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  1. Will schon ein Kato hier von Götzendienern schreyen, ¶ und nennt solch Fabelwerk kurzüm Abgöttereyen; ¶ So wiß' er, daß ich sey so Christlich wol als Er. ¶ Was gehn mich Heyden an, als Heyden? doch klagt wer ¶ den Misbrauch an, wolan! so sind wir (Q3647)
  2. Es ruht ein Gott in uns, ein Gott, wenn der sich regt, ¶ wird warm und frisch der Sinn, und zu der Lust bewegt. ¶ Diß schilt man leichtlich nicht: Doch will ichs darmit halten, ¶ wenn, die mehrsylbig seyn, sich so mang ander schalten: ¶ Was Göttlich (Q3646)
  3. Daß, weil der Himmel ihn zu solchem Amt' ernennet, ¶ sey ihm auch Stärk' und Kraft von oben zuerkennet. (Q3645)
  4. Ein neuer Schöpfer kan ¶ ein Dichter scheltohn seyn, doch anders nicht, als wann ¶ darunter eine Lust und sinnreich Gleichnüß stecket ¶ und solcher Larfen Schäm die Wahrheit künstlich decket. (Q3644)
  5. Gott tuht kein Wunderwerk ¶ Durchaus. Dem gibt er Muht und bildet ihn zum Helden, ¶ dem schenkt er Stateswitz, und dem die Kraft zumelden, ¶ was niemand melden kan, als einer von Arpin: ¶ der wehrt der letzten Noht, ruft rückwärts, die schon ziehn (Q3643)
  6. Umsonst ists, d[aß man schwitzt, Anm. i.O.] [S.i.O.] ¶ üm einen saubern Vers, wann nicht die Himmelsgüße ¶ sich senken auf die Brust, durch milde Sternenflüße.¶ Drüm ist ein Föbus nur den edlen Dichtern hold, ¶ und der schießt in ihr Herz se (Q3642)
  7. Alleine die Poeten ¶ sind Väter erster Lahr. Ohn sie müst' ietzt noch röten ¶ vor Schaam der Gottesmann, der Redner und Jurist, ¶ weil die Poeterey allstets gewesen ist ¶ der Sprachen Meisterin, Vermehrerin und Schule, ¶ Norm, Form und Prüfestein (Q3641)
  8. Gott hat Poeten lieb. Ihr Geist wird aufgelüftet ¶ durch mehr als Menschenwitz. Wenn Moses dicht und stiftet ¶ ein hohes Heldenlied, Debora sieghaft singt, ¶ und Davin einen Reim in seine harfe zwingt ¶ hört ihnen merksam zu das himmelheer und schal (Q3640)
  9. Es sey die dichter Red' ¶ Orakels sprüchen gleich, ein Dichter ein Profet, ¶ deß Geist vom himmel rührt und himmlisch wesen treibet, ¶ von irdnen losgezehlt, wenn er mit federn schreibet ¶ die unvergänglich sind. (Q3639)
  10. Weil hier ein Dichter muß vor andern himmlisch seyn. (Q3638)
  11. [Die Dichtkunst, J.T.] Giebt iedem sein Geschicke: ¶ fährt aus den Schranken aus der Menschlichkeit und pflanzt ¶ bey Göttern ihren Sitz. (Q3637)
  12. So mahlt sie [die Dichtkunst, J.T.] wunderlich mit Farben ab ein Werk, ¶ erhebt und steuret ihm Zier, Anmuht, Höh und Stärk' ¶ und macht ein Freudenfeur halb göttlich aus den Funcken ¶ Verklärter Geistigkeit, so bald sie ist gesunken ¶ auf ein uns (Q3636)
  13. Doch tret' ich hoffend an ¶ die Kunst der Dichterey, des Himmels Bürgerinne, ¶ der Erden Wunderglanz, die Tochter der Liebinne, ¶ den Straal der Ewigkeit, das Mahlwerk der Natur, ¶ der Rede schönstes Feur und aller Weysheit Spur, ¶ in ein gekürzte (Q3635)
  14. Ein großes Werk hab' ich zuschreiben ausgelesen, [...] (Q3634)
  15. Horat. de Arte poëtic. [...] (Q3633)
  16. Fehler/ die in diesem Unterricht zu verbessern. (Q3632)
