]. in [aq]Fridericum Strenuum[/aq] Landgrafen von Thüringen/ dergleichen Grabschrifft gemacht/ welches [aq]Fridericus Hortleder[/aq] in einigen Lateinischen auff einen Sächsischen Hertzog gemachten Grabschrifften mit anführ (Q3597)
  2. mit welcher Reimsucht damahls alle behafftet waren/ daß man auch in den Lateinischen dieselben gebrauchte/ ja wol gar Lateinische unter die Teutsche mischte/ dessen wir unterschiedliche [aq]Exempla[/aq] in alten Grabschrifften haben/ dergleichen eins in (Q3596)
  3. Wer dieser [aq]Autor[/aq] [Hugo von Trimberg, J.T.] gewesen und wann er geschrieben/ kan man auß dem Beschluß des Buches abnehmen: denn er spricht: ¶ Der diß Büch gedichtet hat (Q3595)
  4. Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etli (Q3594)
  5. Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann (Q3593)
  6. Es findet sich in dieser Chronic ["einer Limpurgischen" (341) [351]] auch ein Gesang einer die man wieder ihren Willen zur Nonnen gemacht. Dasselbe meldet/ daß ums Jahr [aq]1370[/Aq]. auff dem Mayn ein Außsätziger Barfüsser Mönch die besten Lieder un (Q3592)
  7. Es seind auch bey ihnen viel außerlesene [aq]Carmina[/aq] von den besten [aq]Auctoribus[/aq] und deren insonderheit/ die sonst wenig geschrieben/ in absonderlichen Büchern versamlet/ worunter meinem Bedüncken nach das beste [S] ist/ [aq]de zeeusche Nac (Q3591)
  8. [aq]Jann van der Veen[/aq] in seinem so genandten [aq]Adams Appel[/aq] ist voll von Schertzen und Lustigkeiten/ die nicht unangenehm seyn/ ob sie gleich etwas gemeines bey sich führen. (Q3590)
  9. Er solte ihm lieber vorstellen/ was der trefliche Herr von [aq]Zulichem Constantin Huigens[/aq] zu lobe der Hochteutschen [aq]Nation[/aq] an seine Niederländer geschrieben/ in der Vorrede der aus dem Hochteutschen ins Niederländische von ihm übersetzte (Q3589)
  10. Worunter wir billig des [aq]John Miltons Poemata[/aq] begreiffen. Diese ob sie zwar in der ersten Jugend gemacht/ so blick doch der gute Geist hervor/ und sein sie den besten gleich geschätzt: Von seinem [aq]Poëmate Heroico The Paradis lost[/aq], davon (Q3588)
  11. Der übersetzer des [aq]Rapini[/aq] geht etwas bescheidener/ und da er lobt die grossen Gaben dieses Mannes/ die in warheit zu loben sind/ so beklagt er doch/ daß er seine [aq]Davideis[/aq] vor seinem Ende nicht wieder übersehen habe/ welches er in sein (Q3587)
  12. [aq]Nicolaus Antonius[/aq] gedencket eines Portugiesen [aq]Michaëlis de Silveira[/aq], welcher in seinem zwey und zwantzigsten Jahr ein [aq]Poëma Heroicum El Macabaeo[/aq] geschrieben/ von auffbauung des Jüdischen Tempels welches er saget dem [aq]Torqu (Q3586)
  13. [aq]Scaliger[/aq] führet es [homo, J.T.] von dem Griechischen Wort [griech.] her/ weil der Mensch ein [griech.] und gesellig ist: [aq]Vossius[/aq] von dem Ebreischen [hebr.] welches die Syrer außgesprochen [aq]ODOM[/aq], davon [aq]per con[/aq]-[S][aq]tr (Q3585)
  14. Bei den Griechen hat man auch diese Wörter [hebr.] und [hebr.], auch bey den Hebreern selbst [aq]mazon[/aq] und [aq]matsah[/aq], davon [aq]Athenaeus Deipnos: lib. 4. & 15. Casaubonus Animadvers. in Athen. lib. 4. c. 13[/aq]. zu sehen ist. (Q3584)
