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Sonsten wird deren sonderbare Zierde darinn gesuchet/ wann ein [aq]Hemistichion[/aq] oder halb Vers aus einem bekannten Redner oder Poeten/ oder ein kurzer Spruch aus heiliger Schrift/ darzu genommen wird. Dergleichen hat das Zweite SchäferGedicht des Zweiten Theils der Pegnesis: da der Danae Fabel-Thurn/ mit Gold beregnet/ den Him-[S]melSegen anwünschet/ mit der Beischrift aus [aq]Horatij XVI Ode III[/aq] Buchs V. 8. ¶ [aq]Converso in precum Deo[/aq] ¶ und des Teutschen BibelSpruchs I B. Mos. 15. V. I. Ich bin dein sehr grosser Lohn. 164 Vor-erwehntes Siebenständiges Hochzeit-Sinnbild/ zeiget I ein beladenes Karrgeschier mit einem zerbrochenen Rad/ da ein Engel-Knab ein neues anstecket: den wieder-vermählten Witwerstand bemerkend. Das Wort ist/ Komt Eins ihm wieder bei; Und die Erklärung: Was ist diß Leben hier? Ein Leidbeladener Wagen/ […] [S] […] 165 Das zweite [aq]Emblema[/aq] machten zwei SaumRosse/ deren eines unter der aufgebürdeten Last erliget/ dazwischen ein EngelKnab stehend ihme die Last zum theil ab- und dem andern Roß´aufbürdet; mit der Schrift: Viel leichter tragen Zwei. Solches wird erkläret/ durch folgende Zeilen: Freilich sind wir Roß’ und Mäuler. Sünde hat uns eine Last/ […][S] […] 166 Das dritte [aq]Emblema[/aq], bringet durch eine Hand aus der Wolken/ auf einer güldnen Schale/ eine köstliche Perle/ darunter ligt ein Herz mit dem Namen GOttes bezeichnet: ausbildend die Sprüche/ daß ein Tugendsam Weib edler dann/ Gold und Perlen sei/ vom HErrn komme/ und dem gegeben werde der GOtt fürchtet. ([aq]a[/aq] [Sir. 7 V. 21 c. 26 V. 3 Spr. 31 V. 10 c. 19 V. 14]) Diß erkläret folgender Spruch/ samt den Versen: GOtt dieses Gut verleih! Ein Weib/ das reich an Witz und Tugend-Haab/
Sonsten wird deren sonderbare Zierde darinn gesuchet/ wann ein Hemistichion oder halb Vers aus einem bekannten Redner oder Poeten/ oder ein kurzer Spruch aus heiliger Schrift/ darzu genommen wird. Dergleichen hat das Zweite SchäferGedicht des Zweiten Theils der Pegnesis: da der Danae Fabel-Thurn/ mit Gold beregnet/ den Him-[S]melSegen anwünschet/ mit der Beischrift aus Horatij XVI Ode III Buchs V. 8. Converso in precum Deo und des Teutschen BibelSpruchs I B. Mos. 15. V. I. Ich bin dein sehr grosser Lohn. 164 Vor-erwehntes Siebenständiges Hochzeit-Sinnbild/ zeiget I ein beladenes Karrgeschier mit einem zerbrochenen Rad/ da ein Engel-Knab ein neues anstecket: den wieder-vermählten Witwerstand bemerkend. Das Wort ist/ Komt Eins ihm wieder bei; Und die Erklärung: Was ist diß Leben hier? Ein Leidbeladener Wagen/ […] [S] […] 165 Das zweite Emblema machten zwei SaumRosse/ deren eines unter der aufgebürdeten Last erliget/ dazwischen ein EngelKnab stehend ihme die Last zum theil ab- und dem andern Roß´aufbürdet; mit der Schrift: Viel leichter tragen Zwei. Solches wird erkläret/ durch folgende Zeilen: Freilich sind wir Roß’ und Mäuler. Sünde hat uns eine Last/ […][S] […] 166 Das dritte Emblema, bringet durch eine Hand aus der Wolken/ auf einer güldnen Schale/ eine köstliche Perle/ darunter ligt ein Herz mit dem Namen GOttes bezeichnet: ausbildend die Sprüche/ daß ein Tugendsam Weib edler dann/ Gold und Perlen sei/ vom HErrn komme/ und dem gegeben werde der GOtt fürchtet. (a [Sir. 7 V. 21 c. 26 V. 3 Spr. 31 V. 10 c. 19 V. 14]) Diß erkläret folgender Spruch/ samt den Versen: GOtt dieses Gut verleih! Ein Weib/ das reich an Witz und Tugend-Haab/
Eigenschaft / Element von
 
Eigenschaft / Element von: Teutsche Rede- bind- und Dicht-Kunst / Rang
Normaler Rang
 

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