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- Nicht selten auch erhebt man seine Würdigkeit, ¶ wie deßen Großverdienst erwerb' ein frey Geleit ¶ und unbekränkt zu seyn erfordr' auf Weg- und Stegen, ¶ wie an dem Zuge sey der Kirch' und Stat gelegen, ¶ und er erwartet werd' in brünstiger Begie (Q3664)
- Ein ander Wunsch entsteht, ¶ wenn was noch künftig ist, und nicht nach Wollen geht, ¶ man suchet und verlangt: als bey Neujahressegen, ¶ üm algemeines Heil, wann Gift, Glut, Flut und Degen ¶ verstören Schlaf und Ruh' und man den Kranken gönnt ¶ g (Q3663)
- Wie wol die Schmeicheley oft macht den Dichter lügen, ¶ daß er sich minder schämt, nachdem auch Kanzeln trügen ¶ und bey der Priestertreu' ein ieder heißt ein Christ, ¶ der eine Predigt zahlt, wenn er gestorben ist. (Q3662)
- Kan er seyn weggenommen, ¶ gleich einem Habakuk, vom Engel durch die Luft? (Q3661)
- Wenn Josef wird verkauft, versucht und kommt in Banden, ¶ bald Landesvater wird, zeugt Kinder, schüttet auf ¶ redt mit den Brüdern hart bey dem GetreydeKauf, [S] ¶ versöhnt sich, weint und gibt sich endlich zuerkennen. ¶ Ist so ein Mischmach wol ei (Q3660)
- Gerecht seyn ist die Stütze, ¶ worauf der Stat sich lähnt, glänzt auf der Fürsten Sitze, ¶ ist aller Herrschaft Seel' und Herz, Form, Band und Hand: ¶ Von Menschen Händeln darf sie werden nie verbannt, ¶ stellt iedem zu sein Teil: Belohnung gibt (Q3659)
- Kommts dann aufs Eyfren an, ¶ wenn Amt, Beruf, Gesetz und der gemeine Nutzen, ¶ Gott, Nechster, Vaterland fühlt der Verbrecher Trutzen, [S.i.O.] ¶ So wird die scharfe Streng' in Lindigkeit getaucht, ¶ an statt der Grausamkeit die milde Zucht gebrauch (Q3658)
- Weltsucht sucht ihr Gesuch, ist wankelmütig, frech, ¶ wiegt Gott hin üm das Gold. (Q3657)
- Hier, wenn die Frömmigkeit und Unschuld wird beschweeret, ¶ ob einem andern gleich nichts beßers wiederfähret, ¶ man üm Unbilligkeit und Undank wird entrüst, (Q3656)
- Ein unverschämter aber, ¶ Fuchsschwänzer, Hurenwirt, Markschreyer, Geltliebhaber, ¶ ein Schwelger, Tuhnichtgut, Gottohn und geiler Sinn, ¶ der seinen Leib verkaufft, verlachen, üm Gewinn, ¶ Soffreyheit, schnöde Lust, was man von ihnen richtet, ¶ (Q3655)
- Mann sucht bey Degen Trost, Pistol, Strick, Gift und Teufeln, ¶ verzagt und gibt verspielt, wenn Ehrdurst, Silbersucht ¶ und Liebesbrunst mislingt, und des Begehrten Frucht [S.i.O.] ¶ nun unerstreblich wird, wiewol sich oft in Wüte ¶ ein zagend Herz (Q3654)
- Ein Edelmann kan fromm, ein Bauer böse seyn, (Q3653)
- Ein ieder Reicher auch ¶ steckt voll vom Eigensinn, bleht auf den dicken Bauch, ¶ ist eitel, zärtlich, streng, ruhmredig, voller Winde: ¶ Was Armen man verhebt, heißt bey ihm keine Sünde. [S.i.O.] ¶ Wie ein Soldat auch tuht, der noch hierüber frec (Q3652)
- Vergeblich schreyt man Lermen ¶ üm solches Sinnenspiel, nennts ärgernuß und schwermen, ¶ da man vielmehr sich selbst zu einem Abgott macht ¶ durch seinen Eigensinn, wenn man kurzum veracht [S] ¶ verdeckte Blümerey, wormit wol oft ein Dichter ¶ me (Q3651)
- Durch Venus süßen Orden ¶ ist, ich bekenn es gern, oft ein Poete worden; ¶ doch, wett' ich, einer kaum, ja keiner, glaub' ich, hat ¶ im leben so gelebt, wie ihn gezeiht sein Blat. ¶ Die Heyden nehm' ich aus, die doch auch Tugend ehrten ¶ und mit de (Q3650)