  15. So muß [aq]Venus[/aq] von [aq]veniendo[/aq] herkommen/ [aq]Vesta[/aq] wird deßhalben so genant [aq]quod vi suâ stet[/aq]: welche [aq]derivationes[/aq] eben so gut sein/ als wenn das Wort Bischoff davon gemacht sein soll/ weil er bey den Schaffen ist: D (Q3583)
  16. und wie in dem folgenden Britannischen Worte [aq]cornel angulus[/aq], eene hörn in der gemeinen Sprache: so ist in [aq]Gothreks Historia[/aq] von dem [aq]Verelio[/aq] herauß gegeben das Gothische Wort [aq]Pallshorn scamni angulus[/aq]. (Q3582)
  17. Wir müssen auch allhier der Frauen Gertrud Müllerin des Sehl. Hn. [aq]Petri[/aq] Müllern gewesenen [aq]Med. D[/aq]. und [aq]Professoris[/aq] auff der Königsbergischen [aq]Academie[/aq], Eheliebsten/ gebohrnen Eifflerin/ nicht vergessen/ welche ein Buc (Q3581)
  18. [aq]Sorell[/aq] gedencket noch des [aq]Pere le Moine le Saint Louys, le S. Paul de M. Godeau, le Moyse sauvé de M. de S. Aymant, le Clouis de M. Desmarests, le David de M. de Lesfargue[/aq]. (Q3580)
  19. Wir wollen hiemit in GOttes Nahmen diese unsre Betrachtungen von der Teutschen Sprache und Poesie schliessen. (Q3579)
  20. Die Rätzel gehören auch zu den Sinnbildern/ welche gleichfalls ihre [aq]fontes inventionum[/aq] in den vorigen [aq]locis[/aq] haben und bestehen theils in Bildern/ theils in Schrifften. Von jenen handelt [aq]Masenius[/aq] weitläufftig in [aq]Speculo Im (Q3578)
  21. Im Englischen hat [aq]Franciscus Quarles[/aq] Geistliche [aq]Emblemata[/aq] geschrieben/ wie auch [aq]Epigrammata[/aq], die er [aq]divine fancies[/aq], nennet. Aber die [aq]Emblemata[/aq] sein mehrentheils aus des [aq]Hermani Hugonis piis desideriis[/aq] (Q3577)
  22. Bey dem [aq]Masenio[/aq] sein etzliche artige [aq]Exempla Symbolorum[/aq], als da er aus dem Wapen des [aq]Fabii Chisii[/aq] einen Adler nimt/ worauß er [aq]50. Symbola[/aq] macht/ und auß der [aq]Pamphiliorum[/aq] Wapen/ eine Taube und Oelbaum/ von wel (Q3576)
  23. Die Erfindung derselben können von eben denselben [aq]fontibus[/aq] der [aq]Epigrammatum[/aq] genommen werden/ wovon [aq]Masenius[/aq] in [aq]Speculo Imaginum veritatis occultae[/aq] mit mehrem handelt. (Q3575)
  24. Es hat auch [aq]Quirinus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis artem magnam s. Harmoniam adagiorum omnium populorum[/aq] verheissen. (Q3574)
  25. Endlich hat Lehman in seinem [aq]Florilegio Politico[/aq] unter gewisse [aq]tituln[/aq], alle Sprichwörter und scharffsinnige Reden zusammen gesucht/ welches der [aq]Schuppius[/aq] so hoch hält/ daß ers nach der Bibel setzet. (Q3573)
  26. Weiln ich aber dasselbe zu einer absonderlichen Arbeit [aq]de argutâ dictione[/aq] verspare/ so will ich solches allhie übergehen. [aq]Mercerius, Carolus à S. Antonio, Masenius[/aq] und andre haben einige gewisse [aq]fontes[/aq] angewiesen/ worauß die (Q3572)
  27. Es hat mein sehr wehrter Freund Hr. von Horn/ bey seiner neulichen Zurückkunft aus Muscow/ [S] mir [aq]Simeonis Polocensis[/aq], eines Rußischen München Predigten vorgezeiget/ und erkläret/ die in Warheit den sinnreichsten [aq]Meditationibus[/aq] der (Q3571)
  28. Es ist einem Ballette nicht unähnlich die artige Vorstellung/ die [S] dem Kaiser [aq]Carolo V[/aq]. geschehen (davon [aq]Masenius[/aq] in seinem [aq]Speculo Imaginum l. 6. c. 3. §. 2[/aq]. gedencket/ darinnen dem Kayser alles was in Religions-Sachen the (Q3570)
