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  1. JEsus ist mein/ Trost/ den ich weiß. (Q5687)
  2. Darüm klinget es lange so lîblich nicht/ als das fünfte/ das Zusatzwort: Recht und GOtt/ dem Vers einen angenemeren Durchschnitt gibet. (Q5686)
  3. Libet Billigkeit und Recht/ laßt euch auch bald weisen: ¶ […] ¶ Dise beyde Verse haben sechs volle [aq]Trochaeos[/aq]; inn der Mitten haben sie zum Durchschnitt das Wort: Recht und GOtt; (so man einen Nachsatz/ oder Zusatz kan nennen) und klingen dah (Q5685)
  4. Wer straks wil seyn ein Herr/ der wird zuletzt ein Knecht/ (Q5684)
  5. Durch Gedult das Kreuz u. die Beschwerde (Q5683)
  6. Ein geistlich Mann ist von der Welt geschiden (Q5682)
  7. Tunkelheit bitet der Sünde die Hand. (Q5681)
  8. Wir erfaren inn der Taht (Q5680)
  9. Nichts ist GOttes Segen gleich/ (Q5679)
  10. Münch’ und böse Pfaffen (Q5678)
  11. GOtt hat sein Härt und Haus/ (Q5677)
  12. Wen tödt’t die Gicht (Q5676)
  13. Also wird der geneigte Leser bey meinem nachfolgendem 16. geistlichen Lide inn acht nemen dy Reime: [S] klebet/ hebet. Häßlich/ greßlich. Borgen/ sorgen. Tüchtig/ züchtig. Hiher gehören inn den bekanten Lidern: Wy schön leuchtet der Morgen Stern/ u (Q5675)
  14. Ob wîr anitzo zwâr geldlose Zeiten haben: (Q5674)
  15. Wir erfaren inn der Taht/ (Q5673)
  16. 8. Allezeit sind 1. die Einsyllbige ein gewisses bedeutende Wörter/ als: GOtt/ Haus/ Lid/ Wôrt. e. g. ¶ GOtt hat sein Härt und Haus/ ¶ […] ¶ Inn disem Reim ist das einsyllbige Wort: GOtt kurz […]. Hingegen in dem folgendem Reim: ¶ GOtt hat bey (Q5672)
  17. Ermuntre dich O Mensch/ und trage grôß Verlangen (Q5671)
  18. Also höret man bald/ daß inn dem Wôrte: Heilige/ die erste Syllbe erhoben/ dy beide andere fallend sind. Darüm ist die erste lang; die andern beide aber sind kurz. Doch kan die letzte Syllbe inn: heilige/ auch ohn Ubellaut lang außgesprochchen/ und d (Q5670)
  19. Also inn dem Wôrte: Heilige/ ist die Erhebung auf der Syllbe: Hei/ und der Fall ist auf den Syllben: li und ge. (Q5669)
  20. Und mittelst sein Gebät des Himmels-Gunst genîssen/ (Q5668)
  21. Wer Himmel-Schlüssel hat/ der kan den Himmel schlîssen; (Q5667)
  22. An Se. Königl. Majestet inn Preußen/ Friderich. ¶ O Wahrer Friderich! O König reich von Friden! (Q5666)
  23. Herr Friderich von Börne/ Königl. Preußis. Cammer-[aq]Praesident[/aq] und geheimer Hof-Cammer-Raht/ auch Dom-[aq]Dechant[/aq]der hohen Bischöflichen Stifts-Kirchen zu Brandenburg/ auf Gollwitz/ Cemnitz und Lüno Erb-Herr. (Q5665)
  24. Herr Johann Rist/ [aq]Comes Palatinus, Consistorial[/aq]-Raht und Prediger zu Wedel (Q5664)
  25. Der 4. Abfluß wird von dem [aq]Quirino Pegeo[/aq] genennet: Dy Abtheilung/ dadurch er nicht eben verstehet dy [aq]Disposition[/aq] der [aq]Oration[/aq]en/ der Predigten/ und langen Gedichten (Q5663)
  26. 2. Kan dy Erfindung inn Geistlichen auß der Bibel/ oder dem Text an dem Fest- oder Sontage hergenommen werden. Also hat Herr Opitz dy Psalmen und Episteln inn schöne anmutige Verse gebracht. (Q5662)
  27. Er muß auch ferner bey den Ahrten zu reden und schreiben inn Acht nemen/ daß diselbe seind ¶ 1. Höflich nicht schandbahr. Also schreibet dy Heilige Schrift: Saul sey inn eine Höle gegangen seine Füße zu dekken. d.i. Dy Nohtdurft zu tuhn. Also: zu S (Q5661)
  28. II. Müßen gute hôchteutsche Wörter gebraucht werden/ wo dy Verse sollen angenehm seyn/ nehmlich solche Wörter/ wy sy von [aq]D[/aq]. Luttern inn der Teutschen Bibel/ von gelehrten Predigern auf der Canzel gelesen und gehöret werden. (Q5660)
  29. (a) Dyjenigen/ welche schôn längst inn der Teutschen Sprache gebräuchlich gewesen/ und so bekant/ daß sy auch das gemeine Volk verstehet. e.g. [aq]Contributiôn, Quartîr, Servîs, Cavallier[/aq], Monath/ Testament/ Firmament/ Cathechismus/ Calender/ (Q5659)
