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  1. Der Leib: das Gelt und Guht: der Seelen Seeligkeit: (Q3697)
  2. So heißt ein OhneGott ein Heyd' und Atheiste. ¶ Ein Unding ist gar nichts, ein Folgekreuz ein Christe. (Q3696)
  3. Ein Affe von Gestalt, ein Teufel vom Gemüte, (Q3695)
  4. Als: Wie die fremde Schuld in Adam uns verhönet: ¶ So hat die fremde Huld in Jesu uns versöhnet. (Q3694)
  5. Mensch Gott, entmenschter Mensch, ein Ziel, so nie getroffen (Q3693)
  6. Süßbitter, lasterfeind, hochpralend, nimmerbleich, ¶ unsterblich, göttlich, frisch, wundheilend, Tugendreich, (Q3692)
  7. Man lese Teutschlands Schreiben ¶ an ihre Kinder durch, das Flemmings Eyfertreiben ¶ der Nachwelt hinterließ, wie Hofmanswaldau schön ¶ drückt aus den Thränenfluß Marien Magdalen ¶ und Jeftens eingen Kinds, auch, wie sein Kato wütet, ¶ und was (Q3691)
  8. So wird ein kleines Leiden ¶ durch Marter ausgebrült, der Heyligste der Heyden ¶ ein Seneka gegrüßt, gerechter Schutz ein Mord. (Q3690)
  9. Ich schweig' und halte still' und denke, Gottes Wille ¶ ist stets gerecht und gut. (Q3689)
  10. Die Fränkische Poeten: ¶ Otfried und Willeram, Winsbek und andre mehr ¶ verdienen ja so viel und sind in gleicher Ehr' ¶ als Ennius, Packuv und Akzius zuschätzen: (Q3688)
  11. Des Himmels Wundergüte, ¶ der Hoffnung Anderfall, des Glaubens frische Blüte, ¶ der Andacht Feuerglut. (Q3687)
  12. Jedoch bey solchem Stücke, ¶ da Wahrheit der Geschicht uns auf Erscheinen weist, ¶ wie dort des Engels Ruf von Isaks Schlachtung reißt ¶ den Vater Abraham, tuht so ein Knotentrennen ¶ ganz unümgänglich noht. (Q3686)
  13. Drückt Gottlieb, Dagobert nicht Gottesfurcht und Tugend, ¶ Haldan nicht den Bestand, nicht Trautwin Lieb' und Jugend, ¶ nicht Reinhart Ehrlichkeit, Ernst, Grimhold strengen Sinn ¶ Alwin den Adel nicht, nicht Winbrecht Sieg, Gewinn, ¶ und Asch den Pri (Q3685)
  14. Allein der David tödt ¶ den Riesen Goliaht. Nur Jonas wird verschlungen ¶ vom Wallfisch ohn Verderb: Astyages verdrungen ¶ bloß von Kambysens Sohn. (Q3684)
  15. Ihr Wort muß Werk und Taht ¶ und ungebrochen seyn: such- und erwerben Freunde, ¶ mit Dienst und Höflichkeit, vertragen Neid und Feinde, [S.i.O.] ¶ vermeiden die Gefahr, gehts nur nicht an die Ehr', ¶ arbeiten, halten haus, doch sparen sie nicht sehr (Q3683)
  16. ja Gottes Konterfey, der Mensch, hat selbst sein Leben ¶ nicht sicher und gewiß. Wie eine Lilje schlafft, ¶ wird todtengelb und faul: So wird auch hingerafft ¶ der Mensch das edle Tier: Und dennoch ist diß Ganze ¶ üm seinetwegen da. Der Liljen Für (Q3682)
  17. Was kan auch Menschenhand, ¶ wie mühsam sie schon ist, der sterbliche Verstand ¶ und eitle Bettelkunst, die man doch nur muß borgen, ¶ wol gegen Gottes Macht mit allem Fleiß und Sorgen? ¶ Vor solch ein Meisterstück bleibt es ein Flickwerk nur ¶ u (Q3681)
  18. Gott! Was ist da vor Schreyen. ¶ So wird die Kunst verhurt, geschändet, misgebraucht ¶ und die Beredtsamkeit zur Unzeit ausgehaucht, [S.i.O.] ¶ wo man doch schweigen soll. (Q3680)
  19. Der Rist stößt rüstig an des Sions Halltrompeten: (Q3679)
  20. Ein Mann ist ein Mann nicht, ein Gott ist auch den Heyden, ¶ den Christen ein Gott nur. (Q3678)