- ergeblich schreyt man Lermen ¶ üm solches Sinnenspiel, nennts ärgernuß und schwermen, ¶ da man vielmehr sich selbst zu einem Abgott macht ¶ durch seinen Eigensinn, wenn man kurzum veracht [S] ¶ verdeckte Blümerey, wormit wol oft ein Dichter ¶ meh (Q3649)
- Verneinen kan man nicht, daß Griechen und Lateiner ¶ den Schauplatz misgebraucht und ihrer selten einer ¶ der Spiele Zweck erreicht. Von Götzen sag' ich nichts: ¶ Dieweil der Blindheit Nacht die Heyden dieses Lichts, [S] ¶ so uns bestraalt, beraubt. (Q3648)
- Will schon ein Kato hier von Götzendienern schreyen, ¶ und nennt solch Fabelwerk kurzüm Abgöttereyen; ¶ So wiß' er, daß ich sey so Christlich wol als Er. ¶ Was gehn mich Heyden an, als Heyden? doch klagt wer ¶ den Misbrauch an, wolan! so sind wir (Q3647)
- Es ruht ein Gott in uns, ein Gott, wenn der sich regt, ¶ wird warm und frisch der Sinn, und zu der Lust bewegt. ¶ Diß schilt man leichtlich nicht: Doch will ichs darmit halten, ¶ wenn, die mehrsylbig seyn, sich so mang ander schalten: ¶ Was Göttlich (Q3646)
- Daß, weil der Himmel ihn zu solchem Amt' ernennet, ¶ sey ihm auch Stärk' und Kraft von oben zuerkennet. (Q3645)
- Ein neuer Schöpfer kan ¶ ein Dichter scheltohn seyn, doch anders nicht, als wann ¶ darunter eine Lust und sinnreich Gleichnüß stecket ¶ und solcher Larfen Schäm die Wahrheit künstlich decket. (Q3644)
- Gott tuht kein Wunderwerk ¶ Durchaus. Dem gibt er Muht und bildet ihn zum Helden, ¶ dem schenkt er Stateswitz, und dem die Kraft zumelden, ¶ was niemand melden kan, als einer von Arpin: ¶ der wehrt der letzten Noht, ruft rückwärts, die schon ziehn (Q3643)
- Umsonst ists, d[aß man schwitzt, Anm. i.O.] [S.i.O.] ¶ üm einen saubern Vers, wann nicht die Himmelsgüße ¶ sich senken auf die Brust, durch milde Sternenflüße.¶ Drüm ist ein Föbus nur den edlen Dichtern hold, ¶ und der schießt in ihr Herz se (Q3642)
- Alleine die Poeten ¶ sind Väter erster Lahr. Ohn sie müst' ietzt noch röten ¶ vor Schaam der Gottesmann, der Redner und Jurist, ¶ weil die Poeterey allstets gewesen ist ¶ der Sprachen Meisterin, Vermehrerin und Schule, ¶ Norm, Form und Prüfestein (Q3641)
- Gott hat Poeten lieb. Ihr Geist wird aufgelüftet ¶ durch mehr als Menschenwitz. Wenn Moses dicht und stiftet ¶ ein hohes Heldenlied, Debora sieghaft singt, ¶ und Davin einen Reim in seine harfe zwingt ¶ hört ihnen merksam zu das himmelheer und schal (Q3640)
- Es sey die dichter Red' ¶ Orakels sprüchen gleich, ein Dichter ein Profet, ¶ deß Geist vom himmel rührt und himmlisch wesen treibet, ¶ von irdnen losgezehlt, wenn er mit federn schreibet ¶ die unvergänglich sind. (Q3639)
- Weil hier ein Dichter muß vor andern himmlisch seyn. (Q3638)
- [Die Dichtkunst, J.T.] Giebt iedem sein Geschicke: ¶ fährt aus den Schranken aus der Menschlichkeit und pflanzt ¶ bey Göttern ihren Sitz. (Q3637)
- So mahlt sie [die Dichtkunst, J.T.] wunderlich mit Farben ab ein Werk, ¶ erhebt und steuret ihm Zier, Anmuht, Höh und Stärk' ¶ und macht ein Freudenfeur halb göttlich aus den Funcken ¶ Verklärter Geistigkeit, so bald sie ist gesunken ¶ auf ein uns (Q3636)