  30. 24. [aq]Sententiae[/aq], Lehr-Sprüchche/ dadurch etwas geleret wird/ ohn ein Bild/ auch ohn ferner nachsinnen des Lesers. Solche Lehr-Sprüchche fangen inn M. Weltl. [aq]No[/aq]. [S] 207. und endigen sich 235. Wer dy Sprüche Solomonis hiher wil zihen/ d (Q5658)
  31. Dise Ahrt von vermischten Versen [in Pindarischen Oden, J.T.] schikket sich zwâr auch wol GOtt und andre Dinge zu loben; aber zu solchen Lidern dy inn der Christlichen Kirchen sollen gesungen werden/ schikken sy sich gâr nicht/ darüm weil dy dritte Str (Q5657)
  32. Solche Beschaffenheit haben auch alle Strophen oder Reim-Schlüße/ dergestalt/ daß dy folgende Strophen/ dy man auch einen Vers nennet/ (wy denn auch dy [aq]Periodi[/aq] inn der Heil. Schrifft Verse genant werden/ darüm das Wôrt: Vers/ ein [aq]aequivo (Q5656)
  33. (b) Müssen auch dy behalten werden/ da noch [aq]sub judice lis est[/aq]: Ob sy von einer andern Sprache hergenommen; oder ob dy fremde Sprache ein solches Wôrt von den Teutschen entlenet habe. e.g. Fenster/ lateinisch [aq]fenestra[/aq]. Dy Lateinische S (Q5655)
  34. Dahingegen der Poët weit außstreichet/ sich als ein Adler inn dy Höhe schwinget/ dy gemeine Ahrt zu reden weit hinter sich läßet/ alles bunter/ und fröliger setzt: Alles was er vôrbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet (Q5654)
  35. Wer nun den Namen und die Taht eines Poeten haben wil/ an dem erfodern dy Weltweisen dreyerley/ nemlich: die natürliche Zuneigung zur Dichterey/ die Unterweisung/ und die Ubung. Darüm sagt [aq]Cicero pro Archia: Si à summis hominibus eruditissimisque a (Q5653)
  36. Da teilen sich dy Verse/ Reime und Gedichte nûn bald inn Geistliche und Weltliche/ wy auch im Anfange diser Kunst angefüret ist. ¶ I. Dy Geistliche haben auf nichts/ als auf GOtt ihr Absehen/ wy sy denselben loben und preisen/ und ihm Dank sagen wollen (Q5652)
  37. Nun aber da mit den besten Versen wenig Guht zu gewinnen ist/ müssen sie die [aq]Musae[/aq] daran genügen lassen daß inn den Kirchen und auf den Canzeln mit geistreichen Lidern GOtt gedinet wird. Die weltlichen [S] [aq]Carmina[/aq] dinen zu disen Zeite (Q5651)
  38. Daher sind inn den alten Zeiten die [aq]Theologi[/aq] gemeiniglich Poëten gewesen/ und [aq]Cicero[/aq] der allerberedeste Römer bezeuget/ das kein barbarisches und wildes Volk den Namen eines Poëten verachtet/ sondern ihn allezeit hôch und heilig geha (Q5650)
  39. Inn dem vorigen sibenzehenden [aq]Seculo[/aq] ist die Hôchteutsche Poëterey berühmt worden/ und haben sich hervor gethan mit teils geistlichen/ teils weltlichen Sachchen Herr Opitz/ Harsdörfer/ Rist/ Buchner [aq]Caesius[/aq], Hofmanns-Waldo/ Lohenstei (Q5649)
  40. DIe Hochteutsche Vers-Reim- und Dicht-Kunst erfodert Sachchen und Wôrte. Die Sachchen sind entweder Geistlich oder Weltlich. Unter den Geistlichen bekanten ist das Lîd Mosis und Mirjam wol das älteste/ das sie gesungen/ als GOtt den Pharao mit den Egyp (Q5648)
  41. Das 13. Capittel/ Von Erfindung guter Lider und Gedichte. (Q5647)
  42. Das 12. Capittel/ Von den Hochteutschen Redens-Ahrten. (Q5646)
  43. Das 11. Capittel/ Von den Rhetorischen [aq]Tropis[/aq] und Figuren. (Q5645)
  44. Das 10. Capittel/ Von [aq]grammaticali[/aq]schen Verwandelung der Wörter. (Q5644)
  45. Das 9. Capittel. Von den Wörtern dy da können inn den Versen gebraucht werden. (Q5643)
  46. Das 8. Capittel/ Von dem Unterscheid der Verse nach dem Einhalt. (Q5642)
  47. Das 7. Capittel/ Von den vermischten verschrenkten und ungleichen Versen. (Q5641)
  48. Das 6. Capittel/ Von der Reimung. (Q5640)
  49. Das 5. Capittel. Von dem Durchschnitt/ Einschnitt und Abschnitt. (Q5639)
  50. Das 4. Capittel. Wie auß den Füßen Verse/ und diselbe abgemäßen werden. (Q5638)

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