  21. Seit, daß, an statt der werke, ¶ die worte schwollen auf, und man kaum ein Gemärke ¶ der alten Treue sieht, kömmt knechten nur das du ¶ Gott, Feinden, Tugenden, und tummen Tieren zu. (Q3677)
  22. Will wer beweglich greiffen ¶ dem Leser in sein Herz, der muß Affekten heuffen. ¶ Was göttlich, wunderbar, und heldenmäßig ist, ¶ auf große händel zielt, sich streubet und vermißt, [S] ¶ will eine Redeform von ungemeinen Bünden, ¶ worinn sich (Q3676)
  23. Man glaubt nicht, was zur Kraft die Dichter Lesung tuht! ¶ wie da der Geist empor sich von der Erde schwinget, ¶ wie durch die Mittelluft Er nach dem heitern dringet ¶ und heilge Wärm' empfindt, die Herz und Andacht stärkt, ¶ daß der erklärte Sinn (Q3675)
  24. Das Glücke Gottes Raht, Verhängnüß und Geschicke, ¶ Heil, wolfart, Sternenschluß. (Q3674)
  25. Was acht ich Zoils Zung' und Katons Ernstgesicht? ¶ Vor Gottes Aug' und ohr birgt sich ein Frefler nicht, ¶ bald wird er andern seyn ein Abscheu und Exempel. ¶ Jetzt leidet hohe Noht so Rahthaus, als der Tempel. (Q3673)
  26. Dort ist ein Held ein Löw', ein Engel, Palmgerecht, ¶ Hans Unverschämt ein Bloch und schandbeschmitzte Fliege. (Q3672)
  27. Was springt und lachet, kan ¶ das Hüpfmaaß stellen vor, so wol auch das Kurzlange: ¶ langkurz dagegen tritt einher im ernsten Gange ¶ und druckt die Sitten aus, ist voller Herrenpracht ¶ und Andacht, lobet Gott, vermahnet, schilt und acht. (Q3671)
  28. Wer teutscht Privatperson ¶ Altar und Sakrament, Natur, Kommunion? ¶ So wird das Amen auch und Alleluja bleiben, ¶ und Sela, Zebaot kein Zesen ie vertreiben. (Q3670)
  29. Zur Lust und Munterkeit sind Predigten nicht eben. (Q3669)
  30. Doch ist es nicht gewehrt ¶ wenn solch ein Rasekiel an- den Verrähter -fährt, ¶ schärft am Herostratus, am Nero seine Spitze, ¶ tobt wieder Julian mit Wuht und toller Hitze ¶ und macht des Timons Haß mit scharfem Schelten aus. ¶ Der Kain, Absolon (Q3668)
  31. Mehr, schweifft man auch nicht selten ¶ in Einschaltung hier aus, beschreibt der Zeiten Stand ¶ Krieg, Hunger, Mangel, Pest und anders, drein das Land ¶ ietzt eingewickelt ächzt, den Abgang frommer Leute ¶ zustehen vor den Riß, lebt aber wer noch he (Q3667)
  32. sagt, daß der Himmel das, was von ihm ab- war -kommen, ¶ vor ihn zu spat, zu früh vor uns, zurück genommen, ¶ daß dieser treue Riß der Kirch' ein Haubt, dem Raht ¶ kost' einen klugen Raht, und Schutz gesammter Stadt: (Q3666)
  33. Noch pflegt bey Leichgedichten ¶ man auf das Christentum den Trostvers auch zurichten, ¶ und diß greift stärker ein. Wenn man den Tod sieht an ¶ als einen Port und Tühr zum Leben aufgetahn, ¶ das Larfenspiel der Welt als einen Tod hingegen, ¶ als (Q3665)
  34. Nicht selten auch erhebt man seine Würdigkeit, ¶ wie deßen Großverdienst erwerb' ein frey Geleit ¶ und unbekränkt zu seyn erfordr' auf Weg- und Stegen, ¶ wie an dem Zuge sey der Kirch' und Stat gelegen, ¶ und er erwartet werd' in brünstiger Begie (Q3664)
  35. Ein ander Wunsch entsteht, ¶ wenn was noch künftig ist, und nicht nach Wollen geht, ¶ man suchet und verlangt: als bey Neujahressegen, ¶ üm algemeines Heil, wann Gift, Glut, Flut und Degen ¶ verstören Schlaf und Ruh' und man den Kranken gönnt ¶ g (Q3663)