  29. Insondheit muß hier die Außbildkunst woll verstanden werden/ weil das meiste schier darin bestehet/ dazu dann die [aq]Iconologia[/aq] des [aq]Caesaris Ripae, Masenii Speculum imaginum veritatis occultae[/aq] gute Anleitung geben kan. (Q3569)
  30. Der [aq]Cardinal de Richelieu[/aq] hat es seinem Geistlichen Stande nicht unanständig gehalten/ daß er der Schauspiel halber gewisse Ordnunge gemacht/ und nachdem [S] er sie von den Unsauberkeiten gereiniget/ selbst Anlaß gegeben/ daß solche gespielet (Q3568)
  31. So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris (Q3567)
  32. Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mytholog (Q3566)
  33. [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: (Q3565)
  34. Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an s (Q3564)
  35. Der [aq]Cardinal Perron[/aq] hat gar weißlich geurtheilet/ wie in den [aq]Excerptis p. 193[/aq]. zu sehen/ daß die Sprachen den Ursprung von der Nothwendigkeit haben/ aber durch die [aq]affectation[/aq] verdorben werden/ welche mehrentheils in den [aq]m (Q3563)
  36. Es sagt der [aq]Cardinal Perronius[/aq] in seinen [aq]Excerptis[/aq] gar artig. (Q3562)
  37. [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. (Q3561)
  38. Zu solchem Ende kan man in der Teutschen Tichterey eben solche [aq]Excerpta[/aq] machen/ wie in der Lateinischen/ davon ich/ ob GOtt will/ in einem andern Buche mit mehrem handeln will. (Q3560)
  39. Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ (Q3559)
  40. Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. (Q3558)
  41. Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S (Q3557)
  42. Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [ (Q3556)
  43. So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. (Q3555)
  44. Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. (Q3554)
  45. Es ist aber gleich viel/ ob ich die [aq]Artem Lullianam[/aq] oder die zehn [aq]Praedicamenta[/aq] dazu gebrauche. Wovon ich ob ob GOtt will in einem Buche [aq]de arguta dictione[/aq] mit mehren handeln will. (Q3553)
  46. So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplic (Q3552)
  47. Dergleichen [aq]artificium[/aq] eignet ihm [aq]Kircherus[/aq] im Lateinischen zu/ gleich wie er auch einige Erfindungen hat einen der [aq]Music[/aq] unwissenden dahin zu bringen/ daß er etwas richtig in die [aq]Music[/aq] setzen solle. (Q3551)
  48. Diß muß insonderheit in acht genommen werden/ daß in allen Sprachen die [aq]Syntaxis[/aq] in [aq]Carmine[/aq] von der [aq]Syntaxi[/aq] in [aq]Prosa[/aq] verschieden sey/ wie dieses in Griechischer und Lateinischer Sprache bekant ist/ und solches in die (Q3550)
  49. Derselbige [aq]Melchior Goldastus[/aq] hat in seinem [aq]Tom. I. Rerum Alemannicarum[/aq] ein [aq]Glossarium[/aq] hinzugesetzt/ wie auch [aq]Marq. Freherus[/aq] in dem seinigen/ welcher auch ein vollständiges [aq]Lexicon Etymologium[/aq] der Teutschen Sp (Q3549)
  50. Es hat auch ferner ein Munch zu S. [S] Gallen [aq]Kero[/aq] genant/ [aq]Interpretationem vocabulorum barbaricorum[/aq], wie er die Teutsche Wörter nennet/ geschrieben/ so an eben demselben Ohrt bey [aq]Goldasto à p. 69. usque 92[/aq]. befindlich. (Q3548)

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