{"entities":{"Q6681":{"pageid":6929,"ns":120,"title":"Item:Q6681","lastrevid":18608,"modified":"2024-09-27T18:42:28Z","type":"item","id":"Q6681","labels":{"de":{"language":"de","value":"Denn seine einige und eigentliche meinung ist/ den Leser oder Anh\u00f6rer zu der Tugend und Weisheit zuf\u00fchren. Worinnen er ein rechter Philosophus ist. Wie denn Plato c. [In Lys. V. Lips Manud. ad Stoic Philosoph. lib. 1, Dissert. 7.] die Poeten V\u00e4ter und F\u00fchrer der Wei\u00dfheit/ und Maximus Tyrius die Poeterey eine \u00e4ltere Philosophy nennet. Weil aber die Tugend/ wenn sie so blo\u00df angesehen wird/ den Leuten schwer und verdrie\u00dflich vorkommet/ auch niemand ihm gern au\u00dfdr\u00fccklich wil vorschreiben [S] und befehlen lassen/ so ist der Poet bedacht gewesen/ mittel und wege zufinden/ wie er die gem\u00fcther unvermerckt/ und gleichsam spielend/ zum guten leiten k\u00f6nne. Hat demnach seine sachen nicht allein durch sch\u00f6ne und zierliche worte/ sondern auch durch einmischung lustiger Fabeln/ lieb und angenehm machen wollen/ damit er die Hertzen der Menschen/ die allezeit zu dergleichen dingen geneigter sind/ desto besser fangen/ und ihnen die Tugend und Wissenschafft f\u00fcglicher eintr\u00f6pffeln m\u00f6chte. Worinnen er den vern\u00fcnfftigen \u00c4rzten folget [\u2026]"}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{},"sitelinks":{}}}}