  36. Wie wol die Schmeicheley oft macht den Dichter lügen, ¶ daß er sich minder schämt, nachdem auch Kanzeln trügen ¶ und bey der Priestertreu' ein ieder heißt ein Christ, ¶ der eine Predigt zahlt, wenn er gestorben ist. (Q3662)
  37. Kan er seyn weggenommen, ¶ gleich einem Habakuk, vom Engel durch die Luft? (Q3661)
  38. Wenn Josef wird verkauft, versucht und kommt in Banden, ¶ bald Landesvater wird, zeugt Kinder, schüttet auf ¶ redt mit den Brüdern hart bey dem GetreydeKauf, [S] ¶ versöhnt sich, weint und gibt sich endlich zuerkennen. ¶ Ist so ein Mischmach wol ei (Q3660)
  39. Gerecht seyn ist die Stütze, ¶ worauf der Stat sich lähnt, glänzt auf der Fürsten Sitze, ¶ ist aller Herrschaft Seel' und Herz, Form, Band und Hand: ¶ Von Menschen Händeln darf sie werden nie verbannt, ¶ stellt iedem zu sein Teil: Belohnung gibt (Q3659)
  40. Kommts dann aufs Eyfren an, ¶ wenn Amt, Beruf, Gesetz und der gemeine Nutzen, ¶ Gott, Nechster, Vaterland fühlt der Verbrecher Trutzen, [S.i.O.] ¶ So wird die scharfe Streng' in Lindigkeit getaucht, ¶ an statt der Grausamkeit die milde Zucht gebrauch (Q3658)
  41. Weltsucht sucht ihr Gesuch, ist wankelmütig, frech, ¶ wiegt Gott hin üm das Gold. (Q3657)
  42. Hier, wenn die Frömmigkeit und Unschuld wird beschweeret, ¶ ob einem andern gleich nichts beßers wiederfähret, ¶ man üm Unbilligkeit und Undank wird entrüst, (Q3656)
  43. Ein unverschämter aber, ¶ Fuchsschwänzer, Hurenwirt, Markschreyer, Geltliebhaber, ¶ ein Schwelger, Tuhnichtgut, Gottohn und geiler Sinn, ¶ der seinen Leib verkaufft, verlachen, üm Gewinn, ¶ Soffreyheit, schnöde Lust, was man von ihnen richtet, ¶ (Q3655)
  44. Mann sucht bey Degen Trost, Pistol, Strick, Gift und Teufeln, ¶ verzagt und gibt verspielt, wenn Ehrdurst, Silbersucht ¶ und Liebesbrunst mislingt, und des Begehrten Frucht [S.i.O.] ¶ nun unerstreblich wird, wiewol sich oft in Wüte ¶ ein zagend Herz (Q3654)
  45. Ein Edelmann kan fromm, ein Bauer böse seyn, (Q3653)
  46. Ein ieder Reicher auch ¶ steckt voll vom Eigensinn, bleht auf den dicken Bauch, ¶ ist eitel, zärtlich, streng, ruhmredig, voller Winde: ¶ Was Armen man verhebt, heißt bey ihm keine Sünde. [S.i.O.] ¶ Wie ein Soldat auch tuht, der noch hierüber frec (Q3652)
  47. Vergeblich schreyt man Lermen ¶ üm solches Sinnenspiel, nennts ärgernuß und schwermen, ¶ da man vielmehr sich selbst zu einem Abgott macht ¶ durch seinen Eigensinn, wenn man kurzum veracht [S] ¶ verdeckte Blümerey, wormit wol oft ein Dichter ¶ me (Q3651)
  48. Durch Venus süßen Orden ¶ ist, ich bekenn es gern, oft ein Poete worden; ¶ doch, wett' ich, einer kaum, ja keiner, glaub' ich, hat ¶ im leben so gelebt, wie ihn gezeiht sein Blat. ¶ Die Heyden nehm' ich aus, die doch auch Tugend ehrten ¶ und mit de (Q3650)
  49. ergeblich schreyt man Lermen ¶ üm solches Sinnenspiel, nennts ärgernuß und schwermen, ¶ da man vielmehr sich selbst zu einem Abgott macht ¶ durch seinen Eigensinn, wenn man kurzum veracht [S] ¶ verdeckte Blümerey, wormit wol oft ein Dichter ¶ meh (Q3649)
  50. Verneinen kan man nicht, daß Griechen und Lateiner ¶ den Schauplatz misgebraucht und ihrer selten einer ¶ der Spiele Zweck erreicht. Von Götzen sag' ich nichts: ¶ Dieweil der Blindheit Nacht die Heyden dieses Lichts, [S] ¶ so uns bestraalt, beraubt. (Q3648)

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