- Doch tret' ich hoffend an ¶ die Kunst der Dichterey, des Himmels Bürgerinne, ¶ der Erden Wunderglanz, die Tochter der Liebinne, ¶ den Straal der Ewigkeit, das Mahlwerk der Natur, ¶ der Rede schönstes Feur und aller Weysheit Spur, ¶ in ein gekürzte (Q3635)
- Ein großes Werk hab' ich zuschreiben ausgelesen, [...] (Q3634)
- Horat. de Arte poëtic. [...] (Q3633)
- Fehler/ die in diesem Unterricht zu verbessern. (Q3632)
- Exempel Der verschiedenen Reimgebände/ vorgestellet in übersetzung einiger Oden des [aq]Horatii[/aq] Derer droben [aq]pag. 619[/aq]. gedacht worden. (Q3631)
- als wie die jenige sein/ die man in F. David Stendern [aq]Anagrammatibus[/aq] findet. Z.E. der heilige Geist: der sie geheiliget (Q3630)
- als Fenster/ Kloster/ etc. (Q3629)
- Der Hr. von Bircken in seiner Anweisung zur Teutschen Poesie [aq]cap. 5. n. 33[/aq]. etliche solche [aq]Carmina[/aq] zur Probe gesetzet/ wie dises ¶ Wird mich der Himmel noch immer begnädigen/ ¶ [...] ¶ Sonst lautet es fast besser/ wann die [aq]Dactyl (Q3628)
- Solcher art sein die Verse die ein [aq]Carmelite Gualterus Disse[/aq] heraußgegeben/ deren Anfang also lautet: ¶ [aq]Heliconis rivulo modicè conspersus[/aq] (Q3627)
- [aq]Quos anguis dirus Christi mulcedine pavit[/aq], (Q3626)
- Zum andern geschieht solches in vielen wie in diesen Versen des [aq]Floreti[/aq] ¶ [aq]Qui peccat nimium praesumens de pietate[/aq] (Q3625)
- [aq]Vos estis, Deus est testis, teterrima pestis[/aq]. (Q3624)
- [aq]Hic jacet Henricus semper pietatis amicus[/aq] (Q3623)
- Welches klärlich auß des [aq]Bedae[/aq] seinem Buch [aq]de metris[/aq] zu sehen/ der diese Verse zum Exempel bringet: ¶ [aq]Apparebit repentina dies magna Domini[/aq] (Q3622)
- Es gedencket der [aq]Verdier[/aq] auch eines [aq]Blaise d'Auriol[/aq], welcher ein Buch/ [aq]les ioyes & douleurs de nostre Dame avec une oraison par Equivoques latins & francois[/aq] geschrieben/ so eben dieses Schlages ist. (Q3621)
- Es führet der Herr Wagenseil in seiner [aq]Sota, de Uxore Adulterii suspectâ cap. I. p. 49[/aq]. an/ daß einer [S] [aq]R. Judas Med. D[/aq]. ein [aq]Epithalamium[/aq] geschrieben/ welches zugleich Teutsch und Hebräisch gewesen/ dessen Anfang also gela (Q3620)
- Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffe (Q3619)
- Etzliche sein gar ohne [aq]metro[/aq], wie dieses des [aq]Walter de Mapes[/aq] so gar lächerlich ist: dessen Anfang also lautet: ¶ [aq]Mihi est propositum in taberna mori[/aq], (Q3618)
- Der bekante [aq]Johannes Milton[/aq] hat ein vollständig [aq]Poëma[/aq]: genannt [aq]The Paradis lost[/aq], ohne Reimen geschrieben/ woselbst er in der Vorrede dieser Schreibart das Wort redet/ insonderheit dieser Uhrsachen halber/ daß des Reims wegen (Q3617)
- Welchen Herr Prasch auch den [aq]Spondaeum[/aq] hinzusetzet/ wie er dann in diesem Pan liebt/ Gott lebt/ und in den beyden ersten Sylben der im vorigen Capitel angeführten Wörter Blutrünstig/ Mannsliebe/ Andächtig/ Goldbergwerck denselben zu finden me (Q3616)
- Das Vater Unser hat er ["[aq]Aquilonius[/aq]", J.T.] in einem [aq]Phaleuco Carmine[/aq] verfasset welches also lautet: ¶ Fader milde Himmelen besidder/ (Q3615)