  17. Exempel Der verschiedenen Reimgebände/ vorgestellet in übersetzung einiger Oden des [aq]Horatii[/aq] Derer droben [aq]pag. 619[/aq]. gedacht worden. (Q3631)
  18. als wie die jenige sein/ die man in F. David Stendern [aq]Anagrammatibus[/aq] findet. Z.E. der heilige Geist: der sie geheiliget (Q3630)
  19. als Fenster/ Kloster/ etc. (Q3629)
  20. Der Hr. von Bircken in seiner Anweisung zur Teutschen Poesie [aq]cap. 5. n. 33[/aq]. etliche solche [aq]Carmina[/aq] zur Probe gesetzet/ wie dises ¶ Wird mich der Himmel noch immer begnädigen/ ¶ [...] ¶ Sonst lautet es fast besser/ wann die [aq]Dactyl (Q3628)
  21. Solcher art sein die Verse die ein [aq]Carmelite Gualterus Disse[/aq] heraußgegeben/ deren Anfang also lautet: ¶ [aq]Heliconis rivulo modicè conspersus[/aq] (Q3627)
  22. [aq]Quos anguis dirus Christi mulcedine pavit[/aq], (Q3626)
  23. Zum andern geschieht solches in vielen wie in diesen Versen des [aq]Floreti[/aq] ¶ [aq]Qui peccat nimium praesumens de pietate[/aq] (Q3625)
  24. [aq]Vos estis, Deus est testis, teterrima pestis[/aq]. (Q3624)
  25. [aq]Hic jacet Henricus semper pietatis amicus[/aq] (Q3623)
  26. Welches klärlich auß des [aq]Bedae[/aq] seinem Buch [aq]de metris[/aq] zu sehen/ der diese Verse zum Exempel bringet: ¶ [aq]Apparebit repentina dies magna Domini[/aq] (Q3622)
  27. Es gedencket der [aq]Verdier[/aq] auch eines [aq]Blaise d'Auriol[/aq], welcher ein Buch/ [aq]les ioyes & douleurs de nostre Dame avec une oraison par Equivoques latins & francois[/aq] geschrieben/ so eben dieses Schlages ist. (Q3621)
  28. Es führet der Herr Wagenseil in seiner [aq]Sota, de Uxore Adulterii suspectâ cap. I. p. 49[/aq]. an/ daß einer [S] [aq]R. Judas Med. D[/aq]. ein [aq]Epithalamium[/aq] geschrieben/ welches zugleich Teutsch und Hebräisch gewesen/ dessen Anfang also gela (Q3620)
  29. Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffe (Q3619)
  30. Etzliche sein gar ohne [aq]metro[/aq], wie dieses des [aq]Walter de Mapes[/aq] so gar lächerlich ist: dessen Anfang also lautet: ¶ [aq]Mihi est propositum in taberna mori[/aq], (Q3618)
  31. Der bekante [aq]Johannes Milton[/aq] hat ein vollständig [aq]Poëma[/aq]: genannt [aq]The Paradis lost[/aq], ohne Reimen geschrieben/ woselbst er in der Vorrede dieser Schreibart das Wort redet/ insonderheit dieser Uhrsachen halber/ daß des Reims wegen (Q3617)
  32. Welchen Herr Prasch auch den [aq]Spondaeum[/aq] hinzusetzet/ wie er dann in diesem Pan liebt/ Gott lebt/ und in den beyden ersten Sylben der im vorigen Capitel angeführten Wörter Blutrünstig/ Mannsliebe/ Andächtig/ Goldbergwerck denselben zu finden me (Q3616)
  33. Das Vater Unser hat er ["[aq]Aquilonius[/aq]", J.T.] in einem [aq]Phaleuco Carmine[/aq] verfasset welches also lautet: ¶ Fader milde Himmelen besidder/ (Q3615)
  34. Der in der Teutschen Bibel ungefehr vorfallende [aq]Hexameter[/aq] ist auch von unterschiedlichen anmerckt: Und Isaac schertzet mit seinem Weibe [aq]Rebecca. Burchardus Berlichius[/aq] der ein Buch [aq]de Ju[/aq]-[S][aq]re Novercarum[/aq] geschrieben [aq] (Q3614)
