Alte Version von „Item:Q3246“ wiederherstellen

Warnung: Du bist nicht angemeldet. Deine IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, falls du Bearbeitungen durchführst. Wenn du dich anmeldest oder ein Benutzerkonto erstellst, werden neben anderen Vorteilen deine Bearbeitungen einem Benutzernamen zugeordnet.

Aktuelle Version
Dein Text
Bezeichnung / deBezeichnung / de
159 Es ist zu beklagen/ daß bei Christlichen Hochzeiten/ meist nur von Uppigkeit geredet wird/ und der HochzeitGedichte absehen ist/ allein Braut und Bräutigam/ samt den Gästen/ mit (oft-schandbaren) ScherzReden zu ergetzen. Es ist ja der Ehestand ein heiliger Stand/ von Gott selbst/ noch im Stand der Unschuld/ eingesezt/ und der nicht allein vielen Lastern wehret/ sondern auch das Reich des Himmels mit seel. Bürgern anfüllet/ und die Welt fortpflanzet. So solte er demnach billig mit Gebet und Ardacht/ gleichwie von den Verlobten angefangen/ also auch von andern eingesegnet werden. Da solte man anführen die schöne Exempel der Heiligen/ wie Adam [S] mit Eva bei dem Hochzeitgesang der Engel/ Isaac mit Rebecca da er ausgegangen zu beten/ Jacob mit Rahel nach großer Mühe und Arbeit/ gleichwie auch Tobias und Sara/ vermählet worden/ und wie Christus dem HochzeitFest zu Cana beigewohnet/ und dasselbige gesegnet: welcher dann billig/ vor allem andern/ zu einer jeden Christlichen Hochzeit soll eingeladen/ und bei der Hochzeit also tractirt werden/ daß er lust bekomme/ der neuen Eheleute ihr Hausgenoß zu bleiben. Man könte auch jedesmal einen Spruch aus H. Schrift/ der vom Ehestand handelt/ unter die Feder nehmen/ und mit einem Geistlichen Gedicht erklären: Insonderheit aber anführen/ wie der Ehestand mit Christi Liebe gegen seiner Gemeine von S. Paulo*[Ephes. 5 V. 25 seqq.] verglichen werde. Kein zweifel ist/ daß die Ehen viel gesegneter seyn und bäßer ersprießen/ wann sie also mit Gott angefangen würden. 160 Dißorts ein Beispiel zu geben/ weil/ die Menschwerdung des Ewigen [S] und einigen Sohns GOttes JEsu Christi/ sich wol eine Vermählung der Himlischen Gottheit mit der Irdischen Menschheit nennen lässet/ wird solche als eine Geistliche Hochzeit/ mit folgendem Gedichte besungen. Diß ist der Tag/ das Wunder-Fest/ […] [S] […] 161 Ich will hier noch beibringen einen Christlichen Hochzeitwunsch/ mit welchen ich vor 25 Jahren Herrn Joachim Pipenburg/ bei der wollöbl. Stadt Lüneburg vornehmen Ratsherrn und Gerichts Präsidenten/ verehret. Weil selbiger in einem siebenständigen Sinnbilde bestehet/ und von den Sinnbildern dißorts noch nichts gesaget worden/ so ist zu wissen/ daß selbige mit den GleichnisReden (S § 68 im I Buch 7 Cap.) eine große Verwandschaft haben/ und in selbigen dreien Stücken/ nämlich in der Sache/ von der man redet/ in dem Gleichenden/ und in der Gleichis/ bestehen.
159 Es ist zu beklagen/ daß bei Christlichen Hochzeiten/ meist nur von Uppigkeit geredet wird/ und der HochzeitGedichte absehen ist/ allein Braut und Bräutigam/ samt den Gästen/ mit (oft-schandbaren) ScherzReden zu ergetzen. Es ist ja der Ehestand ein heiliger Stand/ von Gott selbst/ noch im Stand der Unschuld/ eingesezt/ und der nicht allein vielen Lastern wehret/ sondern auch das Reich des Himmels mit seel. Bürgern anfüllet/ und die Welt fortpflanzet. So solte er demnach billig mit Gebet und Ardacht/ gleichwie von den Verlobten angefangen/ also auch von andern eingesegnet werden. Da solte man anführen die schöne Exempel der Heiligen/ wie Adam [S] mit Eva bei dem Hochzeitgesang der Engel/ Isaac mit Rebecca da er ausgegangen zu beten/ Jacob mit Rahel nach großer Mühe und Arbeit/ gleichwie auch Tobias und Sara/ vermählet worden/ und wie Christus dem HochzeitFest zu Cana beigewohnet/ und dasselbige gesegnet: welcher dann billig/ vor allem andern/ zu einer jeden Christlichen Hochzeit soll eingeladen/ und bei der Hochzeit also tractirt werden/ daß er lust bekomme/ der neuen Eheleute ihr Hausgenoß zu bleiben. Man könte auch jedesmal einen Spruch aus H. Schrift/ der vom Ehestand handelt/ unter die Feder nehmen/ und mit einem Geistlichen Gedicht erklären: Insonderheit aber anführen/ wie der Ehestand mit Christi Liebe gegen seiner Gemeine von S. Paulo*[Ephes. 5 V. 25 seqq.] verglichen werde. Kein zweifel ist/ daß die Ehen viel gesegneter seyn und bäßer ersprießen/ wann sie also mit Gott angefangen würden. 160 Dißorts ein Beispiel zu geben/ weil/ die Menschwerdung des Ewigen [S] und einigen Sohns GOttes JEsu Christi/ sich wol eine Vermählung der Himlischen Gottheit mit der Irdischen Menschheit nennen lässet/ wird solche als eine Geistliche Hochzeit/ mit folgendem Gedichte besungen. Diß ist der Tag/ das Wunder-Fest/ […] [S] […] 161 Ich will hier noch beibringen einen Christlichen Hochzeitwunsch/ mit welchen ich vor 25 Jahren Herrn Joachim Pipenburg/ bei der wollöbl. Stadt Lüneburg vornehmen Ratsherrn und Gerichts Präsidenten/ verehret. Weil selbiger in einem siebenständigen Sinnbilde bestehet/ und von den Sinnbildern dißorts noch nichts gesaget worden/ so ist zu wissen/ daß selbige mit den GleichnisReden (S § 68 im I Buch 7 Cap.) eine große Verwandschaft haben/ und in selbigen dreien Stücken/ nämlich in der Sache/ von der man redet/ in dem Gleichenden/ und in der Gleichis/ bestehen.
Eigenschaft / Element von
 
Eigenschaft / Element von: Teutsche Rede- bind- und Dicht-Kunst / Rang
Normaler Rang
 

Abbrechen