  35. Das Vater Unser hat er ["[aq]Plempius[/aq]", J.T. (531) [541]] in Niederländische/ aber auch am Ende reimende [aq]Heoxametrs[/aq] versetzet: [S] ¶ [aq]Onser al-er Vader tot in Heemelen hoochste ver heeven[/aq] (Q3613)
  36. Des Wortes Beicht Uhr-[S]sprung wird schwerlich einer geben/ welcher nicht weiß/ daß es in dem alten Teutschen Psalter [aq]begiht[/aq], oder [aq]begicht[/aq] geschrieben wird/ und also zusammen gesetzet ist aus der [aq]praepositione inseparabili be[/aq] (Q3612)
  37. Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache ein (Q3611)
  38. Jod [aq]pro[/aq] Gott/ Gar [aq]pro[/aq] Jahr. Jott jeb euch een jutes naues Gar [aq]pro[/aq] [S] Gott geb euch ein gutes neues Jahr. (Q3610)
  39. Auß dieser Ursache/ halte ich/ sein des [aq]Jacobi Balde[/aq] eines Bayern [aq]Carmina[/aq], die er seinen Lateinischen [aq]de Vanitate Mundi[/aq] mit eingemischt/ so unförmlich und hart/ ob gleich die Sachen [S] gut sein. (Q3609)
  40. Johann Franck/ ein Rathsherr der Stadt Guben/ hat ein [S] rennliches und wollgesetztes Teutsches [aq]Carmen[/aq] geschrieben/ dessen Geistlicher Sion und irrdischer Helicon hervorgegeben/ worinnen viel schöner Geistlicher und Weltlicher Lieder sich befin (Q3608)
  41. Matthäus Apelles/ von Leuenstein/ auff Langenhoff Keyserlicher und Fürstlicher Münsterberg-Oelßnischer Rath/ dem [S] Herr Tscherning seinen Frühling zu geschrieben/ hat einige Geistliche Lieder unter dem Titul des Frühlings-Mayen hervorgegeben/ mehr (Q3607)
  42. Es ist [aq]Anno 1618[/aq]. eben da die Morgenröth der Teutschen Poeterey unter Hr. Opitzen hervor brach heraußgegeben/ unter dem Titul eines Liedes/ im Thon des Rolands/ oder wie es einen jeden besser gefällt zu singen/ und lautet also: ¶ WOlan last u (Q3606)
  43. Eine lächerliche Historia ist mir erzehlet/ daß da einer aus dieser Zunfft von dreyen unbekandten Buben überfallen/ und in den Koth gestossen/ er auß dem Koth sich erhebend also fort seine Reimen daher gemacht: deren Anfang dieser gewesen: ¶ O GOtt d (Q3605)
  44. Dann so spricht er: ¶ Ich hatt von Lienhard Nunnenbecken (Q3604)
  45. Er selbst [Hans Sachs, J.T.] gestehet solches in den Schluß seines Wercks wann er spricht. ¶ GOtt sey Lob/ der mir sant herab (Q3603)
  46. Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq] (Q3602)
  47. Man findet zwar in der [aq]Bibliotheque[/aq] des [aq]Verdiers[/aq] ein Buch: [aq]Reynier, le Renard[/aq] [...]. Dieses scheinet dasselbe zu sein/ und hat es im Niedersächsischen [aq]75[/aq]. Capittel: in dem Frantzösischen [aq]70[/aq]. Da dann etwas au (Q3601)
  48. Die es [[aq]Reynke de vos[/aq], J.T.] in Lateinische und Hochteutsche Sprache [S] übersetzt/ haben es vielmehr verdorben/ [aq]Janus Guilielmus Laurenbergius[/aq] der die sinnreichen Schertzgedichte in Niedersächscher Sprache geschrieben/ hält davor es (Q3600)
  49. Diß Buch [Brants [aq]Narrenschiff[/aq], J.T.] hat [aq]Nicolaus Honiger[/aq] mit Anmerckungen gezieret/ und hat ein Straßburger [aq]Theologus Johan Geiler Këiserberg[/aq] Predigten darüber gehalten wie [aq]Moscherosch[/aq] in der Vorrede des Buchs/ das (Q3599)
  50. Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Ges (Q3598)

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